CH145681A - Schützenauswechselvorrichtung für Webstühle mit Ober- oder Unterschlag. - Google Patents

Schützenauswechselvorrichtung für Webstühle mit Ober- oder Unterschlag.

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CH145681A
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      Schützenansweehselvorrichtung    für Webstühle mit Ober- oder Unterschlag.    Gegenstand der Erfindung ist eine für  Webstühle mit Ober- oder Unterschlag an  wendbare     Schützenauswechselvorrichtung,    bei  welcher der volle Webschützen auf der einen  Seite eingesetzt und der leere gleichzeitig  auf der andern Seite ausgestossen wird.

   Die  Erfindung     umfa.sst    insbesondere     Mittel,    die  es ermöglichen, Webschützen von beliebiger  Art und Grösse zu verwenden, und die jede  Beschädigung der Webschützen- und Web  stuhlteile ausschliessen, ferner Mittel zur  Vermeidung der Entstehung von     Muster-          und    Gewebefehlern beim     Schützenauswech-          seln    und selbsttätig arbeitende Mittel zum  Abschneiden des     Schussfadenendes    der Schuss  spule des neu eingesetzten     Webschützens.     



  Die Zeichnung veranschaulicht in sche  matischer Weise eine Ausführungsform des  Erfindungsgegenstandes in Anwendung bei  einem Webstuhl mit Oberschlag und Rechts  antrieb. Es zeigt:       Fig.    1 eine Vorderansicht des Webstuhls,  gesehen im Sinne der Pfeile I -I der     Fig.    2  und 3,         Fig.    2 ' eine Draufsicht,  "     Fig.    3 eine Seitenansicht in Richtung  der Pfeile     III-III    der     Fig.    1,       Fig.    4     die    Teile der Vorrichtung bei an  gehobener     Schützenkastenvorderwand,    ent  spricht aber im übrigen der     Fig.    3,

         Fig.    5 einen Schnitt nach der Linie     a-b     in     Fig.    3,       Fig.    6 den Schützenbehälter und die zu  gehörigen Teile in Draufsicht,       Fig.    7 dasselbe in Seitenansicht in Rich  tung der Pfeile     VII-V,        Il    der     Fig.    6,       Fig.    8 einen Höhenschnitt durch den  Schützenbehälter, und zwar gemäss der Linie       VIII-VIII    in     Fig.    6,

         Fig.    9 einen Höhenschnitt nach der Linie       A-A    in     Fig.    1     (Schützenausstossseite),          Fig.    9a eine Wiedergabe des obern Endes  dieses Höhenschnittes in grösserem     Massstabe,          Fig.    10 die     Abschneidevorrichtung    und  die sie sperrenden und entriegelnden Mittel,       Fig.    11 einen Höhenschnitt nach der Linie       XI-XI    der     Fig.    10,

             Fig.    12 einen     wagrechten    Schnitt nach der  Linie     XII-XII    in     Fig.    10,       Fig.    13 die Mittel zum Abrücken der       Schützenkastenklappe,          Fig.    14 die gleichen Mittel im senk  rechten Schnitt nach der Linie     XII-XII     in     Fig.        13,          Fig.    15 die Mittel zum Ausschalten der       Regulatorbewegung    und die Mittel zum Um  schalten des Drehsinnes des Jacquard  zylinders.  



  Die im nachfolgenden beschriebene     Schüt-          zenauswechselvorrichtung    ist in Anwendung  bei einem Webstuhl mit Rechtsantrieb dar  gestellt, also bei einem Webstuhl, wo aus  dem linken Schützenkasten der leere     Web-          schützen    ausgestossen und in den rechten  Schützenkasten der volle Webschützen ein  gesetzt wird. Der besseren Übersicht halber  sind aus den Figuren die zum Verständnis  der Erfindung nicht unbedingt nötigen, bei  Webstühlen der in Frage stehenden     Art    all  gemein bekannten Teile (Schäfte, Tritte,       Schlagexzenter    usw.) weggelassen.  



  Die unten am Gestell bei<I>na</I> schwing  bar gelagerte Weblade o erhält durch die  Kurbelwelle 9 die 'erforderliche pendelnde  Vor- und Rückbewegung.     Unter    der Kurbel  welle 9 ist die untere     Webstuhlwelle    (Schlag  welle) 41a gelagert, die durch die Zahnräder  r, s     angetrieben    wird     (Fig.    1, 3, 4) und auf  welcher die in den Figuren nicht darge  stellten Schlagexzenter sitzen.

