CH146071A - Einrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in den Arbeitsraum von Verbrennungs-Kraftmaschinen. - Google Patents
Einrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in den Arbeitsraum von Verbrennungs-Kraftmaschinen.Info
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Description
Einriclitnng zum Einspritzen von Brennstoff in den Arbeitsraum von Verbrennangs-Kraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf Brenn- stoffeinspritzeinrichtungen für Verbrennungs- kraftmaschinen mittelst einem vom Verdich tungsdruck der Maschine angetriebenen Ein- spritzkolben. Bei bekannten Einspritzpum pen dieser Art wird der Einspritzkolben durch eine Steuerung vor dem Einspritz,;n verriegelt und in einem bestimmten, immer, gleichbleibenden Augenblick freigegeben.
Dieser Zeitpunkt ist bei solchen Vorrichtun gen also lediglich von der Einstellung der Steuerung abhängig. Die Einspritzung des Brennstoffes trifft deshalb nicht immer den für die Einführung günstigsten Zustand im Arbeitszylinder und verursacht daher Ver- brennungs- und Leistungsschwankungen des Verbrennungsmotors. Bei andern Einspritz- einrichtungen wird der Einspritzkolben durch den Verdichtungsdruck entgegen einer ein stellbaren Feder angetrieben.
Bei solchen Einspritzvorrichtungen wird sich der Ein- spritzvorgang nicht augenblicklich, sondern schleichend abspielen, woclurcli die Verbren nung, namentlich bei kleinen Leistungen, unvollkommen wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wer den diese Nauhteile dadurch umgangen, dass eine Verriegelungsvorrichtung bei einem be stimmten V erdiehtungsdruck der Maschine auslöst.
In der Zeichnung ist ein Ausfiihrungs- beispiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist ein axialer Schnitt durch die auf den Zylin der eines Verbrennungsmotors aufgeschraubte Einrichtung; Fig. 2 ist ein Schnitt senkrecht zum Schnitt gemäss Fig. 1;
Fig. 3 ist ein Querschnitt; Fig. 4 zeigt ein Dieselmotordia- gramm und Fig. 5 ein Diagramm eines Ver- puffungsmotors, dem während der Verbren nung durch eine Einrichtung gemäss der Er findung Rohöl zugeführt wird.
Im Gehäuse 1, welches im Zylinder eines Verbrennungsmotors eingeschraubt ist, ist ein Einspritzkolben 2 mit einer Zerstäubungsdüse 12 an dem in den Arbeitsraum hinreinragen den Ende verschiebbar gelagert und steht unter dem Druck zweier Federn 17. In eine Bohrung des Kolbens 2 ragt ein Stempel 3, der am Deckel des Gehäuses befestigt ist. Durch das Rückschlagventil 13 und Bohrung 14 findet die Einführung des Brennstoffes unter den Stempel 3 statt. Der Hub des Ein- spritzkolbens 2 wird durch den mittelst eines Exzenters 19 verstellbaren Anschlag 18 be grenzt.
Auf dem Exzenter 19 sitzt eine Trommel 21, die vom Regler mittelst des Drahtseils 225 entgegen der Spiralfeder 20 verstellt wird. Bei Mehrzylindermaschinen sind die Trommeln 2'1 der Zylinder durch das Drahtseil 25 miteinander gekuppelt. Zu beiden Seiten des Einspritzkolbens 2 sind pa rallel die beiden Auslösekolben 4 und 5 an geordnet, die durch die Kanäle 10 und 11 der Einwirkung des Druckes im Arbeitsraum ausgesetzt sind und unter dem Drucke von Federn 15 bezw. 16 stehen. Die Spannung der Feder 16 ist mittelst der Schraube 23 einstellbar. In die Kolben 4 und 5 greifen die Klinken 8 und 9 ein.
Der unter dem Druck im Arbeitsraurn stehende Einspritzkolben 2 stützt sich wäh rend der Verdichtung auf die Nase 6 der Klinke 8 und diese drückt unter dem Einfluss des Auslösekolbens 4 auf die Nase 7 der Klinke 9.
Zum Einspritzen überwindet der Druck unter dem Auslösekolben 5 die Feder 16 und hebt die Klinke 9 mit der Nase 7, so dass die Stützklinke 8 vom Auslösekolben 4 aus dem Bereich des Einspritzkolbens 2 gebracht wird und dieser vom Verdichtungsdruck bis an den Anschlag 18 bewegt wird, wobei die unter dem feststehenden Stempel 3 befindliche Brennstoffmenge durch die Düse 12 in den Arbeitsraum eingespritzt wird.
