CH144117A - Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst wattmetrischer Relais. - Google Patents

Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst wattmetrischer Relais.

Info

Publication number
CH144117A
CH144117A CH144117DA CH144117A CH 144117 A CH144117 A CH 144117A CH 144117D A CH144117D A CH 144117DA CH 144117 A CH144117 A CH 144117A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
relay
relays
arrangement according
voltages
wattmetric
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH144117A publication Critical patent/CH144117A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/38Arrangements for feeding a single network from two or more generators or sources in parallel; Arrangements for feeding already energised networks from additional generators or sources in parallel
    • H02J3/40Synchronisation of generators for connection to a network or to another generator
    • H02J3/42Synchronisation of generators for connection to a network or to another generator with automatic parallel connection when synchronisation is achieved

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description


  Anordnung zur     Synchronisierung    von     Synchronmaschinen    mittelst     wattmetrischer          Relais,       Die Erfindung betrifft eine     Einrichtung.          die,auf    selbsttätigem Wege dafür sorgt, dass  bei der Synchronisierung von Synchron  rnasehinen, beziehungsweise von Wechsel  stromnetzen der Hauptschalter im Moment  der mindestens annähernden Phasenüberein  stimmung der beiden zu synchronisierenden       Spannungen    geschlossen wird.

   Eine solche  Synchronisierung ist beispielsweise für die       .ogenannte        Schnellst'        nchronisierung    erforder  lich, bei der die zunächst schwach erregte  Maschine in der Nähe der     Phasengleichheit     eventuell über eine Drossel ans Netz     ge-          sehaltet    wird und sich nun bei schneller     Er-          re",ungsstei@",erung    rasch und sicher ein  schwingt.

   Für diese Synchronisierung ist  ausser dem Schalten in der Nähe der Phasen  gleichheit erforderlich, dass beim Schliessen  des Schalters die beiden Spannungen in ihrer  Frequenz nicht mehr sehr voneinander     ab-           -eichen,        bezw.    dass die     Schlupffrequ.enz       dieser beiden Spannungen bereits einen be  stimmten Wert unterschritten hat; wird bei  einem bestimmten Schlüpf geschaltet, so muss  der Steuerstromkreis, dessen Stromimpuls  das Schliessen des     Hauptschalters    bewirkt,  zu einem Zeitpunkte unter Strom gesetzt  werden, der eine bestimmte Zeit vor dem  Moment der     Phasenübereinstimmung    der bei  den zu synchronisierenden Spannungen liegt.

    Diese Zeit stimmt überein mit der Verzöge  rung, die am Schalter vom Stromimpuls bis  zum effektiven Schliessen der Kontakte vor  handen ist. Die Kontakte des Hauptschal  ters werden dann im Momente der Phasen  übereinstimmung geschlossen. Wird die Ma  schine beim Durchfahren des Fangbereiches  bei einem bestimmten Grenzschlupf geschal  tet, so genügt für die Automatik die Ein  stellung einer bestimmten konstanten     Vor-          eilung.    Zur     selbsttätigen    Überwachung des  Steuerstromkreises kann man ein Relais in      der Bauart eines wattmetrischen Relais, kom  biniert mit andern Relais,     verwenden,

      dessen  zwei Spulen je an eine der beiden zu syn  chronisierenden     Spannungen    angeschlossen  sind und -dessen Zeiger daher im Takte der       Schlupffrequenz    nach links und rechts aus  schlägt und so durch Schliessen und Öffnen  von Kontakten während einer Halbperiode  der     Schlupffrequenz    den Steuerstromkreis  freigibt, während der zweiten ihn sperrt. Die  Freigabezeit oder der Kontaktumschlag des  wattmetrischen Relais muss in diesem Falle  symmetrisch zum Zeitpunkte der Phasen  übereinstimmung der beiden zu synchroni  sierenden     Spannungen    gelegt werden.

   Ist dies  nämlich nicht der Fall, so ergeben sich zwi  schen dem Beginn der Freigabezeit und dem  Moment der Phasenübereinstimmung ver  schiedene Zeitabstände, je nachdem. die     zu-          zuschaltende    Maschinenspannung sieh in  ihrer Frequenz von oben oder von unten der  Netzfrequenz nähert. Man ist daher in der       @Vanl    einer die     Schalterverzögerung    genau  berücksichtigenden     Vorverlegung    des Strom  impulses für die Auslösung des Schalters  sehr behindert, da diese     Vorverlegungszeit     immer den vierten Teil oder die Hälfte einer       Schlupfperiode    beträgt.

