CH145923A - Bituminöses Mischgut und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Bituminöses Mischgut und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Bituminöses Mischgut und Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung betrifft ein bituminöses Mischgut und ein Verfahren zu seiner Her stellung. Dieses Mischgut ist zum Gebrauch in warmem Zustand bestimmt und kann zum Strassenbau, zum Bespritzen von Strassenober flächen oder zur Herstellung von zur Stra- ssenpflästerung oder zu andern Zwecken ge eigneten Blöcken verwendet werden. Es ist dadurch gelzennzeichnet, dass es eine gepul verte Calciumverbindüng, bituminöses Mate rial, einen kleinen Anteil Alaun und hartes Pech enthält.
Als Calciumverbindung wird vorzugs weise Kreide oder gepulverter Kalkstein ver wendet, während das zur Verwendung gelan gende bituminöse Material künstlich herge stellt sein kann, wie zum Beispiel Steinkoh lenteer, oder es kann auch natürliches bitu minöses Material verwendet werden.
Das Verfahren zur Herstellung des erfin dungsgemässen Mischgutes besteht darin, dass eine gepulverte Calciumverbindung, bitumi nöses Material, eine geringe Menge Alaun und hartes Pech zusammen erhitzt werden. Zweckmässigerweise können diese Bestand teile unter Zugabe eines bituminösen Öls, wie Naphta oder Kreosot, erhitzt werden.
In einer beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung zur Herstellung des heissen bituminösen Mischgutes, das zum Beispiel als Bindemittel für Strassenbaumaterialien ver wendet werden kann, werden Kreide, Ka- liumalaun, Kohlenteer und im Handel erhält liches hartes Pech im Gewichtsverhältnis von 67, 1, 16, und 16 Teilen vermischt. Die ver wendeten Kreidepartikeln sollten dabei eher von gröberer Beschaffenheit sein als das bei spielsweise zum Weisseln verwendete Pulver.
Ein Teil oder alle Kreide kann auch durch gepulverten Kalkstein ersetzt werden. Der verwendete Steinkohlenteer soll vorzugzz- weise von niedrigem freiem Kohlenstoff gehalt sein und das Pech soll nicht durch Destillation bei einer so hohen Temperatur gewonnen worden sein, damit es nach Erstar rung ein löcheriges Aussehen hat. Die Mi- schung soll bei einer Temperatur vorgenom men werden, die nicht so hoch ist, um eine Zersetzung der bituminösen Bestandteile her vorzurufen. Das so hergestellte Bindemittel kann auf mannigfaltige Art verwendet wer den.
Zum Beispiel kann das Bindemittel einer hasse zugefügt werden, welche aus alten Strassenbaumaterialien besteht, wie zum Beispiel schmutzige und zerkleinerte Steine, Sand, Lehm oder sogar Ton, und dieses Ge menge wird in einem gewöhnlichen Asphalt kocher erhitzt und erforderlichenfalls wird eine geringe Menge eines asphaltischen oder bituminösen Öls, zum Beispiel Naphta oder Kreosot, als Verdünnungsmittel beigefügt.
Die so erhaltene Nasse kann nach genügen der Erhitzung in heissem Zustand als Fun dament oder Unterschicht benützt werden, wobei das Verhältnis des Bindemittels zu den übrigen Materialien von der Natur des her zustellenden Fundamentes abhängt, indem das Pech zur Härte und der bituminöse Ge halt zur Nachgiebigkeit und Zähigkeit bei trägt.
Eine gleichartige Mischung kann als oberer Strassenbelag verwendet werden, wo bei aber die gröberen Stücke der Masse ent fernt werden müssen; auch wird der Gehalt an bituminösem Material vorzugsweise etwas erhöht gegenüber dem Gehalt der zum Fun dament verwendeten Masse.
