CH146271A - Verfahren zur Unterdrückung des Wachstums von Mikroorganismen auf technischen Materialien. - Google Patents

Verfahren zur Unterdrückung des Wachstums von Mikroorganismen auf technischen Materialien.

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CH146271A
CH146271A CH146271DA CH146271A CH 146271 A CH146271 A CH 146271A CH 146271D A CH146271D A CH 146271DA CH 146271 A CH146271 A CH 146271A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Unterdrückung des Wachstums von     Nikroorganismen     auf technischen Materialien.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Unterdrückung des Wachstums von Mikro  organismen, auf technischen Materialien.  



  Bekanntlich bildet eine Reihe technischer  Materialien, insbesondere diejenigen, welche  Bestandteile pflanzlichen oder tierischen Ur  sprungs enthalten, wie Leime, Gelatine,     Appre-          turmassen,        Walzenmassen,    Gewebe, Garne,  pflanzliche     Gerbextrakte,    Kork, usw., einen  für das Wachstum von Mikroorganismen,  wie Pilzen und Bakterien, günstigen Nähr  boden und wird von diesen leicht befallen.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass Gemische  von mindestens zwei     Stoffen,    von denen der  eine den Rest eines     halogenierten    Phenols,  und der andere den Rest einer     carbocyclischen     Säure enthält, das Wachstum von . Mikro  organismen auf technischen Materialien ganz  aussergewöhnlich wirksam verhindern bezie  hungsweise unterdrücken.

   Unter den Stoffen,  die den Rest eines     halogenierten    Phenols    enthalten, sind     Polychlorphenole,        Polychlor-          kresole    und     Polychlornaphtole    beziehungsweise  deren     Alkaliverbindungen    besonders brauch  bar, und vor allem in Verbindung mit     Ben-          zoesäure    oder substituierten     Berizoesäuren,    wie       Ohlorbenzoesäuren,        Oxybenzoesäuren,    sowie  deren     Alkylestern    und Salzen zeigen sie sich  besonders wirksam.

   Vorzugsweise verwendet  man Gemische aus     Trichlorpheriol,        Trichlor-          phenolacetat    oder     Tetrachlorphenol    mit     p-Oxy-          benzoesäureestern;    indessen kann man statt der  freien     Phenole    deren     Alkaliverbindungen    oder  Äther anwenden; ebenso lassen sich die     p-Oxy-          benzoesäureester    durch die entsprechenden       Alkaliverbindungen    oder Äther ersetzen.  



  Die Gemische haben, wie Versuche erga  ben, den Vorteil, erheblich besser als die  Komponenten allein in Wasser löslich zu sein;  namentlich gehen die     schwerlöslichen    mehr  fach     halogenierten        Phenole    in Gegenwart von       carbozyclischen    Säuren, deren     Estern    und      Salzen glatt in Lösung. Ihre Wirksamkeit  gegenüber Mikroorganismen, Pilzen und Bak  terien ist zudem bedeutend höher als sich  aus der     Summenwirkung    der einzelnen     Stoffe     errechnet.

   Es betragen beispielsweise die  Konzentrationen, bei denen auf     Agar-Agar-          Nährböden    das Wachstum von     Penicillium-          glaucum    unterdrückt wird,  
EMI0002.0007     
  
    bei <SEP> Benzoesäure <SEP> - <SEP> 0,28 <SEP> %
<tb>  " <SEP> Natriumbenzoat <SEP> 0,66 <SEP> 0/0
<tb>  Salicylsäure <SEP> 0,66 <SEP> %
<tb>  p-Oxybenzoesäuremethylester <SEP> <B>0,1000/,</B>
<tb>  " <SEP> Trichlorphenol <SEP> 0,0040/,
<tb>  " <SEP> 2-4-5-Trichlorphenolaceta.t <SEP> <B>0,0090/0</B>
<tb>  " <SEP> 2-4-6-Trichlorphenolacetat <SEP> 0,035%
<tb>  " <SEP> Tetrachlorphenol <SEP> <B>0,0090/0</B>
<tb>  " <SEP> Trichlorkresol <SEP> <B>0,

  0150/0</B>       hingegen beträgt die Hemmungskonzentration  gegenüber dem gleichen Pilz bei Gemischen aus  1 Teil     2-4-6-Trichlorphenolacetat,    3 Teilen       p-Oxybenzoesäuremethylester        0,025        %,    1     Teil          Tetrachlorphenol,    3 Teilen     p-Oxybenzoesäure-          n-propylester        0,02        %,    2     Teilen        2-4-5-Trichlor-          pherrolacetat,    3     Teilen        Benzoesäure        0,

  008        %,     1 Teil     Tetrachlorphenol,    3 Teilen     Benzoe-          säure        0,03        %,    1     Teil        2-4-5-Trichlorphenol-          acetat,    3     Teilen        Natriumbenzoat        0,01%,     1 Teil     Tetrachlorpherrol,    3 Teilen     Natrium-          benzoat        0,01%,

