Selbsttätige Fernsprechanlage. Beim Entwurf von selbsttätigen Fern sprechanlagen muss im allgemeinen damit ge rechnet werden, dass das Fernsprechnetz in der Zukunft einen Umfang erhalten kann, der mehrfach grösser ist als die erforder liche Anfangskapazität.' Mit Rücksicht hier auf war es bisher notwendig, schon vom An fang an das System auf der Grundlage einer gewissen maximalen Kapazität zu entwerfen, woraus wiederum besondere Anfangskosten für Apparate und Anordnungen entstehen, die erst in der Zukunft erforderlich werden. Die pro Teilnehmerleitung gerechneten Anlage kosten werden deshalb bei kleineren Ämtern übermässig gross.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, diesen 'Nachteil zu vermeiden, und besteht in gewissen Anordnungen, durch welche es möglich wird, einen selbsttätigen Fernsprechumschalter von kleiner Kapazität nach und nach umzubauen, und zwar durch Hinzufügung einer beliebigen Anzahl von Fernsprechumschaltern, die im wesentlichen dieselbe Kapazität haben, wobei der Ver- kehr zwischen den verschiedenen Umschaltern mit Hilfe von Registern vermittelt wird.
Die verschiedenen Fernsprechumschalter werden dabei tatsächlich nur aus verschie denen Abteilungen eines grösseren Fern sprechumschalters bestehen, wobei die An ordnung zugleich den Vorteil ergibt, dass die verschiedenen Abteilungen nicht im selben Amte untergebracht zu werden brauchen, sondern an denjenigen Plätzen untergebracht werden können die mit Rücksicht auf die Kosten am zweckmässigsten sind. Dabei kön nen die an einem Umschalter ankommenden Verbindungsleitungen an den Umschalter derart angeschlossen sein, dass die über diese Leitungen auskommenden Anrufe dieselben Schaltvorgänge veranlassen wie ein von einer Teilnehmerleitung ankommender Anruf.
Der Erfindungsgegenstand ist im fol genden anhand der beigefügten Zeichnungen beispielsweise beschrieben.
Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene gegen seitige Anordnungen der verschiedenen Ab- teilungen in einer Fernsprechanlage der be treffenden Art; Fig. 3 veranschaulicht schematisch die Art und Weise, in welcher die Herstellung einer Verbindung zwischen verschiedenen Ab teilungen erfolgt; Fig. 4 zeigt ein ausführliches Schaltungs schema einer erfindungsgemässen Fernsprech anlage.
In Fig. 1 bezeichnen<I>A, B, C, D, E</I> ver schiedene Abteilungen einer Fernsprech anlage, welche Abteilungen je aus einem selbständigen automatischen Fernsprechum schalter von beliebigem Fassungsvermögen, zum Beispiel 200 bis 300 Leitungen, be steht. Die genannten Umschalter oder Ab teilungen können im selben Amte oder an verschiedenen Stellen eines Ortes unter gebracht sein. Dieselben sind in der auf der Zeichnung dargestellten Weise mitein ander mittelst Verbindungsleitungen FL ver bunden, welche letzteren zur Vermittlung des Verkehrs zwischen den verschiedenen Ab teilungen dienen.
Fig. 2 zeigt eine andere gegenseitige Anordnung der verschiedenen Abteilungen, wonach gewisse Abteilungen in grösseren Entfernungen in der Form von Hilfsämtern angeordnet sein können. G ist beispiels weise ein solches Amt, welches über die Äm ter F und D Verbindungen mit den übrigen Abteilungen erhalten kann.
Sämtliche der an die verschiedenen Ab teilungen angeschlossenen Teilnehmerlei tungen gehören zur selben Nummernserie, und es ist folglich möglich, von jeder be liebigen Teilnehmerleitung innerhalb des ganzen Netzes Verbindung mit einer be- stimmten Leitung durch Anrufen derselben Nummer zu erhalten. Obwohl die Anlag,> also von technischem Standpunkte aus in eine Anzahl von Unterstationen unterteilt ist, bildet dieselbe vom Standpunkt der Teil nehmer aus ein einheitliches Amt, das in bezug auf seine Arbeitsweise mit. einem Amte grösseren Typs identisch ist.
