Anordnung zum Zu- und Abschalten von Regelstufen. Bei bekannten Anordnungen, die zum Zu- und Abschalten von Regelstufen dienen, liegen die Erregerspulen umschichtig an je einer von zwei abwechselnd unter Spannung gesetzten Leitungen. Diese Leitungen sind im folgenden Sammelleitungen genannt. Die bekannten Anordnungen dieser Art haben aber den Nachteil, dass die Regelung nur zum Einschalten stufenweise betätigt werden kann. Wenn ausgeschaltet werden soll, müs sen sämtliche Stufen gleichzeitig ausgeschal tet werden.
_iufga.be der Erfindung ist es, ohne allzu verwickelte Schaltungen sowohl das Ein sehalten, wie das Ausschalten stufenweise vorzunehmen.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfin rlung dadurch gelöst. dass Schaltapparate ver- ,##@,c=ndet werden, deren Anker in an sich be kannter Weise in der einmal eingenommenen Lage, auch bei Aufhören des Erregerstromes, liegen bleiben. Dadurch gelingt es mit ziem lich einfachen Mitteln, die Stufen eine nach der andern beliebig einzuschalten und auszu schalten. Die Schaltapparate können dabei mit gegenseitigen Verriegelungen versehen werden. Die Sammelleitungen werden. zweck mässig durch ein Uhrwerk in gleichmässigen Zeitabständen umgeschaltet.
Um in beson deren Fällen alle Stufen auf einmal ohne Zeitverzögerung einschalten zu können, wird zweckmässig ein Schalter vorgesehen, der beide Sammelleitungen gleichzeitig unter Spannung setzt. Ausser den beiden Sammel- leitungen werden eine Ein- und eine Aus schaltleitung vorgesehen, von denen die erste den Einschaltspulen und die zweite den Aus schaltspulen den Erregerstrom zuführt.
Die Anordnung gemäss der Erfindung kann zur stufenweisen Regelung von elek trischen Maschinen, Apparaten und Fernlei tungen Verwendung finden. Das Ein- und Ausschalten der einzelnen Stufen wird dabei zweckmässig selbsttätig in Abhängigkeit von irgendwelchen elektrischen Grössen gesteuert.
Die Abb. 1, 2 und 3 zeigen Ausführungs beispiele der Erfindung für die Spannungs regelung auf langen Leitungen mittelst Kom- pensierungseinrichtungen, die in einzelne Stu fen unterteilt sind. Die Kompensieriings- einrichtungen bestehen zweckmässig aus Dros selspulen, die stufenweise mit Zeitverzöge rung geschaltet, und zwar in gleicher Weise ein- und ausgeschaltet werden.
Um eine gleichmässige Inanspruchnahme der Drossel spulen zu erzielen, trifft man die Anordnung zweckmässig so, dass die Drosselspulen einer ssompensierungseinrichtung gegenseitig ver- vertauscht werden können.
In Abb. 1 ist 2 die Netzleitung, die der Einfachheit halber einphasig dargestellt ist. An dieser liegt die Kompensierungseinrich- tung, die aus den einzelnen Drosselspulen 31 bis 36 besteht, die über die Schalter 4, 5, 6, 7, 8, 9 eingeschaltet werden können. Die Schalter werden durch die Einschaltspulen 41, 51, 61, 71, 81, 91 bezw. die Ausschalt spulen 42, 52, 62, 72, 82, 92 gesteuert.
Das eine Ende der Einschaltspulen 41, 61, cl und das eine Ende der Ausschaltspulen 52, 72, 92 liegen an einer Sammelleitung 10, während an der andern Sammelleitung 11 das eine Ende der Ausschaltspulen 42, 62, 82 und das eine Ende der Einschaltspulen 51, 71, 91 liegen. Die zweiten Enden aller Einschalt spulen 41, 51, 61, 71, 81, 91 liegen an der Leitung 14 (Ein,-chaltleitung), die zweiten Enden aller Ausschaltspulen 42, 52, 62, 72, 82, 92 liegen an der Leitung 15 (Ausschalt leitung).