\Wenn der Druck im Arbeitsraum beim Auspuffen nachlässt, bringen die beiden Fe dern 17 den Einspritzkolben 2 wieder in seine Einklinkstellung zurück, wobei durch das Rückscblagventil frischer Brennstoff unten in den Einspritzkolben 2, unter den Stempel 3 gesaugt wird. Auch die Auslösekolben -1 und 5 werden von ihren Federn 15 und lt; wieder in die Einklinkestellung gebracht, so dass das Spiel bei jedem Arbeitshub wieder von. neuem beginnen kann.
Durch entsprechende Verstellung des Einspritzkolbenhubes mittelst des Anschlages 18, des Exzenters 19 und der Trommel 21 kann die in den Arbeitsraum hinein zu zer stäubende Brennstoffmenge von Null bis zu einem Maximum und damit die Leistung des Motors reguliert werden. Um günstige Ver brennungsverhältnisse zu erhalten, wird der Einspritzdruck zweckmässig so eingestellt, dass der Einspritzvorgang schon vor der Tot punktlage des Arbeitskolbens beginnt. Ver gleiche Dieselmotordiagramm Fig.4.
Die Einrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in den Arbeitsraum von Verbren nungsmotoren gemäss vorliegender Erfindun- ermöglicht bei Verpuffungsmotoren leicht entzündbaren Brennstoff, zum Beispiel Ben zin, nur als Zündbrennstoff zu verwenden und während des Verpuffungsvorganges bil liges Rohöl mittelst der Einrichtung gemäss vorstehender Erfindung zusätzlich einzu spritzen, welches die Arbeitsleistung über nimmt, wie das Diagramm eines Verpuf- fungsmotors nach Fig. 5 zeigt.
Die vollständige Unabhängigkeit der Ein richtung nach vorliegender Erfindung von der Steuerung ermöglicht in letzterem Falle vorhandene Benzinmotoren in einfacher Weise (durch Aufsetzen der Einrichtung auf die Zylinder und Verbindung mit einem Schwer ölbehälter) für gemischten Betrieb einzurich ten. Der vorhandene Vergaser wird dabei zweckmässig auf Leerlauf oder geringe Lei stung mit möglichst grossem Luftüberschuss eingestellt, während die Trommel 21 mit dem Brennstoffregulierhebel verbunden wird.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung zum Einspritzen von Brenn stoff in den Arbeitsraum von Verbrennungs- kraftmaschinen mittelst einem vom Verdich tungsdruck der Maschine angetriebenen, vor dem Einspritzen verriegelten Einspritzkol- ben, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Verrie gelung des Einspritzkolbens bei einem be stimmten Verdichtungsdruck ausgelöst wird, so dass der Einspritzvorgang nur durch den Verdichtungsdruck plötzlich eingeleitet und abgewickelt wird. UNTERANSPRüCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Einspritz- kolben von einem Auslösekolben unter der Wirkung des Verdichtungsdruckes entgegen einer einstellbaren Federkraft entriegelt wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entriegeln des Einspritzkolbens mehrere Auslösekolben mit hintereinander geschalteten Verriegelungsvorrichtungen zwecks Steigerung der Auslösegenanig- keit verwendet werden. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass bei Entriegeln des Ein- spritzkolbens der eine Auslösekolben (ö) vermittelst einer einarmigen Klinke<B>(9)</B> eine dreiarmige Klinke (8) freigibt, wor auf ein anderer Auslösekolben (4) diese ' Klinke dreht und damit den auf dieser abgestützten Einspritzkolben ('2) entrie gelt. 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass sowohl der Einspritz- kolben als die Auslösekolben unter stehen und dadurch beim Nachlas sen des Druckes im Arbeitsraum in die Verriegelungslage zurückgeführt werden. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die je Hub in den Arbeitsraum eingeführte Brennstoffmenge durch Verstellen eines den Hub des Ein- spritzkolbens begrenzenden Anschlages verändert werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE146071X | 1929-01-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH146071A true CH146071A (de) | 1931-03-31 |
Family
ID=5671129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH146071D CH146071A (de) | 1929-01-23 | 1929-12-30 | Einrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in den Arbeitsraum von Verbrennungs-Kraftmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH146071A (de) |
-
1929
- 1929-12-30 CH CH146071D patent/CH146071A/de unknown
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