Im folgenden sei angenommen, dass jede Abteilung ein Fassungsvermögen von 200 Leitungen hat, wobei also eine Anordnung nach Fig. 1 mit fünf Abteilungen einem Fassungsvermögen von 1000 Leitungen ent spricht. Die Teilnehmernummern sind drei stellig, wobei die erste Ziffer der Nummer diejenige Abteilung angibt; welcher der Teil nehmer angehört.
Fig. 3 veranschaulicht, in welcher Weise Verbindungen zwischen den Abteilungen A, B und C hergestellt werden können. In jeder Abteilung endigen die mit Fingerscheiben h' <I>(F,,</I> b'.= <I>. . .)</I> versehenen Teilnehmerleitungen <I>AL (AL,,</I> AL2 <B>...</B><I>)</I> an Vorwählern 88 (88" 882<B>...</B> ), durch welche die Teilnehmer leitungen in bekannter Weise an eine freie Verbindungsleitung S'L (SL,, <I>8L2...' ) an-</I> geschlossen werden können.
Über die ge nannte Verbindungsleitung SL erhält die Teilnehmerleitung<I>AL</I> Verbindung mit einem Register R (R1, R2 <B>...</B> ), in welchem sämt liche von den Teilnehmern ausgesandten Stromstösse aufgespeichert werden, worauf die Verbindung, im Fall der Anruf einem Teilnehmer in derselben Abteilung gilt, in an sich bekannter Weise fertiggestellt wird.
Wenn der Anruf einer zum Beispiel in der Abteilung A endigenden Teilnehmerleitung dagegen einem Teilnehmer gilt, der zur Ab teilung<I>B</I> gehört, -wird ein Hilfsregister<I>HB,</I> in Tätigkeit versetzt, nachdem die Verbin dungsleitung SL, zuerst mittelst eines Um schalterrelais SBR, an einen Sucher FS, angeschlossen worden ist und durch diesen @rerbindung mit einer freien Verbindungs leitung FL, erhalten hat. die zur Abteilung B führt.
Die Verbindungsleitung FL, endigt in der Abteilung B an einem Vorwähler SS- und ist in bezug auf diese Abteilung den nach dieser Abteilung ankommenden Teil nehmerleitungen AL.@ gleichgestellt. Dieselbe wird also in derselben Weise wie eine an rufende Teilnehmerleitung an eine freie Verbindungsleitung SL2 und über diese an ein Register R= angeschlossen.
Nachdem die ser Anschluss hergestellt worden ist, wieder holt das Hilfsregister HR, in der Abteilung- A die vorher im Register R, aufgespeicher ten Impulse, welche nun im Register R2 der Abteilung B empfangen und in ähn licher Weise aufgespeichert werden, worauf die Verbindung in bekannter Weise fertig gestellt wird.
Wenn statt dessen angenommen wird, dass ein Teilnehmer in der Abteilung A eine Verbindung mit einem Teilnehmer in der Abteilung C wünscht, so kann die Ver bindung beispielsweise zuerst in der be schriebenen Weise bis zur Abteilung B her gestellt werden, von wo aus die Verbindung bis zur Abteilung C verlängert wird, und zwar unter Wiederholung der Stromstösse mittelst des Hilfsregisters HR= in der Ab teilung B in ähnlicher Weise, wie es vor her beschrieben ist, worauf die Verbindung in der Abteilung C fertig gestellt wird. Wenn direkte Verbindungsleitungen zwi schen den Abteilungen A und C vorhanden sind, kann die Verbindung natürlich un= mittelbar über diese Leitungen hergestellt werden.