   Wünscht man zum  Beispiel den     Synchronisierungsvorgang    nach  Unterschreitung einer     Schlupffrequenz    von  sich vollziehen zu lassen, so ist dies  mit einem wattmetrischen Relais nur mög  lich, wenn die Eigenzeit des Ölschalters etwa       Sekunde    beträgt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Synchronisierungseinrichtung,    die den ge  schilderten Nachteil vermeidet.  



  Erfindungsgemäss sind zwei wattmetrische  Relais vorgesehen, die hintereinander     ge-          5chaltete    Kontakte des Steuerstromkreises  für das Einlegen des Hauptschalters steuern  und deren     Kontaktschlusszeiten    durch Pha  senverschiebung der speisenden Spannungen  gegeneinander verschoben sind.  



  Die Erfindung ist in folgendem anhand  der Ausführungsbeispiele der Zeichnung nä  her erläutert. In     Abb.    1 bedeuten 10 und 11  die drei Phasen der Netzspannung und der    Maschinenspannung, die über den Schalter 12  miteinander verbunden werden sollen. 13 ist  ein     Gleichstromsteuerkreis,    der den Schalter  12 durch Erregung der Spule 14 schliesst.  Der     Synehronisierungsvorgang    wird dabei  durch     Schliessen    des von Hand zu     betätigen-          den    Schalters<B>15</B> eingeleitet.

   Damit die oben  geschilderten     Synchronisierungsbedingungen     vorhanden sind, wird der Strom in der Spulr  14 in     Hintereinandersehaltung    durch zwei  wattmetrische Relais     a    und b     überwacht.    so  dass also die Spule 14 nur dann Strom be  kommen kann, wenn beide Relais den Steuer  stromkreis freigeben. Die wattmetrischen  Relais besitzen in bekannter Weise je zwei  Spulen, von denen die eine über den Trans  formator 16 von der Netzspannung. die  zweite über den Transformator 17     bezw.   <B>19</B>  von der Maschinenspannung gespeist wird.

    Die Zeiger 19 und 20 der Relais a und     s)     schlagen daher im Takte der     Schlup_ffrequenz     zwischen der Netz- und der Maschinenspan  nung nach links und rechts aus, und zwar  liegen sie während eines Zeitraumes, der  einer Halbperiode der     Schlupffrequenz    ent  spricht, an dem linken Kontakt 1     bezw.    3  der Relais und während eines ebenso grossen  Zeitraumes an dem rechten Kontakt 2     bezw.     4. Das Relais     a,    gibt den     Steuerstromkreis     frei, wenn sein Zeiger am Kontakt 2 liegt.

    Zur näheren Veranschaulichung der Wir  kungsweise der Freigabezeiten der beiden  Relais     rc    und b dient das     Dia!#ramm    der       Abb.    2, das ein     Vektordiagramm    der     SchluT)f-          frequenzspannung    zwischen dem Netze und  der Maschine darstellt. o ist der Drehpunkt  des Vektors, die vertikale     striehnunktierte     Linie bedeutet im obern Teil die Phasen  opposition der Netz- und der     Haschinenspan-          nung,    im untern Teil die Phasengleichheit.

    Während eines     Vektorumlaufes    der     Sehlirpf          snannung    gibt das Relais     n    während einer  Halbperiode den     St-nerstromkreis    frei.     wäb-          rend    einer zweiten Halbperiode sperrt es ihn.  Dies ist durch den äussern     Kreisring:        a    in       Abb.    2 veranschaulicht, wobei die schwarze  Hälfte des Kreisringes die Freigabezeit, die  weisse Hälfte die Sperrzeit veranschaulichen      soll. Dasselbe gilt für den innern Kreisring b,  der sich auf die     Sperr-    und Freigabezeiten  des Relais b bezieht.