In der Sammelleitung 10 liegt die Erregung des Zeitrelais 13, das einen in der Leitung 11 liegenden Kontakt steuert; in der Sammelleitung 11 liegt die Erregung des Zeitrelais 12, welches einen Kontald in dar Sammelleitung 10 steuert. Die Erregung jedes der Zeitrelais kann auch vom Strom in der Sammelleitung mittelbar erfolgen. Ferner ist bei dem gezeichneten Ausfüh rungsbeispiel ein Spannungsrelais 16 vorge- sehen, das entweder die eine oder die andere Schaltleitung 14 oder 15 an Spannung legt. je nachdem ein Zu- oder Abschalten der Drosseln erfolgen soll.
Das Spannungsrelais 16 hat eine Ruhe- und zwei Arbeitsstellun gen. wobei in der einen Arbeitsstellung die Schaltleitung 14, in der andern die Schalt leitung 15 eingeschaltet wird. Das Relais wird von der Netzspannung erregt. Bei nor inaler Spannung ist keine der beiden Schalt leitungen eingeschaltet. Bei Erhöhung oder Erniedrigung der Spannung schaltet das Re lais entweder die Schaltleitung 14 oder 15 ein. Die Schalter besitzen die Verriegelungs- kontakte <B>213,</B> 53, 63, 73, 83, 93 für die Ein scb.altspulen und 51-, 64, 74, 84, 94 für die Ausschaltspulen.
Bei Ein- bezw. Ausschal ten eines Schalters überbrückt dieser die von ihm gesteuerten Verriegelungskontakte für die Ein- bezw. Ausselialtspulen, wodurch die Ein- bezw. Ausschaltspulen des in der Schaltfolge folgenden Schalters an die Ein- bezw. Ausschaltleitung gelegt wird. Ferner besitzen die Schalter noch die Selbstunter- brechungskontakte 45, 55, 65, 75, 85, 95 für die Einschaltspulen und 46, 56, 66, 76, 86, 96 für die Ausschaltspulen.
Beim Einschalten der einzelnen Schalter werden die Kontakte 4.5, 55, 65. 75, 85, 95, und dadurch der Stromkreis für die Einschaltspulen 41, 51, 61, 71, 81, 91, beim Ausschalten werden die Kontakte 46, 56, 66, 76, 86, 96 und damit der Stromkreis der Ausschaltspulen 42, 52, 62, 72, 82, 92 geöffnet. Das Einschalten eines der Schalter, zum Beispiel des Schal ters 5, erfolgt über die Einschaltleitung 14, über die Verriegelungskontakte 43 des vor hergehenden Schalters 4, über die Selbst unterbrechungskontakte 55, Einschaltspule 51, Sammelleitung 11.
Das Ausschalten des Schalters erfolt über die Ausschaltleitung 15, über rlie Verriegelungskontakte 64 des Schalters 6, über die Selbstunterbrechungs- kontakte 56, Spulen 52 und Sammellei- tung 10.
Die Ein- bezw. Ausschaltung der andern Schalter erfolgt ähnlich über die Ein- bezw. Ausschaltleitung, über die Verriegelungskontakte des vorher ein- bezw. ausgeschalteten Schalters, über die eigenen Selbstunterbrechungskontakte, Ein- bezw. Ausschaltspulen und Sammelleitung 10 oder 11. Ferner kann noch ein Überspannungs- relais 17 vorgesehen sein, das, wenn es an spricht, die Steuerkontakte der Zeitrelais überbrückt und die gegenseitigen Verriege lungen der einzelnen Schalter aufhebt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Bei voller Belastung der Netzlei tung ist der Spannungsabfall etwa so gross. dass er gerade durch den Ferrantieffekt wieder ausgeglichen werden kann. Folglich sind sämtliche Drosselspulen von der Netzleitung abgeschaltet. Das Spannungsrelais steht in der Ruhestellung. Steigt aus irgend einem Grunde, zum Beispiel infolge Verringerung der Leistung, die Spannung, so schliesst das Spannungsrelais 16 den Einschaltkontakt für die Einschaltleitung 14.
