CH144291A - Verfahren zur Zustandsbeeinflussung von Stoffen bezw. Stoffgemischen mit Hilfe von Elektronenstrahlen und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Zustandsbeeinflussung von Stoffen bezw. Stoffgemischen mit Hilfe von Elektronenstrahlen und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens.

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CH144291A
CH144291A CH144291DA CH144291A CH 144291 A CH144291 A CH 144291A CH 144291D A CH144291D A CH 144291DA CH 144291 A CH144291 A CH 144291A
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Fuer Strahlungsch Gesellschaft
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Strahlungschemie G M B H Ges
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      Verfahren    zur     Zustandsbeeinflussung    von Stoffen     bezw.    Stoffgemischen mit Hilfe von       Elektronenstrahlen    und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur     Zustandsbeeinflussung    von     Stof-          fen        bezw.    Stoffgemischen mit Hilfe von       aektronenstrahlen    und auf eine Einrichtung  zur Ausführung dieses Verfahrens.  



  Unter Zustandsbeeinflussung ist hier     so-          t:-ohl    die     Herbeiführung    chemischer     ReakLio-          nen    im     gewöhnlichen    Sinne des Wortes, als  d     j        ge    von     #venigstens    anscheinend       ,iieh        ie-eni-          physikalischen        Zusta.ndsänderimgen    verstan  den;

       (-#s    gehören dazu zum Beispiel das     Unlös-          liehmachen    von Kautschuk, die     Überfübrung          von   <U>F,.</U>     iis    und chinesischem     Holzöl    in  den festen Zustand, die Überführung von  Phenol - Formaldehyd - Kunstharzen in den  unlöslichen und     unschmelzbaren    Zustand, die  Erhöhung der Lumineszenz von     Lumines-          zenzfarben.    die     Polymerisation    organischer  Gase, die Umwandlung von Wassergas oder       Plaugas    in flüssige     Kohlenwasserstoffe,

      die  Bindung des Stickstoffes der Luft     mit    dem  Sauerstoff der Luft zu     Stickoxyd    usw.    In Frage kommen hier sowohl die von  radioaktiven     Substanzen    ausgesandten       traUlen,    als auch die von der Kathode eines  S  Entladungsgefässes     (Lenard'schen    Röhre)  ausgehenden sogenannten Kathodenstrahlen.

    Die Erfindung besteht darin, dass man  ausserhalb des zu beeinflussenden Stoffes oder  Stoffgemisches entstehende Elektronenstrah  len, deren Elektronen künstlich erzeugte hohe  Potentialdifferenzen durchlaufen,     durch    ein       sogenanutes        Lenard'sches    Fenster, das heisst  eine dünne, für     Elektronenstrahlen    durch  lässige Metallfolie, in einen jenen Stoff oder  jene Mischung enthaltenden Raum, der im  folgenden als Reaktionsraum bezeichnet wer  den     wird,    eindringen und     darin    auf den be  treffenden Stoff oder auf die betreffende Mi  schung einwirken lässt.  



  Dieses Verfahren soll ermöglichen, die  Bedingungen in dem Reaktionsraum so zu  wählen, wie es die günstigste Wirkung der  Elektronenstrahlen erfordert.      In einer bevorzugten Ausführungsform  der Erfindung werden Kathodenstrahlen  in einem evakuierten Entladungsgefäss (Lee  nardsche Röhre), das mit einem für Elek  tronenstrahlen durchlässigen Organ abge  schlossen ist, erzeugt; die Kathode ist vor  zugsweise als Glühkathode, insbesondere als  mit     Metalloxyd    bedeckte Glühkathode     (Weh-          neltkathode)    ausgeführt. Es erweist sich oft  als zweckmässig, einen Teil der von den Elek  tronenstrahlen zu durchlaufenden Potential  differenzen in den Reaktionsraum zu ver  legen.

   Es hat sich auch als zweckmässig er  wiesen, die Elektronen, sei es im Innern des  Entladungsgefässes, sei es auch erst ausserhalb  dieses Gefässes, dem Einfluss eines magneti  schen Feldes auszusetzen, welches quer zur       Strahlenrichtung    gerichtet oder auch der       8trahlenriehtung    parallel verlaufen kann.  



  Die Eignung der Elektronenstrahlen zu  den vorgesehenen Wirkungen hängt von der       Fluggeschwindigkeit    der Elektronen ab, und  diese ihrerseits, wenigstens zum Teil, von der  durchlaufenen Potentialdifferenz. Wenn in  einem     Kathodenstrahlenrohr    erzeugte, gerad  linig fliessende     Kathodenstrahlen    der Einwir  kung eines rotierenden magnetischen Feldes  unterworfen werden, wie dies zum Beispiel  der Fall ist, wenn jenes Rohr in der Mitte  des     Stators    eines zweipoligen Drehstrom  motors, also an Stelle des Rotors angeordnet  ist, so dass die Elektronen, bei     unerregtem          Stator,    in Richtung der     Motorare    fliegen,

   so   erden die Elektronenstrahlen bei erregtem       Stator    aus ihrer geraden Richtung abgelenkt,  je nach der gerade herrschenden Feldrichtung  ihre Flugbahn verläuft dann     etwa    wie die  Windungen einer Schraubenfeder. In der  Praxis hat sich herausgestellt, dass solche  Kathodenstrahlen, nachdem sie die durch  lässige Metallfolie durchdrungen haben, schon  bei einer verhältnismässig niedrigen Spannung  eine chemische Wirkung auszuüben ver  mögen, was bei geradlinig fliessenden Ka  thodenstrahlen nicht oder doch nur in sehr ge  ringem Masse der Fall ist.

   Verwendet man  beispielsweise eine Vorrichtung nach     Fig.    1,  welche später genauer beschrieben werden         i..ird,    und führt als zu beeinflussende Sub  stanz, zum Beispiel 1,3     Butadien    unter nor  malem Atmosphärendruck oder schwachem       Unterdruck    mit etwa 1 m     Geschwindig-          keitjSekunden    durch die Vorrichtung hin  durch, so verwandelt sieh, wenn das Magnet  feld besteht, ein Teil des zugeführten Gases  schon bei<B>110</B>     bi180        KV-Strahlen    in einen       Flüssigkeitsnebel,    während ohne Magnetfeld  die Umwandlung ,

  jener Substanz erst bei  bis     ?40        KV-Strahlen    beginnen würde.  



