CH144842A - Verfahren zur Herstellung von Druckgasen aus verflüssigten Gasen am Verbrauchsorte. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druckgasen aus verflüssigten Gasen am Verbrauchsorte.

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CH144842A
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Fuer Industriegas Gesellschaft
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Industriegasverwertung Mbhg
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  Verfahren zur Herstellung von     Druelzgasen    aus     verflüssigten        Gasen        arn          Verbrauchsorte.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein bereits bekannt gewordenes Verfah  ren zur Herstellung von Druckgasen, gemäss  dem ein verflüssigtes Gas mit tief liegendem  Siedepunkte in flüssigem Zustande an die  Verbrauchsstelle befördert und erst dort in  Druckgas umgewandelt und als solches in  Stahlflaschen oder sonstige Rezipienten ge  füllt wird.

   Sie bezieht sich ferner auf ein  Verfahren, bei dem das verflüssigte Gas an  der Verbrauchsstelle in der Transporteinrich  tung zu dem     gewünschten    abzufüllenden  Druckgas vergast     wird.    Dies ist auch durch  führbar in solchen Fällen, wo am Ver  brauchsorte niedrige Betriebsdrucke (von  15     Atm.    an abwärts) gefordert werden.

   Wenn  es sich aber, wie dies heutzutage von kleine  ren und mittleren Verbrauchern verlangt  wird, darum handelt, Druckgas von 150     Atm.     Betriebsdruck herzustellen, so müssten hierzu,    falls die Vergasung in Transportbehältern  vorgenommen würde, diese zufolge der er  forderlichen starken     -N#@'andungen    so schwer  ausgeführt werden, dass die durch den Trans  port verflüssigter Gase erzielten     Vorteile     zum grössten Teile wieder aufgehoben -wer  den würden, oder aber es müsste bei jedem  einzelnen Verbraucher eine besondere Ver  gasungseinrichtung aufgestellt werden.

   Das  Verfahren wurde dann auch so gehandhabt,  dass die flüssigen Gase nach der beliebig weit  entfernten Verbrauchsstelle in flüssigem Zu  stande transportiert und vom Transportgefäss  aus aber durch     Überfülleinrichtungen    als  Flüssigkeit in die einzelnen Verbraucherein  richtungen, sogenannte Kaltvergaser (bei  grossen Kunden) und Warmvergaser (bei  mittleren und kleinen Kunden) gebracht       wurden,    wo dann die Umwandlung in kom  primiertes Gas, bei ersterer Vergaserart     etwa         bis zu 30     Atm.    und bei letzterer Vergaserart  bis zu 150     Atm.    erfolgt. Das war der Stand  der Technik bis heute.  



  Um     nun    in der Lage zu sein, das ver  flüssigte Gas an der Verbrauchsstelle augen  blicklich in Druckgas von dem erwünschten  Druck (bis zu 150     Atm.)        umwandeln    zu kön  nen,     wird    gemäss dem vorliegenden Verfah  ren das verflüssigte Gas aus dem Flüssig  keitsbehälter der     Transporteinrichtung    durch  eine Pumpe in einen an der Einrichtung  angeordneten Vergaser gedrückt.  



       Zweckmässigerweise    wird auch der Druck  des Gases im Flüssigkeitsbehälter dazu be  nutzt, die Pumpe, die die Flüssigkeit aus die  sem Behälter nach dem Vergaser fördert, an  zutreiben.  



  Es ist auch schon eine stationäre, in Ver  bindung mit einer     Luftverflüssigungs-        bezw.     Trennanlage arbeitende     Druckgaserzeugungs-          anlage    bekannt geworden, bei welcher eine  Pumpe das verflüssigte Gas aus dem unter       Atmosphärendruck    stehenden Sammelraum  ansaugt und durch einen     Austauscher    drückt,  wo es einen Teil seiner Kälte an die der  Trennanlage zuströmende Luft abgibt und  verdampft. Das Gas     wird    alsdann durch einen  weiteren     Wärmeaustauscher    getrieben, in  dem es wiederum Kälte im Gegenstrom auf  die der Trennanlage zufliessende Luft über  trägt.

   Das erzeugte Druckgas wird hier aber  von der Erzeugungsstelle nach der alten,  längst überholten Methode in Stahlflaschen  an die Verbrauchsstelle befördert.  



  Eine Einrichtung zur Ausführung des  Verfahrens ist auf der beiliegenden Zeich  nung in einem     Längsschnitt    dargestellt.  



  Bei dieser Einrichtung sind die Flüssig  keitspumpe b und der Vergaser c neben dem  die Flüssigkeit     enthaltenden    Behälter a an  geordnet, wobei die Pumpe b mit dem Be  hälter<I>a</I> durch eine Zuleitung<I>d</I> verbunden  ist, durch die sie die Flüssigkeit ansaugt.  Ferner ist die Pumpe b mit dem 'Vergaser     c          durch    eine Druckleitung e verbunden, durch  die sie die Flüssigkeit unter Druck in den  Vergaser c presst, in welchem die Flüssig  keit dann durch Verdampfung auf Ver-         brauchsgas    von gefordertem Druck gebracht  wird.

   Die Verlängerung     %    der Kolbenstange /'  der Flüssigkeitspumpe b wird durch einen  Exzenter     7r    von einem nicht dargestellten  Krafterzeuger aus angetrieben. Diese Kolben  stange f weist ferner ausserhalb der Pumpe b  einen Kolben g auf, der sich in einem Zy  linder     h    bewegt. Dieser Zylinder     lz    besitzt  im Boden<I>w</I> und im Deckel<I>v</I> Verbindungs  leitungen     ,x,    1, die ihn mit dem oberhalb der  Flüssigkeit befindlichen Raum q des Flüssig  keitsbehälters verbinden.

