CH144248A - Ketteneinbau bei Drehöfen zum Brennen von Zement. - Google Patents

Ketteneinbau bei Drehöfen zum Brennen von Zement.

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CH144248A
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Sigismund Fasting Johan
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      Ketteueinbau    bei Drehöfen zum Brennen von Zement.    Bei Drehöfen zum     Brennen    von schlamm  förmigem Material, wie zum Beispiel Zement  rohschlamm, hat man bereits Ketteneinbauten  am     Einlassende    des Ofens vorgesehen, welch:

    sich über eine gewisse Ofenlänge erstrecken  und den Ofenquerschnitt bis zu einem ge  wissen Grade ausfüllen, ohne jedoch den  Durchtritt der Rauchgase zu     verhindern.     Durch, solche Ketteneinbauten wird die       Übertragung    der     ZVärme    von den Rauchgasen  auf den     Schlamm    verbessert, da die Ketten  in Berührung mit den Rauchgasen Wärme  aus den Gasen aufnehmen, und darauf, wenn  sie während eines Teils der Umdrehung des  Ofens vom Schlamm bedeckt sind,

   die auf  g     o        enommene        Wärme        an        den        Schlamm        abgeben.     



  Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die  Bewegung des teilweise getrockneten Schlam  mes, welcher dann ziemlich zäh ist, in dem  mit derartigen     Ketteneinbauten    versehenen  Ofenteil auf Schwierigkeiten stösst.  



  Vorliegende Erfindung bezweckt, diese  Schwierigkeiten bei der Förderung des       Brenngutes    durch den Ofen, welche infolge    des Ketteneinbaues auftreten, zu beseitigen  und den Ketteneinbau so auszubilden, dass  dadurch bei der Drehung des Ofens die     För-          derbewegung    des Gutes durch das Ofenrohr  sogar     unterstützt        wird.     



  Gemäss der Erfindung wird dieser     Zweck     dadurch erreicht, dass eine Mehrzahl von Ket  ten vorgesehen wird, welche zwischen zwei  Punkten der innern     Wandhegrenzung    des  Ofenrohres aufgehängt und in Gruppen an  geordnet sind, wobei die beiden Sätze von       Anhängepunkten    jeder Kettengruppe so zu  einander angeordnet sind, dass die zur Gruppe  gehörigen Ketten während der ansteigenden       Bewegung    ihrer     Anhängepunkte    eine ge  wundene Fläche bilden, welche frei von stö  renden Einflüssen der Ketten anderer Grup  pen ist und deren unterer Abschnitt beim  Austritt.

   aus der Schlammfüllung des Ofens  gegen das     Auslassende    des Ofens hin schräg       meneig t    verläuft.  



  Bei einer solchen Ausbildung des Ketten  einbaues wirken die     Ketten    jeder Gruppe,  wenn sie bei der Drehung des Ofens aus der      Schlammfüllung heraustreten, wie eine  Schaufel, welche das Gut von der Ofensohle  abhebt und es im Ofen verschiebt, während  es sich von der     Kettengruppe    löst. Ausser  dem wirkt die Kettengruppe, bevor -das An  heben unter dem Einfluss der Drehbewegung  des Ofens erfolgt, das heisst während sie an  der Ofenwandung anliegt, als Fördermecha  nismus, wodurch der Schlamm in der Rich  tung seiner Bewegung durch den Ofen vor  geschoben wird, da die ganze     Kettengruppe     einer derartigen Vorwärtsbewegung im Ofen       zwischen    den Anhängepunkten unterliegt.  



  Eine Ausführungsform des Kettenein  baues ist auf der beigefügten Zeichnung bei  spielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt       Fig.    1 einen Querschnitt durch das Ofenrohr  nach der Linie 1-1 der     Fig.    2 und     Fig.    2  eine obere Ansicht und teilweisen Schnitt  eines     Ofenrohrabschnittes.     



  Bei dem auf der Zeichnung dargestellten       Ketteneinbau    ist jede Kettengruppe von fünf       Ketten    gebildet. Auf der Zeichnung sind im  besonderen drei     Kettengruppen    aus je fünf       Ketten    mit     a,   <I>b,</I>     c    bezeichnet.

