CH145369A - Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge. - Google Patents
Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge.Info
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Description
Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge. In der Schweizerischen Patentschrift Nr. 142902 ist eine Bremseinrichtung für Wagenzüge beschrieben, bei denen die An hängerbremsen durch einen Tiber- oder Unter druck gelöst werden und bei denen ein Or gan der Bremseinrichtung so eingestellt wer den kann, dass bei unbelastetem oder nur we nig beladenem Anhänger nach Erreichen eines bestimmten Bremswertes das weitere Ansteigen der Bremskraft selbsttätig ge nügend verzögert wird, um ein vorzeitiges Verblocken der Räder zu verhindern, wäh rend bei Fahrten mit Vollast ein unverzöger- tes Ansteigen der Bremsstärke stattfinden kann.
Bei einer Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes des genannten Patentes ist vor das Steuerventil des Anhängers ein Luftbehälter schaltbar, so dass sich beim Bremsen des Anhängers der Druck in der Bremsleitung zum Anhänger dem Atmo sphärendruck zunächst bis zu einem bestimm ten Grade nähert, worauf dann der Druck- ausgleich weiter fortschreitet, bis bei ge nügend lange andauerndem Bremsvorgang der Atmosphärendruck in der Bremsleitung erreicht ist.
Diese Vorrichtung genügt. ihrer Aufgabe, solange die Bremse nur verhältnismässig kurzzeitig betätigt wird, weil sich innerhalb dieser kurzen Zeit der Druckunterschied, der sich zwischen der Aussenluft und der Luft im Vorschaltluftbehälter samt jener im Bremszylinder des Anhängers und der zu gehörigen Bremsleitung gebildet hat, prak tisch nicht ändert.
Anders ist dies aber, wenn zum Beispiel beim Bergabfahren an dauernd gebremst werden muss, denn dann ist genügend Zeit vorhanden, dass über die Drosselöffnung im Vorsehaltluftbehälter ein Druckausgleich im Bremssinn zwischen der Aussenluft und der Luft im Bremszylinder stattfinden kann, so da.ss die Bremskraft un erwünscht verstärkt wird und ein Festbrem sen der Räder des Anhängers nicht vermieden werden kann. Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, dass Einrichtungen vor handen sind, welche in eingeschaltetem Zu stande selbsttätig bewirken, dass die Brems kraft auf einen vorgesehenen geringeren -Wert begrenzt bleibt.
Ein Ausführungsbeispiel gemäss der Er findung ist in der Abbildung für eine vom Zugwagen aus gesteuerte Anhängerbremse gezeigt, die durch den vom Motor erzeugten Unterdruck gelöst wird.
Die Leitung a ist an die Saugleitung des Motors angeschlossen und führt zu dem Bremssteuerventil b für den Anhänger. Von diesem Ventil gehen ausserdem die Aussen luftleitung c und die Bremsleitung d weg. Die Bremsleitung d führt über die Schlauch kupplung e zum Bremszylinder im Anhänger. An die Leitung c ist ein Luftbehälter f an geschlossen. Der Behälter ist durch eine enge Öffnung g mit der Aussenluft verbunden.
Gegen diese Öffnung sucht eine Feder lt ein Ventil<I>i</I> zu drücken, von dem aus ein Seil k über eine Rolle l zu einem Kolben in führt, der in einem an die Bremsleitung angeschlos senen Zylinder 7a läuft. In der Leitung c ist ein Hahn o, durch den der zwischen deni Ventil und dem Hahn befindliche Teil der Leitung c unmittelbar mit der Aussenluft verbunden werden kann. Durch den Fuss hebel p werden zwei ineinander verschiebbare Ventilkörper<I>q</I> und<I>r</I> des Steuerventils b be dient.
Die gezeichnete Vorrichtung wirkt wie folgt: Wenn der Anhänger nur leicht beladen ist und deshalb die Bremsstärke vermindert werden soll, um die Räder beim Bremsen nicht festzustellen, stellt der Fahrer den Hahn o so ein, dass die Leitung c mit dem Behälter f verbunden ist.
Soll nun gebremst werden, so drückt der Fahrer auf den Hebel p und verbindet da durch die Leitungen c und d miteinander, während die Leitung a geschlossen wird. Infolgedessen können sich die Drücke der Luft in dem Behälter<I>f</I> und in der Leitung<I>d</I> mit angeschlossenem Anhängerbremszylinder ausgleichen. Die Bremsen des Anhängers wer den angezogen.
Der Druch im Behälter f, den Leitungen <I>c, d</I> und dem Bremszylinder des Anhängers könnte nun durch Eindringen von Aussenluft durch die Öffnung g noch weiter ansteigen, und dadurch könnte sieh die Bremsstärke in unerwünschter Weise erhöhen. Da aber der Zylinder rr mit der Leitung<I>d</I> verbunden ist, so ist mit der Verminderung des Unter druckes in der Leitung d auch der Druck unterschied zwischen den beiden Seiten des Kolbens 7n geringer geworden; infolgedessen wird bei einem gewissen Druckunterschied die Feder lt das Ventil<I>i</I> gegen die Öffnung g drücken und dieselbe verschliessen.
Dieser Zustand bleibt so lange bestehen, bis beim Lösen der Bremsen der Druck in der Lei tung c wieder so weit gefallen ist, dass die Spannung der entsprechend bemessenen Fe der 1a durch den Überdruck der Aussenluft auf den Kolben 7n übeinvunden und die Off nung g geöffnet wird. Zweckmässigerweise ist die Feder<B>16</B> so bemessen, da.ss das Öffnen der Öffnung g stattfindet, wenn der Druck in der Bremsleitung d und im angeschlos senen Bremszylinder des Anhängers zum Lö sen der Anhängerbremse ausreicht.
Der Druck im Behälter kann sich nun auf Atmosphären druck ausgleichen, so dass für die nächste Bremsung wieder die nötige Luftmenge zur Verfügung steht.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Bremseinrichtung für Wagenzüge, ins besondere Kraftwagenzüge, nach dem Patent anspruch des Hauptpatentes, dadurch gekenn zeichnet, dass durch die Druckänderung in der Bremsleitung zum Anhänger gesteuerte Einrichtungen vorhanden sind, die in ein geschaltetem Zustande das weitere Ansteigen der Bremskraft im Anhänger nach Erreichen eines bestimmten Wertes selbsttätig verhin dern, zum Zwecke, bei Fahrten mit nicht oder nur wenig beladenem Anhänger ein Verblocken der Räder verhindern zu können.UNTERANSPRUCH: Bremseinrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass der dem Steuer ventil für die Anhängerbremse vorgeschal tete Luftbehälter (f) selbsttätig mit der Aussenluft verbunden wird, wenn der Druck in der Bremsleitung den zum Lösen der Anhängerbremse nötigen Wert erreicht. hat, und selbsttätig von der Aussenluft getrennt wird, wenn der Druck unter diesen Wert sinkt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE145369X | 1929-02-02 | ||
| CH142902T | 1930-01-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH145369A true CH145369A (de) | 1931-02-15 |
Family
ID=25714143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH145369D CH145369A (de) | 1929-02-02 | 1930-01-27 | Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH145369A (de) |
-
1930
- 1930-01-27 CH CH145369D patent/CH145369A/de unknown
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