Bei der durch die Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist angenommen, dass das selbsttätige Fernsprechsystem derjenigen Art ist, die im schwedischen Patent Nr. 54793 beschrieben ist. Nach diesem System ist jede Teilnehmerleitung<I>AL</I> mit einem Vorwähler SS versehen, wobei die Verbindungen über Verbindungsleitungen SL dadurch hergestellt werden, dass der Vorwähler SS des angerufe nen Teilnehmers an dieselbe Verbindungs leitung SL, angeschlossen wird,
an welche der Vorwähler des anrufenden Teilnehmers vorher angeschlossen worden ist. Das Aus wählen und Anlassen des Vorwählers des ge wünschten Teilnehmers erfolgt mittelst des Registers R,, welches eine Anzahl von Re gisterwählern RS aufweist. Die allmähliche Einschaltung der verschiedenen Registerwäh ler erfolgt unter der Kontrolle eines Folge schalters SD, der in derselben Weise kon struiert ist wie die Registerwähler.
Die letz teren sind als Drehschalter ausgeführt und werden mittelst eines Elektromagnetes DR schrittweise bewegt, und zwar gegen die Wirkung einer Feder, durch welche der ZVähler in die Ausgangslage zurückgestellt wird, nachdem ein Sperrmagnet SR, der während der Einstellung den Wähler in eingestellter Lage festhält, aberregt worden ist.
Das Hilfsregister<I>HR,</I> besteht aus zwei ähnlichen Wählern RS, und RS5. Fig. 4 zeigt an dieselbe Leitung angeschlossene Teilnehmerleitungen AL., und AL, mit zu gehörigen Vorwählern SS, und SS-" sowie Linien- und Trennrelais<I>AR</I> und<I>GR.</I>
Sobald der anrufende Teilnehmer sein Mikrotelephon abhebt, wird der Linienstrom kreis 1 geschlossen. Das Relais AR,. tritt dann in Tätigkeit und schliesst einen Im pulsstromkreis 2 für den Antriebsmagneten ADR, des Vorwählers SSC, wobei der Vor wähler in Bewegung gesetzt wird und in bekannter Weise eine freie Verbindungs leitung SL,, aussucht. Beim Anschluss an die letztgenannte Leitung wird ein Strom weg 3 über die dritte Ader e, eine Spule des Trennrelais GR, und die Spule eines Anschlussrelais SAR gebildet.
Das Trenn relais GR, schaltet sich über seinen Kon takt 4 in einen Haltestromkreis ein. Das Anschlussrelais SAR schliesst die Verbindungs- leitung SL,, an ein zur Zeit freies Register R, an, wobei gleichzeitig der Mikrophon stromkreis 5 durch das Impuls-Empfangs- relais BI des Registers geschlossen wird.
Hat das Empfangsrelais BI seinen Anker angezogen, so wird ein mit Verzögerung wir kendes Relais RT, eingeschaltet, welches sei nerseits einen Stromkreis 6 durch den An- tiiebsmagneten DRo für den Folgeschalter<I>SO</I> einschaltet.
Parallel zu diesem Stromweg wird ein Stromweg 7 geschlossen durch die Sperrmagnete SR,, <I>SR,</I> SR" SR" an den Registerwählern RS und dem Folgeschalter SO und ferner wird eine Strombahn 8 durch die parallel geschalteten Sperrmagnete SR, und SR, geschlossen, die zu den Kontroll wählern RSa und RS., gehören.
Gleichzeitig wird das Register durch Schliessen des Kon taktes 9 am Relais RT.,, als besetzt markiert, und dieses Relais gibt dadurch Haltestrom an das Anschlussrelais SAR. Ferner wird der positive Pol der Batterie über den Kon takt 10 und einen Widerstand B31 an die b-Ader der Teilnehmerleitung angeschlossen, um das Linienrelais<I>AR,</I> während der Strom stossabgabe festzuhalten.