   Quer zu der  Kurbelwelle 9 und der Schlagwelle 41a ist  im untern Teile des Gestelles eine Steuer  welle 6 drehbar gelagert     (Fig.    1, 3, 4, 7, 14,  15), die durch einen auf ihr festgekeilten,  nach oben     verschwenkbaren    Kurbelarm     7a    um  etwa eine     Viertelsdrehung    zum Ausschwingen  gebracht werden kann. Zu diesem Zwecke ist  der Kurbelarm     n    an eine Stange 5     angelenkt,     die unter Einwirkung eines am Webstuhl  mestell um den Zapfen 4' schwingbar ge  lagerten Doppelhebels 4 steht.

   Dieser Doppel  hebel 4 wird durch den um die Achse 3'       schwingbar    gelagerten     Schusswächtergabel-          arm    3 bewegt     (Fig.    6), der durch die Ver  bindungsstange 1' an die     Schusswächtergabel       1 gelenkig angeschlossen ist.

   Befindet sich  der Webstuhl in gewöhnlichem Arbeitsgang,  so wird durch den     Schussfaden    a     (Fig.    7)  der Haken der     Schusswächtergabel    1 kann       jedesmaligen    Vorwärtsgang der Weblade o  in an sich bekannter Weise     emporgeschwenkt     und dadurch am Einklinken in den     sogenann-          ten        Schusswächterhammer    2 verhindert.

   Reisst  aber der     Schussfaden    ab oder ist die Schuss  spule des     Webschützens    abgelaufen, so klinkt  die     Schusswächtergabel    1 in den     Schusswächter-          hammer    2 ein. Dieser     Schusswächterhammer     2 sitzt auf dem     obern    Ende eines zweiarmi  gen Hebels 42, der durch einen zum Beispiel  auf der Schlagwelle 41a festsitzenden     Nok-          ken    41     (Fig.    1 und 3)     gesteuert    wird.

    Klinkt also die     Schnsswächtergabel    1 infolge  Reissens des     Schussfadens    oder Ablaufes in  den     Schusswächterhammer    2 ein, so wird sie  durch letzteren beim Ausschwingen des He  bels 42 mitgenommen, und sie überträgt dann  ihre Bewegung durch die Teile 1', 3, 4, 5     ya     auf die Steuerwelle 6. Auf der Steuerwelle 6  sitzt ein Daumen 8a, der bei ihrer     Verschwen-          kung    durch den Kurbelarm     it    auf einen  Schenkel 8b einwirkt.

   Dieser Schenkel 8b  steht im festen     Zusammenhange    mit einem  Arm 11', und dieser Arm 11' wird von  einem um den am     Webstuhlgestell    befestig  ten Zapfen 72 in     vertikaler    Richtung  schwingbar gelagerten Hebel 11 getragen.  Das freie Ende des Armes 11' trägt eine  Rolle 8, wogegen das andere Ende mittelst  eines Zapfens 73 an den Hebel 11 so an  gelenkt ist, dass der Arm 11'     wagrecht    aus  schwingen kann. Eine starke Zugfeder d  hat dauernd das Bestreben. den Arm 11 hoch  zuziehen.

   An dem     Zahnrade    r ist ein Nocken  10 befestigt, der zwei Nasen     h,   <I>i</I>     aufweist.     Dieser Nocken 10 wirkt auf die Rolle 8 ein,  wenn diese durch den Arm 11' eingerückt  wird. Zur     Sperrung    der     Steuerwelle    6 in  der der eingerückten Rolle 8 entsprechenden  Lage dient ein auf der Steuerwelle 6 fest  sitzendes Sperrglied 7, in welches sich eine  federbelastete Klinke 7' im richtigen Augen  blick einlegt. Die Aushebung dieser Klink  7' erfolgt durch die     Weblade    o, wenn diese      beim Vorwärtsgang gegen das obere Klinken  ende stösst.

   Die     entriegelte    Steuerwelle     ti     schwingt dann unter Einwirkung eines auf  der     Zeichnung    nicht dargestellten Gewichtes  in ihre ursprüngliche Lage zurück.  