Es fliesst jetzt ein Strom von der Batterie durch die im Ruhezustand geschlossenen Kontakte des Zeitrelais 12, durch die Erregerspule des Zeitrelais 13, durch die Einschaltspulen 41 über die Selbstunterbrechungskontakte 45 zur Einschaltleitung 14 und über den Einschalt kontakt des Spannungsrelais 16 zurück zur Batterie. Infolge Erregung der Einschalt spule 41. wird der Schalter 4 eingeschaltet, arterbricht den Stromkreis seiner Einschalt spule 41 und überbrückt die Verriegelungs- kontakte 43, so dass der nächste Schalter zum Einschalten vorbereitet ist.
Dieser kann aber nicht eingeschaltet werden, da das Zeitrelais 13 bei Erregung den von ihm gesteuerten Kontakt und damit die Leitung 11 geöffnet hat. Erst wenn nach Ablauf des Zeitrelais 13 dessen Steuerkontakt wieder geschlossen wird, wird die Leitung 11 an Spannung ge- legt..und der nächste Schalter 5 wird einge schaltet, falls die Einschaltleitung noch durch das Spannungsrelais 16 eingeschaltet ist.
Es fliesst dann ein Strom über die Steuer batterie, Erregerspulen des Zeitrelais 12, Steuerkontakte des Zeitrelais 13, Sammellei- tung 11, Einschaltspule 51, Selbstunterbre- chungskontakte 55, Verriegelungskontakte 43, Schaltleitung 14, Spannungsrelais 16 zur Steuerbatterie zurück. Der Schalter 5 unter bricht beim Einschalten den Stromkreis sei ner Einschaltspule 51 und schliesst die Ver- riegelungskontakte 53, so dass der nächste Schalter zum Einschalten vorbereitet wird. Dieser kann aber noch nicht eingeschaltet.
werden, da das Zeitrelais 1.2 bei Erregung den von ihm gesteuerten Kontakt und damit die Leitung 10 geöffnet hat. Erst nach Ab lauf des Zeitrelais wird die Leitung 10 ge schlossen und der Schalter 6 eingelegt. Die Einschaltung der einzelnen Schalter setzt sich so lange fort, bis die gewünschte Netz spannung erreicht wird. Sie findet also bei dem in der Abbildung dargestellten Ausfüh rungsbeispiel von links nach rechts statt. Fällt jetzt infolge gesteigerter Leistungs abgabe die Netzspannung, so werden die Schalter der einzelnen Drosselspulen in ähn licher Weise, aber von rechts nach links, ausgeschaltet.
Bei plötzlichem Anstieg der Spannung tritt das Relais 17 in Tätigkeit, welches die Steuerkontakte des Zeitrelais und ferner die Verriegelungskontakte der einzelnen Schalter überbrückt, so dass alle Schalter gleichzeitig eingeschaltet werden. Das Span nungsrelais kann auch so geschaltet werden, dass bei plötzlicher Verringerung der Span nung alle Schalter gleichzeitig ausgeschaltet werden.
An Stelle die Schalter unmittelbar über die Zeitrelais zu steuern, kann auch eine mit telbare Steuerung vorgesehen werden. wobei an Stelle der Schalter Relais treten, die mit einer Ein- und einer Ausschaltspule versehen und so eingerichtet sind, dass ihr Anker in der einmal erreichten Schaltstellung liegen bleibt und welche die Schalter für die Dros selspulen steuern.