  Die chemische     Wirkun-,    der Elektronen  strahlen hängt von der beschleunigenden  Spannung     bezw.    von der erreichten     Elek-          tronen-Gesehwin.diglzeit    ab. Dieser letzteren  kann die     Strömungsgeschwindigkeit    des zu  beeinflussenden Stoffes oder Stoffgemische  im Reaktionsraum     entsprechend    bemessen  werden:

   ,je grösser die Geschwindigkeit der  Elektronen ist, umso grösser darf auch die       Strömungsgeschwindigkeit    sein, während bei  verhältnismässig niedriger     Geschwindigkeit     derselben die     Strömungsgeschwindigkeit    ent  sprechend niedrig zu bemessen ist, um die       Bestrahlung-    über eine längere Zeitdauer aus  zudehnen. Für eine technisch verwertbare  Ausbeute     beginnen    die meisten     vvicbtigen    Re  aktionen erst, wenn die Elektronen mit min  destens der halben Lichtgeschwindigkeit flie  gen.

   Bei 180 KV wäre die theoretische     Cre-          schwindigkeit    zirka 1800011 km per Se  kunde:     prahtisch    dürften die in dem Reak  tionsraum fliegenden Elektronen erst Ge  schwindigkeiten von<B>150000</B> bis     1_G000(1          km/sek.    an aufweisen.     31s    Strömungsge  schwindigkeiten mögen (1,? bis 1     mSek.    in  Betracht kommen.  



  Es dürfte besonders     ziveelz-mässig    sein, den  Stoff oder das     Stoffgemisch    in fortlaufendem  Strom durch den Reaktionsraum zu führen,  dessen Richtung der     Strahlenrichtung    ent  gegengesetzt ist. also im Gegenstrom. Ferner  kann die Anordnung eines     Katalysators    im  Reaktionsraum vorteilhaft sein.  



  Den künstlich erzeugten Kathodenstrah  len können auch     ss-Strahlen    beigemischt wer  den, die von radioaktiven Stoffen ausgehen;  diese können entweder auf der Kathode oder      auf dem     Lenard'schen    Fenster angebracht  -ein, in letzterem Falle, zum Beispiel in  Form eines dünnen Netzes.  



  Die zur Ausführung des Verfahrens be  stimmte Vorrichtung besteht aus einem einen       Elektronenstrahlenerzeuger    enthaltenden Ge  fäss, kurz "Strahlungsgefäss"     bezw.        "Ent-          ladungsgefäss"    genannt, und einem zur Auf  nahme des zu beeinflussenden Stoffes be  stimmten Gefäss, kurz "Reaktionsgefäss" ge  nannt, welche Gefässe durch ein     Lenard'sches     Fenster verbunden sind. Das Entladungsge  fäss besteht     zweckmässigerweise    ganz aus  Metall, zum Beispiel Eisen, welches in  wendig mit einer isolierenden Emailschicht  bekleidet sein kann und evakuiert zu denken       Ist.     



  Das     Lenard'sche    Fenster ist zweck  mässigerweise mit dem metallenen Ent  ladungsgefäss leitend verbunden. Bei einer  Ausführungsform dieses Gefässes ist aber  auch die Kathode leitend mit dem Gefäss ver  bunden, wobei sie vorzugsweise einen Teil  der Gefässwand selber bildet; sie kann dann,  trenn sie als Glühkathode, insbesondere als       Wehnelt-Kathode    ausgeführt ist, von aussen  beheizt werden.  



       Das    Entladungsgefäss besteht     zweck-          rnä,ssigerweise    aus zwei am Boden verbun  denen konzentrischen Metallzylindern, von  denen der innere an seinem freien Ende durch  die Kathode     abgeschlossen    ist und in seinem  Innenraum den Heizkörper für die Kathode  aufnimmt, während der äussere Zylinder an  seinem freien Ende durch das     Lenard'sche     Fenster abgeschlossen ist. Diese Ausfüh  rungsform ermöglicht es, die Kathode dem       Lenard'schen    Fenster bis auf eine sehr ge  ringe Entfernung zu nähern.  



  Auch der Baustoff des     Lenard'schen    Fen  sters und seine bauliche Ausgestaltung kön  nen von Bedeutung für die Erreichung des  Erfindungszweckes sein.     Zweckmässigerweise     wird das Fenster aus Nickel oder Kobalt her  gestellt oder auch aus einer     Nickel-Kobalt-          Legierung,    welcher 0,1 bis 1 %     Caesium    oder       Thorium    zugesetzt ist.    Das Fensterblech kann zum Beispiel durch  Prägung mit netzartig sich kreuzenden Rip  pen oder Rillen versehen sein, die die Wider  standsfähigkeit des Fensters gegen den äu  ssern Überdruck sehr verstärken. Zu demsel  ben Zweck kann auf das Fenster ein Metall  netz aufgelötet sein.  



  Zur besseren Unterstützung des Fensters  kann in die Fensteröffnung auf der Innen  seite des Fensters ein mehr oder weniger eng  maschiges Netzwerk aus Metallrippen ein  gesetzt werden, gegen das sich das Fenster  blech anlegt. Dieses Netzwerk kann wieder  um durch ein Netzwerk mit gröberen  Maschen, aber stärkeren Rippen gestützt wer  den.  



  Um die     Zerstäubung    zu verhindern, kann  das Fenster auf der Aussenseite noch mit  Spitzen besetzt sein.  



  Bei Verwendung eines     Metallgefässes    ist  auch auf die vakuumdichte isolierende Ein  führung derjenigen Elektrode oder Elektro  den, die nicht auf dem Potential des Ent  ladungsgefässes sind, Bedacht zu nehmen, und  das ist in der bevorzugten     Ausführungsform     der Vorrichtung lediglich die Anode.