       Durch    den auf die Rolle 8 einwirkenden  Nocken 10 wird beim     Schützenauswechsel-          vorgang    die Vorderwand 15     (Fig.    1, 2, 3, 4)  der beiden Schützenkasten gesteuert. Hierzu  dienen die folgenden Mittel:  Parallel zur Schlagwelle 41a ist im un  tern     Webstuhlgestellteil    eine Welle     13a     schwingbar gelagert. Auf dieser Welle sitzt  ein Hebel 13, der durch eine Stange 12 ge  lenkig mit dem Hebel 11 verbunden ist.

   Die  Welle 13a trägt ferner Schwingarme     1'3u,     an welche die die     Schützenkastenvorder-          wände    15 hebenden Stangen 14     (Fig.    1 und  3) gelenkig angeschlossen sind. Auf der  Welle 13a sitzt ferner ein Arm<B>13e,</B> welcher  auf eine Stange 17     einwirkt,    deren oberes  Ende ein Kopfstück trägt, in welchem ein  nach einer Schraubenlinie verlaufender  Schlitz     17a    angebracht ist.

   In diesen Schlitz  greift ein mit dem zur Sicherung des Trei  bers 18a dienenden Querarm 18 in Verbin  dung stehender Stift ein, welcher beim Hoch  gehen der Stange 17 in dem schraubenförmi  gen Schlitz 17a gleitet und dadurch den  Querarm 18 der Treibersicherung entspre  chend     verschwenkt.    Die Rückstellung der       Treibersicherungsmittel    in die ursprüngliche  Lage erfolgt durch eine Feder j. Die     Stangen     14 werden so bewegt, dass sie die Schützen  kastenvorderwände 15 in bezug auf die Ver  tikale schräg nach oben, also     etwas        nach.     vorne zu, heben.

   Hierdurch wird erreicht,  dass gleich beim Beginn dieses     Anhebens    die  Schützenkästen sich in der     Querrichtung    er  weitern, hierbei den leeren Webschützen  freigebend, ohne dessen Lage zu ändern, und  dass bei. dem infolge der scharf abgesetzten  Nasen<I>h, i</I> des Nockens 10 ganz plötzlich  stattfindenden Herabfallen der Schützen  kastenvorderwände 15 der eben neu ein  gesetzte Webschützen nicht getroffen wird,  selbst wenn dessen Stärke das gewöhnliche  Durchschnittsmass erheblich überschreitet.

      Die Stangen 14, welche die Schützen  kastenvorderwände heben     und    plötzlich  herabfallen lassen. gleiten in Führungen 74,  75, welche an dem     Webladenklotz    23     (Fig.     2 und 3)     befestigt    sind.     @'on    diesen Füh  rungen ist die eine, 74. nach Art einer Klappe  um ein Scharnier 7 6 schwingbar gelagert,  und sie kann entgegen der Wirkung einer  Feder 77 um ein geringes Mass nachgeben.  Zufolge dieser Anordnung können die       Schützenkastenvorderwände    ebenfalls nach  geben, was die Benutzung von Webschützen  verschiedener Art und Stärke ermöglicht.

    Auf der rechten Vorderseite des Webstuhles  ist der die einzusetzenden vollen     Webschüt-          zen    enthaltende     Schützenbehälter    28 angeord  net. Von den in diesem Behälter aufgesta  pelten Webschützen 16 ruht der unterste  auf einem Schlitten<B>27.</B> der durch eine  Stange 26 zunächst dem     Webladenklotz    23  entgegen und dann nach Einsetzen des vollen       Webschützens    in den Schützenkasten zurück  bewegt wird. Die     Stange    26 wird von der  Weblade o aus vorgetrieben.

   Zu diesem  Zwecke steht sie in gelenkiger Verbindung  mit einem um den Zapfen 24 schwingbar ge  lagerten Doppelhebel 25, der durch eine       Stange    22     verschwenkt    wird, sobald diese  mit ihrem freien Ende 22' in die Bahn des  an der Weblade o federnd angebrachten An  schlages 24 emporgeschwungen wird     (Fig.    4).

    Dieses Emporschwingen der     Stange    22 er  folgt bei der Drehbewegung der Steuerwelle  6 und wird durch einen auf dieser     festge-          keilten    Arm 19     (Fig.    4 und 1) bewirkt,  welcher mittelst einer Stange 20 einen am       j@Tebstuhlgestell    gelagerten Winkelhebel 21       verschwenkt,    dessen einer Schenkel unter  einen an der Stange 22 befestigten Drücker  21a greift.