   Man sieht, dass die Frei  gabezeiten der beiden Relais zeitlich nicht  miteinander übereinstimmen, sondern eine  Phasenverschiebung von etwa 120' besitzen.  Diese ist dadurch erreicht, dass die von der       Naschinenspannung    den beiden Relais a und  zugeführten Spannungen Phasenverschie  bung besitzen, da die Transformatoren 17  und 18 an verschiedene Phasen der Maschi  nenspannung angeschlossen sind. Durchläuft  nun der Vektor der     Schlupfspannung    das  Diagramm der     Abb.    2 beispielsweise im Uhr  zeigersinne, so wird der Stromkreis für die  Betätigungsspule 14 von beiden Relais     a     und b im Zeitpunkte 21 freigegeben und  bleibt bis zum Zeitpunkte 22 frei.

   Die Spule  11 bekommt also schon zum Zeitpunkte 21  den Stromimpuls, wobei dieser Impuls dem  Momente der Phasenübereinstimmung der  Netz- und der Maschinenspannung (nach ab  wärts gerichtete Lage des     Schlupfspa.nnungs-          vektors)    um etwa 210' voreilt. Man sieht,       class    man es durch die Phasenverschiebung  der den Relais n und b zugeführten Spannun  gen in der Hand hat, diesen     Voreilwinkel    in  weiten Grenzen einzustellen und ihn so mit  der     Schaltverzögerungszeit    in Übereinstim  mung zu bringen.

   Das     Diagramm    zeigt auch,  dass es dabei gleichgültig ist, ob die Syn  chronisierung dadurch erreicht wird, dass sich  die     itlaschinenfrequenz    der Netzfrequenz von  einer höheren Frequenz aus nähert oder von       einer    niedrigeren Frequenz aus (was in     Abb.     2 durch die Änderung der Umlaufrichtung  des Vektors zum Ausdruck käme), da. in bei  den Fällen sich derselbe     Voreilwinkel    des  Stromimpulses für die Spule 14 ergibt, nur  dass dieser Impuls einmal im Zeitpunkt 21  und das zweite Mal im Zeitpunkte 22 ein  setzt.

   Die Phasenverschiebung zwischen den  Spannungen der Relais     a    und<I>b</I> könnte selbst  verständlich auch für die Spannungen vor  handen sein, die vom Netz den beiden Re  lais a und b zugeführt werden. Auch kann  man sich<B>zur</B>     Ilerbeiführung    der Phasenver  schiebung beliebiger anderer bekannter Mittel    bedienen, indem man etwa dreiphasige Trans  formatoren verwendet und von Sterndreieck  schaltungen,     Zickzackschaltungen    oder auch  unsymmetrischen     Anzapfungen    usw. Ge  brauch macht. Ebenso könnte man die bei  den Relais über Drehtransformatoren von der  Maschine oder dem Netz aus speisen.  



  Die bisher beschriebenen Mittel berück  sichtigen noch nicht, dass im     Synchronisie-          rungsmoment    die     Schlupffrequenz    bereits  einen bestimmten Betrag     unterschritten    ha  ben     muss.    Um dies zu erreichen, ist in den  Stromkreis     der,Spule    14 noch ein Relais     V5-          eingeschaltet.    Das Relais     Yr    wird von dem  Steuerstromkreis<B>123</B>     aus    dann erregt, -wenn  der Zeiger des Relais b am Kontakt 4 liegt.

    (wenn also der Vektor in     Abb.    2 die weisse       hälfte    des Kreisringes b durchläuft). Das  Relais     Vr    arbeitet mit Zeitverzögerung, das  heisst es schliesst seinen Kontakt im Strom  kreis der Spule 14 erst dann, wenn die Er  regungsimpulse, die es über das Relais b be  kommt und deren Dauer der     Schlupffrequenz     umgekehrt proportional sind, genügend lange  andauern. Das Relais     Vr    bleibt jedoch dann  beschlossen, auch wenn der Zeiger am Re  lais b am Kontakt 3 liegt.  



  Die Relais<I>a</I> und<I>b</I> steuern nicht un  mittelbar den Stromkreis der Spule 14, son  dern es ist noch ein Hilfsrelais     B    dazwischen  geschaltet. Damit nach dem Schliessen des  Schalters 12 die verschiedenen Relais in die  Ausgangsstellung zurückfallen und so für  eine spätere Synchronisierung wieder zur       -Verfügung    stehen, ist noch ein Schalter 23  vorgesehen, der mit dem     Schalter    12 ge  kuppelt ist und beim endgültigen Schliessen  des Schalters 12 die von der Gleichstrom  quelle 13 den verschiedenen Relais zugeführ  ten     Steuerstromkreise    unterbricht.  