   Man  kann beispielsweise für eine vom Entladungs  gefäss isoliert zu haltende Elektrode einen  gläsernen Träger vorsehen, der zugleich die  Isolierung für die elektrische Zuleitung der  Elektrode bilden kann, und eine Verbindung  zwischen diesem Träger und dem metallenen  Entladungsgefäss mit Hilfe einer ringförmi  gen, konzentrisch zum Mittelpunkt gerillten       Wellmembran    (ähnlich den als Teilen von       Aneroid-Barometer-Dosen    benutzten     Well-          membranen)    herstellen. Diese Membran kann  mit ihrem äussern, ebenen Flansch mit dem  Entladungsgefäss verlötet, und mit ihrem       innern,    zum Beispiel zylindrisch aufgestülp  ten Flansch in den gläsernen Elektroden  träger eingeschmolzen sein.

   Die Membran  kann am besten aus einem Stoff bestehen, der  praktisch den gleichen Ausdehnungskoeffi  zienten hat wie das Glas, zum Beispiel aus  einer     Nickel-Eisen-Legierung    von der Art,  wie sie in der     Glühlampentechnik    für die           Drahtdurchführungen    durch die Glaswand  benutzt werden.  



  Auf eine zweckmässige Anordnung der  Anode in dem Entladungsgefäss ist auch Be  dacht genommen. Diese ist     zweckmässiger-          weise    als Ring auf der Aussenwandung eines  den Träger der Kathode ringförmig umgeben  den Glasmantels     angeordnet    und kann gegen  die Wand des Entladungsgefässes durch einen  äussern, mit dem erst erwähnten Glasmantel  verbundenen zweiten Glasmantel abgeschirmt  sein.

   Bei einem Entladungsgefäss, das die       Form.    von zwei an einem Ende miteinander  verbundenen, konzentrischen Zylindern hat,  sind der die Anode     tragende    und der die  Anode     a,bsehirmende    Glasmantel zweck  mässigerweise zu einem sich der Innenform  des     Entladunasgcfässes    anschmiegenden Glas  einsatz ausgestaltet.  



  Es können,     wie        aus    schon Gesagtem her  vorgeht, auch Anordnungen vorgesehen sein,  um in dem Reaktionsraum ein elektrosta  tisches Feld zu schaffen. So kann man zum  Beispiel dem     Lenard'schen    Fenster gegenüber  in dem Reaktionsraum eine Elektrode anord  nen, die aus einem dem Fenster im wesent  lichen parallel verlaufenden metallenen Netz  oder     Gifer    bestehen und an ein     Potential    an  meschlossen werden kann. das stärker     uositiv     ist als das     Potential    der im     Reaktionsgefäss     befindlichen Anode.

   Infolge ihrer     Critterform     stört diese     Elektrode    nicht die     Bewegung    des  Stoffes im     Reaktionraum.    Der Träger dieser  Elektrode wird     vorzugsweise    hohl gemacht,  und kann dann als     Zuleitung    für den zu be  handelnden Stoff benutzt werden.

   In einer       Ausführungsform    der     Vorrichtung    ist der       ?ektrodenträger    in der     Wandung    des     R,eak-          ;io=-s,ge_fässes    beweglieb angeordnet, so dass der  Abstand     zwischen    Fenster und Elektrode ver  ändert werden kann.  



  In einer andern Ausführungsform der       Vorrichtung    ist ausser dieser Elektrode, in  grösserer Entfernung von dem Fenster als die  selbe, noch eine weitere Elektrode     angeord-          iiet,    die plattenförmig sein kann und ein noch  -stärker positives Potential erhält als die       gitterförmige    Elektrode.

      Bei denjenigen     Entladiingsp-efässen,    in  denen Glühkathoden verwendet sind, hat es  sich als zweckmässig herausgestellt, die Hei  zung dreiphasig zu gestalten, zum Beispiel  dadurch, dass man bei solchen Kathoden, die  von aussen geheizt werden, einen von Drei  phasenstrom durchflossenen Heizkörper, oder  einen Heiztransformator mit     Dreiphasenwick-          lung    anordnet, dem ein Kathodenblech als  kurzgeschlossene Sekundärwicklung dient.  Kathoden, die durch     unmittelbaren    Strom  durchgang geheizt werden, kann man     aus     drei Leitern zusammensetzen, die von den  drei Strömen eines     Dreiphasensystemes     durchflossen werden.  



  Zur Speisung des Entladungsgefässes  dient     zweckmässigerweise    ein gleichgerich  teter Wechselstrom. Wenn Entladungsgefässe  mit Glühkathoden verwendet werden,     lässt     sich ein besonderer Gleichrichter     zwischen          Wechselstromquelle    und     Entladungsgefäss          erübrigen,    da die Gleichrichtung durch die       R.ichtwirkun,g    der Glühkathoden     selber    he  wirkt werden kann.  



  Die Figuren der beigegebenen     Zeichnunz     beziehen sich auf     Ausführungsbeispiele    der       Vorrichtung    gemäss Erfindung, und zwar  zeigt       Fig.    1 eine vollständige     Vorrichtung,    be  stehend aus einem     Entladunas-    oder     Strah-          liing4gefä.ss    und einem Reaktionsgefäss.

   in  einem     14Zeridianschnitt,          Fig.    2 und 3 zwei andere     Ausführungen     des     Entladungs-    oder     Strahlungsgefässes.          nach    Wegnahme des     Reaktionsgefässes,    eben  falls in     Neridiansehnitten.     



  In     Fig.    1 ist 1 ein evakuiertes, das     Strah-          lungs-    oder Entladungsgefäss bildendes Me  tallgefäss, in welchem eine     Glühkathode    2  aus hoher Hitze widerstehendem Metall, wie       zum    Beispiel Wolfram, Tautal, Osmium,     Zir-          koniiun,    angeordnet ist. Das Gefäss 1 ist       zweckmässigerweise    mindestens an der Innen  wandung mit einer isolierenden Emailschicht  versehen. Die Kathode 2 steht auf einem  Glasrohr 5 und kann durch die Drähte 3 und  4, die durch einen Glasfuss isoliert zu den      Klemmen 6 und     'l    geführt sind, geheizt wer  den.

