Dichtungsschale für Druckkolben, insbesondere für Druckkolben von hydraulischen Bremsvorriclituugen an Motorfahrzeugen. Die Erfindung betrifft eine Dichtungs schale für Druckkolben, insbesondere für Druckkolben von hydraulischen Bremsvor richtungen an Motorfahrzeugen.
Der Erfin dungsgegenstand zeichnet sich erfindungs gemäss dadurch aus, dass er mindestens eine quer zur Kolbenanlagefläche gerichtete Nut an der Dichtungsfläche aufweist, die von der Kolbenanlagefläche bis über den Grund der Schalenhöhlung hinaus sich erstreckt, um während des Rückganges des Kolbens den Durchtritt des Triebmittels von der Kolben anlagefläche her über die Dichtungsfläche nach dem vor der Schale befindlichen Zylin derraum zu erleichtern.
Zweckmässig weist die Dichtungsschale mehrere quer zur Kol- benanlagefläche gerichtete Nuten auf und ist auf der Dichtungsfläche noch eine Umfangs nut vorgesehen, welche die innern Enden der genannten Nuten miteinander verbindet.
Die Zeichnung, welche sich auf ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes bezieht, zeigt: Fig. 1 ein schematisches Bild einer hy draulischen Bremsvorrichtung mit dem Hauptzylinder, Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seiten ansicht des Hauptzylinders, Fig. 3 eine Vorderansicht des Ausfüh rungsbeispiels und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3. Die Dichtungsschale 13 ist in der Zeich nung an einem Druckkolben 12 einer hydrau lischen Bremsvorrichtung angebracht, wel- eber Kolben durch einen Fusshebel betätigt wird.
Die Schale liegt mit der Kolbenanlage fläche auf dem Kolben auf. Der Kolben sitzt in einem Hauptzylinder 9, welcher durch Druckleitungen mit dem Bremsgetriebe der Räder 15 verbunden ist. Die Bremsflüssig keit wird aus einem Behälter 8 geliefert, der über in der Wand des Hauptzylinders be- Eindliehe Kanäle<B>89.</B> und 3.3 mit diesem durch ein Rohr 2 7 verbunden ist. Der Kanal 32 wird während des Vorwärts- oder druck erzeugenden Hubes des Kolbens geschlossen, ist aber freigelegt, wenn der Kolben sich in seiner normalen, zurückgezogenen Lage be findet.
Der Kanal 33 steht während wesent- lieli der ganzen Hubbewegung des Kolbens mit der ringförmigen Ausnehmung 16 dessel ben in Verbindung. Ein Doppelventil 26, welches so eingerichtet ist, dass es beim An ziehen der Bremsen die Bremsflüssigkeit nach den Druckleitungen 14 und den Brems antriebzylindern der Radbremsen durchlässt, und anderseits bei Lösen der Bremsen den Rückfluss der Flüssigkeit nach dem Haupt zylinder gestattet, ist in die nach den Druck leitungen führende Bohrung des Hauptzylin ders eingeschaltet und hält durch Federdruck in den Druckleitungen und den Brems Wntriebszylindern einen kleinen überatmo sphärischen Druck aufrecht.
Es ist eine Druckfeder 42 zwischen die Schale und das vordere Zylinderende eingeschaltet.
Wenn der Kolben 12 durch den Fusshebel 19 und die Verbindungsstange 18 vorbewegt wird, wird der Kanal 32 durch die Dich tungsschale abgeschlossen und das in denn Hauptzylinder 9 befindliche Medium unter Druck über die Druckleitungen 14 in die Bremsantriebszylinder der Räder 15 ge drückt, um die Bremsen anzuziehen.
Beim Loslassen des Fusshebels 19 führt die Feder 4? den Kolben 12 und die Dichtungsschale 13 seaineller in ihre Normalstellung zurück, als (las Triebmittel über die Druckleitungen 1.1 infolge des Rückganges des Kolbens der Bremsantriebzylinder in die Normalstellung dem Hauptzylinder 9 wieder zugeführt wird. Der Kolben 12 ist mit Kanälen 34 versehen, welche von der Ausnehmung 16 nach der vordern Kolbenfläche verlaufen und den Durchtritt von Triebmittel durch den Kanal 33 und die Ausnehmung 16 nach .der Vor derseite des Kolbens ermöglichen.
Die Dich tungsschale hat jedoch in der Nähe ihres hin tern geschlossenen Endes nur eine kleine ra diale Zusammendrückbarkeit, so dass der Vor beigang von Triebmittel über die Dichtungs- fluche der Schale während ihres Rückganges in die Normalstellung nur schwer erfolgen könnte, wenn keine Nuten vorgesehen wären.
Gemäss Fig. 3 und 4 ist die Dichtungs schale an ihrer Dichtungsfläche, das heisst an der dem Zylinder anliegenden Fläche, mit mehreren quer zur Kolbenanlagefläche ge richteten Nuten 38 versehen, welche von der Kolbenanlagefläche der Schale bis über den Cxrund der Schalenhöhlung 35 hinaus sich er strecken. Ferner besitzt die aus einer Ro tationsfläche bestehende Dichtungsfläche an einer Stelle jenseits des Grundes der Höhlung 35 eine Umfangsnut 37, welche die innern Enden der Nuten 38 miteinander verbindet.
Die Nuten 38 leiten das Triebmittel von der vordern Kolbenfläche an dem Teil der Dich tungsschale vorbei, welcher die kleinste ra diale Zusammendrückbarkeit besitzt, und die Tut 3 7 verteilt dieses Triebmittel auf dem Umfang der Dichtungsschale, so dass, wenn das vordere Ende der Schale während des Rückhubes des Kolbens und der Schale in folge seiner weit grösseren radialen Zusam- mendrückbarkeit von der innern Zylinder fläche abgehoben wird, das Triebmittel freier aus der Ausnehmung 16 über die Kanäle 34 des Kolbens und die Nuten 3,8 und 37 der Dichtungsschale und um das vordere Ende der Dichtungsschale herum in den vor der Dichtungsschale liegenden Raum des Haupt zylinders gelangen kann.
Die Triebmittel- überschussmenge, welche beim Rückgang des Kolbens 12 und der Dichtungsschale 13 in die Normalstellung in den Hauptzylinder tritt, wird durch den weiteren Triebmittel rücklauf durch die Druckleitung über den Kanal 32 herausgedrückt, wenn die Kolben der Bremsantriebszylinder ihren Rückganz unter Federwirkung in die Normalstellung beendigen, nachdem der Kolben 12 und die Dichtungsschale 13 in ihre Normalstellung zurückgegangen sind. Etwaige Luftglaser.
oder Schanm, -welche den Betrieb des Brems mechanismus stören könnten, werden mit dem überschüssigen Triebmittel über den Kanal 32 aus'estossen und so automatisch entfernt. Statt mehreren Nuten 38 könnte auch nur eine einzige solche an der Dichtungsfläche der Schale vorgesehen sein.