CH144002A - Klebemittel. - Google Patents

Klebemittel.

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CH144002A
CH144002A CH144002DA CH144002A CH 144002 A CH144002 A CH 144002A CH 144002D A CH144002D A CH 144002DA CH 144002 A CH144002 A CH 144002A
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adhesive
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Inventor
Wolff Co Kommandit-Gese Aktien
Weingand Richard
Original Assignee
Wolff & Co
Weingand Richard
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Description


  Klebemittel.    Die Zerreissfestigkeit d     ei,    Verkleb     ung    zweier  Oberflächen wird bestimmt durch die Adhä  sion des Klebemittels an den     Kapilarwänden     der zu verbindenden Oberflächen und durch  die Kohäsion zwischen den einzelnen Teil  chen des Klebemittels. Mit der     Gelbildung     nimmt die Festigkeit der     Verleimung    zu;  infolge der     Adsorption    wird das Klebemittel  an den     Kapilarwänden    festgehalten, während  die     Kohäsionskräfte    die erforderliche Gel  struktur zusammenhalten. Damit das Klebe  mittel in die zu verbindenden Flächen ein  dringen kann, muss es - dieselben benetzen  können.

   So ist bekannt, dass zum Beispiel  Gelatine von Metall- oder     Hartgummiflächen     abspringt, da diese     Stoffe    von wässerigen       Gelatinelösungen    nicht benetzt werden und  daher die Haftintensität dieses Klebemittels  an diesen     Oberflächen    zu gering ist.  



  Noch schwieriger und unübersichtlicher  liegen die Verhältnisse, wenn es sich um die       Verleimung    von Körpern mit Lack- oder an-    denn L     berzugsschichten    an den zu verbinden  den Flächen handelt. Verwendet man in  diesem Fall ein Klebemittel, das zwischen  den direkt zu verbindenden Oberflächen der  Lackschichten eine genügende Haftfestigkeit  hat, sie also benetzt, von ihnen     adsorbiert     wird und ausserdem die zwischen den einzel  nen Teilchen dieser Schichten erforderliche       (-'xelbrücke    bildet, so dass eine     Verleimung     eintritt, so kann sehr leicht der Fall eintre  ten, dass die gegenseitige Kohäsion der Gel  teilchen und ihre Adhäsion an den Teilchen  der oberflächlichen Lackschicht grösser ist.

   als  die Adhäsion der Lackschichten an den zu  verleimenden Körpern. Dies hat dann zur  Folge, dass die Lachschichten von ihrer Un  terlage abbrechen. Bekannt in dieser Rich  tung ist z. B. der Versuch, bei dein man eine       Gelatinelösung    in einer glasierten Porzellan  schale     eintrocknen    lässt Die Kohäsion der       Gelatineteilchen    aneinander und die Adhäsion  dieser an der Glasur ist grösser als die Ad-           häsion    der Glasur an dem darunter befindli  chen Porzellan, so dass die Glasur in kleinen  muscheligen Stücken     ausspringt.     



  Aus diesen Betrachtungen und Beobach  tungen ergibt sich, wie schwierig es ist,  heterogene Körper miteinander zu verkleben  wie etwa Papier auf Zelluloid oder zwei  Körper, deren Oberflächen noch besonders  mit     berzügen,    zum Beispiel mit Lackschichten,  versehen sind, wie etwa mit     Zelluloseester-          lösungen    lackierte     Zellulosefolien.     



  Erfindungsgemäss wird diesen Schwierig  keiten durch ein Klebemittel begegnet, das  sowohl die beiden direkt zu verbindenden  Oberflächen der     Überzugsschichten,    als auch  die unter diesen Schichten befindlichen zu  verleimenden Körper zu benetzen vermag und  zu diesen Schichten und Körpern auch eine  für die wirksame     Verkittung    genügend grosse  Adhäsion und Haftwirkung besitzt. Auf  Grund längerer Überlegungen und Versuche  an lackierten Unterlagen hat es sich gezeigt,  dass eine einwandfreie Verbindung solcher  Körper mit einem Klebemittel erreicht wird,  das im Stande ist, nicht bloss die Lackschich  ten zu verleimen, sondern seine Haftwirkung  auch durch die Lackschichten hindurch auf  die zu verbindenden Unterlagen auszudehnen.

    Um dieser     Forderung    Rechnung zu tragen  wird nach der Erfindung für derartige     Ver-          leimungen    ein Klebemittel verwendet, das  eine gute Haft- und Adhäsionswirkung sowohl  für die Lackschichten, wie auch für deren  Unterlagen aufweist und ausserdem ein die  Ausdehnung seiner Haftwirkung durch die  Lackschicht hindurch auf die zu verbindenden  Körper gestattendes     Lösungsvermögen    für die  Lackschichten besitzt.  



