CH146380A - Verfahren und Einrichtung zum Synchronisieren der Bewegungen zweier an verschiedenen Stellen angeordneter Vorrichtungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Synchronisieren der Bewegungen zweier an verschiedenen Stellen angeordneter Vorrichtungen.

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CH146380A
CH146380A CH146380DA CH146380A CH 146380 A CH146380 A CH 146380A CH 146380D A CH146380D A CH 146380DA CH 146380 A CH146380 A CH 146380A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  • Transmission And Conversion Of Sensor Element Output (AREA)

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  Verfahren und Einrichtung zum Synchronisieren der Bewegungen zweier an  verschiedenen Stellen angeordneter Vorrichtungen.    Es kommt vielfach vor, dass man zwei an  verschiedenen Stellen angeordnete Vorrich  tungen synchron betreiben muss, was sich auf  elektrischem Wege erzielen lässt. Ist der  gegenseitige Abstand der Vorrichtungen ver  hältnismässig gering, so dass sich eine gal  vanische Verbindung verwenden lässt, so  macht das Synchronisieren im allgemeinen  gar keine Schwierigkeiten.

   Ist dagegen der  Abstand zu gross, oder ist man aus andern  Gründen     gezwungen,    die Verbindung auf  drahtlosem Wege zu vermitteln, so ist die  Menge der in der Empfangsstation zum Syn  chronisieren verfügbaren Energie nur sehr  gering, und es ist nicht stets möglich, die  Menge derart zu vergrössern, dass eine Vor  richtung von verhältnismässig grosser Lei  stungsfähigkeit zu synchronem Gang ge  zwungen werden kann.  



  Gegenstand der     Erfindung    ist ein Ver  fahren und eine Einrichtung, welche die  Möglichkeit geben, mit Hilfe schwacher Syn-         chronisationsschwingungen    auch kräftige  Vorrichtungen im Schritt zu halten.  



  Das Verfahren nach der Erfindung be  steht darin, dass man eine elektrische Schwin  gung in dem     Rythmus    der einen Vorrich  tung erregt und der Stelle zuführt, wo sich  die andere Vorrichtung befindet und dort  synchronisierend auf eine örtlich erregte     Re-          laxationsschwingung    wirken lässt, die, ge  gebenenfalls nach Verstärkung, regelnd auf  den     Rythmus    dieser andern Vorrichtung wir  ken gelassen wird.  



  Die Erfindung basiert auf der     Eut-          deckung    der Erscheinung, dass sich die so  genannten     Relaxationsschwingungen    in be  sonders einfacher Weise in ihrem     Rythmus     beeinflussen lassen, so dass energische     Rc-          laxationsschwingungen    durch verhältnis  mässig schwache elektrische Schwingungen  (von beliebiger Natur) synchronisiert werden  können.      Die Zeichnung     veranschaulicht    schema  tisch Ausführungsbeispiele der im Patent  anspruch     II    gekennzeichneten Einrichtung.  



  Die in der Zeichnung dargestellten Aus  führungsbeispiele     (Fig.    1 und 2)     betreffen     eine Empfangsstation für Bildtelegraphie  oder für Television, in der eine     Nipkow-          scheibe    zum     Reintegrieren    der Bilder verwen  det wird. Diese Scheibe muss synchron  mit der entsprechenden, nicht dargestellten,       Desintegrationsscheibe    der Sendestation ge  dreht werden. Diese Sendestation sendet  drahtlos eine, gegebenenfalls einer Träger  welle überlagerte, Schwingung aus, deren  Frequenz durch die umlaufende Scheibe be  dingt wird.

   Diese Schwingungen werden in  der in     Fig.    1 dargestellten Empfangsstation  von der Antenne 1 aufgefangen, deren Strom  kreis 2 auf diese     Schwingungen    abgestimmt  ist, nötigenfalls in einem Verstärker 3 ver  stärkt und einem Transformator zugeführt,  dessen     Sekundärwicklung    in einer zum Er  zeugen von     Relaxa.tionsschwingungen    dienen  den Schaltungsanordnung liegt.