   Damit der auf dem Schlitten 2 7  ruhende     Webschützen    16 beim     Schlittenvor-          schub    durch die darüber befindlichen     Web-          schützen    nicht behindert wird. ist an das  obere Ende des bereits erwähnten, unter dem  Einfluss des     Schusswächterhammers    2 stehen  den Doppelhebel 4 eine Stange 29 befestigt,  die auf einen Doppelhebel 31 einwirkt, wel  cher eine am     Webschützenbehälter    drehbar      gelagerte Welle 30 entgegen der Wirkung  einer Feder x zum Ausschwingen bringt.

    Im Zusammenhang mit dieser Welle 30 ste  hen Klinken 32     (Fig.    6, 7), welche sich bei  Einleitung des     Schützenauswechselvorganges     unter die zugespitzten Enden des zweitunter  sten     Webschützens    legen und die darüber be  findlichen Webschützen um ein geringes Mass  anheben. Zur Sperrung der Welle 30 in der  dem angehobenen     Webschützenstapel    ent  sprechenden Lage dient ein auf dieser Welle  festsitzender Daumen 34     (Fig:    6 und 8), der  in eine federbelastete, um den Zapfen     35u     schwingbar gelagerte Sperrklinke 35 ein  klinkt.

   An diesen Klinken 32 befinden sich  noch drahtartige Winkelarme 33, welche für  gewöhnlich, also bei nicht angehobenem     Web-          schützenstapel,    sich vor den untersten     Web-          schützen    legen     (Fig.    3) und so verhindern,       lass    dieser unter den Einwirkungen der Web  stuhlerschütterungen wegrutscht.  



  Das Ausstossen des leeren     Webschützens     aus dem linken Schützenkasten erfolgt durch  Stifte 47     (Fig.    9), welche mit genügendem  Spielraum durch die     Schützenkastenklappe    78  hindurchgehen,     @vie    dies aus der in grösserem  Massstäbe ausgeführten     Fig.    9a zu ersehen  ist. Die Stifte 47 sitzen auf Doppelhebeln  46, welcher von einer an einen der Schwing  arme     7.3b        angelenkten    Stange 44 gesteuert  werden. Das obere Ende dieser in einem  federnden Lager gleitenden Stange ist mit  einer Nase 45 versehen, welche bei ihrer  Aufwärtsbewegung die Hebel 46 zum Aus  schwingen bringt.

   Die Rückbewegung der  Stifte 47 in die Ruhelage erfolgt unter     Fe-          derwirkung,    Damit in dem Augenblick, in  welchem die Aufwärtsbewegung der     Schüt-          zenkastenvorderwa,nd    15 beginnt, der leere  Webschützen unter keinen -Umständen durch  die     Kastenvorderwand    15 aus seiner Lage       herausbewegt    wird, steht die federnde     Schüt-          zenka.stenklappe    78 mit einer aus     Fig.    13,     1-t     ersichtlichen Vorrichtung in Beziehung.

   wel  che bewirkt, dass in     diesem.    Augenblick     die,          Schützenkastenklappe    78 zurückweicht. Diese  Vorrichtung besteht aus einem am Webstuhl  gestell um einen Zapfen 52 schwingbar ge-    lagerten Doppelhebel 51, dessen unteres Ende  durch eine Stange 50 mit einem auf der       Steuerwelle    6 festsitzenden Kurbelarm 49 in  gelenkiger Verbindung steht, dessen oberes  Ende dagegen eine schiefe Ebene 53 trägt.  An die     Schützenka.stenklappe    78 greift in  gelenkiger Weise ein Hebelarm 79 an, der  auf einer an der Weblade schwingbar ge  lagerten Welle 80 sitzt. Diese Welle 80 trägt  einen mit     Rillenrolle    82 versehenen Hebel  81.

   Sobald die Steuerwelle 6 und mit ihr  der Doppelhebel 51 zum Ausschwingen ge  bracht werden, stellt sich die schiefe Ebene  53 gegenüber der Rille der Rolle 82. Beim  Vorwärtsgang der     Weblade    läuft dann die  Rolle 82 die schiefe Ebene 53 hinauf, wo  durch der Arm 79 zurückschwingt und zu  gleich die     Schützenkastenklappe    78 zurück  weicht. Das Herabfallen der Schützenkasten  vorderwände erfolgt, wie bereits gesagt, in  folge der zwei scharf abgesetzten Nasen     1a,   <I>i</I>  des     N        ockens    10 sehr plötzlich, und zwar zu  nächst bis zur halben Höhe ihres Gesamt  hubes und bei anschliessender halber Rück  wärtsbewegung der Weblade um den Rest  des Hubes.

