Kühlmittelrückkülilanlage für dureh eine Brennkraftmaschine angetriebene Fahrzeuge. Die Erfindung betrifft eine Kühlmittel- rückkühlanlage für durch eine Brennkraft- maschine angetriebene Fahrzeuge mit min destens einer durch den von der Brennkraft- maschine angetriebenen Generator oder des sen Erregermaschine elektrisch angetrie benen Kühlmittelfördervorrichtung und be steht darin,
dass in die Stromzuführung der Kühlmittelfördervorrichtung eine elektrische Speicherbatterie eingeschaltet ist, zum Zweck, auch bei ausser Betrieb sich befind licher Krafterzeugungsanlage, zum Beispiel bei Talfahrt oder Stillstand der Maschine, eine energische Rückkühlung zu ermöglichen. Es kann ausser der vom Betrieb der Kraft erzeugungsanlage unabhängigen Pumpe eine weitere, vom Betrieb der Kraftmaschine ab hängige Pumpe vorgesehen sein. Die An lage ist zweckmässig mit besonderen Organen gerüstet, mittelst welchen das Kühl system der Brennkraftmaschine vom eigent lichen Rückkühlsystem abgeschaltet werden kann.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Der Antrieb des Fahrzeuges 1 erfolgt durch einen sechszylindrigen Motor 2, dessen @TTärmeenergie in einem Generator 3 in elek trische Energie umgeformt und in bekann ter, nicht näher dargestellter Weise zum An trieb der Triebachsen ausgenutzt wird. An Stelle des Motors kann natürlich auch ein aus mehreren Maschinen bestehendes Aggre gat vorgesehen sein. Ausser der Krafterzeic- gungsanla,ge 2, 3 ist eine weitere Kraft quelle in Gestalt einer Speicherbatterie -1 vorgesehen, welche in die elektrische Lei tung 23 zwischen Generator 3 oder dessen Erregermaschine und der Kühlwasserpumpe 5 eingeschaltet ist.
Zwischen dem Generator oder dessen Erregermaschine und der Batte rie 4 ist ein Laderelais 24 vorgesehen, wel ches bei Nichtbetrieb des Motors 2 eine Ent Ladung der Batterie 1, durch den Generator oder dessen Erregermaschine verhindert. An die Pumpe 5 ist die Kühlleitung "r für die Hotorzylinder 8 angeschlossen, sowie die Leitung 9 eines Behälters 10.
Die Rück kühlanlage für das Kühlmittel weist zwei Kühlsysteme 11, 12 auf, die einerseits durch Leitungen 13, 1d mit dem Behälter 10, an derseits durch eine Leitung 15 mit der Lei tung 7 und durch eine Leitung 16 mit den Kühlräumen der Zylinder 8 in Verbindung stehen. Der Kreislauf des Kühlmittels kann durch Organe 17, 1:8, die zum Beispiel als Dreiweghähne ausgebildet sein können, um gestellt werden. Am Behälter 10 ist eine Entlüftungsvorrichtung 19 vorgesehen.
Nach Fig. 2 ist ausser der von der Kraft.. erzeugungsanlage 2, 3 durch Einschaltun einer Batterie unabhängigen Pumpe 5 eine weitere Pumpe 20 vorgesehen, welche unmit telbar vom Generator 3 oder dessen Erreger maschine angetrieben wird und einerseits durch die Leitung 22 an den Behälter 10, anderseits an die Leitung 7 angeschlossen ist. Diese Pumpe könnte natürlich auch mecha nisch vom :Motor 92 angetrieben werden.
Die Anordnung der Rückkühlanlage ist grundsätzlieh die gleiche wie in Fig. 1, so dass auf der Zeichnung die entsprechenden Teile mit leichen Bezugszeichen versehen sind, Fig. ? weist gegenüber Fig. 1 den Un terschied auf, dass ein Abschlussorgan 21 zwisehen beiden Pumpen 5 und 20 vorge sehen ist, welches vorteilhaft derart ausgebil det ist, dass der Betrieb der Rückkühlanlage entweder mit der Pumpe 5 allein oder mit der Pumpe 20 allein oder auch mit zusam- rnenarbeitenden Pumpen möglich ist.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist fol gende: Das im Behälter 10 aufgespeicherte Kühlmittel wird von der Pumpe 5 durch die Leitung 9 angesaugt, bei der in Fig. 1 ge zeichneten Stellung des Organes 18 durch die Leitung 7 in die Kühlräume der Zylin der 8 gefördert und aus diesen durch die Leitung 16 und 15 in die Rückkühler 11 und 12 geleitet, in welchen es gekühlt und durch die Leitungen 13 bezw. 14 wieder in den Behälter 10 zurückgeführt wird. Ge- gebenenfalls können die Kühlräume der Mo toren vom Kreislauf dadurch abgeschlossen werden, dass das Organ 18 (Dreiweghahn) um eine Viertelsdrehung nach links gedreht wird.
