CH146319A - Verfahren zum Blankglühen von Metallgegenständen unter Luftabschluss. - Google Patents

Verfahren zum Blankglühen von Metallgegenständen unter Luftabschluss.

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CH146319A
CH146319A CH146319DA CH146319A CH 146319 A CH146319 A CH 146319A CH 146319D A CH146319D A CH 146319DA CH 146319 A CH146319 A CH 146319A
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Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)

Description


  Verfahren zum     Blankglühen    von     Metallgegenständen    unter     Luftabscliluss.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum     Blankglühen    von Metallgegen  ständen unter     Luftabschluss,    unter Verwen  dung einer     Glühhaube    mit Flüssigkeitsdich  tung und einem     Abblaseventil    für die Luft,  bei dem auch das Abkühlen des Glühgutes  unter der Haube. vorgenommen wird.

   Die  bisher bekannten Einrichtungen zur Durch  führung des Glühverfahrens, bei dem die  Oxydation des Glühgutes durch die natür  liche     Luftverdünnung    beim Aufheizen des  Gutes vermieden wird, können nur für     Glüh-          hauben    oder Glühtöpfe mit kreisrundem  Querschnitt verwendet werden. Der Grund  hierfür liegt darin, dass beim     Abkühlen    des  .

   Gutes infolge des geschlossenen     Luftab-          blaseventils    in der Haube     bezw.    dem Topf  ein hohes Vakuum entsteht, dem nur die  Wandungen eines runden Glüh-     bezw.    Ab  kühlraumes     wiederstehen,    ohne dass ein Zu  sammendrücken der     Wandung        eintritt,    die  mit Rücksicht auf die thermischen Verhält  nisse nicht beliebig stark bemessen werden    kann.

   Will man dieses Glühverfahren für  das Glühen von grösseren und dickeren  Blechen benutzen, so müssen mit     Rücksicbt     auf die Raumverhältnisse Glühhauben mit       quadratischem    oder rechteckigem Querschnitt       verwendet    werden.     Derartige    Glühhauben  unterliegen aber dem geschilderten Nachteil,  dass sie beim Abkühlen des Glühgutes in  folge der vorhandenen innern und äussern  Drücke deformiert werden.  



  Durch das Verfahren gemäss der Er  findung wird dieser Nachteil dadurch  vermieden,     dass    vor dem Beginn des       Abkühlens    des Glühgutes in die Haube  ein neutrales Gas eingeführt wird, wobei der  Gasdruck in der Haube so reguliert wird,  dass unter Vermeidung eines Überdruckes  ein Zusammenziehen der Wände der     Glüh-          haube    vermieden ist.  



  In der Zeichnung ist das Ausführungs  beispiel für eine Einrichtung zur Durchfüh  rung des Verfahrens ein     Blankglühofen    mit  heb- und senkbarem, gegenüber dem Ofen           verfahrbarem    Beschickungswagen dargestellt.  Mit     ä    ist der in beliebiger bekannter Weise  beheizte Glühraum bezeichnet, der durch die       Herdplatte    b in ebenfalls bekannter Weise  abgeschlossen wird. Die Herdplatte ist als  Wagen ausgebildet, der auf einem Geleise  gegenüber dem Ofen für Beschickung und  Entleerung     verfahrbar    ist, und der elektrisch,  hydraulisch oder auf andere Weise gegen  über dem Glühraum gehoben und gesenkt  wird.

   Das auf dem Herd geschichtete     Glüh-          gut    c ist mit einer Glühhaube d umgeben.  die     gleichzeitig    als     Abkühlhaube    dient und  in üblicher Weise mit einer Flüssigkeitsab  dichtung     e    versehen ist. Durch den Boden  des Beschickungswagens ist das Rohr f ge  führt, das zu dem     Luftabblaseventil        g    führt.  Ferner ist ein Rohr h vorgesehen, das mit  dem Behälter i in Verbindung steht, der an  dem Beschickungswagen leicht auswechsel  bar aufgehängt ist.

   Der Behälter i ist mit  einer leicht     verdampfbaren    Flüssigkeit ge  füllt und     während    des Glühens durch das       Ventil        m.    abgeschlossen. An der Haube<I>d</I>  sitzt noch ein Rohrstutzen n, dessen Ende in  die Dichtungsflüssigkeit in der Rinne e ein  taucht.  



  Bei Einleitung des Glühens wird die in  der Haube d enthaltene Luft durch das Röhr  f und das Ventil     g    abgeblasen. Nach Been  digung des Glühens wird kurz vor Beginn  des     Abkühlens    das Ventil     g    dicht abgeschlos  sen und das Ventil m geöffnet. Durch die  vorhandene Wärme in der Glühhaube     wird     die Flüssigkeit in dem Behälter i schnell ver  dampft, und die Haube mit dem sich ent  wickelnden Gas angefüllt: Um nun zu ver  hindern, dass innerhalb der Haube ein Über  druck von mehr als 20 mm Wassersäule ent  stehen kann, wird das in die Dichtungsrinne  e der Haube eintauchende Ende des Rohres n  etwa 20 mm unter den Spiegel der Dich  tungsflüssigkeit in der Rinne e herunter  geführt.

   Als leicht     verdampfbare    Flüssig  keit zur Erzeugung des erforderlichen neu  tralen Gases wird zweckmässig Ammoniak  wasser verwendet, das einen hohen Gehalt an  Stickstoff, aber wenig Wasserstoff enthält.    Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  ohne weiteres anwendbar beim Glühen mit  Glühtöpfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPR CTCHE I. Verfahren zum Blankglühen von Metall gegenständen unter Luftabschluss, unter Verwendung einer Glühhaube oder eines Glühtopfes mit Flüssigkeitsdichtung und einem Abblaseventil für die Luft, bei dem auch das Abkühlen des Glühgutes unter der Haube vorgenommen wird, da durch gekennzeichnet, dass vor dem Be ginn des Abkühlens des Glühgutes in die Haube ein neutrales Gas eingeführt wird, wobei der Gasdruck in der Haube so reguliert wird, dass das Auftreten so wohl eines innern Überdruckes, als auch eines Unterdruckes von unzulässiger Grösse vermieden ist.
    IL Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen gegen das Hauben innere absperrbaren Behälter für die Aufnahme einer Flüssigkeit zur Bildung des neutralen Gases. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass vor dem Be ginn des Abkühlens das Luftabblaseven- til gesperrt. und die Zutrittsöffnung für das neutrale Gas freigegeben wird. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch TI, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter mit der Verdampfungsflüssigkeit am Beschickungswagen für das Glühgut auswechselbar befestigt ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an der Glüh- haube ein zweites Abblaserohr vorge sehen ist, dessen Ende in die Dichtungs flüssigkeit der Haube etwä, 20 mm ein getaucht ist, um zu verhindern, dass in der Haube ein Überdruck von mehr als 20 mm Wassersäule entstehen kann.
CH146319D 1929-04-25 1930-04-10 Verfahren zum Blankglühen von Metallgegenständen unter Luftabschluss. CH146319A (de)

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CH146319D CH146319A (de) 1929-04-25 1930-04-10 Verfahren zum Blankglühen von Metallgegenständen unter Luftabschluss.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE899209C (de) * 1939-09-19 1953-12-10 Ellis Miller Ofen, insbesondere zum Plattieren und Schweissen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE899209C (de) * 1939-09-19 1953-12-10 Ellis Miller Ofen, insbesondere zum Plattieren und Schweissen

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