   Hierdurch wird verhindert, dass  die     Schützenkastenvorderwand    in ihre An  fangsstellung     zurückkehrt,    bevor der neue  Webstützen vollständig im Schützenkasten  liegt.  



  Zum Abschneiden des Fadenendes der  Spule des eingesetzten     Webschützens    ist am  Ladenklotz, dicht an der Schützenkasten  vorderwand, eine     Abschneidevorrichtung    40  lieb- und senkbar angeordnet     (Fig.    2, 11 und  10). Diese     Abschneidevorrichtung    40 wird  von der Welle     13a    aus angehoben. .Ein un  terhalb des Ladenklotzes schwingbar gela  gerter Doppelarm 70 legt sich hierbei unter  Einwirkung einer Feder in einen Einschnitt  <B>k.</B> dieser     Abschneidevorrichtung    und hält sie  so lange hoch, bis der     Schussfaden    unter der       Schneide    liegt.

   Das Ausheben des Doppel  armes 70 aus dem Einschnitt k erfolgt da  durch, dass beim     Rückwärtsschwingen    des  Ladenklotzes . eine am Doppelarm 70 vor  gesehene     Abschrägung    72     (Fig.    10 und 12)      gegen einen am Hebel 42 befindlichen An  satz 71 stösst.  



  Da während der Schützenauswechslung  den Webstuhl zwei Schuss leer läuft, so muss  während dieser Zeit die     Schusswächtergabel     durch einen besonderen Anschlag hochgehal  ten werden, damit sie nicht in den     Schuss-          wächterhammer    2 einklinkt. Hierzu dient ein  an der     Abschneidevorrichtung    40 befestigtes  Anschlagstück 84, welches in     Fig.    10 in  punktierten Linien angedeutet ist.

   In der  gehobenen Lage der     Abschneidevorrichtung,     also währenddem noch kein neuer Schuss  faden eingeschossen ist, liegt dieses An  schlagstück gegenüber der     Schusswächter-          gabel,    so dass diese, durch ein im Ladenklotz  angebrachtes Gitter hindurchtretend, gegen  das Anschlagstück 84 stösst und so am Ein  klinken in den     Schusswächterhammer    2 ver  hindert wird.  



  Von der     Steuerwelle    6 aus wird auch noch  eine durch     Fig.    15 schematisch dargestellte  Vorrichtung gesteuert, durch deren     Inwirk-          samkeittreten    Waren- und Gewebefehler ver  mieden werden. Diese Vorrichtung besteht  aus einem dreiarmigen, auf einer Achse 60  schwingbar gelagerten Hebel 56.

   Der eine  der drei Arme steht in gelenkiger Verbin  dung mit der Schaltklinke 58 des     Regula-          tors    59 und der zweite mit einem auf das  Schaltwerk 51 der Jacquard- oder Schaft  ma.schinenkarten einwirkenden     Schnurzuge     61, während der dritte     mittelst    einer Stange  55 in gelenkiger Verbindung mit einem auf  der Steuerwelle 6 festsitzenden Arm 62 steht.

    Beim Ausschwingen der Steuerwelle 6 wird  die Schaltklinke 58     aus    dem Regulator 59  ausgehoben, sodann während des     Schützen-          auswechselvorganges    hochgehalten, so dass der  Regulator. 59 stillsteht und-keine lichten oder  weniger dichten Stellen in     denn    Gewebe ent  stehen können.

   Zugleich wird aber auch  durch den     Schnurzug    61 die obere     Fortschalt-          klinke    91 des     Jacquardzylinders    90 ausge  schaltet und eine an der Unterseite befind  liche Klinke 92 eingeschaltet, welche den       Jacquardzylinder    entgegengesetzt dreht und    so die leer gelaufenen Karten zurückholt,  so dass keine Bindungsfehler entstehen.  



  Die beschriebene     Schützenauswechselvor-          richtung    arbeitet     folgendermassen:     Wenn der     Schussfaden    a gerissen oder ab  gelaufen ist, fällt die     Schusswächtergabel    1  mit ihrer Klinke in den     Schusswächterham-          mer    2 ein     (Fig.    7) und dieser nimmt dann  die     Schusswächtergabel    1 mit. Die Bewegung  des     Schusswächterhammers    2 wird durch den  locken 41 bewirkt, welcher den Hebel 42  zum Ausschwingen bringt.