Durch Verstellung des Organes 17 kann aber auch entweder der Kühler 11 oder der Kühler 12 abgeschaltet werden.
Wenn die Verbrennungskraftmaschine \? in Betrieb ist, kann .an Stelle der Batterie -1 durch. selbsttätiges Umschalten des Lade relais 24 der Generator 3 oder dessen Er regermaschine die Pumpe 5 betreiben, ebenso kann die Pumpe 20 gegebenenfalls mit der Pumpe 5 zusammen oder allein den Kühl mittelkreislauf besorgen.
Im letzteren Fall ist die Pumpe 5 durch das Organ 21 aus dein Kreislauf auszusehliessen, so dass die Pumpe 20 das Kühlmittel durch die Lei tung 22 ansaugt und in die Leitung 7 drückt, aus welcher dasselbe den gleichen Kreislauf beschreibt wie bei der Förderung vermittelst der Puinpe 5. Gegebenenfalls können die Pumpen 5 und 20 zusammen arbeiten und beide in die Leitung 7 fördern.
Wie aus dem folgenden hervorgeht, wird durch den von der Antriebsmaschine ui@ab- hängigenAntrieb der Pumpe 5 eine nennens werte Verkleinerung des Kühlers ermöglicht. Angenommen, das durch die Brennkraft- maschine angetriebene Fahrzeug habe einen Weg von A nach B zurückzulegen, dessen Fahrzeit zum Bespiel 10 Minuten betrage. Die normale Kühlwassertemperatur in A sei 50 C. die in B bezw. allgemein zulässige Höchsttemperatur 70 C.
Unter der An nahme, dass der Motor 300 PS liefere und pro PS 650 WEiStd. abzuführen seien, wäre auf der Strecke A-B 300 X 650 =195,000 WE !Std., bezw. zirka 32,500 WE pro 10 Minuten abzuführen.
Wenn nun von ss nach A ein solches Ge fälle vorhanden ist, dass der Motor nicht oder nur eine kurze Strecke in Betrieb zu sein braucht, so muss bei einer vom Motor ange triebenen Pumpe die Kühlvorrichtung der art bemessen sein, dass die Rückkühlung des Kühlmittels während der Bergfahrt, das heisst bis ss auf die Normaltemperatur von 50 C durch entsprechende Ausbildung der Kühlfläche ermöglicht wird. Um die im er wähnten Beispiel notwendigen 32,500 WE abzuführen, ist eine sehr grosse Kühlfläche notwendig, die einen umfangreichen Kühler ergibt und das tote Gewicht des Fahrzeuges erhöht.
Erfolgt aber der Umlauf entsprechend der Erfindung durch eine während Nicht betrieb des Hauptmotors von diesem unab- hängig angetriebene Pumpe, so kann auch bei abgestelltem Motor, also während der Talfahrt, Wärme abgeführt werden. Es kann ein Teil der abzuführenden Wärme während der Bergfahrt aufgespeichert werden, indem während der Bergfahrt nicht 32,500 WE ab geführt werden, sondern zum Beispiel nur die Hälfte, das heisst etwa 16,000 WE. Der Rest wird dann aufgespeichert und erst wäh rend des Stillstandes der Maschine oder wäh rend der Talfahrt abgeführt.
Der Kühler kann also derart bemessen werden, dass bei normalem Kühler ohne besondere, unab hängige Pumpe nicht 32,500 WE, sondern bei der Bergfahrt nur die Hälfte, also etwa 16,009 WE, abzuführen sind.
Die Bemessung des Kühlers kann kleiner gehalten und die Rückkühlung des Kühlmit tels dem Betrieb in weiten Grenzen angepasst werden.