CH143885A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren.

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CH143885A
CH143885A CH143885DA CH143885A CH 143885 A CH143885 A CH 143885A CH 143885D A CH143885D A CH 143885DA CH 143885 A CH143885 A CH 143885A
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Inventor
Aktien-Gesellschaft J Bemberg
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Bemberg Ag
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  Verfahren und Vorrichtung zur     Herstellung    von     Kunstseide    nach dem       Streckspinnverfahren.       Gegenstand des Hauptpatentes ist. ein  Verfahren und eine Vorrichtung zur Her  stellung besonders reissfester künstlicher  Fäden nach dem     Kupferoxydammoniak-          Streckspinnverfahren.    Kennzeichen der Er  findung nach dem Hauptpatent ist, dass die  Fäden durch die     Fä,llflüssigkeit    im Spinn  trichter nur     vorgeformt    (vorgestreckt) und  so weit koaguliert werden, dass sie beim Aus  tritt aus dem Spinntrichter noch stark  plastisch sind, und     da,

  ss    die Fäden nach Aus  tritt aus dem Spinntrichter und vor der end  gültigen Erhärtung einer abermaligen     Strek-          kung    unterworfen werden. Zur Ausübung       dieses    Verfahrens dient eine Vorrichtung,  bei welcher hinter der üblichen     Streckspinn-          vorrichtung    zwei Abzugsvorrichtungen an  geordnet sind, von denen die zweite mit  höherer Geschwindigkeit umläuft wie die  erste. Die zweite Abzugsvorrichtung übt  hierbei einen erheblichen Zug auf den Fa-    den aus.

   Infolgedessen besteht die Gefahr,  dass sich der Faden, wenn man diese zweite  Abzugsvorrichtung gleichzeitig in bekannter  Weise als     Sammelvorrichtung    benutzen  würde, mit zu grosser     Spannung    auflegen  würde. Insbesondere bei Haspeln würde das  eine verhältnismässig schwere Konstruktion  nötig machen, da die in vielen Windungen  aufgewickelte Seide eine erhebliche mecha  nische Beanspruchung erzeugen würde.  



  Beim Aufwickeln auf Spulen würde  durch die vielen übereinander liegenden  straffen Wicklungen das Auswaschen der  Seide auf den Spulen sehr erschwert werden.  



  Diese Nachteile werden durch das Ver  fahren und die Vorrichtung nach der Erfin  dung vermieden. Nach dem Verfahren nach  der Erfindung wird der Faden in der Streck  spinnvorrichtung ebenfalls nur vorgebildet  und danach durch geeignete Abzugsvorrich-      Lungen einer erheblichen     Streckung    unter  worfen und von der letzten Abzugsvorrich  tung mit regelbarer Spannung oder ohne  Spannung der     Aufwickelvorrichtung    zuge  führt.  



  Zur Ausübung des Verfahrens nach der  Erfindung können Vorrichtungen verschie  dener Art dienen. Gemeinsam ist allen die  sen Vorrichtungen, dass vor die     Fadensam-          melvorrichtung,    Spule oder Haspel, eine mit  erhöhter Umfangsgeschwindigkeit laufende       Zugvorrichtung    geschaltet ist, die in der  Regel aus einer vom Faden mehr oder min  der umschlungenen Rolle besteht.  



  Auf der Zeichnung sind in den     Abb.    1  bis 3 drei verschiedene Ausführungsbeispiele  von Vorrichtungen nach der Erfindung sche  matisch dargestellt.  



  Bei der Vorrichtung nach     Abb.    1 ist 1  eine Spinnvorrichtung üblicher Art. Aus  ihr läuft der Faden zunächst über eine Um  lenkstange 3, dann durch eine     Absäuerrinne     4 über eine Zugrolle 5 und schliesslich durch  einen Fadenführer 6 zur     Aufwickelspule    7.  Die Zugrolle 5 hat eine Umfangsgeschwin  digkeit, die grösser ist als die Austritts  geschwindigkeit der Fäden am untern Ende  des Spinnapparates und unterwirft den  Faden einer weiteren Streckung.

   Die Um  lenkstange 3 bewirkt infolge der Reibung  der Fäden auf ihr, dass die Streckung durch  die Rolle 5 vollständig oder der Hauptsache  nach ausserhalb des Spinnapparates, das  heisst hinter der Umlenkstange 3, an dem       vorkoagulierten    Faden     stattfindet.    Wie auf  der Zeichnung dargestellt, umschlingt der  Faden die Rolle 5 und läuft dann durch den  in Richtung des Doppelpfeils I hin- und her  gehenden Fadenführer auf die Spule 7 auf.  Der     Umschlingungswinkel    und die Ad  häsionsverhältnisse,     sowie    das Material der  Rolle 5 werden so gewählt, dass der Faden  auf der Rolle möglichst nicht gleitet.

   Die  Rolle 5 läuft etwas schneller als die Spule 7,  so dass der Faden auf die Spule lose aufläuft  und die durch die Rolle 5 dem Faden er  teilte Streckung soweit sie nicht     permanent       sondern reversibel ist, ausgeglichen wird.  Selbstverständlich können an sich bekannte  Vorrichtungen eingebaut werden, welche die  Umlaufgeschwindigkeit der Spule trotz  wachsenden Durchmessers der Fadenmasse  konstant halten.  



  In     Abb.    Z sind für die gleichen Teile die  gleichen Bezugszeichen benutzt wie in       Abb.    1. Es ist jedoch vor die Abzugsrolle 5  eine weitere Abzugsrolle 8 geschaltet, und  statt der     Absäuerrinne    4 vor der Rolle 5 ein       Zufluss    9 angeordnet, der die     Absäuerflüs-          sigkeit    auf die Rolle 5 leitet. Unter dieser  befindet sich eine Rinne<B>10</B> zum Auffangen  der     Absäuerflüssigkeit.    Die Spule 7 und der  Fadenführer 6 sind diesmal unterhalb der  Rolle 5 angeordnet. Bei dieser Vorrichtung  findet zwischen den Rollen 8 und 5 nochmals  eine Streckung des Fadens um ein bestimm  tes, durch die Geschwindigkeit der Rollen  gegebenes Mass statt.

    



  Die Form nach     Abb.        '3'    unterscheidet sich  von der nach     Abb.    1 nur dadurch, dass wie  derum der Fadenführer 6 unterhalb der Ab  zugsrolle 5 liegt, und dass     zum.Aufsammeln     des Fadens ein Haspel 11 dient. Den Haspel  legt man zweckmässig tief, weil er infolge  seiner grösseren     Abmessungen    dann leich  ter zu handhaben ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Kunst seide nach dem Streckspinnverfahren nach Patentanspruch II des Haupt patentes, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden in einer Streckspinnvorrich- tung (1) vorgebildet, danach durch ge eignete Abzugsvorrichtungen (5, 8) einer erheblichen Streckung unterworfen wird und von der letzten Abzugsvorrichtung (5) mit regelbarer Spannung oder ohne Spannung auf die Aufwiekelvorrichtung aufläuft.
    1I. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Streckspinnvorrich- tung (1), dahinter eine Abzugsvorrich- tung (8), hinter dieser eine mit erhöh ter Umfangsgeschwindigkeit umlaufende Streckvorrichtung (5) und anschliessend eine Sammelvorrichtung, die langsamer läuft als die zweite Streckvorrich tung (5).
CH143885D 1927-11-21 1928-11-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren. CH143885A (de)

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CH139768T 1928-09-04

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CH143885D CH143885A (de) 1927-11-21 1928-11-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren.

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