Geschichtetes Produkt. Die Erfindung bezieht sieh auf ein ge schichtetes Produkt, das einen Teil aus zellu- losehaltigen Materialien und gehärteten Bindemitteln aus Phenolharzen enthält und eine nicht leitende Oberflächenschicht, die mit dem erstgenannten Teil vereinigt, deren nach aussen liegende Fläche aber von kohlen stoffhaltigen Materialien im wesentlichen frei ist. Geschichtete Produkte aus zellulose- haltigen Materialien und Phenolharzen als Bindemittel sind in der amerikanischen Pa tentschrift Nr. 1,01940,6 von L. H. Baekeland beschrieben.
Nach den Angaben dieser Pa tentschrift werden sie in der Weise her gestellt, dass man die faserigen Bahnen, wie zum Beispiel Papier oder Gewebe, mit einem härtbaren Phenolharz überzieht, die mit den Überzügen versehenen Bahnen in der ge wünschten.Anzahl aufeinander legt und in einer mit Dampf geheizten Presse vereinigt, wobei das Harz in den unschmelzbaren, re- sinoiden Zustand übergeführt wird. Die er haltenen Produkte sind hart und fest, sie sind widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Änderungen der Temperatur und zeigen hochwertige elektrische Eigenschaften, zum Beispiel hinsichtlich der Isolierfähigkeit und des dielektrischen Verhaltens.
Neben diesen erwünschten Eigenschaften besitzen sie je doch den Nachteil, dass ihre Oberfläche bei hohen Temperaturen, wie sie zum Beispiel bei der Einwirkung des elektrischen Licht bogens oder elektrischer Funken auftreten, vier Verkohlung ausgesetzt sind, wodurch ihre Benutzung auf gewisse elektrische Verwen dungszwecke, wie zum Beispiel Kästen für Anlassapparate und dergleichen beschränkt wurde. für die sie hervorragend geeignet sind.
Das Verkohlen ist eine Folge der Aus scheidung von Kohlenstoff aus dem zellu- losehaltigen Produkt und dem Phenolharz bindemittel. Wir vermeiden diese Schwie rigkeit gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch, dass wir ein geschichtetes Produkt herstellen, dessen Oberflächenschicht eine nach aussen liegende Fläche aufweist, die entweder völlig frei ist von kohlenstoffhal- tigen Stoffen (zum Beispiel Zellulose und Harz) oder genügend frei von denselben, um bei der Einwirkung von Funken oder des Lichtbogens keine leitenden Wege oder Flä chen zu bilden.
Zur Erreichung dieser Wir kung wird das geschichtete Produkt zweck mässig derart hergestellt, dass die mit einem Überzug aus härtbaren Bindemitteln aus Phenolharzen versehenen Bahnen, wie in der genannten Patentschrift Nr.1,019406 be schrieben, aufeinandergelegt werden; wobei jedoch an der Oberfläche eine Schicht aus nicht zellulosehaltigem Material, vorteilhaft :Isbest, verwendet wird.
Diese die Ober fläche bildende Bahn kann auf der nach aussen liegenden Seite mit einem kohlenstoff- freien Füllstoff oder Bindemittel, wie zum Beispiel Natriumsilikat, überzogen werden, während ihre innere Fläche mit dem Phenol harz überzogen werden kann. Dann wird das Ganze so lange der Heizpressung unterwor fen, bis die Umwandlung des Harzes statt gefunden hat und bis das ganze Gebilde ein schliesslich der Oberflächenbahn zu einem einheitlichen Produkt vereinigt ist.
Sind die zellulosehaltigen Bahnen mit dem härtbaren Harz ausreichend imprägniert. oder überzogen, dann ist es nicht notwendig, auf die Asbestbahn Harz aufzubringen, da diese aus der darunterliegenden Bahn oder den Bahnen genügend Harz absorbieren kann, am sich auf denselben fest zu veran kern. Es muss darauf geachtet werden, dass das Phenolharz nicht bis zur nach aussen lie genden Fläche der äussern Bahn in solcher Menge vordringt, dass es die Bildung der er wähnten leitenden Stellen herbeiführt.
Ein zu starkes Durchdringen der äussern Bahn durch das Phenolharz kann zum Beispiel ver hindert werden durch teilweises Härten des Harzes vor dem Verpressen und durch Be messung der benutzten Harzmenge und der Dicke der an der Oberfläche angeordneten Bahn in geeigneter Weise. Das Überziehen oder die Imprägnierung der Asbestbahn mit einem nicht kohlenstoffhaltigen Füllstoff oder Bindemittel trägt natürlich ebenfalls da zu bei, das Eindringen des Harzes zu verhin- dern, doch ist dies für die Ausführung der Erfindung keine wesentliche Bedingung.
