CH146006A - Verfahren und Vorrichtung zur Druckwärmebehandlung von schweren Kohlenwasserstoffölen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Druckwärmebehandlung von schweren Kohlenwasserstoffölen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Druckwärmebelandlung von schweren Kohlenwasserstoffölen. Bei den Verfahren zur Spaltung schwerer Kohlenwasserstoffe unter Drück ergibt sich der Übelstand, dass gelegentlich unerwünschte und unerwartete Drucksteigerungen im Druckgefäss auftreten, die eine Gefahr für die Apparatur bedeuten. Man kann diese Gefahr verringern, indem man sehr grosse Rohrquer schnitte wählt. Hierbei ergibt sich der Nach teil, dass die Abdichtung schwierig wird. 1Die vorliegende Erfindung gibt einen Weg an, um einen etwa auftretenden Über druck im Druckgefäss - gefahrlos und bei spezieller Ausführungsform des Verfahrens ohne Ölverlust zu beseitigen. Dies wird da durch erreicht, dass aus dem Druckgefäss bei eine bestimmte Höhe übersteigenden Drücken in diesem ein Teil der Produkte durch eine besondere Sicherheitsleitung in ein Vorrats gefäss abgeführt wird. Aus dem Vorrats gefäss können dann die abgeführten Produkte in das Druckgefäss zurückgeführt werden. Zweckmässig werden diese daher von vorn- durchströmten Raum geführt, aus dem sie auch im Normalbetrieb zum Druckgefäss wie der zurückgeleitet werden. Bei Vorrichtungen, die geeignet zur selbsttätigen Durchführung des Verfahrens sind, steht zweckmässig das Druckgefäss mit einem Vorratsgefäss über eine Sicherheitslei tung in Verbindung, in welcher sich ein selbsttätig bei einem einstellbaren Druck im Druckgefäss öffnendes Ventilorgan befindet. Gewöhnlich ist diese Sicherheitsleitung ge schlossen und das in ihr befindliche Ventil, zum Beispiel ein Überströmventil,*öffnet erst bei Auftreten eines unzulässigen Überdruckes im Druckgefäss; dann strömt ein Teil des Ols dampfförmig oder flüssig aus dem Druck gefäss in das Vorratsgefäss, wodurch der Druck im Dreckgefäss sinkt, bis sich das Sicherheitsventil nach Erreichen des Normal druckes wieder schliesst. An Stelle eines ein fachen Sicherheitsventils kann auch ein durch einen 3lanometer oder dergleichen ge- gesehen sein, so dass das Offnen des Ventils stets beim eingestellten Druck und vom etwa veränderlichen Druck im Vorratsgefäss hinter dem Ventil vollständig unabhängig erfolgt. Die Sicherheitsleitung mündet vorteilhaft oberhalb der Leitung, durch die die erhitzte und gekrackte Flüssigkeit aus dem Druck gefäss entnommen wird, so dass durch die Sicherheitsleitung vornehmlich Dampf ab strömt und so der unzulässige Überdruck durch geringe entnommene Mengen wieder herabgesetzt werden kann. Damit die Sicher heitsleitung nicht durch etwa mitgerissene feste Bestandteile, zum Beispiel Koksteilchen, verstopft wird, kann an ihrer Mündungsstelle im Druckgefäss ein Drahtsieb, ein gebogenes Prallblech oder ähnliche Einrichtungen ange bracht sein. Als Vorratsgefäss, in das die Sicherheitsleitung mündet, dienen vorteilhaft solche Gefässe. bei denen auch im Normal betrieb Frischöl oder Rüclistandsöl zum Druckgefäss gelangt. In erster Linie kommen hierfür ein vom Frischöl durchströmter Vor ratsbehälter, zum Beispiel ein dem Druck gefäss vorgeschalteter Asplaltabscheider, in Betracht, oder auch ein dem Druclgefäss nachgeschalteter Verdampfer, wenn im An schluss an diesen eine Rückführung von Rück- lauföl zum Druckgefäss erfolct. Die durch die Sicherheitsleitung abgeführten Produkte gelangen dann, zum Beispiel mit den norma len Produkten zusammen, also im erstgenann ten Fall zusammen mit dem Frischöl, im zweiten Fall zusammen mit dem Rücklauföl, zur weiteren Behandlung in das Druckgefäss zurück, so dass zur Vermeidung von Ölver- lusten keine besondere Rückfiihreinrichtung erforderlich ist. In anliegender Zeichnung ist beispiels weise ein Schema einer Anlage zur Ausfüh rung desVerfahrens nach der Erfindung mit Detailvariante dargestellt. Das