Vorzugsweise wird die Mischung der ein zelnen Bestandteile des Bindemittels in gro ssen Mengen von ungefähr 250 kg oder mehr, durchgeführt. Wenn es indessen erforderlich wird, kleine Mengen zu mischen, so kann der Anteil Kreide stark vermindert werden, um den Mischvorgang zu erleichtern.
Ein Strassenmaterial, welches, wie oben beschrieben, benützt wird, ist sehr hart und dicht, aber besitzt Nachgiebigkeit und, wenn es in gleicher Dicke aufgetragen wird wie der Belag von Betonstrassen, ist es diesen sehr überlegen, was die Fähigkeit zum Wi derstehen starker Drücke anbetrifft, wie auch Nachgiebigkeit und Wasserundurchlässig keit, während es eine weitere nützliche Ei- genschaft besitzt, dass die Strasse innert ein oder zwei Stunden nach Auftragung des Be lages benützt werden kann.
Wenn das Verhältnis von bituminösem Material zu den andern Bestandteilen in einem Bindemittel abnimmt, so wird natür lich auch die 11enge von Gesteinsmaterial, die vermischt werden kann, kleiner, aber es wurde noch eine zufriedenstellende Giess masse hergestellt mit einem Gehalt von nui ungefähr 9-0% bituminösem Material. Wenn. das Mischgut als Bestandteil eines Strassen baufundamentes verwendet wird, können ihm Zuschläge beigefügt werden, die zur Ha.upi.- saehe aus Erde enthaltendem Ausgrabung,.;- material bestehen, welchem trockener oder feuchter Ton und gebrochenes Kies beigefügt.
werden kann. In diesem Fall kann der An teil an bituminösem Material bis auf 5 vermindert werden. Als Zuschlag zum Misch gut kann auch Flusssehaum verwendet wer den.
Im allgemeinen sollten die Gewichts anteile der verschiedenen Bestandteile sich innerhalb der folgenden Grenzen befinden: Calciumverbindung 50 bis 75 Teile, Alaun 1 Teil, hartes Pech 1'2 bis 6 Teile und bit;i- minöses Material 36 bis 18 Teile.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel zur Herstellung des bituminösen Mischgutes, welches als heisses Spritzmaterial verwendbar ist und welches rasch erstarrt, um eine harte, wasserdichte Oberfläche zu bilden, welche dann sofort zur Aufnahme des Verkehrs be reit ist, werden Kreide, Alaun, Steinkohlen teer und hartes Pech vermischt, und zwar werden 7 Pfund Gasteer und 1 Pfund hartes Pech zusammengeschmolzen und innig ver mischt mit<B>16</B> Pfund gepulverter Kreide. Dann werden ungefähr<B>30</B> Gramm gepulver ter Alaun zugefügt und das Ganze tüelitig vermischt. Die so hergestellte Mischung ist ohne weitere Behandlung zum Spritzen be reit; sie kann ohne Nachteil erkalten, um bei Gebrauch wieder erwärmt zu werden.
Die gepulverte Kreide kann teilweise oder ganz durch Kalkstein ersetzt werden, aber Kreide ist vorzuziehen. Diese soeben beschriebene heisse Spritz- masse ist in kaltem Zustand zähe, elastisch und bleibt an der Unterlage, auf welche sie aufgetragen wurde, haften. Sie bleibt aber an den Rädern von Fahrzeugen nicht kleben, auch -wenn sie noch warm ist. Die Strasse kann daher sofort nach Beendigung der Spritzung benützt werden und auf das ge spritzte Material gebrachter Schotter bleibt fest haften.
Wenn Teer nicht gut erhältlich ist, so kann es durch ein geeignetes Ölbitu- men ersetzt werden, obwohl dadurch minder wertige Resultate erzielt werden.
Zur Herstellung des Mischgutes als Spritzmasse kann das bituminöse Material in grösserem Verhältnis verwendet werden als für Bindemittel; es wurden Mischungen mit einem Gehalt von bis<B>90%</B> bituminösem Material zur Herstellung einer geeigneten Spritzmasse verwendet.