   Die vom     Schu13-          wächterhammer    2 mitgenommene     Schuss-          wächtergabel    1 bewegt den Arm 3, und die  ser stösst gegen den Doppelhebel 4,     welcher     hierbei die Stange 5 hochzieht, wodurch die  Steuerwelle 6 gedreht und am Ende ihrer  Drehung dm eh die in das Sperrglied 7 ein  fallende Klinke 71 gesperrt wird.

   Durch die  Drehung der Steuerwelle 6 wird die Rolle 8  unter Einwirkung des     gegen    den Arm     8u     stossenden Daumens 8a in die Bahn des     Nok-          kens    10     geschwungen.    Der     Nocken    10     -wirkt     dann auf das Hebel- und     Gestängesystem   <B>11</B>  bis 14 ein, und die     Schützenkastenvordcr-          wände    15 werden hierdurch zum Zwecke der  Einführung eines vollen     Schützens    und des       Auswerfens    eines leeren angehoben     (Fig.    4).

    Bei diesem Anheben werden die Schützen  kastenvorderwände in der     breits    angegebenen  Weise etwas schräg nach vorn bewegt, damit  sie die     Webschützen    aus ihrer Lage nicht       herausbewegen    und beim Zurückfallen nicht  beschädigen. Bei der Bewegung des     CTestän-          ges    11 bis 14 wird auch die Stange 17 auf  wärts gedrängt und dadurch die Treiber  sicherung 18 so     verschwenkt.    dass sie wäh  rend des Einsetzens des vollen     -#Ä'ebsehützens     den Treiber 18a festhält.

   Durch die Drehung  der Steuerwelle 6 wird ferner das Hebel  und     Gestängesystem    19 bis 21     (Fig.    1 und 3)  in Bewegung gesetzt und dadurch die     Stoss-          stange    22 in den Bereich des federnden, am       Ladenklotze    2 ;

   befestigten Anschlages 2-1       emporgeschwenkt,    welcher nunmehr die Stoss  stange 22 nach vorne schiebt, wodurch der  um den Zapfen 24 drehbare Hebel 25 den       Schützentragschlitten    27 vorstösst     (Fig.    4)      und so der auf diesem ruhende unterste     Web-          schützen    16 an den Schützenkasten abgegeben       wird.    Kurz vor dem Beginn des Vorschubes  des     Schützentragschlittens    27 wird der über  dem untersten Webschützen     befindlichelWeb-          schützenstapel    durch die unter dem Einfluss  des Doppelhebels 4 stehenden Klinken 32  etwas angehoben,

   um dann während der gan  zen Dauer der Schlittenbewegung durch die  Sperrung 34, 35 in dieser gehobenen Lage ge  halten zu werden. Beim Anheben der Klin  ken 32 werden auch zugleich die Haltearme  33 so weit angehoben, dass beim Vorschub des  Schlittens 27 der unterste Webschützen un  gehindert aus dem     Schützenbebälter    heraus  wandern kann. Bei der Rückkehr des Schlit  tens 27 in die Ruhelage stösst dieser gegen  den Anschlag     35a    der Sperrklinke 35     (Fig.     8) und entriegelt dadurch die Klinken 32.  Der bis jetzt hochgehaltene     Webschützen-          stapel    senkt sich dann bis auf den Trag  schlitten 27 und die Haltearme 33 legen  sich von neuem vor den untersten Schüt  zen 16.  



  Die Entfernung des leeren     Webschützens     auf der linken     Webstuhlseite    geht folgender  massen vor sich:  Beim Emporgehen der Schützenkasten  vorderwand 15 bewegt sich die Stange 44       (Fig.    9) ebenfalls aufwärts. Hierbei stösst  die Nase 45 gegen den Doppelhebel 46, wo  durch die beiden Hebel 46 ausschwingen und  dadurch     mittelst    der durch die Schützen  kastenklappe 78     (Fig.    9a) hindurchgehenden  Stifte 47 den Webschützen 16 aus dem  Schützenkasten auswerfen. Da das Lager der  Stange 44 federnd eingerichtet ist, so wer  den bei etwaigen Störungen Brüche vermie  den.

   Kurz vor dem Beginn des Hochgehens  der     Schützenkastenvorderwand    15 wird in  der bereits geschilderten Weise durch die auf  die schiefe Ebene 53 des Hebels 51 auf  laufende Rolle 82     (Fig.    13 und 14) die       Schützenkastenklappe    78 um ein geringes  Mass zurückbewegt, so dass beim Beginn der  Aufwärtsbewegung der     Schützenkastenvor-          derwand    15 der leere     Webschützen    in kei-         nerlei    Weise in Mitleidenschaft gezogen  wird.  