   Die Ketten be  sitzen in diesem Falle 'die gleiche Länge,  und ihre Anhängepunkte sind gegeneinander  in doppelter Hinsicht versetzt, nämlich so,  dass die zu einer     Kettengruppe        gehörigen    bei  den Sätze von Anhängepunkten gegeneinan  der sowohl     peripherisch,    als auch in der       Achsenrichtung    des Ofenrohres verschoben  sind, und dass ausserdem auch die zu einem  einzigen Satz, zum Beispiel zum     Satz    e, ge  hörigen Anhängepunkte unter sich ebenfalls  sowohl     peripherisch,    als auch in der Achsen  richtung zueinander versetzt sind.

   Auf diese  Weise liegen die zu ,einem Satz, zum Bei  spiel zum Satz e, gehörigen     Kettenanhänge-          punkte    auf einer Schraubenlinie, und die  verschiedenen Sätze von     Anhängepunkten    für  die     Kettengruppen    liegen ebenfalls auf einer  Schraubenlinie, welche einen oder mehrere  Schraubengänge haben kann. Bei dem auf  der Zeichnung dargestellten     Ketteneinban     bilden zwei     Kettengruppen    a, b ,jede einen  lose hängenden Vorhang, der zwischen den       Anhängepunktsätzen    e und<I>d</I>     bezw.    e und<I>f</I>    befestigt ist.

   Man erkennt, dass der Vor  hang a an der sich nach abwärts bewegen  den Seite des Ofens sich mit seinem un  tern Abschnitt im Ofenrohr nach rück  wärts neigt, das heisst gegen das     Material-          einla.ssende    des Ofens hin, während der Vor  hang b mit dem an der hochgehenden Ofen  seite     befestigten    untern Ende sich im Ofen  nach vorwärts hin neigt, das heisst in der  Richtung des durch den Ofen ziehenden Ma  terials,     wobei    die Drehrichtung des Ofens  in     Fig.    1 durch einen Pfeil angedeutet ist,  während die Bewegungsrichtung des Materials  durch den Ofen in     Fig.    2 durch einen Pfeil  bezeichnet ist..

   Bei der auf der Zeichnung  dargestellten Lage ist der Vorhang b gerade  aus dem auf der Ofensohle     ruhenden    Schlamm  herausgetreten und hat dadurch einen Teil  des Schlammes, welcher auf den Ketten ruht,  angehoben.. Wenn jetzt der Vorhang die in       Fig.    1 dargestellte Form annimmt, wobei sein  unterer     Abschnitt    nach vorn im Ofenrohr ge  neigt ist, dann wird er dem hochgenommenen       Material    gestatten, gegen die Ofensohle hin  nach abwärts zu gleiten, wobei. sich das Mate  rial zugleich, während es von den Ketten ab  gleitet, ,eine gewisse Strecke nach     vorwärts     bewegt.

   Dagegen     tritt    beim Einsinken der  Ketten des Vorhanges a in die     Schlamm-          masse    keine Bewegung der letzteren in ent  gegengesetzter Richtung ein. Von den auf  der     Ofensohle    ruhenden Ketten der     Gruppe    c  besitzt jede einzelne die Neigung, sich ent  lang einer Schraubenlinie an die Wandung  des Ofenrohres anzulegen.

   Wenn nun der       Vorhang    a in seine Tiefstellung übergeführt  wird, dann wird gleichzeitig unter dem Ein  fluss der Ofendrehung beim Hochgang der       Kettenanhängepunkte    f die Kettengruppe     e     von der Berührung mit der Ofenwandung ab  gehoben, so dass sie frei im Ofenrohr     hängt.     Das Anheben der     Ketten    der Gruppe c gebt  Hand in Hand mit einer     Bewegung    in der       Förderrichtung    des Materials durch den  Ofen, das heisst in der Richtung des Pfeils  in     Fig.    2,

   wodurch die     Ketten    das Material  auf der Ofensohle in dessen natürlicher     För-          derrichtung    vorschieben.      Es ist einleuchtend. dass die soeben er  wähnte Wirkung auch erzielt wird, wenn die  drei Sätze von     Kettenanhängepunkten   <I>d, e, f</I>  nicht mit Bezug aufeinander in der Längs  richtung des Ofens verschoben sind, sondern  sich in der gleichen Entfernung vom Ofen  ende befinden, wenn sich also die drei     Ket-          tengruppen        a,        b,        c        im        gleichen     befinden.