  Der     Synchronisierungsvorgang    bei der  Anordnung nach     Abb.    1 vollzieht sich fol  gendermassen: Nach dem Hochlaufen der  zuzuschaltenden Maschine wird der Schalter  <B>15</B> geschlossen. Da der Schalter 12 offen ist,  so ist auch der Schalter 23 im Steuerstrom  kreis geschlossen, und die Relais<I>a</I> und     b     können den Strom für die Erregung der Spule      14 in der geschilderten Weise freigeben und  sperren;

   jedoch ist ein     Stromfluss    erst dann  möglich, wenn die     Schlupffrequenz    zwischen  der Maschine und der Netzspannung auf  einen genügend geringen Betrag     gesunken    ist  und dementsprechend das     Zeitverzögerungs-          relais        Yr    seine Sperrung für die Erregung  der Spule 14 aufgehoben hat. Wenn dies der  Fall ist, bekommt die Spule 14 über das       Zwischenrelais        R    im richtigen Zeitmomente  Erregerstrom und schliesst den Schalter 12  im     Zeitpunkte    der Phasenübereinstimmung.

    Mit dem     Schliessen    des Schalters 12 wird der  Schalter 23 geöffnet und so der Steuerstrom  kreis 13 abgeschaltet.  



  Die Anordnung nach     Abb.    3 der Zeich  nung deckt sich im wesentlichen mit der der       Abb.    1. Es ist jedoch noch ein zweites Ver  zögerungsrelais     Vr,    mit Ruhekontakt vor  gesehen. Das Relais wird auf eine wesent  lich längere Laufzeit, zum Beispiel das       2,5fache    der Verzögerungszeit des Relais     Vr     eingestellt. Wird am wattmetrischen Relais b  vom Zeiger 20 der Kontakt 4, berührt, so  laufen beide Zeitrelais gleichzeitig ab.

   Nor  malerweise kommt bei der grossen Verzöge  rungszeit des Relais     Vr.    dieses nicht zur  Wirkung, da der gesamte     Synchronisierungs-          vorgang    stets vor Ablauf des Relais     Vr2    be  endet sein muss. Tritt aber zum ' Beispiel  durch einen plötzlichen     Frequenzsprung    im  Netze     während    der Laufzeit des Relais     'Vr,     ein unnatürlich langes Verweilen des Relais b  auf dem Kontakt 4 ein, so schältet das Re  lais     Yr2    das Relais     Vr    ab und erzwingt so  ein Abwarten, bis der Kontakt 4 vorüber  gehend wieder geöffnet wird.

   Auf diese  Weise schützt das Relais     Vrz    einmal gegen  den Einfluss plötzlicher     Frequenzsprünge,    die  ein Schalten in     ungünstiger    Phasenlage zur  Folge haben     könnten.    Anderseits werden  Störungen und     Fehlschaltungen    durch zu  fälliges Kleben des Zeitrelais     Vr    unmöglich  gemacht.

   Durch die beiden Zeitrelais     Vr    und       Vr2        wird    erreicht, dass einerseits eine Syn  chronisierung nur möglich ist, wenn die       Schlupffrequenz    zwischen der Netz- und der       Haschinenspannung    unter einen bestimmten    Betrag gesunken ist, anderseits aber auch  (infolge des Relais     Vr-)    einen bestimmten.  darunter liegenden Betrag noch nicht er  reicht hat. Die Synchronisierung ist also  nur für ein bestimmtes     Schlupffrequenzband     möglich.  



  Bei der Anordnung nach dem Diagramm  der     Abb.    2 liegen die Zeitpunkte 21 und 22.       zwischen    denen der     Steuerstromkreis    von den       iz7attmetrischen    Relais freigegeben ist, sym  metrisch zum Zeitpunkte der Phasenopposi  tion von Netz- und Maschinenspannung.  Selbstverständlich kann unter Umständen  auch eine     unsymmetrische    Lage dieser beiden  Zeitpunkte zweckmässig sein, die sich mit       @[il        fe    der     geschilderten    Mittel ohne weiteres er  reichen lässt.