In Abb. \? ist ein anderes Ausführungs beispiel der Erfindung dargestellt, bei der die Zeitverzögerung durch zwei Zeitrelais, die bei Erregung nach einer einstellbaren Zeit ihren Steuerkontakt schliessen, in Verbindung, mit zwei Zwischenrelais erfolgt. Die Erre gung jedes dieser Zwischenrelais liegt mittel bar oder unmittelbar in der einen Sammel. leitung. In der andern Sammelleitung liegt sein Ruhekontakt, der bei Erregung des Zwischenrelais sich öffnet und sich nach einer von dem zugehörigen Zeitrelais beding ten einstellbaren Zeit wieder schliesst.
Jedes Zwischenrelais besitzt noch einen Arbeitskontakt, durch dessen Schliessen ein Haltestromkreis für das betreffende Relais über einen Widerstand geschlossen wird. Gleichzeitig wird beim Schliessen dieses Ar beitskontaktes die Erregung des zugehörigen Zeitrelais an Spannung gelegt. Dieses Zeit relais schliesst nach seinem Ablaufen die Er- regung des Zwischenrelais kurz, so dass die ses abfällt, seinen Ruhekontakt schliesst und die betreffende Sammelleitung wieder au Spannung legt.
Die Bezeichnungen stimmen 'mit Abb. 1 überein. 10 und 11 sind Sammelleitungen, 14 und 15 die Schaltleitungen, in welche, wie bei der Anordnung nach Abb. 1, die Ein schaltspulen 41 bis 91 und die Ausschalt spulen 42 bis 92 der Schalter 4 bis 9 ange schlossen sind. 16 ist ein Relais, welches von der Netzspannung gesteuert wird und bei Erhöhung der Spannung die "Ein"-Schalt- leitung 14, bei Erniedrigung die "Aus" Schaltleitung 15 an Spannung legt. In der Sammelleitung 10 liegt die Erregung des Zwischenrelais 22, in der Sammelleitung 11 liegt sein Ruhekontakt 26, der bei Erregung des Relais diese unterbricht und sie nach dem Abfallen des Relais wieder an Span nung legt.
In der Sammelleitung 11 liegt die Erregung des Zwischenrelais 23, in der Sam- melleitung 10 sein Ruhekontakt 29. Zu dem Zwischenrelais 22 gehört das Zeitrelais 21, zu dem Zwischenrelais 23 das Zeitrelais 2.1. Jedes Zwischenrelais besitzt ferner noch einen Arbeitskontakt 27 bezw. 30, durch dessen Schliessen über einen Widerstand 12 bezw. 13 ein Haltestromkreis für das betref fende Relais geschlossen und gleichzeitig die Erregung des zugehörigen Zeitrelais 21 bezw. 24 an Spannung gelegt wird.
Durch Schlie ssen des Kontaktes 25 bezw. 28 nach Ablauf der Zeitrelais 21 bezw. 24 wird die Erregung der Zwischenrelais 22 bezw. 23 kurzgeschlos- sen und diese dadurch zum Abfallen ge bracht und die betreffende Sammelleitung wieder an Spannung gelegt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Steigt die Spannung des Netzes, so schliesst das Relais 16 die Einschaltleitung 14. Es fliesst ,jetzt ein Strom von der Bat terie über den Ruhekontakt 29 des Zwischen relais 23 durch die Erregung des Zwischen relais 22, Sammelleitung 10, Einschaltspule 41, Selbstunterbrechungskontakte, Schaltlei tung 14 und über das Relais 16 zurück zur Batterie. Hierdurch wird der Schalter 4 ein geschaltet und in bekannter Weise der nächste Schalter zum Einschalten vorberei tet. Dieser kann aber noch nicht eingeschal tet werden, da das Zwischenrelais 22 seinen Ruhekontakt 26 geöffnet und dadurch die Sammelleitung 11 unterbrochen hat.