   Auch in diesem Falle wür  den die Kettengruppen die     erwähnten    ge  wundenen Flächen bilden, deren untere Ab  sclinitte auf der hochgehenden Ofenseite gegen  das     Auslassende    des Ofens hin geneigt sind.  



  Eine Ziersetzung der Anhängepunkte d, e,       f'    für die Kettengruppen sowohl in     achsialer,     als auch in     peripherischer    Richtung ist aber  notwendig, wenn der gewünschte Effekt mit  Ketten von gleicher Länge erzielt werden  soll.

   Es kann aber die     peripherische    Ver  schiebung der Anhängepunkte jeder Gruppe  mit Bezug aufeinander vermieden und dem  gemäss die Sätze von Anhängepunkten für  die Kettengruppen entlang einer Erzeugen  den des Ofenzylinders angeordnet werden,  wenn die zu den einzelnen Gruppen gehörigen  Ketten an Länge gegen das     Auslassende    des  Ofens hin zunehmen, weil dann die Ketten  fläche eine ähnlich gewundene     Form    mit  gegen das     Auslassende    des Ofens hin geneig  tem untern Abschnitt annimmt wie im Falle  der Darstellung der     Fig.    1.  



  Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass  die beschriebenen     Kettenanordnungen    auch  miteinander kombiniert werden können, näm  lich in der Art,     da.ss    die Kettenlängen auch  in solchem Falle, wo die Anhängepunkte auf  Schraubenlinien liegen, etwas verschieden  gewählt werden. Wenn dann die     Ketten-          längen    in jeder Gruppe etwas gegen das       Auslassende    des Ofens hin vergrössert wer  den, dann     wird    die Förderwirkung der Kette  erhöht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ketteneinbau bei Drehöfen zum Brennen von Zement nach dem Na.ssverfahren, beste- hend aus einer Mehrzahl von Ketten, die lose zwischen zwei Punkten der Ofenwand auf gehängt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ketten in Gruppen angeordnet sind, wo bei die beiden Sätze von Anhängepunkten jeder Gruppe so zueinander liegen, dass die Ketten der Gruppe eine gewundene Fläche bilden, welche frei von störenden Eingriffen der Ketten anderer Gruppen ist und deren unterer Abschnitt während der Bewegung in aufsteigender Richtung in der Bewegungs richtung des Brenngutes durch den Ofen ge neigt ist, so dass die.
    Kettenfläche während der Drehbewegung des Ofens den Transport des Brenngutes durch den Ofen unterstützt, teilweise, indem sie es entlang der Ofenwand schiebt, und teilweise, indem sie es aufhebt und in der Förderrichtung mitnimmt. UN TERANSPRtrCHE 1. Ketteneinbau nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Sätze von Anhängepunkten jeder Ketten gruppe gegeneinander sowohl peripherisch, als auch achsial, und zwar derart versetzt sind, dass die Punkte, welche bei der Dre hung peripherisch die vordersten sind, dem Auslassende des Ofens am nächsten liegen.
    \?. Ketteneinbau nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in jeder Gruppe die Länge der Ketten gegen das Auslass- ende des Ofens hin zunimmt. 3.
    Ketteneinbau nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in jeder Ketten gruppe (a bezw. b) die Aufhängepunkte der einzelnen Ketten<I>(d, e</I> bezw. <I>e, f) zu-</I> einander derart peripherisch und achsial versetzt sind, dass je weiter eine Kette vom Ofenauslass entfernt ist, desto weiter ihre Aufhängepunkte von den Aufhänge punkten der im Drehsinne des Ofens zu nächst hinter ihr liegenden Kette periphe- risch abliegen.
CH144248D 1929-01-24 1930-01-13 Ketteneinbau bei Drehöfen zum Brennen von Zement. CH144248A (de)

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