Steuerung für umsteuerbare Einspritzbrennlzraftmaschinen. die mit Druckluft angelassen werden. Die Erfindung betrifft eine Steuerung für umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschi- nen, welche mit Druckluft angelassen wer den und bei denen die Bewegung des Anlassventils vom Antriebsorgan der Brenn stoffpumpe abgeleitet wird.
Gemäss der Er findung wird einerseits als Antriebsorgan der Pumpe ein zur Regelung der Pumpen- lflistung und zur Umsteuerung der Maschine verstellbarer Doppelrollenlenker verwendet, anderseits betätigt der das Anlassen und den Betrieb der Maschine steuernde Hebel Ein richtungen, durch die beim Anlassen die Brennstoffleitung und -während des Betriebes die Leitung für die Anlassluft zwangläufig abgeschaltet werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes an einer Brennkraftmaschine mit luftloser Ein spritzung des Brennstoffes schematisch dar gestellt.
Fig. 1 zeigt die Brennkraftmaschine im Grundriss, Fig. 2 einen Schnitt nach der
EMI0001.0016
Ebene <SEP> <I>a-a</I> <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 1; <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Schnitt
<tb> nach <SEP> der <SEP> Ebene <SEP> <I>b-b</I> <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> und <SEP> zeigt
<tb> den <SEP> Bedienungsmechanismus <SEP> für <SEP> die <SEP> Steue rung;
<SEP> Fig. <SEP> 4 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Schnitt <SEP> nach <SEP> der <SEP> Ebene
<tb> c-c <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> 2 <SEP> und <SEP> zeigt <SEP> den <SEP> gemeinsamen
<tb> Antrieb <SEP> der <SEP> Brennstoffpumpe <SEP> und <SEP> des
<tb> Steuerorganes <SEP> für <SEP> die <SEP> Anlassluft.
<tb> Die <SEP> dargestellte <SEP> Brennkraftmaschine <SEP> be sitzt <SEP> vier <SEP> Arbeitszylinder <SEP> :
1. <SEP> B, <SEP> C" <SEP> und <SEP> D.
<tb> denen <SEP> die <SEP> Anlassluft <SEP> durch <SEP> die <SEP> Anlasssteuer ventile <SEP> 17 <SEP> und <SEP> der <SEP> Brennstoff <SEP> durch <SEP> die
<tb> Brennstoffpumpen <SEP> 49 <SEP> zugeführt <SEP> wird. <SEP> So wohl <SEP> die <SEP> Anlassventile <SEP> 17. <SEP> als <SEP> auch <SEP> die
<tb> Brennstoffpumpen <SEP> 49 <SEP> werden <SEP> durch <SEP> die <SEP> ge meinsame <SEP> Steuerwelle <SEP> 1 <SEP> mittelst <SEP> den <SEP> Nocken
<tb> 21 <SEP> beim <SEP> Vorwärtsgang <SEP> bezw.
<SEP> ?2 <SEP> beim <SEP> Rück wärtsgang <SEP> betätigt.
<tb> Die <SEP> Nocken <SEP> 21 <SEP> und <SEP> 22 <SEP> betätigen <SEP> über <SEP> die
<tb> Rollen <SEP> 3 <SEP> und <SEP> 4 <SEP> tragende, <SEP> an <SEP> Zapfen <SEP> 20 <SEP> der
<tb> Kreuzköpfe <SEP> 5 <SEP> angelenkte <SEP> Doppelrollenlenker
<tb> 2 <SEP> und <SEP> über <SEP> Kreuzköpfe <SEP> 5 <SEP> die <SEP> Brennstoff pumpenkolben <SEP> 7, <SEP> welche <SEP> durch <SEP> die <SEP> Federn
<tb> 6 <SEP> kraftschlüssig <SEP> mit <SEP> den <SEP> Kreuzköpfen <SEP> 5 <SEP> ver- Bunden sind. Der Brennstoff strömt durch die Saugventile 9 in die Arbeitsräume 8 und wird über die Druckventile 10 und 11 in die Brennstoffleitungen 28 und von hier zu den Einspritzvorrichtungen weitergeleitet.
Die Doppelrollenlenker 2 sind mittelst den Lenkern 24 mit auf der Regulierwelle 23 befestigten Hebeln verbunden und können mit ihrer Symmetrieachse in die den Lagen I, 1I, III der Regulierwelle 23 entsprechen den Lagen I, II, III gebracht werden. In der eingezeichneten Lage II arbeiten die Rollen 3 der Doppelrollenlenker 2 mit den Nocken 21 und die Steuerung ist für Vor wärtsgang eingestellt.
Beim Übergang der Doppelrollenlenker 2 in die mittlere Lage I wird die den Arbeitszylindern zugeführte Brennstoffmenge bis auf Null in der Lage I verkleinert, indem die Rollen 3 aus dem Be reich der Nocken 21 gelangen. Bei der Wei terbewegung der Doppelrollenlenker in die Lage III gelangen die Rollen 4 in den Be reich der Nocken 22 und die Steuerung ist für Rückwärtsgang eingestellt.