   Zur luftdichten Verbindung des Fusses  des Glasrohres 5 mit dem Metallgefäss 1 dient  die     Wellmembran    9, die zweckmässig aus       c_inem    dünnen Blech eines     Metalles    bestehen  kann, das wesentlich den gleichen Ausdeh  nungskoeffizienten wie Glas hat, zum Bei  spiel aus einer Legierung, wie sie bei der  Herstellung von elektrischen Lampen für die  Durchführungsdrähte benützt zu werden  pflegt. Die     Wellmembran    9 hat am innern  Ende     einen    aufgestülpten Flansch 8, mit dem  Sie in das Ende des Glasrohres 5 eingeschmol  zen ist mit ihrem flachen, nach aussen ragen  den Teil ist sie auf den Flansch 10 des Me  tallgefässes aufgelötet.

   An die Einschmelz  stelle setzt sich ein den Fuss des Glasrohres 5  umgebender gläserner Mantel 55 an, so dass  Fuss und Mantel zusammen die Gestalt einer  oben offenen Glocke haben, in deren unteres  Ende die     Wellmembran    9 eingeschmolzen ist.  Die     Wellmenrbran    gleich durch ihre Fede  rung alle Unterschiede in der     Wärmeausdeh-          nung    der verschiedenen Teile aus.  



  Der     Glühkathode    2 gegenüber liegt das       Lenard'sche    Fenster, ein Metallfenster     1-1.          Dieses,    eine Membran darstellend, besteht aus  einer sehr dünnen Metallfolie, am besten     ei-          neni    Nickel- oder Kobalt-Blättchen oder  einem andern möglichst festen und     hitzebe-          tändigen,    aber für Elektronenstrahlen gut  durchlässigen Metall. Die Stärke des Blätt  chens schwankt je nach der Grösse der Röhre       :i    zwischen 0,01 und 0,05 mm Dicke.

   Zur  Unterstützung für die dünne Metallfolie der       :Membran    ist in die von letzterer überspannte       @)ffnung    des Gefässes 1 ein netz- oder     waben-          artiges    Unterstützungsgerüst 15 mit mög  lichst dünnen Rippen eingebaut. Auf dieses  Unterstützungsgerüst 15 legt sich die Mem  bran auf und erhält dadurch die nötige       Widerstandsfähigkeit    gegen den äussern       13ruck.    Es ist möglich, aber nicht unbedingt       notwendig,    die Metallfolie an das     Unter-          stützungsgerüst    anzulöten.  



  Bei grossen Apparaten kann zweck  jnässigerweise die Metallfolie 14 behufs Er  höhung ihrer Widerstandsfestigkeit selbst         \waffelartig    gerippt sein; solche Rippen las  sen sieh schon in einer Stärke von 0,1 mm  pressen, und durch eine     Rippenstärke    von  0,2 bis 0,5 mm kann     eine    sehr gute und feste  Fensterfolie geschaffen werden.

   Bei einer  Rippenstärke von 0,1 mm und einer Waben  tiefe     bezw.    Rippenhöhe von 1 bis 2 mm ge  nügt eine durch Pressen mit Rippen versehene  Folie, zum Beispiel aus Nickel für ein Elek  tronenrohr von 5 bis 8 cm     Durchmesser;    bei       Verwendung    eines     Unterstützungsgerüstes     mit einer Maschengrösse von 10 bis 25 mm  wird dieselbe sogar für Elektronenrohre von  10 bis 20 cm und mehr Durchmesser aus  reichen, besonders wenn das Gerüst durch  Sprossen, etwa in der Weise wie an Fenster  flügeln, verstärkt ist. Anstatt die Metallfolie  mit einer rippenartigen Pressung zu versehen,  kann sie beispielsweise mit einem     Metall-          drahtnetz    verlötet werden.  



  Die Metallfolie und deren Rippen können  unter Umständen     galvanoplastisch    oder durch  ein Spritzverfahren hergestellt werden, so  fern der Bedingung Genüge geleistet werden  kann, dass die Folie dichte Beschaffenheit be  sitzen muss.  



  Die Metallfolie 14 wird mit ihrem äussern  Umfang an den Flansch 16 angelötet, der  seinerseits mit dem Gehäuse 1 dicht verlötet  ist. Um eine zu starke Erwärmung der     IVTe-          tallfolie    durch das Elektronenbombardement  und Beschädigungen durch zu starke Aus  dehnung der Metallfolie zu vermeiden, be  findet sich die Lötstelle im Bereich eines  ringförmigen Kühlrohres 18, in das durch  einen absperrbaren Stutzen 19 eine Kühlflüs  sigkeit oder ein Kühlgas eingeführt     werd-          kann;    das Kühlmedium kann durch     einer:        rri     Hahn versehenen Stutzen ?0 wieder ausge  führt werden.  



  Bei     1ss    ist an das Gefäss 1 ein     Evakuie-          rungsst.utzen    angeschlossen, der nach dem  Evakuieren hart verlötet oder durch den  ständig ein Hochvakuum aufrecht erhalten  werden kann.  



  Um den Glasmantel 55 ist unterhalb der  Glühkathode 2 die Anode in Gestalt eines       Metallfolienringes        038    gelegt; sie ist von      einem an seinem     untern    Ende mit dem Glas  mantel ä5 verbundenen kurzen Glaszylinder  54 umgeben. Die Zuleitung 39 der Anode ist  mittelst eines Glasrohres 40 isoliert und  durch den Stutzen 41 des Gefässes nach  aussen geführt. Die Dichtung ist auch hier  durch eine ringförmige     Wellmembran    42 be  werkstelligt, die mit ihrem äussern Rande mit  dem Flansch 43 des Stutzens 41 verlötet und  mit ihrem innern Rande in den Fuss des  Glasrohres 40 eingeschmolzen ist.  



  Auf den das Fenster 14 tragenden  Flansch 16 ist luftdicht das Reaktionsgefäss       33    aus einem chemisch widerstandsfähigen  Stoff, wie zum Beispiel Glas, Porzellan,  Hartgummi, oder     C-Bakelit,    aufgesetzt und  mit seinem Flansch 17 auf jenen Flansch 16  aufgeschraubt. Durch seinen dem Fenster 14  gegenüber liegenden Deckel ist eine     gitter-          förmige    positive Elektrode 21 an einem hoh  len Stiel 34 luftdicht, aber auf- und     abbeweg-          lich    durchgeführt.