   Ebenso können die Punkte 21 und  2? in der Nähe der Phasengleichheit von     Netz-          und        Haschinenspannung    liegen, wobei sieh  dann ein entsprechend geringerer     Voreilwin-          kel    des Stromimpulses der Spule 14 gegen  über dem Momente der Phasenübereinstim  mung ergibt. Dieser     Voreilwinkel    kann bei  den dargestellten Schaltungen zwischen Null  und 90   und zwischen 180 und 270   liegen.       Voreilwinkel    zwischen 90 und<B>180</B> und 270  und 360   sind mit der dargestellten Schal  tung nicht erreichbar.

   Es zeigt sich aber,  dass beispielsweise der dargestellte     Voreil-          winkel    von 21,0   den Anforderungen, die  den Verzögerungszeiten grosser     Olseha.lter     entsprechen, hinreichend genau genügt.  



  Die Anordnung nach.     Abb.    4 zeigt ein  Ausführungsbeispiel der Erfindung, das       ebenso    wie die Anordnungen nach     Abb.    1  oder 3 den Vorteil besitzt, dass     man    den  Stromimpuls für die Auslösung des Schal  ters in weiten Grenzen beliebig vor den Mo  ment der Phasenübereinstimmung legen kann.  und zwar gleichgültig, ob die     zuzuschaltende     Maschine aus dem unter- oder     übersy        nchro-          nen    Zustande sich dem     Synchronismus    nä  hert. Es ist dabei auch möglich, die Vor  verlegungszeiten verschieden     gToss    zu machen.

    je nachdem die     zuzuschaltende    Maschine von  über- oder untersynchronem Zustande in den  Synchronismus eintritt. Dies kann in vielen  Fällen vorteilhaft sein. Gegenüber den An-           ordnungen    nach     Abb.    1 oder 3 besitzt die       Anordnung    nach     Abb.4    noch den weiteren  Vorteil, dass die grösste     zulässige    Schlupf  frequenz zwischen den beiden zu     synchroni     sierenden     Spannungen,    bei der die     Synchroni-          sierungseinrichtung    bereits in Funktion tritt,  verschieden gross gewählt werden kann,

   je  nachdem die Synchronisierung vom     Unter-          oder    übersynchronen Zustande aus stattfin  det. Dies ist insofern vorteilhaft, als bei vie  len Maschinen, beispielsweise durch Wasser  turbinen angetriebenen Generatoren, das Syn  chronisieren im übersynchronen Bereich bei  geringerem Schlupfe vorteilhaft sein kann  (beispielsweise wegen des bei diesem Syn  chronisieren erfolgenden Wasserrückschlages  in dem Zuführungsrohr infolge der Dreh  zahlverminderung beim Einschalten). und da  her für den Untersynchronismus eine grössere  maximale     Schlupffrequenz    zulässig ist als  für den Übersynchronismus.  



  Im einzelnen bedeuten in     Abb.    4 110  und 111 die drei Phasen der Netzspannung  und der Maschinenspannung, die über den  Schalter 112 miteinander verbunden werden  sollen. 113 ist ein     Gleichstromsteuerkreis,     der den Schalter 112     durch        Erregung    der  Spule 114 schliesst, sofern das Relais 115  durch Schliessen der Kontakte 116 dies ge  stattet. Der Vorgang wird dabei     durch     Schliessen des von Hand zu betätigenden  Schalters<B>117</B>     eingeleitet.    Für die Steuerung  des Stromkreises der Spule 114 über das Re  lais<B>115</B> sind nun zwei Relais 118 und 119  in der Bauart von Wattmetern vorgesehen.

    Die wattmetrischen Relais besitzen in be  kannter Weise je zwei Spulen, von denen die  eine über einen Transformator 140 von der  Netzspannung, die zweite über Transforma  toren 141 von der Maschinenspannung ge  speist wird. Die Zeiger 121 und 122 der       wattmetrischen    Relais schlagen daher im  Takte der     Schlupffrequenz    zwischen der Netz  und der Maschinenspannung nach rechts und  links     auund    liegen während der einen Halb  periode an dem linken, während der andern  Halbperiode an dem rechten Kontakt.