An jeder Brennstoffpumpe 49 ist ein Hebel 26 drehbar gelagert, der in seiner senkrechten Lage mittelst dem Exzenter 27 den Brennstoffpumpenkolben 7 anhebt und ihn ausserhalb des Bewegungsbereiches des Kreuzkopfes 5 hält, so dass er nicht mehr be wegt wird und den Einspritzventilen keinen Brennstoff mehr zuführt. Durch mehrfach hintereinander erfolgendes Auf- und Ab bewegen des Hebels 26 kann die Brennstoff leitung 28 mit Brennstoff aufgefüllt und die darin befindliche Luft durch den Brennstoff verdrängt werden.
Auf dem auf der Anlasswelle 25 auf- gekeilten Exzenter 12 sitzt ein zweiarmiger Hebel 13, welcher mit dem einen Ende an die Stange 14 angelenkt ist, deren Bewegung durch den Winkelhebel 15 auf die Ventil spindel 16 des Anlasssteuerventils übertragen wird. Durch Drehung des Exzenters 12 wird das andere Ende des Hebels 1'3 in oder ausser den Bereich des Kreuzkopfzapfens 20 gebracht, so dass in der einen Stellung, der Anlassstellung, das Anlassventil vom Kreuz- kopf 5 betätigt und in der andern Stellung. der Betriebsstellung, nicht betätigt wird.
Die Anlassluft strömt durch die Leitungen 48 zu den Anlassventilen 17 und durch den F1anschenanschluss 19 in den nicht gezeich neten Anlassluftkanal im Zylinderdeckel 50.
Zum Verstellen der Anlasswelle 25 und der Regulierwelle 23 ist auf einer Stirnseite eines Steuertroges eine Gewindespindel 32 gelagert, welche durch das Handrad 30 be tätigt wird, und ein Anlasshebel 35 auf der Anlasswelle 25 aufgefeilt, der in eine An lassstellung .4, in eine Stoppstellung S und in eine Betriebsstellung B gebracht werden kann.
Auf der Spindel 32 läuft eine Hutter 31, welche mittelst des Gabelhebels 33 die Regulierwelle 23 aus der Lage II für Vor wärtsgang über die Lage I für Stillstand in die Lage II für Rückwärtsgang drehen kann. Die auf der Anlasswelle 25 aufgekeilte Nockenscheibe 36 hebt mit ihrer Nocken kurve 37 in der Anlassstellung und in der Stoppstellung die Rolle 40 des Kreuzkopfes 41, dessen Bewegung durch den Stift 42 auf den Winkelhebel 43 und auf das Gestänge 44 übertragen wird. .Das Gestänge 44 ist.
seinerseits mit Hebeln 45 verbunden, welche mittelst je eines Hebels in den Brennstoff pumpengehäusen die Saugventile 9 der Pumpen anheben und dadurch die Förderung der Brennstoffpumpen unterbrechen. Die Teile 43 bis 45 sind der Deutlichkeit halber in den Fig. 2 und 3 um<B>90'</B> gedreht gezeich net.
Durch den Anschlag 38 der Nocken- scheibe 36 wird in der Anlassstellung durch Anheben des Stiftes 45' das unter dem Druck einer Feder stehende Anlassluftventil 46 geöffnet, so da.ss Anlassluft von einer nicht gezeichneten Flaschenbatterie durch die Leitung 37, das Ventil 46 und die Lei tung 48 zu den Anlassventilen 17 strömen kann.
Die Steuerung wirkt wie folgt: Steht die Maschine still, so befindet sich der Anlasshebel 35 in der Stellung S und das Handrad 30 in der Regel so, da.ss der Gabel hebel 33 die Stellung I einnimmt. In dieser Stellung des Handrades und des Anlasshebels ist die Rolle 40 des Kreuzkopfes 41 auf dem Nocken 37 der Nockenscheibe 36, so dass der Stift 42 die Hebel 43 und 45 nach links drückt und die Saugventile 9 der Brennstoffpumpen infolgedessen offen stehen. Die Brennstoffpumpen sind also ausgeschal tet.
Der Anschlag 38 der Nockenscheibe 36 berührt den Stift 45' des Ventils 46 nicht, so dass das Ventil 46 geschlossen und die Verbindung zwischen der Leitung 47 und der Leitung 48 unterbrochen ist. Der Stel lung I des Gabelhebels 33 entspricht die Stellung I des Doppelrollenlenkers 2.
Soll nun vorwärts angefahren werden, so wird zunächst das Handrad 30 so gedreht, dass der Gabelhebel 33 etwa die Mittelstel lung zwischen den Lagen I und 1I erreicht, wobei die Rollen 3 in den Bereich der Nok- ken 21 geraten. Der Anlasshebel 35 wird nun in die Stellung A gerückt. Die Rolle 40 des Kreuzkopfes 41 befindet sich immer noch auf der Nockenkurve 37, so dass die Saugventile 9 der Brennstoffpumpen an gehoben bleiben. Der Anschlag 38 hebt das Ventil 46 an, so dass die Anlassluft aus der Leitung 47 durch die Leitung 48 zu den Anlassventilen 17 gelangt.