   Die zu die  sem Zweck dargestellte Schaltungsanord  nung, die an und für sich     bekannt    ist, ent  hält eine Entladungsröhre mit selbständiger  Entladung 5 (eine     Glimmlichtlampe    zum  Beispiel), eine Batterie 6 in Reihe mit einem  Widerstand 7 und in einem zweiten Zweig  einen Regelungskondensator 8, sowie einen  Widerstand 9. Diese beiden letzten Teile be  dingen durch ihr Produkt die eigene freie  Frequenz der     Relaxationsschwingungen,    aber  wenn, wie im dargestellten Fall, gleichzeitig  eine periodische elektromotorische Kraft im  System wirksam ist, tritt auf je eine Periode  oder eine ganze Anzahl von Perioden dieser  elektromotorischen Kraft eine einzige Ent  ladung des Kondensators 8 auf.

   Die Anzahl  der Perioden hängt dabei von den Grössen des  Kondensators 8 und des Widerstandes 9 ab.  



  Zwischen den Enden des Widerstandes 9  treten somit periodische Spannungsimpulse  auf, deren Frequenz derjenigen der ankom  menden     Synchronisierschwingungen    oder  einem Bruchteil derselben entspricht. Diese  Impulse können nötigenfalls weiter mit    einem Verstärker 10 verstärkt werden, in  dessen Ausgangsstromkreis eine Erregerspule:  11 liegt, der sich nahe einer mit Nocken oder  Zähnen versehenen magnetischen Scheibe 12  befindet, die auf der Welle 13 der     Nipkow-          scheibe    14 sitzt. Diese Wellen und Scheibe  werden von einem Motor 15 angetrieben, wo  bei die Scheibe 12 unter dem Einfluss des  pulsierenden Feldes der Spule 11 gezwungen  wird, mit den     Pulsa.tionen    dieses Feldes syn  chron zu laufen.  



  In     Fig.    2 ist eine Einrichtung dargestellt,  bei der sowohl durch die synchronisierende,  als auch durch die unter dem Einfluss der  Bewegung des zu synchronisierenden Gerätes       zustandekommende    Schwingung ein System  beeinflusst wird, in     dein        Relaxationsschwin-          gungen    erzeugt werden und diese Systeme,  gegebenenfalls über eine oder mehrere     Ver-          stärkerstufen,    die Bewegungsgeschwindig  keit der erwähnten Vorrichtung regeln.  



       Fig.    3 ist ein Schema zur Erläuterung  der Wirkungsweise der Einrichtung nach       Fig.    2.  



  Die Einrichtung enthält Entladungsröh  ren 16 und 17, die zweckmässig aus     Glimm-          lichtröhren    bestehen, und die mit den Sekun  därwicklungen von Transformatoren 18 und  19 und mit Widerständen 20 und 21 in  Reihe geschaltet sind. Der gemeinsame Punkt  der Wicklungen ist mit dem der Widerstände  über einen Kondensator 22 verbunden, zu  dem eine Batterie 23 mit in Reihe verbun  denem Widerstand 24 parallel geschaltet ist.  Die der Vorrichtung auf elektrischem Wege  übermittelten synchronisierenden Signale  werden über Leitungen 25 einer der beiden  Primärwicklungen jedes der Transformatoren  <B>18</B> und 19 zugeführt, wobei diese Wicklun  gen in Reihe geschaltet sind.

   Die     übrigblei-          benden    Primärwicklungen, die ebenso in  Reihe liegen, erhalten Strom aus einer Bat  terie 26, und der gebildete Stromkreis     kann     über eine Kontaktvorrichtung 27 geschlossen  werden, die mit einem auf einer Brems  scheibe 29 angebrachten Kontaktstück 2'8 zu  sammenwirkt. Diese     Scheibe    29 ist mit den  sich bewegenden Teilen des zu synchronisie-           renden    Gerätes gekuppelt. Die Umlauf  geschwindigkeit der Scheibe, die in jeder be  kannten Weise angetrieben werden kann,  wird durch einen Bremsmagnet 30     beein-          flizsst,    der mit zwei Wicklungen 31 und<B>32</B>  versehen ist.

   Diese Wicklungen sind derart  geschaltet, dass bei einer     bestimmten    Strom  richtung der Dauermagnetismus von der  einen Wicklung verstärkt und von der an  dern Wicklung geschwächt wird.  