   Die  Kontakte 2, 3 der beiden wattmetrischen    Relais liegen nun in     Hintereinanderschaltung     in dem     Gleichstromsteuerkreis        (113+,    Kon  takte 121., 2, Relais 115, Kontakte 128 oder  129, Kontakte 3, 122, -Pol), der über das  Relais<B>1.15</B> die Spule 114 zur     Auslösung     bringt, sofern die Lage der Zeiger der bei  den wattmetrischen Relais dies gestattet.  Der Strom der Spule 114 wird nur dann  freigegeben, wenn sowohl der Zeiger 121 am  Kontakt 2, als auch der Zeiger 122 am Kon  takt 3 liegt. Die     Wirkungsweise    der beiden  wattmetrischen Relais ist im übrigen die  selbe wie die der wattmetrischen Relais der       Abb.    1 und 3.  



  Die Phasenverschiebung des Kontaktwech  sels an den beiden wattmetrischen Relais ist  durch     verschiedenphasigen    Anschluss der die  Relais speisenden Transformatoren 140 und  141 erreicht. Selbstverständlich kann man  sich zur     Herbeiführung    der Phasenverschie  bung beliebiger anderer Mittel bedienen.  



  Um zu erreichen, dass im     Synchronisie-          rungsmornent    die     Schlupffrequenz    einen be  stimmten kleinen Betrag bereits erreicht hat,  sind die beiden mit Zeitverzögerung arbeiten  den Relais 126 und<B>127</B> vorgesehen; diese  beiden Zeitrelais geben den Strom für die  Spule 114 mittelst der von ihnen gesteuerten  Kontakte 128 und 129 nur dann frei, wenn  sie genügend lange erregt werden. Der     Strorn-          schluss    durch die Kontakte 128 und 1211  hört aber sofort auf, wenn die     Erregung    für  die Zeitrelais ausbleibt.

   Die Zeitrelais 126  und 127 werden nun von der Gleichstrom  quelle 113 aus dann erregt, wenn der Zeiger  des Relais 118 am Kontakt 1 und der Zeiger  des Relais 119 am Kontakt 4 liegt. Die Zeit  relais     1\26    und 127 werden also nur dann  erregt, wenn das zugehörige wattmetrische  Relais während einer Halbperiode den     Strom     für die Spule 114     sperrt.    Die Zeitrelais geben  entsprechend ihrer Bauart den     Strom    für die  Spule 114 nur dann frei, wenn die Zeiger der  wattmetrischen Relais 118 und 119 genügend  lange an den Kontakten 1     bezw.    4 liegen,

    das heisst wenn die     Schlupffrequenz        zwischen     den beiden zu synchronisierenden Spannun-      gen genügend klein ist, und sie sperren den  Strom für die Spule 114 sofort wieder, wenn  die Zeiger die Kontakte 1 und 4 verlassen  haben. Nachdem aber die von den Zeitrelais  gesteuerten Kontakte 128 und 129 in Paral  lelschaltung in den Stromkreis des Relais     11;)     eingeschaltet sind, so genügt es für die Aus  lösung des Schalters, dass eines der beiden  Zeitrelais den Strom für die Spule 114 frei  gibt.  



  Um zu verhüten dass die Zeitrelais 126  und 127 die von ihnen gesteuerten Kontakte  128 und 129 wieder abfallen lassen, wenn die  wattmetrischen Relais 118 und 119 Kontakt  wechsel vornehmen, sind diese beiden watt  metrischen Relais derart ausgebildet, dass  der Umschlaghebel<B>121</B>     bezw.    122 während  des Kontaktwechsels für kurze Zeit     sowohl     mit dem alten, als auch mit dem neuen Kon  takt elektrisch verbunden ist.  



  Die Wirkungsweise der     wattmetrischen     und Zeitrelais ist nun gemäss dem Vektor  diagramm der     Abb.    2 derart, dass beim Um  laufen des Vektors im     Uhrzeigersinne,    wenn  also beispielsweise die Frequenz der Maschi  nenspannung sich vom Untersynchronismus  aus der Netzspannung nähert, im Zeitpunkte  21, wenn also das wattmetrische Relais<B>118</B>  Kontaktwechsel vornimmt und der Kontakt  128 des Zeitrelais 126 noch nicht abgefallen  ist, der Spule 114 mittelst des Relais 115  ein kurzer Stromimpuls gegeben wird, der  das Einlegen des Hauptschalters herbeiführt  Läuft der Vektor entgegen dem Uhrzeiger  sinne um, nähert sich also die Maschinen  frequenz der Netzfrequenz vom Übersynchro  nismus aus,