   Diese Leitungen  weisen Ventile     n,        ra,    auf, die von der Kolben  stange f aus so gesteuert werden (nicht dar  gestellt), dass der Gasdruck des Behälters     a     die Bewegung des Kolbens f     unterstützt,    in  dem der Druck einmal vor, das andere Mal  hinter dem Kolben g zur Wirkung gelangt.  Der Auspuff .aus dem Zylinder     h    erfolgt  durch Leitungen, die ebenfalls vom Kolben g  aus gesteuerte Ventile<I>t,</I>     t,    aufweisen und  die in die gemeinsame Auspuffleitung in  führen.  



  Während des Transportes des verflüssig  ten Gases,     beziehungsweise    während kein  Abfüllen stattfindet, ist der Druck im Flüs  sigkeitsbehälter der Einrichtung beim Trans  port auf beispielsweise 5     Atm.    und bei sta  tionärer Aufstellung auf 15     Atm.    angestie  gen. Wenn nun nach Erreichung der Ver  brauchsstelle das Umfüllen durch     Ingang     setzen der Flüssigkeitspumpe b beginnt, wird  der oberhalb der Flüssigkeit im Flüssigkeits  behälter a herrschende Druck auf den Kol  ben g ausserhalb der Flüssigkeitspumpe zur  Einwirkung gebracht, so dass ein Teil der  für den Antrieb der Pumpe erforderlichen  Kraft durch den Druck der ungewollten Ver  gasungsprodukte geliefert wird.  



  Ist aus irgend einem Grunde der ober  halb der Flüssigkeit im Behälter     a    befind  liche Druck so tief gefallen, dass es sich  nicht lohnt, ihn     leim    Antrieb der Flüssig  keitspumpe b mitwirken zu lassen, so wird  die Verbindungsleitung     l    durch das Ventil<I>g</I>  geschlossen. Um in solchem Falle im Zy  linder b das Auftreten schädlicher Kompres  sion zu vermeiden, werden die am Deckel      und Boden des Zylinders     1i.    befindlichen  Ventile s,     s1    geöffnet.

   Ein in der Leitung     )1i     angeordnetes     Rückschlagventil    u verhindert  dabei, dass der in der Leitung     rrz    befind  liche Druck     bezw.    das Druckgas durch die  geöffneten Ventile s,     s1    entweicht.  



  Ist die Verbindungsleitung     t    abgesperrt,  so wirkt der im Flüssigkeitsbehälter a ober  halb     derFlüssigkeit    herrschende Druck auf die  Flüssigkeit und drückt dieselbe in die Pumpe  b: Dadurch wird der Saughub des Kolbens f  der Flüssigkeitspumpe b unterstützt und die  Antriebsmaschine der Pumpe b teilweise ent  lastet.  



  Abgesehen von dem Nutzen der wesent  lich geringeren     Transportkosten    für Gase,  die in flüssigem Zustande auf die Beförde  rungsmittel kommen, im Gegensatz zu. kom  primierten Gasen in schweren Stahlflaschen,  beträgt auch die aufzuwendende mechanische  Kompressionsarbeit jetzt am Orte des Ver  brauches, wo nur flüssiges Gas befördert zu  werden braucht, einen ausserordentlich kleinen  Bruchteil dieser Arbeit, da das Volumen bei  solchen Gasen zur Flüssigkeit sich etwa wie  800 : 1 verhält. Ferner ist auch zu berück  sichtigen, dass das flüssige Gas nach erfolg  ter Förderung durch die Flüssigkeitspumpe  teilweise oder ganz durch Selbstkompression.  lediglich     verursacht    durch Zuführung äusserer  Wärme, auf noch höheren Druck, als der  Förderdruck der Pumpe beträgt, gebracht  werden kann.

   Es erübrigt sich, noch darauf  hinzuweisen, dass auch die Druckgase, wenn  sie auf diese Weise am Orte des Verbrauches  aus Flüssigkeit gewonnen werden, vollstän  dig trocken sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Druck gasen aus am Verbrauchsorte angeliefer ten, verflüssigten Gasen mit tief liegen dem Siedepunkte, bei welchem das in einem geschlossenen Behälter einer Trans porteinrichtung, beförderte, verflüssigte Gas erst an der Verbrauchsstelle in die ser Einrichtung in Druckgas umgewan delt und als solches in Stahlflaschen oder sonstige Rezipienten gefüllt wird. dadurch gekennzeichnet, dass das ver flüssigte Gas aus dem FlüssigkeiLsicb.äl- ter durch eine Pumpe in einen an der Einrichtung angeordneten Vergaser ge drückt wird.
    II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I; gekenn zeichnet durch eine mit. dem Flüssig keitsbehälter einerseits und denn Ver gaser anderseits in Verbindung stehende Flüssigkeitspumpe. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I. da durch gekennzeichnet, dass der Druck des Gases im Flüssigkeitsbehälter dazu benutzt wird, die Pumpe, die die Flüssigkeit aus dem Behälter nach dem Vergaser fördert. an- zutreiben.
CH144842D 1929-01-05 1929-11-28 Verfahren zur Herstellung von Druckgasen aus verflüssigten Gasen am Verbrauchsorte. CH144842A (de)

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