  Während des     Schützenauswechselvor-          ganges    wird infolge der von der Steuer  welle 6 aus in ausgehobener Stellung gehal  tenen Sperrklinke 58 des Regulators 59 die  ser nicht     fortgeschaltet,    so dass die     schuss-          leeren    Touren des Webstuhles keine Fehler  in der Ware verursachen. Desgleichen wird  infolge der in der bereits erläuterten Weise  stattfindenden Umschaltung des Drehsinnes  des     Jacquardzylinders    50 die Entstehung  von Bindungsfehlern vermieden.  



  Nach erfolgtem Einsetzen des     Webschüt-          zens    mit der vollen     Schussspule    und Eintra  gung des ersten Schusses wird das     Schuss-          fadeneiide    durch die Schneide der Ab  schneidevorrichtung 40 abgeschnitten, sobald  der Hebel 70 durch Auftreffen gegen den  Ansatz 71 des Hebels 42 aus dem Einschnitt       7c    heraustritt und so die     Abschneidevorrich-          tung    entriegelt.

   Der Umstand, dass die In  betriebsetzung der beschriebenen Schützen  auswechselvorrichtung von Mitteln ausgeht,  die zwischen     Webstuhlwand    und Kurbel  wellenzahnrad liegen, ermöglicht es, die  Neuerung ohne weiteres auch bei bereits be  stehenden Webstühlen anzubringen, da ge  rade an dieser Stelle stets ein freier Raum  vorhanden ist. Ist in vereinzelten Fällen die       Webstuhlbremse    dort. angebracht, so kann  sie abgenommen werden, da bei Anwen  dung der neuen     Schützenauswechselvorrich-          tung    jede     Webstuhlbremse    durchaus über  flüssig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schützenauswechselvorrichtung für Web stühle mit Ober- oder Unterschlag, bei dem der volle Webschützen auf der einen Seite eingesetzt und gleichzeitig der leere Web- schützen auf der andern Seite der Weblade ausgestossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schützenkastenvorderwände durch die Vermittlung eines von der Kurbelwelle in Umdrehung versetzten Organes in bezug auf die Vertikale in schräger Richtung nach vorne zu aufwärts bewegt werden und dann in zwei aufeinander folgenden Stufen herabfallen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den den Webladeenden entspre chenden Enden der Schützenkasten vorderwände die Führung (74) der Hub stange (14) um Scharniere (76) federt und infolge dieser Anordnung die Schüt- zenkastenvorderwand nachgeben kann, was die Verwendung ungleicher Web- schützen ermöglicht.
    2. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass auf der Aus stossseite des leeren Webschützens die Schützenkastenklappe (78) kurz vor dem Beginn der Aufwärtsbewegung der Schützenkastenwand (15) durch ein in folge des Schussfadenabbruches oder Schussspulenablaufes in Wirkungsbereit schaft getretenes Hebelwerk (79, 81, 53, 51) etwas zurückbewegt und dadurch der Webschützen entlastet wird.
    3. Sefiützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die den leeren Webschützen ausstossenden Stifte (47) durch die Schützenkastenklappe (78) hindurchgehen und von einer in einer federnden Führung gleitenden Stange (44, 45) durch die Vermittlung zwi schengeschalteter Hebel (46) vorgestossen werden.
    4. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ein setzen des vollen W ebschützens durch einen Tragschlitten (28) erfolgt, der in Verbindung mit einem Hebel- und Ge- stängesystem (22, 25, 26) steht, und dass bei abreissendem Schussfaden oder ab gelaufener Schussspule von der Schuss- wächtergabel (1) aus unter Einwirkung eines federnden, an der Weblade be- festigten Anschlages (24)
    dieses Hebel und Gestängesystem in Bewegung ge setzt und dadurch der den einzusetzen den Websclhützen tragende Schlitten (27) dem Schützenkasten entgegen vorgescho ben wird. 5. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass kurz vor dem Beginn des Vorschubes des Schüt- zentragschlittens (2_7) von der einge klinkten Schusswächtergabel aus unter Vermittlung eines Armes (3) zwei schwenkbar gelagerte Klinken (32)