Das Mischgut gemäss der vorliegenden Erfindung ist noch für mannigfaltige andere Zwecke geeignet, zum Beispiel zur FIerstel- lung von Kabelgängen, Eisenbahnwagen böden und anderer Bodenbelage, Dachdeck material, von wasserwiderstehendem Mörtel zur Fugenabschliessung von Tunneln, unter irdischen Gängen, Blöcken, Pfeilern usw., als Ersatz für Zement. Das Mischgut ist auch zur Herstellung von Giesswaren geeignet, in welchem Falle es vorzugsweise mit einem geeigneten feinen Pulver, wie Kreide oder Bariumsulfat, vermengt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Bituminöses Mischgut zum Gebrauch in warmem Zustand, dadurch gekennzeichnet, dass es eine gepulverte Calciumverbindung, bituminöses Material, einen kleinen Anteil Alaun und hartes Pech enthält. UNTERANSPR U'CHE 1. Bituminöses Mischgut nach Patentan- anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Calciumverbindung zu bituminösem Material ungefähr zwei zu eins in Gewichtsteilen und der Anteil Alaun ungefähr 1 % des Gewichtes der Mischung beträgt. - .Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Calciumverbindung aus Kreide be steht. 3. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Calciumverbindung aus gepulvertem Kalkstein besteht. 4. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung künstlich erzeugtes, bitu minöses Material enthält. 5. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch 1 und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung Stein kohlenteer enthält. 6. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet. dass die Mischung natürliches bituminöse Material enthält. 7.Bituminöses Mischgut nach Patentan- spruch I und Unteranspruch 2, in wel chem die Bestandteile in ungefähr fol gendem Verhältnis vermischt sind: Kreide 50 bis 75 Gewichtsteile. Alaun 1 Gewichtsteil. Hartes Pech 12 bis 6 Gewichtsteile. wobei der entsprechende Anteil an bitu minösem Material ungefähr 36 bis 18 Gewichtsteile beträgt. B. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, in welchem die Bestandteile im folgenden Verhältnis vermischt sind: Kreide 67 Alaun 1 Pech 16 Bituminöses Material 16 9.Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, welches ungefähr 7 Pfund Gas teer, 1 Pfund hartes Pech, 16 Pfund ge- pulverte Kreide und 30 Gramm gepul- verten Alaun enthält. 1.0. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung feste Zuschläge enthält und der Anteil an bituminösem Material un gefähr 5 % beträgt. 11. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung Zu schläge, die zur Hauptsache aus Erde bestehen, und Ton enthält. 12.Bituminöses Mischgut nach Patentan- sprucb I und Unteransprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Mi schung gebrochener Kies beigefügt ist. 13. Bituminöses Mischgut nach Patentan spruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischung Fluss- schlamm beigefügt ist. PATENTANTSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines bitumi nösen Mischgutes nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass gepulverte Cal ciumverbindung, bituminöses Material, eine geringe Menge Alaun und hartes Pech zu sammen erhitzt werden.UNTERANSPRtrCHE: 1.1.. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da.ss die Erhitzung unter Zugabe eines bituminösen Öls als Verdünnungsmittel erfolgt. <B>15.</B> Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1-1-, dadurch gekennzeich net, dass die Erhitzung unter Zugabe von Naphta erfolgt. <B>16.</B> Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1-I, dadurch gekennzeich net, dass die Erhitzung unter Zugabe von Kreosot erfolgt. 17.Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Bestand teile zusammen mit festen Zuschlägen erhitzt werden.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| GB145923X | 1928-08-03 | ||
| GB171028X | 1928-10-17 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH145923A true CH145923A (de) | 1931-03-31 |
Family
ID=26250656
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH145923D CH145923A (de) | 1928-08-03 | 1929-08-02 | Bituminöses Mischgut und Verfahren zu seiner Herstellung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH145923A (de) |
-
1929
- 1929-08-02 CH CH145923D patent/CH145923A/de unknown
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