   dann bekommt die Spule 114 im       Zeitpunkte    22 den Stromimpuls, wobei das  wattmetrische Relais 119 und das Zeitrelais  127 in der geschilderten Weise zusammen  arbeiten. Man sieht, dass für die Bestimmung  des Grenzschlupfes, bei dem eine Synchroni  sierung möglich ist, in dem einen Fall  die Einstellung am Zeitrelais 126, in dem  andern Fall die Einstellung am     Zeitrelais     127 massgebend ist. Nachdem man die bei  den Relais verschieden     einstellen    kann, ist    es also ohne weiteres möglich, mit verschie  denem     Grenzschlupf    beim Synchronisieren  vom unter-     und    übersynchronen     Zustande    zu  arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst Relais in der Bauart von Dynamometern, die von den bei den zu synchronisierenden Spannungen ge speist werden und die je während einer Halbperiode der speisenden Schlupfspannung den Steuerstromkreis für das Einlegen des Hauptschalters freigeben, während der zwei ten Halbperiode ihn sperren, gekennzeichnet durch zwei wattmetrische Relais,
    die hinter einander geschaltete Kontakte des Steuer stromkreises für das Einlegen des Haupt schalters steuern und deren Kontaktschluss- zeiten durch Phasenverschiebung der spei senden Spannungen gegeneinander v_ erschoben sind. UNTERANSPRCTCFIE 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die die beiden Relais speisenden Spannungen in ihrer Phasenverschiebung se gewählt sind, dass der beiden Relais gemeinsame Teil der Kontaktschlusszeiten symmetrisch zum Zeitpunkte der Phasenübereinstimmung der beiden zu synchronisierenden Span nungen liegt.
    ?. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die die beiden Relais speisenden Spannungen in ihrer Phasenverschiebung so gewählt sind, dass der beiden Relais gemeinsame Teil der Kontaktschlusszeiten symmetrisch zum Zeitpunkte der Phasenopposition der bei den zu synchronisierenden Spannungen liegt. 3. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Freigabezeiten der beiden Relais in der Nähe der Phasenopposition der beiden zu synchronisierenden Spannungen und mit einem Phasenwinkel von 60 überdecken. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Phasenverschiebung der die watt metrischen Relais speisenden Spannun gen die einander entsprechenden Spulen der beiden Relais an verschiedene Phasen der Netz- und b1aschinenspannung ange schlossen sind. 5. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erzeugung vier Phasenverschiebung der die watt metrischen Relais speisenden Spannungen durch die Wahl der Schaltung an den Transformatoren für die Speisung der Relais erzielt ist. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch ein Relais, das in folge seiner Ausbildung mit Zeitverzöge rung den Steuerstromkreis erst nach Un terschreiten einer bestimmten Schlupf frequenz freigibt. 7. Anordnung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass der Erreger strom für das Leitrelais über eines der beiden wattmetrischen Relais derart ge leitet ist, dass das Zeitrelais erregt wird, wenn dieses wattmetrische Relais den Steuerstromkreis für eine Halbperiode der Schlupffrequenz sperrt. B.
    Anordnung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass ein zweites Relais vorgesehen ist, das mit erheblich grösserer Verzögerung als das erste Zeit relais arbeitet und das nach Ablauf der Verzögerung und nach Untersebreiten einer bestimmten geringeren Schlupf frequenz, als die im Unteranspruch 6 er wähnte, den Stromkreis des ersten Zeit relais und dadurch auch den Steuerstrom kreis sperrt. 0. Anordnung nach Unteransprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Erregerstrom für das zweite, mit Ruhe kontakt arbeitende Zeitrelais über das selbe wattmetrische Relais geleitet ist wie für das erste Zeitrelais. 10.
    Anordnung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch zwei mit Zeitver zögerung arbeitende Relais, die in Paral lelschaltung miteinander und in Hinter einanderschaltung mit den beiden watt metrischen Relais den Steuerstromkreis für das Einlegen des Hauptschalters steuern und ihn nach Unterschreiten be stimmter Schlupffrequenzen freigeben, wobei der Erregerstrom für das eine Zeitrelais über den Sperrkontakt (1) des einen wattmetrischen Relais, für das zweite Zeitrelais über den Sperrkontakt (4) des zweiten wattmetrischen Relais ge leitet ist, so dass die Zeitrelais erregt werden, wenn die zugehörigen wattme trischen Relais den Steuerstromkreis für das Einlegen des Hauptschalters für eine Halbperiode sperren. 11.
    Anordnung nach Unteranspruch 10, ge kennzeichnet durch Zeitrelais, deren ge steuerte Kontakte in die Ruhelage, das heisst in die Sperrlage für den Steuer stromkreis des Hauptschalters zurück kehren, wenn der Erregerstrom für die Relais ausbleibt. 12. Anordnung nach dem Unteranspruch 11, gekennzeichnet durch eine derartige Aus bildung der beiden wattmetrischen Re lais, dass der Umschlaghebel während des Kontaktwechsels für kurze Zeit sowohl mit dem Freigabe-, als auch mit dem Sperrkontakt verbunden ist.
CH144117D 1928-11-09 1929-11-04 Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst wattmetrischer Relais. CH144117A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES88357D DE498222C (de) 1928-11-09 1928-11-09 Einrichtung zur Synchronisierung, insbesondere Grobsynchronisierung, von Synchronmaschinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH144117A true CH144117A (de) 1930-12-15