      2     Teilen        2-4-5-Trichlorphe-          nolacetat,    3     Teilen        Salicylsäure        0,003        %.     



  In ähnlicher Grössenordnung bewegen sich  die Wirkungssteigerungen, wenn andere Kom  binationen zusammengestellt werden:  Die Gemische können auch zusammen  mit andern, bei der Konservierung     zersetz-          licher    Materialien verwendeten Produkten;  wie zum Beispiel Formaldehyd,     formaldehyd-          abspaltenden        Stoffen,        Fluoriden,    Borsäure  usw., verwendet werden; jedoch sei ausdrück  lich betont, dass sie für die Konservierung  von     Stoffen,    die zu     Genusszwecken    dienen,  oder für pharmazeutische Zwecke nicht in  Betracht kommen.  



  Die Form ihrer Anwendung richtet sich  zweckmässig nach dem zu schützenden Ma  terial. Flüssigen Materialien können die  Gemische als solche zugesetzt werden. Feste         Stoffe    werden zweckmässig mit Lösungen der  Gemische imprägniert oder besprengt.  



  Das Verfahren wird durch die nachfol  genden Beispiele erläutert: Die angegebenen  Teile sind Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel 1:</I>       Photographische        Gelatine        wird        mit        0,05        %     eines Gemisches von einem Teil     Trichlor-          phenolacetat    und 3 Teilen     p-Oxybenzoesäure-          methylester    versetzt. Auch nach monate  langem Stehen tritt kein Pilzbefall ein.  



  <I>Beispiel 2</I>       Eine        25        %ige        Krrocbenleimlösung        wird        mit          0,025        %        eines        Gemisches        von    2     Teilen        Tetra-          chlorphenol,    und 3 Teilen     p-Oxybenzoesäur,e-          methylester    versetzt. Die so behandelte Lö  sung bleibt schimmelfrei.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Eine aus     Kartoffelstärke    und Leimgallerte  hergestellte     Appreturmasse    wird durch Zusatz       von        0;1%        eines        Gemisches        von    1     Teil        Tri-          chlorrraphtol,    und 3 Teilen     Salicylsäure    über  Wochen frisch und     verwendungsfähiggehalten.     <I>Beispiel .</I>  



  Zuckerhaltige Walzenmassen werden von  Schimmelpilzen nicht befallen, wenn sie mit       0,02"/o    eines Gemisches von 2 Teilen 2-4-5  Trichlorphenolacetat, und 3 Teilen     benzoe-          saurem    Natrium versetzt sind.  



       Beispiel   <I>5:</I>  Haut- und     Lederleimlösungen    können nach       Zusatz        von        0,1%        eines        Gemisches        von    2  Teilen     Trichlorkresol    und 3 Teilen     Benzoe-          säure    monatelang aufbewahrt werden, ohne  dass Fäulnisbakterien zur Entwicklung kom  men oder die Konsistenz der Lösungen ver  ändert wird.  



  <I>Beispiel 6</I>       Wässerige        Lösungen,        die        0,1%        eines     Gemisches von 2 Teilen     Trichlorphenolnatrium     und 3 Teilen     p-Oxybenzoesäure-n-propylester     enthalten, verhindern, wenn Baumwolle oder      andere Textilien damit befeuchtet werden,  ein     Verschimmeln    derselben.  



       Beispiel   <I>7:</I>       Gerbsäurehaltige    Pflanzenextrakte, die  leicht in Gärung geraten, werden durch     Zu-          satz        von        0,05%        eines        Gemisches        von    2     Tei-          len        Trichlorphenol    und 3 Teilen des Natrium  salzes des     p-Oxybenzoesäure-n-propylesters     keimfrei gehalten.  



  Für nicht rein mechanische Ausführungs  formen des Verfahrens zur Veredelung von  rohen oder verarbeiteten Textilfasern, sofern  diese     Ausführungsformen    für die Textilindu  strie in Betracht kommen, wird ein Schutz  nicht beansprucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Unterdrückung des Wachs tums von Mikroorganismen, auf technischen Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialien mit Gemischen von mindestens zwei Stoffen, von denen der eine den Rest eines halogenierten Phenols und der andere den Rest einer carbozyclischen Säure enthält, behandelt. L NTERANSPR üCHE 1. Verfahren nach Pat-entansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass man Gemische ver wendet, die noch andere Iionsei-vierLIngs- mittel enthalten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Anwendung von Gemi schen aus Polychlorphenolen mit Alkyl- estern substituierter Benzoesäuren. 3. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung eines Ge misches, das Tetracblorplienol und p-Oxy- benzoesäureinethylester enthält.
CH146271D 1928-11-22 1929-10-10 Verfahren zur Unterdrückung des Wachstums von Mikroorganismen auf technischen Materialien. CH146271A (de)

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