im Druckgefäss A befindliche Öl wird durch die Heizung H auf Spaltungstem peratur erhitzt. Frischöl strömt durch Lei tung B zu, das erhitzte und gekrackte Öl wird durch die Fliiss igkeitsentnalmeleitung C abgeführt. Als Sicherheitsleitung dient die Leitung D, in der sich das Sicherheitsventil E hinter einem Handventil F befindet. Die Mündung der Leitung D endet oberhalb der Mündung der Leitung C, also oberhalb des Flüssigkeitsspiegels, und es ist vor ihr eine Schutzvorrichtung G gegen das Eindringen von eine Verstopfung bewirkenden festen Tei len angebracht. Das Ül wird dem Druck gefäss A durch die Pumpe J über das Rück schlagventil h aus dem als Asphaltabscheider wirkenden Vorratsbehälter L zugeführt, in den auch die Leitung N hinter dem Sicher- leitsventil E, sowie die Frischölzuleitung S mündet. Das aus Leitung C austretende, er hitzte Öl gelangt in den Verdampfer V, von dem aus die dampfförmigen Anteile in die Kondensatoren O' und 02 gelangen. rin Manometer ll zeigt den Druck an; es dient zur Einstellung des Sicherheitsventils E, ge gebenenfalls auch unmittelbar zur Beeinflus sung dieses Ventils. Statt der Leitung N zum vorgeschalteten Asphaltabscheider kann auch die gestrichelt gezeichnete Leitung N' vom Sicherheitsventil zum nachgeschalteten, als Vorratsbehälter dienenden Verdampfer V führen. Die durch diese Leitung übertretenden Produkte werden dann zusammen mit dem schweren, nochmals zu behandelnden Rücklauföl aus dem Kon densator O' durch Leitung P und Pumpe P zum Vorbehälter L geführt, von wo sie ge zischt mit dem aus Leitung S zutretenden Frischöl wieder in das Druclgefäss gelangen. Durch Öffnen oder Schliessen der Ventile T und T' können die beiden Ableitmögliclkei- ten auch wahlweise in Betrieb genommen oder ausser Betrieb gesetzt werden. In den Leitungen können nicht gezeichnete Wärme- austauscher in bekannter Weise zur Rück gewinnung von Verlustwärme eingeschaltet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Druclzwürnielieliandlung von schweren Kohlenwasserstoffölen, da- durch geltennzeichnet, dass aus einem Druckgefäss bei eine bestimmte Höhe übei-d.oigenden Drüchen in diesem ein Teil der Produkte durch eine besondere Sicherheitsleitung in ein Vorratsgefäss t bg e führt wird. II.Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Druckgefäss mit einem Vorratsgefäss über eine Sicherheits leitung in Verbindung steht, in welcher ' sich ein selbsttätig bei einem einstell baren Druck im Druckgefäss öffnendes Veutilorgan befindet. UNTERAN SPRÜ CHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die durch die Sicherheitsleitung abgeführten Produkte in einen vom zu behandelnden Öl durch strömten Raum geführt werden, aus dem diese auch im Normalbetrieb zum Druck gefäss wieder zurückgeleitet werden. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Sicher heitsleitung oberhalb der Flüssigkeitsent nahmeleitung im Druckgefäss mündet. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass vor der Mündung der Sicher heitsleitung im Druckgefäss eine Schutz vorrichtung gegen das Eindringen von eine Verstopfung bewirkenden festen Teilen angebracht ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Sicher heitsleitung vom Druckgefäss aus in einen in die Frischölzuleitung eingebauten und vom Frischöl durchströmten Behälter führ. .Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Sicher heitsleitung vom Druckgefäss aus zu einem ihm nachgeschalteten und mit an schliessender Rückführung der nochmals zu behandelnden schwereren. Rücklauföle zum Drueli-gefäss arbeitenden Verdampfer- Behälter führt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH146006A true CH146006A (de) | 1931-03-31 |
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| CH (1) | CH146006A (de) |
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1930
- 1930-02-17 CH CH146006D patent/CH146006A/de unknown
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