Family

ID=7514401

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH144117D CH144117A (de) 1928-11-09 1929-11-04 Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst wattmetrischer Relais.

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT127441B (de)
CH (1) CH144117A (de)
DE (1) DE498222C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
AT127441B (de) 1932-03-25
DE498222C (de) 1930-05-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE686079C (de) Relaiseinrichtung, z. B. fuer Regelzwecke, welche Impulse veraenderlicher Haeufigkeit von einer bestimmten Haeufigkeit ab als Dauerzeichen uebertraegt
CH144117A (de) Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst wattmetrischer Relais.
DE598374C (de) Anordnung zur Synchronisierung, insbesondere Grobsynchronisierung, von Synchronmaschinen
DE876488C (de) Zaehlkarten-Sortiermaschine
DE513603C (de) Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen
DE736580C (de) Anordnung zum Empfang von Fernsteuerimpulsen bzw. -impulskombinationen
AT131025B (de) Einrichtung zur Fernbedienung und Fernüberwachung.
DE485516C (de) Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittels wattmetrischer Relais
DE669596C (de) Verfahren zum Betrieb von Fernsteueranlagen, bei denen einem Starkstromnetz tonfrequente Steuerstroeme ueberlagert werden
DE863075C (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Abtastung von Stromschritt-kombinationen, insbesondere Springschreiberzeichen
DE546493C (de) Schaltanordnung fuer zwei Verteilungsnetze
DE706704C (de) Einrichtung zur Fernsteuerung und Fernueberwachung von verstellbaren Organen
DE696048C (de) Einrichtung zum selbsttaetigen Synchronisieren von asynchron anlaufenden Synchronmaschinen
DE765685C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Strassenverkehrs
DE610949C (de) Verfahren und Vorrichtung zur erhoehten Ausnutzung von mehrphasigen Fernsteueranlagen
DE721998C (de) Telegraphenanlage mit synchron umlaufenden Verteilern
AT138707B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Absperren von Netzteilen gegen Steuerströme netzfremder Frequenz in Fernsteueranlagen.
CH146690A (de) Anordnung zur Synchronisierung von Synchronmaschinen mittelst wattmetrischer Relais.
DE211379C (de)
DE523618C (de) Elektrische Synchronisiereinrichtung
DE563879C (de) Schaltungsanordnung, insbesondere zur Fernsteuerung elektrischer Unterstationen
DE620750C (de) Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen
DE636983C (de) Einrichtung zur Fernmeldung und zur Fernsteuerung, insbesondere mittels den Starkstromnetzen ueberlagerter Steuerwechselstroeme netzfremder Frequenzen
DE1000852C2 (de) Fernsteueranlage
DE587879C (de) Fernbedienungsanlage zur Steuerung und UEberwachung von in einer Nebenstelle angeordneten verstellbaren Organen, die, sobald sie durch ein von der Hauptstelle aus gegebenes Kommando in die andere Lage uebergefuehrt worden sind, eine Rueckmeldung dieser neuen Lage nach der Hauptstelle veranlassen