CH144321A - Verfahren zur Herstellung von haltbaren Diazolichtbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von haltbaren Diazolichtbildern.

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CH144321A
CH144321A CH144321DA CH144321A CH 144321 A CH144321 A CH 144321A CH 144321D A CH144321D A CH 144321DA CH 144321 A CH144321 A CH 144321A
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Aktiengesellschaft Kalle Co
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Kalle & Co Ag
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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  verfahren zur Herstellung von haltbaren     Diazolichtbildern.       Es ist bekannt, lichtempfindliche Schich  ten unter Verwendung von     Diazoverbindungen     herzustellen. Man hat sowohl     Diazoverbin-          dungen    allein, als auch     Diazoverbindungen     in Gemeinschaft mit     Azofarbstoffkomponenten     den verschiedensten Stoffen, welche lichtemp  findlich gemacht werden sollen, wie z. B.  Papier, Filmen oder Textilien einverleibt.  



  Lichtempfindliche Schichten, die neben  der     Diazoverbindung    auch eine     Azokompo-          nente    enthalten, bringen den Vorteil mit     sich,     dass bereits die     Einwirkung    von alkalischen  Gasen, wie zum Beispiel Ammoniak, genügt,  um das Bild     hervorzurufen        (vergl.        DRP.     Nr. 386433 und Nr. 422972). Je nach der       angewandten        Diazo-    und     Azokomponente     erhält man Kopien in den verschiedensten  Farbtönen und Eigenschaften.

   Es kann nun  vorkommen, dass zum Beispiel bei längerer  Einwirkung des     Ammoniakgases    der     Grund     der Kopien mehr oder weniger stark gilbt,  oder dass in vereinzelten Fällen die Licht  echtheit der Kopien zu wünschen übrig lässt.    Es ist nun gefunden worden, dass sich diese  Erscheinungen weitgehend beheben lassen,  wenn man der Unterlage Schwefel enthaltende  Stoffe zusetzt. Diese Zusätze können sowohl  zusammen mit der lichtempfindlichen Substanz  auf die Unterlage aufgetragen oder während  der Entwicklung der auf der     Unterlage    an  gebrachten lichtempfindlichen Schicht einver  leibt werden.  



  In Betracht kommen vor allem Verbin  dungen der     Thiokohlensäure.    Hierunter wer  den solche     Kohlensäurederivate    verstanden,  bei denen der     Sauerstoff    der Kohlensäure  ganz oder teilweise durch Schwefel ersetzt  ist, wie zum Beispiel     Thioharnstoff,        Thiosin-          amin    und deren Derivate. Weiter kommen       Thioglykolsäuren        u.    a. in     Frage.    Auch kolloi  daler Schwefel zeigt bereits eine Wirkung.

    Nicht brauchbar sind natürlich Schwe  felverbindungen, die an und für sich     rnit          Diazoverbindungen    reagieren und diese in  kupplungsfähige     Verbindungen    überführen.  Im übrigen     können    neben den Schwefelver-           bindungen    der Unterlage beziehungsweise  der lichtempfindlichen Schicht, alle für die       Diazotypie    vorteilhaften Zusätze, wie zum  Beispiel Säuren, Metallsalze, Kolloide, wie       Gaelatine,        Dextrin,    oder sonstige Stoffe,

   die  die     Aufnahinefäliigkeit    der Unterlage für die  Lösung der lichtempfindlichen     Stoffe    begün  stigen, hinzugefügt werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  15 Gewichtsteile der     2-1-Diazooxyi)aphta-          lir)-4-sulfosäui#e    werden mit 3 Gewichtsteilen       Phloroglucin,    20 Gewichtsteilen     Titanammo-          niumfluorid    und 50 Gewichtsteilen     Thioharn-          stoff    in 1000 Volumenteilen Wasser gelöst  und auf Papier, Film, oder dergleichen auf  gebracht.

   Nach dem Belichten unter einem  Positiv,     Entwickelt)    in gasförmigem Alkali  und eventueller kurzer Nachbehandlung in       feuchtwarmerAtmosphäre    erhält man schwar  ze Kopien, die eine bedeutend bessere Licht  echtheit zeigen, als solche, die ohne Verwen  dung von     Thioharnstoff    als Zusatz herge  stellt sind.  



  <I>Beispiel 2:</I>  13 Gewichtsteile     Chlorzinkdoppelsalz    der       Diazoverbindung    des     2-Amino-5-äthylamino-          1-toluols        werdet)    mit 2,5 Gewichtsteilen       Phloroglucin,    60 Gewichtsteilen Borsäure, 50  Gewichtsteilen Weinsäure, 50 Gewichtsteilen  Aluminiumsulfat, 30 Gewichtsteilen     Thio.          harnstoff    in 1000 Volumenteilen Wasser ge  löst.