Als der Folgeschal ter SO über den Stromkreis 6 betätigt wurde, wurden die Kontaktarme desselben in die Lage 2 weitergeschaltet. In dieser Lage wird nun ein Stromweg 11 für eine Summervor- richtung durch eine Wicklung HL am Strom stossrelais<I>BI</I> geschlossen, wodurch der Teil nehmer darauf aufmerksam gemacht wird, dass das Register eingeschaltet worden und zum Empfang der Stromstösse bereit ist. Der Teilnehmer sendet darauf die Stromstösse aus.
Bei der ersten Unterbrechung im Li nienstromkreis wird ein Stromkreis 12 durch das mit Verzögerung wirkende Relais RT= und ausserdem ein Stromkreis 13 durch den Antriebsmagneten DR, des Registerwählers RS, geschlossen. Durch diese Stromstösse wird nun der genannte Registerwähler in die der Hunderter-Ziffer entsprechende Lage eingestellt. Es sei angenommen, dass die ge nannte Ziffer einer Leitung innerhalb des selben Amtes angehört, und dass diese Ziffer beispielsweise 3 ist: Der Registerwähler RS, bleibt also in der vierten Lage stehen, wenn angenommen wird, dass der Wähler normal in der ersten Lage steht.
Wenn das Relais RT, seinen Anker anzieht, wird der Strom kreis 6 für den Antriebsmagneten DRo des Folgeschalters SO unterbrochen, und dieser Magnet wird aberregt, ohne jedoch dabei ir gend eine Weiterschaltung des Folgeschalters zu bewirken. Nachdem die Stromstösse in der ersten Stromstossreihe ausgesandt wor den sind, wird das Relais RT2 aberregt, wo bei der Stromkreis 6 wieder geschlossen wird und eine Weiterschaltung des Folgeschalters SO in die dritte Lage bewirkt.
Durch die darauf folgende zweite Stromstossreihe, die der Zehnerziffer der Teilnehmernummer ent spricht, wird nun das Register RS, ein gestellt, worauf der Folgeschalter SO in ähnlicher Weise wie vorher in die vierte Lage weitergeschaltet wird. In dieser Lage des Folgeschalters wird nun schliesslich die dritte Stromstossreihe ausgesandt, welche nun den Registerwähler RS" betätigt, worauf der Folgeschalter SO in seine fünfte Lage ein gestellt wird. In dieser Lage des Folge schalters wird ein Stromweg 14 durch das Anlassrelais <I>BR</I> des Registers geschlossen.
Das letztgenannte Relais schliesst einen Stromweg 15 durch ein Relais KB" das der betreffenden Hunderter - Ziffer entspricht. Ferner wird ein Stromkreis 16 für ein der betreffenden Zehner-Ziffer entsprechendes Relais, zum Beispiel NR", über einen Kon takt am Relais hR3 geschlossen, das Relais NR33 schliesst seinerseits einen Markierungs stromkreis 17 über einen Kontakt 18 am Relais <I>BR.</I> Der letztgenannte Stromkreis enthält ein dem gewünschten Teilnehmer zugehöri ges Relais MB@. Wenn der Teilnehmer frei ist,
bewirkt das letztgenannte Relais in be kannter Weise, dass der entsprechende Vor wähler SS= in Bewegung gesetzt wird. Der Markierungsstromkreis 17 enthält auch ein Prüfrelais RL,, welches nun auch seinen An ker anzieht und an seinem Kontakt 19 die Arbeitswicklung eines Relais RB, einschal tet. Das letztgenannte Relais unterbricht da bei an seinem Kontakt 20 einen vorher durch das Relais BB geschlossenen Stromweg 21, der .ein mit Verzögerung wirkendes Relais BT <I>;</I> enthält, welch letzteres dadurch verhin dert wird, seinen Anker anzuziehen.