Gleich zeitig mit der Öffnung des Ruhekontalz:tes hat das Zwischenrelais 22 seinen Arbeits kontakt 27 und damit einen Haltestromkreis von der Batterie über den Kontakt 27, Wi derstand 12, Erregung von Relais 22 zurück zur Batterie geschlossen. Das Relais bleibt also in der einmal erreichten Schaltlage lie <B>ge</B> Durch Schliessen des Arbeitskontaktes 27 wird ferner das Zeitrelais 21 erregt und läuft ab. Nach dem Ablaufen schliesst es seinen Kontakt 25 und schliesst dadurch. die Erregung des Relais 22 kurz.
Dieses fällt ab und legt die Leitung 11 wieder an Span nung, wodurch der nächstfolgende Schalter 5 eingeschaltet und das Zwischenrelais 23 er regt wird. Dieses unterbricht, durch Öffnen seines Ruhekontaktes 27 die Sammelleitune 10, schliesst seinen Arbeitskontakt 30 und damit den Haltestromkreis über diesen Kon takt. Widerstand 13. Erregung des Relais 23 zurück zur Batterie und schaltet die Erre gung des Zeitrelais 24 ein. Nach dem Ab laufen dieses Zeitrelais wird der Kontakt 28 geschlossen und die Erregung des Relais kurzgeschlossen und dieses zum Abfallen ge bracht.
Dadurch wird die Leitung 10 wie- c?er an Spannung gelegt und Schalter 6 eis geschaltet. Das Spiel setzt sich so lange fort, bis die normale Spannung wieder er reicht ist.
An Stelle der beschriebenen Verzöge rnngseinriebtungen kann das periodische Um schalten der Sammelleitungen auch von einem Umschaltrelais vorgenommen werden, das so eingerichtet ist, dass sein Anker in der ein mal erreichten Schaltlage liegen bleibt und welches durch Zeitrelais zum periodischen Schaltlagenwechsel angeregt wird. Man kann bei dieser Verzögerungseinrichtung die Selbst unterbrechungskontakte der Spulen der ein zelnen Schaltapparate entbehren.
Es ist zweckmässig, für jede der beiden Schaltstel lungen des Umschaltrelais je ein Zeitrelais zu verwenden, das nach Erregung die zugehörige Schaltspule des Relais an Spannung legt; und dadurch dieses in die zugehörige Schalt lage bringt, wobei das Relais in seiner neuen Schaltlage die Erregung desjenigen Relais kurzschliesst, das seinen Schaltwechsel her vorgerufen hat und den Kurzschluss der Er regung der andern Zeitrelais aufhebt.
In Abb. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für die Spannungsregelung auf Wechselstrom-Fernleitungen dargestellt, bei der die beschriebene Verzögerungseinrich tung zum Umschalten der Sammelleitung verwendet ist. Die Verzögerungseinrichtung besteht aus dem Umschaltrelais 205 und den beiden Zeitrelais 111 und 112. Auf der Lei tung 6, welche der Einfachheit halber ein polig dargestellt ist, sind Kompensierungs- einrichtungen verteilt, die aus Drosselspulen 161, 162, 163 bestehen. Die Drosselspulen werden durch Schalter 164, 165, 166 ein- bezw. ausgeschaltet.
Diese Schalter besitzen Einschaltspulen 174, 175,<B>176</B> und Ausschalt spulen 184, 1.85, 18M welche durch die Schütze 167, 168, 169 eingeschaltet werden können. Diese Schütze sind so ausgebildet, dass ihre Anker in der einmal erreichten Schaltlage auch bei Aufhören des Erreger stromes liegen bleiben. Die Schütze besit zen Einschaltspulen<B>177,</B> 178, 179 und Aus- sehaltspulen 187, 188, 189.
Das eine Ende der Einschaltspulen des ersten, dritten, fünf ten usw. Schützes und das eine Ende der Ausschaltspulen des zweiten, vierten, sechs ten tisw. Schützes liegen an einer Sammel- leitung 10, und das eine Ende der Einschalt spulen des zweiten, vierten, sechsten usw. und das eine Ende der Ausschaltspulen des ersten, dritten, fünften Schützes an der Sammelleitung 11.