   An den hohlen Stiel       3'4    kann die Zuleitung für den zu be  handelnden Stoff elektrisch isoliert     ange-          chlossen    werden. Der Stiel 34 selber ist mit  s<B>s</B>  dem positiven Pol der Energiequelle verbun  den zu denken und dient zugleich zur Be  schickung des Reaktionsgefässes     3-3.    An dem  Reaktionsgefäss sind ferner zwei Schauöff  nungen 37 und zwei Stutzen 35 und 36 für  den Austritt des behandelten Stoffes ange  bracht.  



  Auf den die Kathode tragenden Flansch  1.0 des Metallgefässes 1 ist, um die Über  schlagsgefahr zu vermindern, eine isolierende  Scheibe 32 von grossem Durchmesser aufge  legt. Diese greift mit einem Ansatz in eine  Bohrung des isolierenden Fusses     53.    Am  Grund dieser Bohrung sind die     Klemmen    11  und 12 angeordnet, in die die     Steckkontakte     6 und 7 der Kathodenzuleitungen 3 und 4  eingreifen.  



  Der Heizstrom für die Kathode kann von  Einer Batterie oder einem besonderen Trans  formator geliefert und der- Klemmen 11 und  12 zugeführt werden. Die Klemme 11 und  durch diese die Kathode 2 ist ferner mit dem  negativen Pol -26 einer Hochspannungs-    quelle verbunden. Wie bereits erwähnt wurde,  wird vorzugsweise gleichgerichteter Wechsel  strom verwendet, der zwar beständig die  gleiche Richtung besitzt, dessen Stärke aber  nicht konstant ist, sondern von Null bis zum  Maximum ansteigt und dann wieder bis Null  abfällt. Die Stromleitung 26 ist über einen  schwingfähigen     Kondensatorkreis,    bestehend  aus dem Kondensator 27, zu welchem ein  Kondensator 29 und eine mit diesem letzteren  in Reihe geschaltete regelbare Drosselspule  30 parallel liegen, bei 28 geerdet.

   Durch diese       Erdungseinrichtung    sollen die beim Betrieb  der Vorrichtung auftretenden     hochfrequenten     Nebenströme, die unter Umständen einen  Durchschlag von Funken durch die Wandung  des Glasmantels     55    und die Isolierscheibe 32  verursachen könnten, abgeleitet werden.       Dufch    diese     Einrichtung    soll also die Be  triebssicherheit gefördert und den mit äussern       Funkenübergängen    verbundenen Gefahren  für das Betriebspersonal möglichst vorge  beugt werden.

      An den Pol     +    24 der Hochspannungs  quelle sind der hohle     Stiel    34 der Gitterelek  trode 2,1 und über vier in Serie geschaltete  Kondensatoren 22 die Anode 38 angeschlos  sen. Der Zweck dieser Anordnung ist, bei der  Erzeugung der     Elektrenenstrahlen    im Innern  des Strahlungsgefässes eine niedrigere Span  nung als diejenige der Hochspannungsquelle  ist, zu ermöglichen, um auch so einem Durch  schlag von Funken durch den Glasmantel 55  vorzubeugen, also grössere Betriebssicherheit  zu schaffen.

   Da die in das Reaktionsgefäss     33     eingedrungenen Elektronen eine höhere     (xe-          schwindigkeit    als die im Strahlungsgefäss er  zeugten Kathodenstrahlen erhalten sollen, er  hält die Gitterelektrode 2:1 unmittelbar Hoch  spannung aus der Leitung     -i-    24. Die an die  Anode     38    im Strahlungsgefäss gelangenden  relativ wenigen Elektronen werden durch die  Unvollkommenheit der Isolation der Kon  densatoren 22 abgeführt, die so gebaut zu  denken sind, dass sie dauernd durch sie hin  durchgehende schwache stille Entladungen  vertragen.

        Die erforderlichen     Hochspannungsisola-          tionsvorrichtungen    sind nur teilweise und  schematisch angedeutet, und mit bekannten  Mitteln, wie Hochspannungsisolatoren, Zwi  schenscheiben von genügend grossem Durch  inesser     etc.    ergänzt zu denken.  



  Die eben beschriebene Vorrichtung ar  beitet etwa folgendermassen: Die nicht ge  zeichnete     Wechselstromquelle    speist zwei  Ebenfalls nicht gezeichnete Transformatoren.  Die sekundäre Wicklung des ersten Transfor  inators     liefert    Niederspannung von 6 bis 8  Volt, die über die Klemmen 11, 12 mit den       Kontakten        .6,    7 und die Leitungen 3, 4 der       Glühkathode    2 zugeführt wird und diese zum  Glühen bringt.

   Die Sekundärwicklung des       -andern    Transformators liefert eine     Hochspan-          i)ung,    die     mittelst    eines Induktionsreglers im       Primärkreis,    zum Beispiel zwischen 180 bis       \?(i0    KV oder darüber, je nach den Umstän  den, geregelt werden kann. - Die     Hochspan-          ijung    kann, wie bereits mehrmals erwähnt,  schon ausserhalb des     Strahlungsgefässes     bleichgerichtet sein, zweckmässig derart, dass  beide Halbwellen ausgenützt werden, oder  erst im Gefäss selbst, wobei die eine Halb  welle unterdrückt wird.

   Sofern die Spannung  ausserhalb des Gefässes gleichgerichtet wird,  wird sie mit ihrem negativen Pol an die Lei  tung - 26, mit dem positiven Pol an die  Leitung     -i-    24 angelegt.  



  Sobald die Glühkathode 2 soweit erhitzt  ist, dass sie Elektronen ausstrahlt, so streben  diese zu dem Metallfenster     1.1    und durch die  hindurch zu der positiven Elektrode 31,  die sie     anzieht.    Das Metallfenster ist mit dem       1Tetallgefäss    1 verbunden. und dieses ist  weiterhin über die mit Kondensatoren 64 ver  sehene Leitung 63 bei Punkt 65 mit der Erde  verbunden. Die Elektronen treten durch das  Fenster 14 in das Reaktionsgefäss 33 und ioni  sieren die Luft zwischen der Elektrode 21  und dein Metallfenster 14. Dadurch wird die  Leitfähigkeit der Luft erhöht, so     da.ss    man die  Positive Elektrode 21 nach und nach weiter  von dem Metallfenster entfernen kann, bis  der ganze innere Raum des Gefässes 33 lei  tend geworden ist.

