CH143667A - Verfahren zur Herstellung von Fäden, Bändchen usw. aus Acetylzellulose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fäden, Bändchen usw. aus Acetylzellulose.

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CH143667A
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Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung von Fäden, Bändchen usw. aus     Acetylzellulose.       Die Herstellung von Bändchen, Fäden  usw. aus     Acetylzellulose    leidet unter dem  Nachteil,     da.ss    es praktisch bisher nicht ge  lungen ist, die     Essigsäurelösung    in der Form,  wie sie unmittelbar nach der Herstellung  vorliegt, direkt für den beabsichtigten Zweck,  beispielsweise zum Verspinnen, zu verwen  den.

   Man war vielmehr bisher     gezwungen,     die     Acetylzellulose    aus ihrer ursprünglichen  Lösung auszufällen und unter     Verwendung     kostspieliger     Lösungsmittel    aufzulösen, um       verspinnbare    Gebilde daraus herzustellen.  



  Trotz der grossen Zahl von Veröffentli  chungen, welche das Verspinnen von     Zellu-          loseacetat    enthaltenden Flüssigkeiten zum  Gegenstand haben,     wird    derzeit sämtlich       Acetylzellulose    nach dem     Tro6kenspinnver-          fahren,    das heisst mit Hilfe von Lösungsmit  teln, versponnen.  



  Das     Nassspinuverfahren        scheitertenachHer-          zog    (Technologie der Textilfasern, Band     VII,     S. 198) bisher daran, dass die Hydrolyse der    primären Lösungen durch verdünnte Säuren  sehr schnell weiter fortschreitet, so dass sich  Gemische verschiedenartiger     Acetylierungs-          stufen    bilden, die Viskosität der Lösung sich  ändert und sogar eine vollkommene     Gelati-          nierung    derselben eintreten     kann.    Dazu  kommt noch, dass alle     Acetylzellulosen,

      die  mit     Schwefelsäure    als Katalysator herge  stellt wurden, zur Entfernung dieses Kon  taktstoffes     beziehungsweise    der     Sulfoacetate     nachträglich stabilisiert werden müssen, wo  durch sowohl der Glanz, als auch die Reiss  festigkeit des Fadens schwer leiden.  



  Es wurde nun die überraschende Beob  achtung gemacht, dass die nach dem Verfah  ren des Schweizer Patentes     184111    gewon  nene,     chloroformlösliche        Acetylzellulose     durch Behandlung gemäss dem Verfahren  des Schweizer Patentes Nr. 139514 in Ace  ton     hochviskose    Lösungen ergebende     Acetyl-          zellulose    übergeführt, und als solche unmit  telbar     in        Fällbäder        eingespritzt        werden        kann.         <I>Beispiel:

  </I>  In 3 kg     Essigsäure    und 4 kg Essigsäure  anhydrid wird 1 kg Zinkchlorid gelöst und  hierauf 1 kg     Linters    eingetragen. Man er  wärmt rasch auf 55  , hält auf dieser Tem  peratur, bis die Fasern ihre Struktur ver  loren haben und führt die     Acetylierung    bei  Temperaturen unter 40' weiter. Nach drei  bis vier Stunden ist die Löslichkeit in Chloro  form vollständig. Nach Zersetzen des noch  vorhandenen     Anhydrides    wird soviel wäs  serige Salzsäure zugesetzt, als der. Bildung  von saurem     ZnCl2        (ZnC13H.    211,0) ent  spricht.

   Bei Temperaturen zwischen 20 und  <B>30'</B> wird     nun    bis zum     Eintritt    der Aceton  löslichkeit     desacetyliert.    Eine Zugabe von       Natriumacetat    bewirkt die Umsetzung in       Zinkacetat    und Kochsalz. Die nun spinn-    fertige Lösung     wird    als solche oder nach  entsprechender     Verdünnung    nach dem     Nass-          spinnverfahren    weiter verarbeitet. Ein tage  langes Stehen ist ohne Einfluss auf die Vis  kosität der     Lösung    und die     Reissfestigkeit    des       Produktes.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Fäden, Bändchen usw. aus Acetylzellulose, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach dem Verfahren des Schweizer Patentes Nr. 139514 aus einem Endprodukt des Verfahrens des Schweizer Patentes Nr. 134111 erhaltenes Reaktions gemisch in eine Fällflüssigkeit eingespritzt wird.
CH143667D 1928-06-20 1929-05-07 Verfahren zur Herstellung von Fäden, Bändchen usw. aus Acetylzellulose. CH143667A (de)

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