Der Vorwähler SS, des gewünschten Teilnehmers sucht nun in bekannter Weise diejenige Ver bindungsleitung SL2 auf, deren vierte Ader über den Stromweg 22 markiert ist. Sobald der Wähler die betreffende Verbindungs leitung findet, wird der Stromweg 22 ge schlossen, welcher Stromweg ein Relais RR; enthält, das nun einen Stromkreis 23 durch ein Relais SBR schliesst, welch letzteres das Register abtrennt und für sich selbst einen Haltestromkreis über einen Kontakt 24 schliesst.
Gleichzeitig wird der Mikrophon stromkreis 5 über einen Kontakt 25 durch ein Relais SSR geschlossen, was jedoch keine neue Wirkung ergibt. Damit ist die ge wünschte Verbindung mit einem Teilnehmer innerhalb desselben Umschalters hergestellt, und das Register wird in - bekannter Weise in die Normallage zurückgestellt.
Wenn der Teilnehmer eine Verbindung mit einem Teilnehmer innerhalb einer andern Abteilung wünscht, dessen Teilnehmernum mer zum Beispiel mit 2 anfängt, so erfolgt der Anschluss an das Register und der Emp fang der ersten Stromstossreihe in vorher be schriebener Weise.
Der Registerwähler RS, bleibt dabei in seiner dritten Lage stehen, und nachdem das Relais RT, nach Aus sendung des ersten Stromstosses aberregt wurde, wird ein Stromweg 26 über ein Re lais RRa gebildet, welches Relais sich über seinen Kontakt 27 verriegelt und einen Im pulsstromkreis 2$ durch den Antriebsmag neten DR; des Verbindungsleitungssuchers FS, schliesst.
Ausserdem schliesst das Relais RR, seinen Kontakt in einem Prüfstromkreis 29 durch ein Relais FR-.. Der letztgenannte Stromkreis wird geschlossen, sobald der Wähler FSl eine freie Verbindungsleitung in der gewünschten Richtung findet. Die Richtung wird dadurch markiert, dass der Stromkreis 29 über die dritte Abteilung des Kontaktfeldes des Wählers FS,_ verläuft. Hat das Relais RL@sseinen Anker angezogen, so verriegelt es sich über seinen Kontakt 31), wodurch gleichzeitig die Verbindungsleitung <I>FL,</I> blockiert wird.
Ausserdem wird ein Stromkreis 31 über den einen Umschalter@der Verbindungsleitung durch ein Relais LR im andern Amte gebildet. Dadurch. dass das letztgenannte Relais seinen Anker anzieht, schliesst es seine Kontakte 32, 33 und setzt dadurch den zugehörigen Vorwähler SS::' in Bewegung zwecks Aussuchung einer freien Verbindungsleitung in gewöhnlicher Weise.
Sobald der Wähler eine freie Ver bindungsleitung findet, zieht das Relais BL., seinen Anker an, wodurch ein dieser Abtei lung zugeordnetes Register R; mit zu gehörigem Kontrollregister HR. in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, an die Schnur leitung angeschlossen wird. Dadurch, dass das genannte Register angeschlossen wird, wird ein Stromkreis 34 durch das Impuls empfangsrelais<U>BI.</U> des Registers in der fremden Abteilung und durch ein Relais BR, im Hilfsregister des eigenen Amtes ge bildet. Inzwischen hat der Teilnehmer das Aussenden der übrigen Stromstösse angefan gen, wodurch die Registerwähler RS, und RS2 wie vorher eingestellt werden.
Sobald das Relais RR, seinen Anker anzieht, schaltet es seine Haltewicklung über einen Strom weg 35 ein, und gleichzeitig schliesst es seine Arbeitswicklung kurz und schaltet den ne gativen Pol der Batterie direkt an die Lei tung über den Stromkreis 34. Ausserdem schliesst das Relais RR4 einen Stromweg 36 durch das Relais RR" welches einen grossen Widerstand besitzt, wodurch verhindert wird, dass der im selben Stromweg liegende An triebsmagnet DR4 betätigt wird.
