CH143701A - Verfahren zur Darstellung von a,a'-Diphenacylpyridin. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von a,a'-Diphenacylpyridin.

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CH143701A
CH143701A CH143701DA CH143701A CH 143701 A CH143701 A CH 143701A CH 143701D A CH143701D A CH 143701DA CH 143701 A CH143701 A CH 143701A
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diphenacylpyridine
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Sohn Boehringer C H
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Boehringer Sohn Ingelheim
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      Verfahren    zur Darstellung von a,     a'-Diphenaeylpyridin.       Es wurde gefunden, dass man das bis  her auf synthetischem Wege nicht her  gestellte a,     a'-Diphenacylpyridin    in guter       Ausbeute    aus     Tetrahalogen-a,        ä        -distyrylpyri-          din    erhalten kann.  



       Führt    man a,     a'-Dimethylpyridin    in übli  cher Weise durch Kondensation mit Benz  aldehyd in a,     a'-Distyrylpyridin    über     und     behandelt man dieses mit Halogen, so ge  langt man zu dem symmetrischen     Tetra-          halogen-a,        a'-distyrylpyridin.    Das Verfah  ren gemäss vorliegender Erfindung ist da  durch gekennzeichnet., dass man aus symme  trischem     Tetrahalogen-a,        a'-distyrylpyridin,     wie es zum Beispiel auf die beschriebene  Weise erhältlich ist,

   durch Behandlung mit  Alkali 4 Mole Halogenwasserstoff abspaltet  und an das so erhaltene     Bisphenyläthinyl-          pyridin    durch Behandlung mit Schwefel  säure Wasser anlagert.  



  War schon nicht zu     erwarten,    dass die       Halogenwasserstoffabspaltung    an dem     Tetra-          halogen-,a,        a'-distyrylpyridin    gut vor sich    gehen würde, so ist es um so überraschender,  dass die     Wasseranlagerung    an das     Acetylen-          derivat    ausschliesslich zum     Phenacylpyridin          führt,    da bekannt ist, dass zum Beispiel bei       aliphatischen,        unsymmetrischen    Derivaten  des Acetylens die     Wasseranlagerung    nach  zwei Richtungen hin erfolgt.  



  <I>Beispiel:</I>  141,5     gr    a,     a'-Distyrylpyridin,    dargestellt  nach     bekannten    Methoden aus a,     a'-Dimethyl-          pyridin        (vergl.    Shaw, C. 1925, 1, S. 522),  werden in 1 Liter kochendem     Tetrachlor-          kohlenstoff    gelöst und mit 200     gr    Brom  eine Stunde lang unter     Rückfluss    gekocht.  Nach dem Erkalten saugt man von dem aus  kristallisierten     Tetrabromid    ab. Ausbeute  94% der Theorie. Schmelzpunkt des Tetra  bromids 180  .  



  150,8     gr        Tetrabrom-a,        a'-distyrylpyridin     werden in 0;8 Liter kochendem Benzol ge  löst     und    mit 50 %     igem        ÜberSChuss    von alko  holischem Kali einige Minuten lang gekocht,           wobei    das entstehende     galiumbromid    fast       quantitativ    ausfällt. Nach Absaugen von       Kaliumbromid        -wird    das Filtrat auf     etwa     0,5 Liter eingeengt.

   Beim Erkalten kristal  lisieren 56     gr    eines in langen, filzigen Nadeln  kristallisierenden, bei 137   schmelzenden  Körpers aus. Wenn man diesen Körper in       methylalkoholischer    Lösung     bezw.        Suspen-          sion    in Gegenwart von Palladium mit Was  serstoff behandelt, so werden mit ausser  ordentlich grosser     Geschwindigkeit    2 Mole  Wasserstoff aufgenommen, wobei die     Hy-          drierungsgeschwindigkeit    sich sehr verlang  samt.

   Bricht man nach Aufnahme der 2 Mole       \Vasserstoff    die Hydrierung ab, so erhält  man fast quantitativ a,     a'-Distyrylpyridin     vom Schmelzpunkt 164',     wodurch    bewiesen  ist, dass der durch     Bromwasserstoffabspal-          tung    erhaltene Körper vom     Schmelzpunkt     <B>137'</B> das<I>a, ä</I>     -Di-(ss-phenyläthinyl)-pyridin     darstellt.  



  35     gr    des so .erhaltenen a, ä     -Di-(ss-phenyl-          äthinyl)-pyridins    werden mit einem Gemisch  von 200     emg    konzentrierter Schwefelsäure       und    200     cm3    Wasser 10     Minuten    lang ge  kocht. Beim     Alkalischmachen    fällt     das     a,     a'-Di-phenacyl-pyridin    als<B>Öl</B> aus, das  alsbald     kristallinisch    erstarrt.

   Ausbeute 80  bis 90 % der     Theorie.    Das a,     a'-Di-phenacyl-          pyridin        kristallisiert    aus Alkohol in derben  Nadeln vom Schmelzpunkt 87  . Der Schmelz-         punkt    des     Oxims    dieser Verbindung, welches  aus Alkohol in dünnen Prismen erhalten  wird, liegt bei<B>188'.</B> Die nach dem vorliegenden Verfahren  erhältliche neue Verbindung soll als Zwi  schenprodukt zur synthetischen Herstellung  therapeutisch wertvoller     Lobelia-Alkaloide     dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von a, a'-Di- phenacylpyridin, das aus Alkohol in derben Nadeln vom Schmelzpunkt 87 kristallisiert und ein Oxim vom Schmelzpunkt<B>188'</B> gibt, dadurch gekennzeichnet, dass man aus Tetra- ha.logen-a, a'-distyrylpyridin, wie es durch Addition von Halogen an a, a'-Distyrylpyri- din erhältlich ist,
    durch Behandlung mit Al kali .1 Mol Halogenwasserstoff abspaltet und an das so entstandene Bis-phenyläthinylpyri- din durch Behandlung mit Schwefelsäure Wasser anlagert. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Tetrabromdistyryl- pyridin, erhalten durch Addition von Brom an Distyrylpyridin verwendet.
CH143701D 1928-05-10 1929-05-06 Verfahren zur Darstellung von a,a'-Diphenacylpyridin. CH143701A (de)

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