Das zweite Ende der Ein schaltspule jedes Schützes liegt über Verrie- gelungskontakte (127, 128) des in der Ein schaltfolge vorhergehenden Schützes an einer Einschaltleitung 14, das zweite Ende der Ausschaltspulen jedes Schützes liegt über Verriegelungskontakte (158, 159) des in der Ausschaltfolge vorhergehenden Schalters an der Ausschaltleitung 15.
Beim Ansprechen eines Schalters schliesst dieser die von ihm gesteuerten Verriegelungskontakte, wodurch die Schaltspule des in der Schaltfolge fol genden Schützes an die Ein- bezw. Aus schaltleitung gelegt wird. Ferner sind noch Bontakte 147, 148, 119 und 137, 138, 139 vorgesehen, durch deren Überbrückung beire Ansprechen der Schütze die Einschaltspulen 174, 175, 176 bezw. die Ausschaltspulen 184, 185, 186 der Schalter 164, 165, 166 ein geschaltet werden.
An Stelle dieser Schütze können auch normale Schütze verwendet werden, die nur so lange in einer Schaltstel lung liegen bleiben, wie sie erregt sind und welche mit einer zusätzlichen Haltewicklung und einer Gegenwicklung versehen sind. Die Haltewicklung liegt ständig an Spannung und ist so bemessen, dass sie das Schütz nach dem Anziehen unabhängig vom Wiederaus schalten des Stromes in der Erregerwicklung festhält, aber nach dem Abfallen nicht wie der anziehen kann.
Die Steuerung kann auch unmittelbar (vergl. Abb. 1) erfolgen, wobei an Stelle der Schütze Schalter treten, welche in der ein mal erreichten Schaltlage auch bei Aufhören des Erregerstromes liegen bleiben.
Das Umschaltrelais 205 legt in jeder sei ner beiden Schaltstellungen abwechselnd die eine der beiden Sammelleitungen 10 und 11 an Spannung. Für jede Schaltlage des Um schaltrelais ist ein Zeitrelais 111 bezw. 112 vorgesehen. Jedes Zeitrelais legt nach Erre- gung nach einer einstellbaren Zeit die zuge hörige Schaltspule 215 bezw. 2'25 an Span nung, wodurch das Umschaltrelais 205 in die dieser Schaltspule zugeordnete Schaltlage fällt.
In dieser neuen Schaltlage überbrückt bezw. öffnet das Umschaltrelais 205 Kon takte 255 und 265 und schliesst dadurch die Erregung des Zeitrelais, welches den Schalt lagenwechsel hervorgerufen hat, kurz und hebt den Kurzschluss für das andere Zeit relais auf.
Das Ein- bezw. Ausschalten der Ein bezw. Ausschaltleitung und die gleichzeitige Erregung eines der beiden Zeitrelais erfolgt durch die Relais 123 und 1.24. Diese besit zen Schaltspulen 133 und 134, die von einem von der Netzspannung abhängigen Relais 135 über einen Widerstand 136 an Span nung gelegt werden können. Wird die Spule 133 des Einschaltrelais 123 eingeschaltet, so legt das Einschaltrelais 123 durch Über brückung seiner Kontakte 143 die Ein schaltleitung und durch Überbrückung sei ner Kontakte 153 die Erregung des Zeitrelais an Spannung. In ähnlicher Weise wird durch das Ausschaltrelais 124 die Aus schaltleitung durch Überbrücken der Kon takte 144 eingeschaltet und durch Über brückung der Kontakte 154 die Verzöge rungseinrichtung angeregt.
Der Strom für die Erregung der verschiedenen Schaltspu len und für die Zeitrelais wird einer Span nungsquelle entnommen. In der einen (19) der beiden Zuleitungen (18 und 19) zu die ser ist ein Zeitrelais mit Ruhekontakt in Selbstunterbrecherschaltung, z. B. ein ther misches Relais 151, eingeschaltet, das bei längerer Erregung einer Schaltspule die Lei tung öffnet und eine Alarmvorrichtung aus löst.