Das geschichtete Produkt gemäss der Er findung besteht zweckmässig zum Beispiel aus einer Anzahl von übereinandergelegten, finit Harz imprägnierten Bahnen. Die Ober flächenbahn ist mit dem darunterliegenden Teil durch eine nur teilweise Durchdringung durch das harzartige Bindemittel verbunden und besitzt eine kohlenstofffreie Aussen fläche. Dieser Teil kann zum Beispiel aus einer Asbestbahn oder -schicht oder einem andern, nicht kohlenstoffhaltigen Material bestehen, und zeigt eine Aussenfläche, die von harzartigen Bindemitteln frei ist.
Diese Bahn oder Schicht kann an der Aussenfläche mit einem geeigneten, nicht kohlenstoffhal tigen Füllstoff, zum Beispiel 1'LTatriumsilikat. überzogen sein. Ein solcher Überzug oder Füllstoff dient zur Verbesserung der Ober flächeneigenschaften der Fläehenbahn nicht nur durch seine Anwesenheit, sondern auch durch die Ausschliessung des harzartigen Bindemittels, dessen Eindringen in die Aussenfläche er verhindert.
Der Asbest kann zur Herstellung der Oberflächenschicht in jeder geeigneten Form -#-erwendet werden. Man kann zum Beispiel Asbestpapier verwenden, das sich infolge sei ner Eignung für die übliche Fabrikation von geschichteten Produkten verwenden lässt. Man kann aber den Asbest auch in Form von Geweben oder losen Fasern verwenden.
Layered product. The invention relates to a layered product which contains a part of cellulose-containing materials and hardened binders made of phenolic resins and a non-conductive surface layer which unites with the first-mentioned part, but whose outer surface is essentially free of carbonaceous materials is. Layered products made of cellulosic materials and phenolic resins as binders are described in the American patent publication No. 1,01940,6 by L. H. Baekeland.
According to the information in this patent, they are produced in such a way that the fibrous webs, such as paper or fabric, are coated with a curable phenolic resin, the webs provided with the coatings are placed on top of one another in the desired number and in one combined with a press heated by steam, the resin being converted into the infusible, resinoid state. The products obtained are hard and strong, they are resistant to moisture and changes in temperature and show high-quality electrical properties, for example in terms of insulation and dielectric behavior.
In addition to these desirable properties, they have the disadvantage that their surface is exposed to four charring at high temperatures, such as those that occur when exposed to electric arcs or electric sparks, so that their use is limited to certain electrical uses, such as Example boxes for starting machines and the like has been limited. for which they are ideally suited.
Charring is a consequence of the excretion of carbon from the cellulose-containing product and the phenolic resin binder. According to the present invention, we avoid this difficulty in that we produce a layered product whose surface layer has an outward-facing surface that is either completely free of carbonaceous substances (e.g. cellulose and resin) or sufficiently free of them, so that no conductive paths or surfaces are formed when exposed to sparks or arcs.
To achieve this effect, the layered product is expediently manufactured in such a way that the webs provided with a coating of curable binders made of phenolic resins, as described in the aforementioned patent specification No. 1.019406, are placed on top of one another; however, a layer of non-cellulosic material, advantageously: Isbest, is used on the surface.
This surface-forming sheet can be coated on the outward side with a carbon-free filler or binder, such as sodium silicate, while its inner surface can be coated with the phenolic resin. Then the whole thing is subjected to hot pressing until the resin has been transformed and until the entire structure, including the surface web, is combined into a single product.
Are the cellulosic webs sufficiently impregnated with the curable resin. or coated, then it is not necessary to apply resin to the asbestos sheet as it can absorb enough resin from the underlying sheet or sheets to anchor itself firmly to it. Care must be taken that the phenolic resin does not penetrate to the outer surface of the outer membrane in such an amount that it causes the aforementioned conductive areas to form.
Excessive penetration of the outer web by the phenolic resin can be prevented, for example, by partially curing the resin before pressing and by appropriately measuring the amount of resin used and the thickness of the web arranged on the surface. The coating or impregnation of the asbestos sheet with a non-carbonaceous filler or binder naturally also helps to prevent the penetration of the resin, but this is not an essential requirement for the practice of the invention.
The layered product according to the invention expediently consists, for example, of a number of finite resin-impregnated sheets placed one on top of the other. The upper surface sheet is connected to the part below by only partial penetration by the resinous binder and has a carbon-free outer surface. This part can consist, for example, of an asbestos sheet or layer or some other non-carbonaceous material, and has an outer surface that is free of resinous binders.
This web or layer can be coated on the outer surface with a suitable, non-carbon-containing filler, for example sodium silicate. be covered. Such a coating or filler is used to improve the surface properties of the surface web not only through its presence, but also through the exclusion of the resinous binder, which it prevents from penetrating the outer surface.
The asbestos can be used in any suitable form - # - to produce the surface layer. For example, asbestos paper can be used, which due to its suitability can be used for the usual manufacture of layered products. But you can also use the asbestos in the form of fabrics or loose fibers.