Das Relais RR5 schaltet an seinem Kontakt 37 ein Re lais BR, ein, welches seinerseits das Re lais RR5 kurzschliesst und den positiven Pol der Batterie direkt an den Antriebsmagneten DR4 anschaltet, welch letzterer dabei seinen Anker anzieht und den Kontrollwähler RS4 um einen Schritt weiterschaltet. Wenn das Relais RR, seinen Anker anzieht, wird gleichzeitig der Stromweg 34 unterbrochen, wobei ein erster Stromstoss an das Register der fremden Abteilung ausgesandt wird.
So bald das Relais RR" infolge des Kurzschlie ssens aberregt wird, wird folglich auch das Relais BR, aberregt, was zur Folge hat, dass der Stromweg 34 wieder geschlossen wird und dass der Kurzschluss des Relais RR, auf hört, wobei der Antriebsmagnet DR4 seinen Anker loslässt. Die Relais RR, und RR, werden nun abwechselnd ihre Anker an ziehen und loslassen, und zwar unter Aus sendung von Stromstössen sowohl über den Stromweg 34, als über den Stromweg 37,
wodurch der Kontrollwähler RS4 veranlasst wird, die Impulse zu wiederholen. Sobald der letztgenannte Umschalter die dritte Lage, also die der Ziffer 2 entsprechende Lage, erreicht, wird ein Stromweg 38, der ein Re lais RR; enthält, geschlossen. Dabei unter bricht das Relais RR; den Stromkreis 36, wodurch der Wähler RS, zum Stehen ge bracht wird. Gleichzeitig hören die Relais BR, und RR" auf zu arbeiten.
Das Relais RR., schliesst einen dem Kontakt 39 am Re lais RR,; parallel geschalteten Kontakt 40 im Stromweg 34, wodurch der Stromweg 34 ge schlossen bleibt. Ferner schaltet das Relais BR, ein mit Verzögerung wirkendes Relais RT, <I>ein,</I> welches seinerseits ein anderes Ver zögerungsrelais RT, einschaltet.
Das letzt genannte Relais schliesst den Stromkreis für den Antriebsmagneten DR5 des Wählers RS;" welcher Magnet dabei den Wähler RS, in die zweite Lage weiterbewegt. Ausserdem schaltet RT, an seinem Kontakt 41 den Sperrmagneten SR, für den Wähler RS" .aus, welch letzterer folglich in seine Normallage zurückgestellt wird.
Gleichzeitig mit der Weiterschaltung des Wählers RS, in die zweite Lage wird der Stromkreis 38 für das Relais BR, unterbrochen, und dieses Re lais bewirkt die Aberregung der Relais RT., und RT" wodurch wiederum der Sperrmag net SR" Strom erhält und den Wähler RS, in der Normallage sperrt, so dass dieser zum Aussenden der genannten Ziffer bereit ist.
Die erwähnte Unterbrechung des Strom kreises 38 und die Aberregung des Relais RR, trifft nur in dem Moment ein, in wel chem der Wähler RS, in seine zweite Lage eingestellt wird, und zwar schon nach Ab schluss des Aussendens der zweiten Strom stossreihe. Vorher befindet sich nämlich der Folgeschalter SO in seiner dritten Lage, in welcher der positive Pol der Batterie über einen Stromweg 42 an einen Kontakt in der zweiten Lage des Wählers RS" angeschlos sen ist, wodurch das Relais<B>BR,</B> unabhängig vom Stromweg 38 unter Strom @ bleibt.
So bald der Folgeschalter SO nach Aussenden der zweiten Stromstossreihe in seine vierte Lage eingestellt wird, wird der genannte Stromkreis 42 unterbrochen, worauf das Re lais BR, aberregt wird und den angegebenen Schaltungsverlauf bewirken kann.