   Durch dieses allmähliche    Anlassen der     -Wirkung    wird erreicht, dass die  Bombardierung des Gefässinhaltes durch  Elektronen wesentlich kräftiger wird und  stärkere Schichten durchsetzen kann, als beim  Anlassen mit einer unbeweglichen Elektrode  21.  



  Es mag noch erwähnt werden, dass durch  Vergrösserung der angelegten Spannung, als  deren Mindestwert 180 bis 200 KV angenom  men werden     kann,    die Geschwindigkeit der  von der Glühkathode 2 ausgestrahlten Elek  tronen erheblich erhöht werden kann. Be  trägt beispielsweise bei dem eben angegebe  nen Mindestwert die praktische Strahlungs  geschwindigkeit etwa 150000 km/Sek., so  steigt sie bei     2,40    bis 2.50 KV schon auf etwa  200000     km/Sek.    Unter der praktischen     Strah-          lungsgeschvindigkeit    ist.

   die wirkliche Ge  schwindigkeit der Elektronenstrahlen ausser  halb des     Fensters    zu verstehen, die hinter der  theoretischen Geschwindigkeit zurückbleibt,  die man unter Zugrundelegung der     verfüg-          baren    Spannung errechnet. Im vorliegenden  Bereich ist die praktische Strahlungsge  schwindigkeit annähernd proportional der  Zahl der angewendeten KV.  



  Die     Fig.    2 und 3 zeigen zwei andere Aus  führungsformen des     Strahlungs-    oder Entla  dungsgefässes     derVorrichtung;        dagReaktions-          gefäss    ist der besseren Übersicht halber weg  gelassen. Bei beiden Ausführungsformen ist  die Kathode unmittelbar in das Entladungs  gefäss eingesetzt und bildet einen Teil der Ge  fässwand. Das ganze Gefäss befindet sich auf  dem Potential der Kathode, was den Vorteil  bietet, dass nur eine isolierende Durchfüh  rung, nämlich die für die Anode, nötig ist.  



  In beiden Ausführungsformen hat das  Entladungsgefäss 1 die Form von zwei     kon-          axialen    Metallzylindern, die am Boden durch  einen nach unten gewölbten Boden unter sich  verbunden sind; sie bilden demnach zusam  men einen Ringkörper, den man sich     durch-          Rotation    eines hufeisenförmigen Körpers um  eine zu den Schenkeln parallele     Axe    entstan  den denken kann.

   Das freie Ende des innern  Zylinders ist durch eine aus einem     ATetall-          blech    bestehende     Oxyd-Glühkathode    45 ab-      geschlossen, die zur Vermeidung von Tempe  raturspannungen die Form einer     Wellmem-          bran    besitzt. Zur Verbindung der     Glüh-          kathode    mit dem innern Gefässzylinder dient  ein Blechkranz, der bei 46 an den Rand der  Kathode 45, bei 59, an den obern Rand des  innern Zylinders angelötet ist.

   An das freie  obere Ende des äussern Zylinders 1 ist ein  konischer Ring 13' aus leitendem Material an  gesetzt, in dessen     Üffnung    das     Lenard'sche     Fenster 14 nebst     Stützgitter    15 eingesetzt     ist.     Der obere Rand des Ringes 13' trägt einen  Flansch 17' mit Löchern 60 und 61, durch  welche Schrauben zur Befestigung des (nicht  dargestellten) Reaktionsgefässes     gesteekt    wer  den können. Eine Kühlleitung 18' für den  Rand 16 des Fensters 14 ist in den Flansch  17' verlegt; sie ist mit einem     Zulaufstutzen     19 und einem Ablaufstutzen 20 versehen.  



  Das Gefäss 1 ruht in einem Fuss 53 aus  Isoliermaterial, an welchem die Klemmen 11  und 12 angebracht sind. In das Gefäss ist ein  ringförmiger, im Querschnitt ebenfalls huf  eisenförmiger Glaskörper 58 eingesetzt, der  sich der Innenwandung des Gefässes anpasst  und durch Distanzstücke 62 in richtiger Lage  gehalten ist; er trägt auf der Aussenseite sei  ner innern     Zylinderwandung    die ringförmige  Anode 38 und soll Kurzschlüsse zwischen  letzterer und der Wand des Gefässes 1 ver  hindern.  



  Die Glühkathode 45 und das mit ihr elek  trisch verbundene Entladungsgefäss 1 und  das     Lenard'sche    Fenster 14 sind im Punkt 25  mit dem negativen Pol - 26 einer Hochspan  nungsquelle verbunden und über Kondensa  toren 27 und 29 und eine Drosselspule 30 bei  28 geerdet. Der Zweck dieser     Erdungseinrich-          tung    ist, die beim Betrieb der Glühkathode  auftretenden hochschwingenden Nebenströme,  die unter Umständen einen Durchschlag von  Funken durch die Wandung des Glaskörpers  58 und den     Isolierfuss        53    verursachen könn  ten abzuleiten. Die Kathode 45 erhält von den  Klemmen 11 und 12 aus Energie von der  Niederspannungsseite eines Transformators.

    Die Anode 38 im Innern des Strahlungsge  fässes steht über eine Spannungsteilungsein-         richtung    22' mit dem positiven Pol     +    24 der  Hochspannungsquelle derart in Verbindung.  dass an der Anode eine niedrigere Spannung  herrscht als in der Leitung     -f-    24, um da  durch einem allfälligen Durchschlag von  Funken durch die Wandung des Strahlungs  gefässes möglichst vorzubeugen. Bezüglich  der Ableitung der relativ wenigen an die  Anode 38 gelangenden Elektronen vergleiche  man das bezüglich     Fig.    1 Gesagte.

   Die Zu  leitung 39 zur Anode 38 durchsetzt den  Stutzen 41 und ist gegen aussen durch eine       #NTellmembran    42 abgedichtet, die mit einer  in den Flansch 52 eingesetzten     14luffe    43 ver  lötet und in den Fuss eines Glaskörpers ein  geschmolzen ist.  



