CH143717A - Verfahren zur Herstellung von Lacken aus Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lacken aus Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten.

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CH143717A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von Zacken aus Harnstoff     Formaldehyd-          Kondensationsprodukten.       Es wurde gefunden, dass man zu beson  ders hochwertigen Lacken aus     Harnstoff-          Formaldehyd    - Kondensationsprodukten ge  langt, wenn man die in organischen Lösungs  mitteln gelösten Kondensationsprodukte aus  Harnstoff oder dessen Derivaten und Form  aldehyd oder dessen Polymeren aus ihren  Lösungen mit solchen Flüssigkeiten fällt,  welche auf die     Harnstoff-Formaldehyd-Kon-          densationsprodukte    fällend wirken und die  ausgefällten Kondensationsprodukte in einem  organischen     Lösungsmittel    wieder auflöst.

    Die Wahl des     Fällungsmittels    ist von Fall  zu Fall durch kurze     Tastversuche    leicht fest  zustellen. Die     Fällungsmittel    sind meist die  gleichen Stoffe, in denen die Kondensation  ohne Auflösung des Kondensationsproduktes       durchgeführt    werden kann, zum Beispiel       aliphatische,    aromatische und     hydroaroma-          tische        Kohlenwasserstoffe,    und Stoffe vom    Typus     R-O-R',    wobei R und R'     Alkyl-          oder        Arylreste    sein können.  



  An Stelle des Harnstoffes kann     Thio-          ha.rnstoff    verwendet werden. Man kann auch  statt von Harnstoff     bezw.        Thioharnstoff    und       Formaldehyd    von den     Methylolverbindungen     des Harnstoffes oder     Thioharnstoffes    aus  gehen, zum Beispiel von     Dimethylolha.rn-          stoff.     



  Zweckmässig leitet man die Fällung so,  dass man zu feinpulverigen Kondensations  produkten gelangt, welche sich durch gründ  liches Waschen mit leicht flüchtigen, die  Kondensationsprodukte nicht lösenden orga  nischen Flüssigkeiten vollkommen von dem  bei der Kondensation verwendeten     anhaften-          tenden    Lösungsmittel befreien und leicht  trocknen lassen. Man erhält so Harnstoff  Formaldehyd-Kondensationsprodukte, welche  keine organischen Lösungsmittel, keinen      freien Formaldehyd und keine Feuchtigkeit  mehr enthalten.  



  Die durch Fällung erhaltenen Produkte  sind in vielen organischen Flüssigkeiten lös  lich, zum Teil auch in solchen, in denen  die Kondensation nicht zu löslichen Produk  ten führt, wie zum Beispiel 1,4 -     Dioxan.     Als geeignete Lösungsmittel kommen fol  gende in Betracht: Stoffe, welche eine oder  mehrere freie OH-Gruppen enthalten, wie     ein-          oder    mehrwertige Alkohole und deren De  rivate,     Ketone,    Aldehyde und     Dioxane.     



  <I>Beispiel 1:</I>  200 Gewichtsteile einer zirka 30%igen  Lösung eines nach dem Verfahren des Pa  tentes Nr. 131824 hergestellten Harnstoff  Formaldehyd -     Kondensationsproduktes    in       Amylalkohol    werden bei gewöhnlicher Tem  peratur mit der fünf- bis zehnfachen Ge  wichtsmenge     Petroläther    vom Siedepunkt  40' C verrührt. Nach kurzem Rühren lässt  man absitzen, zieht die überstehende Flüs  sigkeit ab, versetzt das ausgefällte     Konden-          sationsprodukt    mit 250 Gewichtsteilen     Äthyl-          äther,    rührt einige Zeit gut durch und fil  triert ab.

   Das feinpulverige     Fällungsprodukt     wird noch     mehrmals    mit     Äthyläther    gewa  schen und dann bei 50   C im Vakuum ge  trocknet. Das so erhaltene     Harnstoff-Form-          aldehyd-Kondensationsprodukt    wird in der  Kälte unter Rühren in     normal-Propylalkohol     zu einer 40%igen Lösung gelöst und mit  Äthylalkohol auf 20 % verdünnt. Man erhält so  einen nur schwach riechenden, schnell trock  nenden Lack, dessen Aufstriche bei der Ein  wirkung von Wasser kaum angegriffen  werden.  



  An Stelle des     Kondensationsproduktes     aus Harnstoff und Formaldehyd kann man  auch ein solches aus     Thioharnstoff    und  Formaldehyd     verwenden.       <I>Beispiel 2:</I>  50 Gewichtsteile einer zirka 40 %     igen     Lösung eines gemäss dem Schweiz. Patent  Nr.     131.,824    hergestellten     Harnstoff-Formal-          dehyd-Kondensationsproduktes    in     Benzyl-          alkohol    werden mit 500 Gewichtsteilen       Äthyläther    kurze Zeit verrührt.

   Nach Ab  sitzenlassen des ausgefällten Kondensations  produktes wird die überstehende Flüssigkeit  abgezogen, das     Fällungsprodukt    nochmals  mit 50 Gewichtsteilen     Äthyläther    einige Zeit       verrührt    und nach Beispiel 1 weiterbehandelt.  Das in feinpulveriger Form erhaltene Harn  stoff - Formaldehyd - Kondensationsprodukt  wird in     Glykolmonoäthyläther    bei zirka  80   C unter Rühren zu einer 50%igen Lö  sung gelöst und mit Äthylalkohol auf 20  verdünnt. Der erhaltene Lack gibt klare  wasserfeste Aufstriche. Wenn nötig, können  diesem Lack noch     Zelluloseester,    wie Nitro  zellulose, und     Weichmachungsmittel    einver  leibt werden. '     _  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Lacken aus Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder dessen Derivaten und Formaldehyd oder dessen Polymeren, dadurch gekennzeichnet, dass man die in organischen Lösungsmitteln gelösten Kondensationsprödukte mit solchen Flüssigkeiten fällt, welche auf die Harnstoff Formaldehyd-Kondensationsprodukte fällend wirken, und die ausgefällten Kondensations produkte in einem organischen Lösungsmittel wieder auflöst.
CH143717D 1928-06-25 1929-05-27 Verfahren zur Herstellung von Lacken aus Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten. CH143717A (de)

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