CH143948A - Verfahren zur Herstellung von Verbundglas. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbundglas.

Info

Publication number
CH143948A
CH143948A CH143948DA CH143948A CH 143948 A CH143948 A CH 143948A CH 143948D A CH143948D A CH 143948DA CH 143948 A CH143948 A CH 143948A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
glass
acrylic acid
glass plate
layers
polymerization
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Dr Geisel
Original Assignee
Emil Dr Geisel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emil Dr Geisel filed Critical Emil Dr Geisel
Publication of CH143948A publication Critical patent/CH143948A/de

Links

Landscapes

  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Verbundglas.       Verbundglas, das heisst Glas, welche  durch Verbindung, zum Beispiel durch     Ruf-          oder        Zwischenklehen,    mit     durchsichtigen     biegsamen Blättern so hergerichtet ist, dass es  beim Zerbrechen nicht splittert, ist bisher       auf    verschiedene Weise herzustellen versucht  worden. Als durchsichtige, biegsame Blätter  sind vorgeschlagen in erster Linie dünne  Schichten aus Gelatine oder Zelluloid oder  auch aus Viskose,     AzetS-lzellulose,    Casein       bezw.    mehreren dieser Stoffe,     jedoch.haben     alle diese Verfahren grosse Nachteile.  



  Gelatine zum Beispiel ist nicht unemp  findlich gegen Einflüsse der Atmosphäre und  gegen den Angriff von Mikroben.  



       Zelluloid    und ähnliches haftet nicht am       fslase    und bedarf einer besonderen Klebe  schicht, die entweder durch Aufweichen des  Zelluloids mit einem Lösungsmittel oder  durch Bestreichen mit Gelatine oder andern  am Glase klebenden Stoffen erzeugt wird.  



  Alle bekannten Verfahren haben den  Nachteil, dass die Oberflächen, um sie anein-         ander    haftend zu machen, mit Flüssigkeiten  irgend welcher Art zu behandeln sind, wel  che alsdann durch Verdampfen wieder ent  fernt werden müssen. Besonders dieser letz  tere Prozess ist schwierig und mühevoll.  



  Ausserdem bedürfen die Verfahren eines  bedeutenden und lange     wirkenden        Druckes,     der entweder auf hydraulische Weise oder  durch Vakuum hervorgebracht wird. End  lich leiden alle die genannten Stoffe daran,  dass sie die Neigung haben, beim Gebrauch  ihre Helligkeit mehr oder weniger einzu  büssen und sich zu verfärben.  



  Alle diese Nachteile vermeidet das neue  Verfahren zur Herstellung von Verbundglas,  das der Gegenstand dieser Erfindung ist.  Gemäss demselben wird Glas mit Schichten,  die aus den     Polymerisationsprodukten    der       Alkylester    der     Acrylsäure    bestehen, verbun  den. Als solche     Alkylester    kommen in Be  tracht der     Methyl-    und der     Äthylester    oder  ein Gemisch von beiden.

   Der     Äthylester    der       Acrylsäure    ist bekanntlich eine     Flüssigkeit,         die besonders unter der Einwirkung von be  schleunigend     -wirkenden    Katalysatoren die  Neigung hat, sich zu polymerisieren und in  flacher Schicht klar durchsichtige Häute  oder Blätter ergibt.  



  Es hat sich gezeigt, dass diese polymeri  sierten     Alky        lester    der     Acrylsäure    ohne jedes       Klebemittel    am Glase haften, vollkommen  klar und durchsichtig     wie    Glas selbst sind  und dabei eine ungewöhnliche, kautschuk  ähnliche Elastizität besitzen und völlig un  empfindlich gegen die Einwirkungen der  Atmosphäre sind.  



  Man kann das Verfahren beispielsweise  so ausführen, dass man einen der genannten  Ester noch in flüssiger Form über eine Glas  platte ausgiesst, eine zweite Glasplatte dar  über legt und die     Polymerisation    zwischen  den beiden     Glasplatten    eintreten lässt. Ohne  weiteres     Zutun    ergibt sich alsdann das Ver  bundglas.  



  Während die bisherigen Verfahren völlig  ebene Glasflächen erfordern, sind solche bei  dem     vorbeschriebenen    Verfahren naturgemäss  nicht notwendig.  



  Man kann auch fertig erzeugte Häute aus  den     Polymerisationsprodukten    der genannten  Ester der     Acrvlsäure    zwischen zwei Glas  platten legen und sie durch gelinden Druck  und gleichzeitige gelinde Erwärmung mit  dem Glase in Verbindung bringen. Die Ober  fläche der Haut weicht auf und wird kle  brig ohne jedes Zutun von     Aufweichungs-          mitteln    und wird beim Erkalten     wieder    fest.  Die grosse Elastizität des     Polymerisations-          produktes    gestattet auch hier die Verwen  dung von gewöhnlichem, auch unebenem  Glas.  