  Die positive Gitterelektrode 21 ist auch  nicht unmittelbar an die Leitung     -I-    24 an  gelegt, sondern empfängt durch die erwähnte       Spannungsteilungseinrichtung    2:2', die zum  Beispiel als ein in Serie geschalteter Konden  sator ausgebildet sein kann, eine Spannung,  die etwa in der Mitte liegt zwischen derjeni  gen der Leitung 24 und derjenigen der     Anode     38. Es ist aber noch eine weiter als die Gitter  elektrode 21 vom     Lenard'schen    Fenster 14 ent  fernte plattenförmige Elektrode 23 angeord  net, die unmittelbar an die Leitung     -i-    24 an  geschlossen ist. Von 21 zu     23    gelangen die  sich an 21 ansetzenden Elektronen haupt  sächlich durch das ionisierte Gas hindurch.

    Die Elektronen werden also in drei Abstufun  gen abgeführt, wobei die dem Fenster 14  direkt gegenüberliegende Gitterelektrode 21  ein stärker positives Potential aufweist als  die Anode 38, die Plattenelektrode 23 aber  ein noch stärkeres Potential als die Gitter  elektrode 21, so dass auch zwischen den Elek  troden     21.    und 23 ein elektrostatisches Feld  besteht, das die Elektronenstrahlen bei ihrem  Durchgang durch den im Reaktionsgefäss zu  behandelnden Stoff zu beschleunigen vermag.

    Durch die erwähnte Abstufung und die da  durch bedingte niedrige Anodenspannung  lässt sich die nötige Sicherheit gegen Durch  schlag im Innern des Entladungsgefässes er  reichen, was bei Metallgefässen ganz beson  ders wichtig ist, während die folgenden Span-           nungsstufen    die Geschwindigkeit der Elek  tronen zu erhöhen vermögen.  



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.        \?     ist für die Heizung der     Oxydkathode    45 ein       (lieht    unter letzterer. befindlicher Heizkörper  44 angeordnet, der durch die Leitungen     h    und       i    mit den Klemmen 1.1 und 12 verbunden ist.  



  reim Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    3  ist für die Heizung der Glühkathode 45 eine  von Wechselstrom durchflossene, in der Mitte       ües    ringförmigen Entladungsgefässes in des  sen oberes Ende eingeschobene Magnetspule  4 7 angeordnet, welche die     Primärwicklung     eines Transformators darstellt, dessen kurz  geschlossene     Sekundärwicklung    durch das  Blech der Glühkathode gebildet     wird,    welches  hierbei durch die induzierten Wirbelströme  beheizt wird. Die Magnetspule 47 ist durch  Leitungen 48 und 49 an die Klemmen 11  und 12 angeschlossen.

   Das     magnetische    Feld  der Spule verläuft zum Teil in der Wandung  des Entladungsgefässes, wenn diese aus mag  netischem Material besteht. - Wenn das  obere Ende des Entladungsgefässes an der  Stelle des Rotors in den     Stator    eines mit  Dreiphasenstrom gespeisten     Drehstrommotors     eingeschoben     wird,    in der Absicht, die schon  weiter oben erwähnten Vorteile zu erzielen,  können die Streufelder auch zur Heizung der       Glühkathode    45 ausreichen.  