  Auf diese Weise wird es möglich, nicht  bloss die Lackschichten fest miteinander zu  verbinden, sondern auch auf die Unterlagen       eilte    verleimende Wirkung durch das Klebe  mittel auszuüben, so dass ein Abblättern der  Lackschichten von den Unterlagen zuverlässig  und dauernd vermieden ist. Bestehen die       Überzugsschichten    der zu verbindenden Kör  per nicht aus Lack, sondern aus einer andern  Masse, so ist das Klebemittel so zu wählen,    dass es ausser der Adhäsionswirkung für die  Körper und die Überzüge, ein Lösungsver  mögen für diese Masse zeigt, das die Aus  dehnung der Haftwirkung des Klebemittels  durch die     Überzugsschichten    hindurch auf  die zu verbindenden Körper gestattet.  



  Die Wirkungsweise des Klebemittels nach  der Erfindung ist schematisch in der Zeich  nung veranschaulicht. Sind zwei Körper 1  und 1' zu verleimen, von deren der eine mit  einer     Überzugsschicht    2 und der andere mit  einer     Überzugsschicht    2' versehen ist, so muss  das zwischen die Schichten 2, 2' gebrachte  Klebemittel a einerseits die für eine sichere  Verbindung erforderliche     Adhäsionswirkung     sowohl für die     Überzugsschichten    2, 2', wie  auch für die Körper 1, 1' besitzen und ander  seits ein die Ausdehnung seiner Haftwirkung  durch die     Überzugsschichten    hindurch auf  die zu verbindenden Körper gestattendes Lö  sungsvermögen für die     Überzugsschichten    2,

    2' aufweisen. Sind 1, 1'     Zellulosefolien    und  die Schichten 2, 2' oberflächige     Zelluloseester-          lackaufträge    auf den Folien, so ist ein zu  sammengesetztes Klebemittel zu verwenden,  das     Adhäsions-    und Haftwirkung bezüglich       Zellulosefolien    und     Zelluloseesterschiehten     und eine die Ausdehnung seiner Haftwirkung  durch die     Lackaufträge    auf die     Zellulosefolien     gestattende Lösungswirkung für Zellulose  esterlack zeigt.  



  Beispielsweise ist zum Zusammenkleben  von zwei mit     Nitrozelluloselack    überzogenen       Viskoseglashäuten    mit Vorteil ein Klebemit  tel verwendbar, das     1011/o    Gummi     arabicucn     und 405 Zucker enthält und dem auf je  60     gr    dieses Stoffgemenges     50'cm'        Acetalde-          hyd    beigemischt sind.

   Bei mit     Azetylzellu-          lose    lackierten     Viskosefolien    kann das     Klebe-          mittel        zum        Beispiel        aus        20%        Gelatine        und          15        %        Glyzerin        bestehen        und        auf        je        60        gr        

  dieser     Stoffe je 50 cm' Aceton enthalten. An Stelle  von Aceton und     Acetaldehyd    können dem  Klebemittel auch Milchsäure, Essigsäure oder  andere geeignete Lösungsmittel zugesetzt wer  den, die auf die     Überzugsschichtecr    der     Zel-          lulosekörper    quellend wirken. Ferner können  ausser Gelatine, Gummi     arabicum    und Zucker,      auch sonstige geeignete Klebstoffe. benutzt  werden. Auch die Mengenverhältnisse der  Gemischkomponenten des Klebemittels kann  man nach den Erfordernissen des Einzelfalles  beliebig wählen.  



  Für zu verbindende     Körper    aus andern       Stoffen,    wie Zellulose und für     Überzugsschich-          ten    aus andern Massen, wie     Zelluloseester-          lacken,    muss das Klebemittel nötigenfalls in  anderer zweckentsprechender Weise zusam  mengesetzt sein, so dass es auch hier die  Bedingungen der Erfindung bezüglich Haft  wirkung für diese Körper und Überzugs  schichten und hinsichtlich Lösungswirkung  für diese     Cberzugsmassen    erfüllt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Klebemittel zum Verleimen von Körpern mit Überzugsschichten an den zu verbinden den Flächen, bestehend aus einem Gemisch, dadurch gekenzeichnet, dass es sowohl für die Überzugsschichten, wie für die Körper eine gute Haftwirkung besitzt ruid ausserdem ein die Ausdehnung seiner Haftwirkung durch die Überzugsschichten hindurch auf die zu verbindenden Körper gestattendes Lösungs vermögen für die Überzugsschichten aufweist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Klebemittel nach Paterrtanspruch"zur Ver- leimung von Zellulosekörpern reit Lack schichten an den zu verbindenden Flächen, dadurch gekennzeichnet, dass es ausser für die Lackschichten auch für die Zellulose körper die erforderliche Adhäsionswirkung und gleichzeitig für die Lackschichten ein die Ausdehnung seiner Haftwirkung durch die Lackschichten hindurch auf die Zellulosekörper gestattendes Lösungsver mögen zeigt. 2.
    Klebemittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Mischung eines sowohl für die Körper, wie für die Überzugsschichten wirksamen Klebstoffes und eines nur auf die Überzugsachichten lösend wirkenden Lösungsmittels besteht.
CH144002D 1928-07-31 1929-07-08 Klebemittel. CH144002A (de)

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DE144002X 1928-07-31

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CH144002D CH144002A (de) 1928-07-31 1929-07-08 Klebemittel.

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