CH144918A - Verfahren zum Löten von Metallteilen. - Google Patents

Verfahren zum Löten von Metallteilen.

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CH144918A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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  Verfahren zum Löten von     Netallteilen.       Es ist bekannt, Metallgegenstände unter  Erhitzung in einer reduzierenden Atmo  sphäre durch Einführen eines legierenden       Metalles    zwischen die Berührungsflächen zu  verbinden. Für die Verbindung von Eisen  und Stahl eignet -sich als Lot besonders gut  Kupfer, das aber sehr leichtflüssig ist. In  folgedessen müssen die Fugen durch Zusam  mendrücken der Teile derart verringert wer  den, dass     Kapillarfugen    entstehen, in die das  Lot infolge der     Kapillarwirkung    hineinge  zogen wird.  



  In denjenigen Fällen, wo die Herstellung  von     Kapillarfugen    nicht möglich ist, weil  die Teile nicht zusammengedrückt werden  können, oder weil sich beim     Zusammendrük-          ken    nur zum Teil     Kapillarfugen    bilden, kann  daher reines Kupferlot nicht benutzt werden,  weil es durch die zu weiten Fugen hindurch  laufen würde, ohne sich mit den Metallflä  chen zu legieren.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Löten von Metallteilen, deren Lötfugen    breiter als     Kapillarfugen    sind, mittelst eines  sich mit den Metallteilen legierenden Lotes  unter Erhitzen der Teile in einer reduzieren  den Atmosphäre und besteht darin, dass als  Lot eine     Kupfer-Nickel-Legierung    benutzt  wird. Die Erfindung betrifft. ferner einen  Metallgegenstand, der aus einzelnen Teilen  zusammengesetzt ist, die gemäss dem Ver  fahren zusammengelötet sind.  



  Infolge des Nickelgehaltes ist das Lot  zähflüssiger, und zwar     umsomehr,    je grösser  der Nickelgehalt ist, und zieht sich daher  auch in solche Fugen ein, welche breiter als       Kapillarfugen    sind. Die Eigenschaft einer       Kupfer-Nickel-Legierung,    im flüssigen wie  im festen Zustande aus Mischkristallen zu  bestehen, die sich mit den zu verbindenden  Gegenständen leicht legieren, ist hierbei von  Vorteil. Das zähflüssigere Lot fliesst in die  breiten Fugen langsam ein und legiert sich  mit den zu verbindenden Metallflächen.

   Es  hat sich beim Löten von     Monelmetall    mit  Kupferlot bereits gezeigt, dass durch Heraus-      lösen von Nickel aus     dein        Xonelmetall    das  Kupferlot     strengflüssiger    wird. Diese Er  scheinung wurde als nachteilig empfunden,  weil infolge Entziehung des Nickels die zu  verbindenden Teile geschwächt wurden und  das Lot nur wenig in die     Kapillarfugen    ein  drang. Die Erfindung nutzt diese bisher als  schädlich angesehene Eigenschaft des mit  Nickel angereicherten Kupferlotes bewusst  für solche Fälle aus, wo diese Eigenschaft  von Vorteil ist.  



  Da die Zähflüssigkeit des     Kupfer-Nickel-          Lotes    mit dem Nickelgehalt steigt, kann für  breitere Fugen ein grösserer Nickelgehalt be  nutzt werden. Die Erhöhung des Nickelge  haltes hat aber anderseits zur Folge, dass die  Schmelztemperatur des Lotes zunimmt. Dies  ist nicht immer erwünscht, sei es, dass man  die zu verbindenden Metallteile nicht so gro  sser Temperatur aussetzen oder zum Beispiel  den zum Löten benutzten Ofen schonen will  oder muss. In diesem Falle ist es zweck  mässig, der     Kupfer-Nickel-Legierung    minde  stens ein leichter, schmelzbares Metall zu  zusetzen. In Frage kommt ein Metall, das  die gute Legierungsfähigkeit des Lotes mit  den zu verbindenden Metallteilen nicht her  absetzt.

   Als solches Zusatzmittel kann bei  spielsweise Zink, Zinn, Blei, Aluminium  oder Kadmium dienen. Die Herabsetzung  der Schmelztemperatur des Lotes durch das  zugesetzte Metall erfolgt schneller als die  Verringerung der Zähflüssigkeit. Kommt es  weniger auf die Herabsetzung der Schmelz  temperatur an und ist nur eine Herabset  zung der Zähflüssigkeit erwünscht, so kann  der Zusatz von einem leicht schmelzbaren  Metall vorteilhafter sein als die Herabset  zung des Nickelgehaltes des Lotes.

   Solche  Fälle treten beispielsweise ein, wenn eine       Kupfer-Nickel-Legierung    mit einem sehr ge  ringen Nickelgehalt nur schwer     herstellbar     ist oder wenn eine im Handel befindliche       Kupfer-Nickel-Legierung    mit einem grösseren  Nickelgehalt aus wirtschaftlichen Gründen  benutzt werden soll.

   Die zu grosse Zähflüs  sigkeit des leichter     herstellbaren    oder vorhan  denen     Kupfer-Nickel-Lotes    kann dabei durch    Zusatz von mindestens einem leichter  schmelzbaren Metall auf das der Breite der  rüge entsprechende Mass herabgesetzt wer  den.     Umgekehrt    kann, falls die Zähflüssig  keit eines Lotes für eine zu lötende Fuge zu  gering ist, der     Niekelgehalt    entsprechend er  höht werden.  



  Das Lötverfahren eignet sich zum Bei  spiel zum Löten von Metallgegenständen, die  aus mehreren Teilen zusammengesetzt wer  den, wie von Zylinderdeckeln, Kolben und  andern Teilen von     Brennkraftmaschinen.     Diese Gegenstände können aus einzelnen  leicht     herstellbaren        Stücken    aus     Walz-    oder  Schmiedematerial, gegebenenfalls unter Ein  fügung von     Gussteilen,    zusammengelötet  werden. Bei solchen Maschinenteilen ist es  oft schwierig, an den Verbindungsstellen       Kapillarfugen    zu erhalten, weil keine Mög  lichkeit besteht, den hierzu erforderlichen  Druck anzubringen.

   Das beschriebene     Löt-          verfahren    ermöglicht die Herstellung ein  wandfreier Lötnähte zwischen sämtlichen  Bestandteilen solcher Gegenstände.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Löten von Metallteilen, deren Lötfugen breiter als Kapillarfugen sind, mittelst eines sich mit den Metallteilen legierenden Lotes unter Erhitzen der Teile in einer reduzierenden Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, dass als Lot eine Kupfer- Nickel-Legierung verwendet wird. PATENTANSPRUCH II: Gemäss dem Verfahren nach Patentan spruch I aus einzelnen Teilen zusammenge löteter Metallgegenstand. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass der Nickelgehalt des Lotes zwecks Erhöhung der Zähflüssigkeit auf das der Fugenbreite entsprechende Mass erhöht wird.
    2. Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwecks Herabsetzung der Schmelztemperatur und der Zähflüssigkeit dem Lot mindestens ein leichter schmelz bares Metall zugesetzt wird. 3. Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lot Zink zugesetzt wird. 4. Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lot Zinn zugesetzt wird. 5. Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch<B>1</B> und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lot Blei zugesetzt wird. 6. Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lot Aluminium zugesetzt wird. 7.
    Verfahren zum Löten von Metallteilen nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lot Kadmium zugesetzt wird.
CH144918D 1929-04-06 1930-01-27 Verfahren zum Löten von Metallteilen. CH144918A (de)

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