Um bei grossen Spannungserhöhungen ein sorfortiges Einschalten mehrerer oder sämtlicher Schaltstufen zu erreichen, ist ein Relais 50 vorgesehen, das die beiden Sam- melleitungen an Spannung legt und die Ver- riegelungskontakte der Einschaltspulen über brückt. Dieses Relais kann auch so geschal tet sein, dass bei starker Verringerung der Spannung sämtliche oder ein Teil der S(Ialt- stufen ausgeschaltet werden.
Um im Fall, dass ein gegebenes Schalt kommando nicht mehr ausgeführt werden kann, weil das Ende des Regulierbereiche, erreicht ist, ein dauerndes Umsteuern der Verzögerungseinrichtung zu vermeiden, sind Endverriegelungen in Form von Kurz schlusskontakten für das Ein- und das Aus schaltrelais vorgesehen.
Das Schütz 169 besitzt Kontakte<B>129,</B> durch deren Überbrückung am Ende des Regulierbereiches die Einschalt spule 133 des Einschaltrelais 123 kurz geschlossen wird, wodurch das Einschalt relais abfällt und die Einwirkung neuer Schaltkommandos auf dieses Relais unwirk sam wird. In ähnlicher Weise besitzt das Schütz 167 Kontakte<B>157,</B> durch deren Über brückung beim Ausschalten dieses Schützes die Spule 134 des Ausschaltrelais 124 kurz geschlossen wird.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Steigt aus irgend einem Grunde die Spannung, so legt das Relais 135 die Ein schaltspule 133 des Relais 123 über den Wi derstand 136 an Spannung. Das Relais wird angezogen und legt die Einschaltleitung 1.1 durch Überbrückung der Kontakte 143 an Spannung und gleichzeitig durch Überbrük- kung der Kontakte 153 wird in der in der Abbildung dargestellten Schaltlage das Zeit relais 111 erregt. Dieses legt nach einer ein stellbaren Zeit die Schaltspule 215 an Span nung, wodurch das Umschaltrelais 205 an gezogen und durch Überbrückung der Kon takte 235 die Sammelleitung 10 an Spannung gelegt wird.
Gleichzeitig wird die Erregung des Zeitrelais 111 durch Überbrückung der Kontakte 255 kurzgeschlossen und der Kurz schluss der Erregung des Zeitrelais 112 durch Öffnen der Kontakte 265 aufgehoben. Wenn die Sammelleitung 10 an Spannung gelegt wird, wird die Einschaltspule 177 des Schüt- zes 167 erregt, das Schütz zieht an, über brückt die Verriegelungskontakte 127, wo durch die Einschaltspule 178 des darauffol genden Schützes 168 an die Einschaltleitung 14 gelegt wird. Ferner überbrückt es die Kontakte 147, durch welche die Einschalt spule 174 des Schalters 1,64 erregt wird, der die Drosselspule 161 einschaltet.
Ist durch das Einschalten der Drosselspulen die Span nung noch nicht auf ihren normalen Wert geregelt worden, so bleibt das Umschaltrelais 123 eingeschaltet, und das Zeitrelais 112 läuft ab und legt nach seinem Ablauf die Spule 225 des Umschaltrelais 205 an Span nung. Das Umschaltrelais legt jetzt die Sammelleitung 11 an Spannung, Schütz 168 und Schalter 165 werden in ähnlicher Weise eingeschaltet und die Erregung des Zeit relais 112 kurzgeschlossen und der Kurz schluss für das Zeitrelais 111 aufgehoben. Das Ausschalten der einzelnen Schalter er folgt in ähnlicher Weise.
Beim Ansprechen des Relais 50 werden die beiden Sammellei tungen 10 und 11 an Spannung gelegt und die V erriegelungskontakte 127, 12-8 über brückt, so dass die Schütze gleichzeitig ein geschaltet werden.