Beim Schalten des Anlasshebels 35 in die Stellung A werden die Exzenter 12 so gedreht, dass die Hebel 13 in den Wirkungsbereich der Kreuzkopf zapfen 20 gelangen. Die Anlassventile 17 werden infolgedessen über die Winkelhebel 15, die Gestänge 14, die Hebel 13 und die Doppelrollenlenker 2 von den Nocken 21 der art betätigt, dass die Anlassluft jeweils kurz nach Überschreitung des obern Totpunktes zu Beginn des Arbeitshubes in die Zylinder gelangt und den wie eine Dampfmaschine geschalteten Motor in Bewegung setzt. Die Füllung kann durch Drehung des Handrades 30 vergrössert oder verkleinert werden.
Befindet sich die Maschine im Schwung, so wird der Anlasshebel 35 von der Stellung A in die Stellung B umgeschaltet. Dadurch wird zunächst der Anschlag 38 der Nocken scheibe 36 vom Stift 45' abgehoben, so dass das Ventil 46 schliesst und die Zufuhr der Anlassluft unterbindet. Die Nockenkurve 37 der Nockenscheibe 36 wird soweit nach rechts gedreht, dass die Rolle 40 des Kreuz kopfes 41 in die Vertiefung 49' neben dem Nocken 37 zu liegen kommt, wodurch die Hebel 43 und 45 freigegeben werden, so dass die Saugventile 9 von ihren Federn auf ihren Sitz gedrückt werden. Von diesem Augen blicke an sind die Brennstoffpumpen ein geschaltet, so dass sich die Maschine nun im Normalbetrieb befindet.
Soll der Gang beschleunigt werden, so wird das Handrad 30 weitergedreht, so dass die Rollen 3 immer mehr der Mittellage ge nähert werden. Dadurch werden der Hub der Brennstoffpumpen, die Einspritzmengen und die Leistung der Maschine vergrössert. Soll dagegen die Maschine langsamer laufen, so wird das Handrad 30 in der andern Rich tung gedreht, wodurch die Rollen 3 immer mehr aus der Mittellage herausgezogen wer den, so dass der Hub der Brennstoffpumpen die Einspritzmengen und die Leistung der Maschine entsprechend verkleinert werden.
Soll nun die Maschine von Vorwärts- auf Rückwärtsgang umgesteuert werden, so wird der Anlasshebel aus der Stellung B in die Stellung .S gebracht, wodurch die Saugven tile 9 geöffnet und die Brennstoffzuführung zu den Einspritzvorrichtungen abgestellt wird. Das Handrad 30 wird nun so gedreht, dass der Gabelhebel 33 etwa die Mittellage zwischen den Stellungen I und III einnimmt, worauf der Anlasshebel 35 in die Stellung A geschaltet wird. Durch die Drehung des Handrades 30 sind nun die Rollen 4 in den Bereich der Nocken 22 gebracht worden, so dass die Anlassluft so gesteuert wird, dass die Maschine im umgekehrten Drehsinn laufen muss.
Sobald die Maschine in Schwung ge raten ist, wird der Anlasshebel 35 \viederum in die Stellung B gebracht, wodurch die An lassluft abgeschaltet und die Saugventile der Brennstoffpumpe freigegeben werden. Die Brennstoffpumpen werden von den Nocken 22 so betätigt, dass die Maschine im um gekehrten Drehsinn weiter laufen muss. Die Belastung der Maschine wird eingestellt, in- dem die Rollen 4 durch Drehen des Hand rades 30 mehr oder weniger aus der Mittel lage herausgedrängt und dadurch mehr oder weniger aus dem Bereich der Nocken 22 ge bracht werden.
Beim Abstellen der Maschine wird der Gabelhebel 33 in die Stellung I verstellt. Hierauf wird der Anlasshebel 35, zur wei teren Sicherung der Maschine, in die Stel lung S' gebracht.
Mit dem Winkelhebel 43 kann ein von einem Sicherheitsregler betätigtes Gestänge verbunden sein. Nimmt die Drehzahl der Maschine, zum Beispiel bei Schiffsmaschinen beim Austauchen der Schraube, unzulässig hohe Werte an, so kann der Sicherheits regler den Winkelhebel 43 unabhängig von der Stellung der Nockenscheibe '36 nach links drehen und damit die Brennstoff pumpen ausser Betrieb setzen.
Die beschriebene Steuerung ist bei ein fach und doppeltwirkenden Zweitakt- und Viertaktmaschinen für Drucklufteinsprit- zung wie für die luftlose Einspritzung des Brennstoffes anwendbar.