    sich mit ihren Spitzen unter die Enden des zweituntersten Websehützens der im Be hälter enthaltenen Webschützen legen und die darüber befindlichen Webstützen anheben, worauf sie durch eine Klinke (35) gesperrt werden und so lange ge sperrt bleiben, bis der in seine Ausgangs stellung zurückkehrende Tragschlitten diese Sperrung auslöst und die unter Einwirkung von Federn (.r_) zurück schwingenden Klinken<B>(32)</B> die zuvor hochgehaltenen Webschützen bis auf den Tragschlitten (27) herabgleiten lassen.
    6. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Klinken (32) Haltearme (33) ange bracht sind, die für gewöhnlich mit ihrem abgebogenen Vorderende den un tersten, auf dem Tragschlitten (27) ru henden Webschützen gegen Herausrut schen sichern, jedoch beim Emporschwin gen der Klinken (32) ebenfalls aufwärts- schwingen und dadurch den untersten Webschützen freigeben.
    7. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Beginn des Schützenauswechselvorganges von der Schusswächtergabel (1) aus die Fortschaltklinke (58) des Regulators (59) aus dem Schaltrade ausgehoben und zugleich der Drehsinn des Jacquard- oder Schaftmaschinenzylinders (90) zum Zurückholen der leergelaufenen Muster karten umgeschaltet wird.
    B. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abschneiden des eingesetzten Schuss- fadenendes am Webladenklotz, dicht an der Schützenkastenvorderwand, eine Ab scUneidevorrichtung (40) heb- und senk bar angeordnet ist, die beim Beginn des Schützenauswechselvorganges angehoben, während dieses Vorganges durch einen federbelasteten Arm (70) in gehobener Lage gesperrt gehalten, nach Eintragung des ersten Schusses aber, wenn der Schuss faden unter der Schneide liegt, entriegelt wird,
    so dass er nunmehr herabfällt und das Schussfadenende der vollen Schuss spule abschneidet. 9. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und LTnteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abschneidevorrichtung (40) ein bis hin ter den Ladeklotz reichendes Anschlag stück (84) befestigt ist, welches, wenn der neue Webschützen eingesetzt und noch kein Schussfaden aus ihm ein geschossen ist, gegen die Schuss- wächtergabel (1) stösst, dadurch diese zum Ausschwingen bringt und so ver hindert, dass die Schusswächtergabel (1)
    in den Schusswächterhammer (2) ein klinkt. 10. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die das Heben der Schützenkastenvorderwände (15), das Verschwenken der Treiber sicherungen (18) und das Vorstossen der Schützenauswerfstifte (47) bewirkenden Mittel durch eine ihnen gemeinsame Welle (13a) bewegt werden, welche von einem mit der Kurbelwelle (9) um - laufenden Nocken (10) durch die Ver mittlung einer von einem Arm (11') ge tragenen Rolle (8) zum Ausschwingen gebracht wird, sobald dieser Arm (11') unter Einwirkung eines auf der von der Schusswächtergabel (1)
    aus ihren An trieb erhaltenden Steuerwelle (6) fest sitzenden Daumens (8a) verschwenkt und dadurch die Rolle (8) in die Bahn des Nockens (10) eingerückt wird. . Sehützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gel@ennzeichnet, dass der Nocken (10) zwei scharf abgesetzte Na sen<I>(Ir.,</I> i.) aufweist, so dass die Rolle (8) in zwei Stufen dem Zuge der starken Feder (d) plötzlich folgt und dem entsprechend die Schützenkastenvorder- wände (15) in zwei Stufen plötzlich herabfallen.
    I. Schützenauswechselvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Steuerwelle (6), welche von der Schuss- wächtergabel aus durch ein Hebel- und Gestängesystem (1', 3, 4, 5, 7a) zum Aus schwingen gebracht wird, ein Kurbel arm (19) sitzt, von welchem aus durch eine Stange (20) und einen an diese an gelenkten Winkelhebel (21) die den Schützentragschlitten (27) verschiebende Stange (22) in die Bahn des am Laden klotz befestigten Anschlages (24) ein gerückt wird.
    .. Schützenauswechselvorrielitung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Steuerwelle (6) ein Sperrstück (7) fest sitzt, in das eine federbelastete Sperr klinke (7') einklinkt, sobald durch den Daumen (8a) die Rolle (8) in die Bahn des Nockens (10) eingerückt worden ist, und dass diese Klinke (7') durch die vor wärtsgehende Weblade im passenden Augenblick aus der Sperrlage wieder ausgehoben wird.
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