In Abb. 4 ist ein Ausführungsbeispiel der Verzögerungseinrichtung dargestellt, bei der das Umschaltrelais nach der Anordnung und Abb. 3 durch ein normales Relais. 320 (ein Relais, das nur so lange in einer Schalt stellung liegen bleibt, wie es erregt ist) mit zwei Umschaltkontakten in Verbindung finit zwei Halterelais 351 und 361 ersetzt ist. Das periodische Umschalten dieses Relais 320 er folgt durch die zwei Zeitrelais 331 und 341.
10 und 11 sind die Sammelleitungen, welche den Sammelleitungen 10 und 11 der Abb. 3 entsprechen. 303 ist ein Schalter, welcher dieselben Funktionen erfüllt, wie die Kon takte 153 und 154 des Ein- bezw. Ausschalt relais der Abb. 3. Die Leitung 10 ist an den Kontakt 321, die Leitung 11 an den Kon takt 322 des Relais 320 angeschlossen. Der eine Pol der Erregung der Zeitrelais 33.1 und 341 liegt über dem Umschalter 303 an der lffinusleitung, der andere Pol der Erregung des Zeitrelais 341 ist an den Kon takt 323, der andere Pol der Erregung des Zeitrelais 331 an den Kontakt 324 des Re lais 320 angeschlossen.
In unerregtem Zu stande des Relais 320 liegt die Leitung 10 an Spannung und die Erregung des Zeit relais 341 ist eingeschaltet. Ist das Zeit relais 320 erregt, so wird die Leitung 11 und die Erregung des Zeitrelais 331 einge schaltet. Das Halterelais .351 besitzt zwei Arbeitskontakte 352 und 353. Seine Erre gung wird durch den Kontakt 342 des Zeit relais 341 eingeschaltet.
Das andere Halte relais 361 besitzt einen Ruhekontakt<B>362</B> und erhält seine Erregung über den Kontakt 33'.: des Zeitrelais 331. MJird das Relais 351 er regt, so schliesst es über den Ruhekontakt 362 des Relais 361 und seinen Arbeitskon takt 353 einen Haltestromkreis für seine Er regung und schaltet durch den Arbeitskon takt 352 die Erregung des Relais 320 ein.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Wird der Schalter 303 eingelegt, so wird in der in der Abbildung dargestellten Schaltstellung das Zeitrelais 341 über den Kontakt 323 des Umschaltrelais 320 erregt. Nach Ablauf des Zeitrelais schliesst dieses seinen Kontakt 342 und legt dadurch die Er regung des Flalterelais 351 an Spannung. Dieses schliesst seine beiden Arbeitskontakte 352 und 353, wodurch es sich selbst über den Ruhekontakt 362 des Halterelais 361 und seinen Arbeitskontakt 353 hält und die Erregung des Relais 320 über Kontakt<B>352</B> einschaltet.
Bei Erregung dieses Relais 320 wird die Leitung 11 über den Kontakt 32'2 an Spannung gelegt, die Erregung des Zeit relais 341 aus- und die Zeitrelais 331 über den Kontakt 324 eingeschaltet. Dieses Zeit relais 331 schliesst nach einer einstellbaren Zeit seinen Kontakt 332, wodurch die Erre gung des Halterelais 361 an Spannung ge legt wird. Dieses öffnet seinen Ruhekontakt 362 und damit den Haltestromkreis für das Relais 351. Das Relais 351 fällt ab und öff net dabei seine Kontakte 352 und 353, und damit unterbricht es gleichzeitig die Erre gung des Relais 320.
Das Relais 320 fällt ab und leyt die Leitung 10 an Spannung, schaltet die Erregung des Zeitrelais 341 ein und die des Relais 331 ab. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt ist damit vollzogen und das Spiel beginnt von neuem, solange der Schalter 303 eingelegt ist.