  Ein erfahrungsgemäss nützlich wirkendes  magnetisches Feld kann auch durch eine das       Strahlungsgefäss    umgebende Spule erzeugt  werden. Das magnetische Feld kann auch  ganz ausserhalb des Entladungsgefässes, näm  lich im Reaktionsraum auf die Elektronen  strahlen wirken. Das kann beispielsweise so  erfolgen, dass das Innere eines auf das       Lenard'sehe    Fenster aufgesetzten Hohlzylin  ders, welcher von einer Magnetspule umgeben  ist, als Reaktionsraum dient. Derartige in  Richtung der Elektronenstrahlen verlaufende  magnetische Felder bewirken,     wie    bekannt,  eine Konzentrierung der Elektronenstrah  lung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Beeinflussung des Zustan des von Stoffen bezw. Stoffgemischen mit- telst Elektronenstrahlen, dadurch gekenn zeichnet, dass man ausserhalb des zu beein flussenden Stoffes oder Stoffgemisches ent stehende Elektronenstrahlen, deren Elektro nen- künstlich erzeugte hohe Potentialdiffe renzen durchlaufen, durch ein Lenard'sches Fenster in einen jenen Stoff oder jene i@li- schung enthaltenden Raum, im folgenden Re aktionsraum genannt, eintreten und darin auf den betreffenden Stoff oder die betreffende Mischung einwirken lässt.
    UN TERAN SPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man in einem evakuierten Entladungsgefäss Kathoden strahlen erzeugt und diese durch das Lenard'sche Fenster in den Reaktions raum eintreten lässt. ?. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung eines Gemisches aus Kat hodenstrahlen und aus Betastrahlen radioaktiver Stoffe. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Elek tronenstrahlen innerhalb des Reaktions raumes durch ein elektrostatisches Feld beeinflusst werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die Elektronenstrahlen durch das elektrostatische Feld beschleunigt wer den. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Elektro nenstrahlen im Innern des Entladungs gefässes der Einwirkung eines magneti schen Feldes von gleichbleibender Rich tung ausgesetzt werden, wobei der Strah lenerzeuger in eine das magnetische Feld erzeugende Spule eingeschoben ist. G.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Elektro nenstrahlen im Innern des Reaktions raumes der Einwirkung eines magneti schen Feldes von gleichbleibender Rich tung ausgesetzt werden, wobei das Innere eines auf das Lenard'sche Fenster aufge setzten und von einer Magnetspule umge benen Rohres den Reaktionsraum bildet, worin die durch das Fenster hindurchge drungenen Elektronenstrahlen wirksam werden. i. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Elektro nenstrahlen im Innern des Entladungs gefässes der Einwirkung eines ein mag netisches Drehfeld erzeugenden Elektro magneten ausgesetzt werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Elektro nenstrahlen im Innern des Reaktionsrau mes der Einwirkung eines ein magne tisches Drehfeld erzeugenden Elektro magneten ausgesetzt werden. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass im Reaktions raum ein geringerer als Atmosphären druck aufrecht erhalten wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der zu beein flussende Stoff in ununterbrochenem Strom durch den Reaktionsraum geführt wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass der zu beeinflussende Stoff im Gegenstrom zu den Elektronenstrahlen geführt wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der zu beein flussende Stoff in Gegenwart von Kata lysatoren mit Elektronenstrahlen be handelt wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet;
    dass sie aus einem einen Elek- tronenstrahlen-Erzeuger enthaltenden Gefäss, in folgendem Strahlungsgefäss genannt, und einem zur Aufnahme des zu beeinflussenden Stoffes bezw. Stoffgemisches bestimmten Ge fäss, im folgenden Reaktionsgefäss genannt, besteht, die durch ein Lenard'sches Fenster verbunden sind. UN TERANSPRÜOHE 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Strah lungsgefäss aus einem evakuierten, eine Kathode und eine Anode enthaltenden Entladungsgefäss besteht. 14.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass das Reaktionsgefäss die Form einer über das Lenard'sche Fenster ge stülpten, mit dem Strahlungsgefäss- luft dicht verbundenen Glocke besitzt. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1.3, dadurch gekennzeich net, dass die Kathode als Glühkathode ausgebildet ist. 16. Vorrichtung nach Patentanspruch ]EI und den Unteransprüchen 13 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühkathode mit Metalloxyd bedeckt ist. 17.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass für die Glühkathode eine eigene Heizvorrichtung angeordnet ist. 18. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass die Kathode mit einer ss-Strahlen aussendenden radioaktiven Substanz be deckt ist. 19.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 1.5, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühkathode aus n-Leitern besteht, von denen jeder in je eine Phase eines n-phasigen Heizstromes eingeschaltet ist. 20. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühkathode die Sekundärw=icklung eines Transformators bildet und durch die in letzterer induzier ten Ströme geheizt wird. 21.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13, 15 und 20, da durch gekennzeichnet, dass der Transfor mator ein Mehrphasentransformator ist. 22. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass im Reaktions- gefäss eine Elektrode angeordnet ist, die ein gegenüber dem Elektronenerzeuger positives Potential besitzt.
    2$. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich net, dass die im Reaktionsgefäss befind liche positive Elektrode dem Lenard'- schen Fenster im wesentlichen parallel angeordnet ist und ein höheres Potential besitzt als die im Strahlungsgefäss be findliche Anode. 24. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung der im Reaktionsraum befindlichen positiven Elektrode vom Lenard'schen Fenster ein stellbar ist.
    ?5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Le- nard'schen Fenster und der positiven Elektrode eine gitterförmige Zwischen elektrode angeordnet ist, deren Potential zwischen demjenigen der im Strahlungs gefäss eingeschlossenen Anode und dem jenigen der erstgenannten positiven Elek trode liegt. 26. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich net, dass das Lenard'sche Fenster auf der der positiven Elektrode zugekehrten Seite mit Spitzen besetzt ist. 27.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, dass die positive Elek trode an einem hohlen, längsverschieb baren Träger angebracht ist. 28. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein das Le- nard'sche Fenster bildendes Blech mit eingeprägten Versteifungsrippen versehen ist. 29. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass auf ein das Lenard'sche Fenster bildendes Blech ein Drahtnetz behufs Versteifung aufgelötet ist. 30.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Lenard'schen Fensters durch Spros sen, gegen welche sich das Fensterblech legt, in kleinere Offnungen unterteilt ist. 31. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass die Wandung des Strahlungsge fässes, abgesehen von den erforderlichen Isolierungen, ganz aus Metall besteht. 32. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und den Unteransprüchen 13 und 3l, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenard'sche Fen ster mit der Wand des Strahlungsgefässes verlötet ist. 33.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13, 31 und 32, da durch gekennzeichnet, dass für die Löt- naht zwischen dem Fenster und dem Strahlungsgefäss eine Kühleinrichtung angeordnet ist. 34. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlungsgefäss mindestens inwendig emailliert ist. 35. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode von einem Teil der Wand des Strahlungsge fässes gebildet ist. 36.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 31, bei w el- cher die Stromzuleitungen nach den im Entladungsgefäss befindlichen Elektro den durch Glasrohre nach aussen geführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den Glasrohren und der Wand des Strahlungsgefässes durch eine ringförmige Wellmembran aus einer metallischen Substanz, deren Wärmedeh nung nicht wesentlich von derjenigen des Glases verschieden ist, gebildet ist; wel che Membran mit ihrem Aussenrand mit dem Strahlungsgefäss verlötet und mit dem innern Rand in den Fuss der Glas rohre eingeschmolzen ist. 37.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13, 31 und 36, ge- kennzeichnet durch einen das Glasrohr der Stromzuleitung zur Kathode um gebenden, an der Einschmelzstelle mit diesem verschmolzenen Glasmantel, auf dessen Aussenfläche ein die Anode bilden der Metallring sitzt. 38.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlungsgefäss aus zwei konzentrischen, am untern Ende verbundenen Zylindern besteht, von denen der äussere am obern Ende durch das Lenard'sche Fenster, der innere durch ein als Glühkathode dienendes Metall blech abgeschlossen ist. 39.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13, 31 und 38, ge kennzeichnet durch ein aus zwei am einen Ende verbundenen, am andern Ende offe nen konzentrischen Zylindern bestehende, mit dem offenen Ende dem Lenard'schen Fenster zugekehrtes, der Innenform des Strahlungsgefässes nahezu angepasstes Einsatzgefäss aus Glas, das auf der Aussenwand des innern Zylinders einen die Anode bildenden 3Zetallring trägt.
CH144291D 1927-05-30 1928-04-25 Verfahren zur Zustandsbeeinflussung von Stoffen bezw. Stoffgemischen mit Hilfe von Elektronenstrahlen und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens. CH144291A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2906679A (en) * 1952-12-06 1959-09-29 Gen Electric Irradiated polyethylene
US2906678A (en) * 1952-12-06 1959-09-29 Gen Electric Process of irradiating polyethylene at elevated temperatures

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2906679A (en) * 1952-12-06 1959-09-29 Gen Electric Irradiated polyethylene
US2906678A (en) * 1952-12-06 1959-09-29 Gen Electric Process of irradiating polyethylene at elevated temperatures

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