   Bringt man die Lösung auf Papier oder  dergleichen auf, so erhält     matt    nach der Be  lichtung und Entwicklung schwarze Kopien,  die selbst bei langem Liegen in Ammoniak  nicht im Weiss     nachgilben    und sich auch bei  längerem Liegen am Tageslicht wesentlich  günstiger verhalten, als Kopien von Schichten,  die ohne Verwendung von     Thioharnstoff    her  gestellt sind.  



  <I>Beispiel 3:</I>  13 Gewichtsteile     Chlorzinkdoppelsalz    der       Diazoverbindung    des     2-Aniirio-5-äthylamino-          1-toluols        werdet)    mit 1,6 Gewichtsteilen       Phloroglucin,    1 Gewichtsteil     Resorcin    einer         Auflösung    von 120 Gewichtsteilen Borax,  100 Gewichtsteilen     Weinsteinsäure,    50 Ge  wichtsteilen Aluminiumsulfat, 20     (iewielits-          teilen        Thioliarnstoff,

      20 Gewichtsteilen     Dextrin     hinzugefügt und diese Lösung auf oder in  einen Träger, zum Beispiel Papier oder Film  wie üblich gebracht.     111:an    erhält mit dieser  Lösung schwarze Kopien von ganz ähnlichem  Verhalten, wie die in Beispiel 2 beschriebenen.

    <I>Beispiel 4:</I>  25 Gewichtsteile     Chlorzinkdoppelsalz    der       Diazoverbindung    des     5-Amino-2-äthylamirio-          1-toluols    werden mit 5 Gewichtsteilen     Re-          sorcin,    60 Gewichtsteilen Weinsäure, 25 Ge  wichtsteilen Zitronensäure, 50 Gewichtsteilen  Aluminiumsulfat und 40 Gewichtsteilen     Thio-          harnstoff    in     1.000    Volumenteilen Wasser  gelöst und auf Papier und dergleichen aufge  bracht. Nach der Belichtung und Entwick  lung erhält man braune Kopien, die im Weiss  nicht     nachgilben.     



       Beispiel   <I>5:</I>  12 Gewichtsteile     Diazoverbindupg    des p  Amidodipher)ylamins werden mit 16 Gewichts  teilen     2:Oxynaphtalin-3:6-disulfosäure    R,  30 Gewichtsteilen     1:3:6-Naphtalintrisulfo-          säure,    30 Gewichtsteilen Weinsäure, 30     C-re-          wichtsteilen    Aluminiumsulfat, 30 Gewichts  teilen     Thioharnstoff    und 10 Gewichtsteilen       Thiosinamin    in 1000 Volumenteilen Wasser  gelöst und auf Papier oder dergleichen auf  gebracht.

   Nach der Belichtung und Entwick  lung erhält man blaue Kopiert, die sich bei  längerem Liegen am Tageslicht im Grund  und der Echtheit des Farbstoffes bedeutend  günstiger verhalten als Kopien von Schichten,  die ohne Verwendung von schwefelhaltigen  Verbindungen hergestellt sind.  



  <I>Beispiel 6</I>  15 Gewichtsteile des Sulfates der     Diazo-          v        erbindurig    aus     Aminodiphenylamin    und 40     gr     Weinsäure werden in 1 Liter Wasser gelöst  und diese Lösung auf Papier aufgetragen.  Das so präparierte Papier wird nach dem  Trocknen und Belichten mit einer Lösung      entwickelt, die 70     gr    Natriumkarbonat, 100     gr     Kochsalz, 7     gr        Phloroglucin    und 37     gr        Thio-          harnstoff    enthält.

   Es entsteht ein schwarzes       gut    haltbares Bild.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von haltbare; Diazolichtbildern, dadurch gekennzeichnet, dass man der Unterlage Schwefel enthaltende Stoffe zusetzt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mau die Schwefel enthaltenden Stoffe auf die bereits sensi bilisierte Unterlage aufbringt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Schwefel enthaltende Stoffe Ab kömmlinge der Thiokohlensäure verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprach 1, dadurch gekennzeichnet., dass man als Schwefel enthaltenden Stoff Thio- harnstoff verwendet.
CH144321D 1928-02-16 1929-01-31 Verfahren zur Herstellung von haltbaren Diazolichtbildern. CH144321A (de)

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