Sobald das Relais RR, somit seinen Anker loslässt und infolgedessen auch das Relais RL ab erregt wird, wird wieder der Stromweg 36 gebildet, worauf derselbe Schaltungsverlauf, der oben in bezug auf die erste Stromstoss- reihe beschrieben worden ist, wiederholt wird. Unter Einwirkung der zweiten Reihe von wieder ausgesandten Stromstössen wird der Wähler RS, in eine vom Registerwähler RS, markierte Lage eingestellt,
wobei das Stromstosssenden in vorher beschriebener Weise aufhört. Derselbe Schaltungsverlauf wird darauf in Abhängigkeit von der dritten Stromstossreihe wiederholt, und zwar unter Kontrolle des Registerumschalters RS". und des Folgeschalters S0, der sich dabei in seiner fünften Lage befindet. Nach Ab schluss der letzten Stromstossreihe hat der Wähler RS;, sich in seine vierte Lage weiter bewegt.
Hierbei wird ein Stromweg 43 ge schlossen, wodurch das Aberregen des Relais BR, verhindert wird, und gleichzeitig wird ein im genannten Stromkreis liegendes Re lais SCR erregt. Gleichzeitig wird ein Strom weg 44 durch das Relais SBR und durch eine Wicklung des Relais SCR geschlossen.
Beide Relais SBR und SCR treten infolge dessen in Tätigkeit, und das Relais SBR schaltet in vorher beschriebener Weise das Register von der Verbindungsleitung SL, ab, wählend das Relais SCR die Verbin dungsleitung SL,_ an den Verbindungs- leitungssucher FS,, und durch diesen letzte ren an die Verbindungsleitung FL,. und an die nächste Abteilung anschliesst.
Das Re lais SSR, welches nun über die Teilnehmer leitung erregt wird, schliesst eine Brücke über die Verbindungsleitung und bildet dabei einen Haltestromkreis zum Aufrechterhalten der Verbindung. Hiermit ist die gewünschte Nummer am Register der fremden Abteilung registriert, wo die Verbindung dann in der selben Weise wie bei einer örtlichen Ver bindung fertiggestellt wird, oder auch das Register in analoger Weise die Stromstösse auf eine andere Abteilung überträgt, die die gewünschte Teilnehmerleitung enthält.
Wenn sämtliche zur fremden Abteilung führenden Verbindungsleitungen besetzt sein sollten, kann die Verbindung über eine an dere Abteilung in der oben angedeuteten Weise hergestellt werden. Die Anordnung der hierzt erforderlichen Schaltvorrichtung ist oben in Fig. 4 dargestellt. Das Einstellen des Wählers PS,. wird zu diesem Zweck durch die Prüfrelais FR kontrolliert, welcbe letzteren je einer der zur nächsten Abteilung führenden Verbindungsleitungen angehören.
Wenn sämtliche zu einer Abteilung führen den Verbindungsleitungen besetzt sind, wer den folglich sämtliche Relais FR dieser Ver bindungsleitungen erregt sein. Wenn zum Beispiel die Relais FR.. und FR, für die nach einer Abteilung hingehenden Leitungen erregt sind, so wird ein Stromkreis 45 durch ein Relais FR4 gebildet. Dieses Relais ver bindet den Prüfstromweg an die betreffende Verbindungsleitung mit dem Prüfstromweg an diejenige Abteilung, deren Verbindungs leitung in Anspruch genommen werden kann.
Das Zurückstellen der Gesprächsverbin dung erfolgt, sobald der anrufende Teil nehmer sein Mikrotelephon aufhängt, aber ist dagegen unabhängig von den Massnahmen des angerufenen Teilnehmers. Sobald der an rufende Teilnehmer sein Mikrotelephon auf hängt, wird das Relais SSP aberregt, wo durch der Stromkreis über die Verbindungs leitung unterbrochen wird, was die Aberre-. gung des Relais LR zur Folge hat, worauf das Zurückstellen der Apparate in bekannter Weise erfolgt.