  Für manche Zwecke kann es auch genü  gen, eine Haut nicht     zwischen    zwei Glas  platten zu erzeugen, sondern das Glas nur  auf einer Seite damit zu überziehen. Auch    dieses ist auf die beschriebene Weise ohne  weiteres möglich, ebenso das beiderseitige  Überziehen einer Glasplatte mit solchen Häu  ten und auch das Verbinden von mehr als  zwei Glasplatten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Verbund glas, durch Verbinden von Glas mit durch sichtigen, biegsamen Schichten, dadurch ge kennzeichnet, dass man Glas mit Schichten aus Polymerisationsprodukten von Alkyl- estern der Acrylsäure verbindet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Glasplatte mindestens auf einer Seite mit einer Haut aus Polymerisationsprodukt überzieht. ?.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zwei oder meh rere Glasplatten durch Zwischenschichten aus Polymerisationsprodukt verbindet. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Schichten ans fertigen Polymerisationsprodukten ver wendet und diese durch gelinden Druck und gelindes Erwärmen mit dem Glas verbindet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Glasplatte mit einem Alkylester der Acrylsäure über giesst und dann die Polymerisation vor sich gehen lässt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Glasplatte mit einem Alkylester der Acrylsäure über giesst, eine zweite Glasplatte darauf legt und die Polvmerisation eintreten lässt.
CH143948D 1928-03-14 1929-02-14 Verfahren zur Herstellung von Verbundglas. CH143948A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE143948X 1928-03-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH143948A true CH143948A (de) 1930-12-15

Family

ID=5669965

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH143948D CH143948A (de) 1928-03-14 1929-02-14 Verfahren zur Herstellung von Verbundglas.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH143948A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1594151A1 (de) Klebeblattmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1529396C3 (de) Einweg-Eßteller
DE2251645A1 (de) Verfahren zum herstellen von platten aus mittels eines thermoplastischen materials miteinander verbundenen elementen, beispielsweise keramikelementen
DE2737740B2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Verbundglases mit Hilfe eines flüssigen Klebstoffes
AT144339B (de) Verfahren zur Herstellung von nichtsplitterndem Glas.
DE2600450B2 (de) Marmorähnlicher Gegenstand und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2504144A1 (de) Verpressbarer schichtstoff, daraus hergestellter formkoerper, sowie verfahren zur herstellung beider
DE744538C (de) Verfahren zum Aufbringen von Mustern auf Folien, Tafeln oder Platten aus thermoplastischen Werkstoffen auf Polymerisat- und Polykondensatbasis
DE747809C (de) Verfahren zur Verguetung und Verzierung der Oberflaechen von Platten aus Holz, Asbest, Cellulose o. dgl.
DE946745C (de) Verfahren zur Herstellung farbiger und/oder der Lichtdurchlaessigkeit nach kontrastierender Polymerisationskunststoffe mit profilierter Oberflaeche
DE588953C (de) Verfahren zur Herstellung beiderseits mit Metallfolie ueberzogener Behaelter aus Pappe
DE676596C (de) Untersetzer fuer Moebel- und Herdfuesse
DE820967C (de) Verfahren zur Herstellung von Formgebilden, insbesondere blasenfreien Flaechengebilden auf der Grundlage von Polymerisaten
DE1930672C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus Kunstharz mit reliefförmiger Oberfläche
AT43773B (de) Kornraster für Farbenphotographie und Verfahren zu dessen Herstellung.
DE484897C (de) Steinholzverbundplatte
DE402765C (de) Verfahren zum Abziehen der Bildschicht von Negativen
DE957975C (de) Verfahren zur Herstellung einer elastischen Deckschicht, die sich besonders als Bodenbelag oder Unterschicht dafür eignet
AT109266B (de) Verfahren zur Herstellung von Vulkanfibrekoffern.
DE488151C (de) Verfahren zur Herstellung perlmutterartiger Platten
DE537439C (de) Verfahren zum Aufkleben von Gummiplatten, wie Gummisohlen und -absaetzen, auf Leder o. dgl.
DE882997C (de) Matrize aus Kunstharz zum Abformen von Schriftsaetzen, AEtzungen und sonstigen reliefartigen Vorlagen
DE534846C (de) Verfahren zum Herstellen gewoelbter oder gebogener Glaeser
DE2556998C3 (de) Mit einer Handhabe versehenes Instrument zum Übertragen von vorgefertigten selbstklebenden typografischen oder anderen Figuren in Folienform von einer Unterlage auf Flächen von Gegenständen
DE1734336U (de) Tablett.