  Die mit den Leitungen 25 in Reihe     ge-          scha.lteten    Primärwicklungen der Transfor  inatoren 18 und 19 sind mit Rücksicht auf  die Polarität der     Batterie    23 und die Quelle  der synchronisierenden Signale derart ge  schaltet, dass in der Sekundärwicklung des  zuerst genannten Transformators eine Span  nung induziert wird, welche die Batterie  spannung unterstützt, während in der Se  Izundärwicklung des zuletzt genannten Trans  formators eine entgegenwirkende Spannung  erzeugt wird.

   Von den     mit    der Kontaktvor  richtung 27 in Reihe geschalteten Primär  wicklungen unterstützt gerade die im Trans  formator 19 sekundär induzierte     Spannung     die Batteriespannung und letztere wird von  der im Transformator 18 sekundär induzier  ten Spannung bekämpft. Die Vorrichtung  wird nun mit solcher Geschwindigkeit ange  trieben, dass die Kontaktvorrichtung 27  nahezu im     Rythmus    der synchronisierenden  Signale geschlossen wird.  



  Wenn die Elemente der beschriebenen  Einrichtung in richtiger Weise bemessen  sind, treten beim Empfangen von synchroni  sierenden Signalen über die Linie 25 in dem  vom Kondensator 22 mit parallel geschalte  tem Widerstand 24 und parallel geschalteter  Batterie 23 gebildeten System     Relaxations-          schwingungen    auf, so dass die Röhre 16  durchschlägt. Infolgedessen tritt im Wider  stand 20 ein Spannungsabfall auf, der von  einer Röhre<B>33</B> verstärkt werden kann, so       class    ,jetzt während kurzer Zeit die Wicklung  32 des Bremsmagnetes erregt wird.  



  Wird anderseits die Kontaktvorrichtung  27 von dem am Umfang der Scheibe     befind-          lieben    Kontaktfinger 28 geschlossen, so    spielt sich dieselbe Erscheinung mit Bezug  auf die     Glimmentladungsröhre    17, den Wi  derstand 21 und die     Verstärkerröhre    34 ab,  so dass alsdann die Wicklung 31 erregt wird,  die eine derjenigen der Wicklung 32 ent  gegengesetzte Wirkung auf den Magnet 30  ausübt.  



  Läuft die Scheibe 29 zum Beispiel zu  schnell, so wird der Kontakt 27 vor dem  Empfang des synchronisierenden Signals ge  schlossen. Infolge des     Durchschlagens    der  Röhre 17 und der dadurch erfolgenden Er  regung der Wicklung 31 wird die Brems  kraft des Magnetes 30 verstärkt. Wird ein  synchronisierendes Signal früher empfangen,  so bewirkt die Wicklung 32 eine augenblick  liche Schwächung der Dauerbremskraft.  



  Wird das synchronisierende Signal in  dem Augenblick empfangen, in dem die  Kontaktvorrichtung 27 geschlossen ist, so  wird infolge der einander entgegenwirkenden  Primärwicklungen der beiden Transformato  ren gar keine Spannung in den Sekundär  wicklungen dieser Transformatoren induziert,  und es kann in keiner der Röhren 16 und 17  ein Durchschlag erfolgen.  



  Die Wirkungsweise des beschriebenen  Systems beruht auf der bei Systemen mit       Relaxationsschwingungen    bekannten Eigen  schaft, dass sich die zum Beeinflussen eines  solchen Systems erforderliche Höhe der       Spannung        Fs    mit der Zeit ändert, wie dies       Fig.    3 zeigt.  



  Bei der beschriebenen Einrichtung bedeu  tet dies, dass, sobald eine der Röhren 16 oder  17 einmal durchgeschlagen ist, die Spannung  des synchronisierenden Signals erst nach  Verlauf einiger Zeit fähig ist, wiederum  einen Durchschlag zu bewirken. Kommen in  nerhalb des Zeitraumes     t1    nacheinander ein  synchronisierendes Signal und ein von der  Kontaktvorrichtung 27 erzeugtes Signal an,  so beeinflusst das zuerst ankommende Signal  die     Synchronisiereinrichtung    und das zweite  bleibt unwirksam.  



  Innerhalb des Rahmens der Erfindung  ist es natürlich auch möglich, anstatt einer      aus zwei Entladungsröhren bestehenden     Ver-          stärkerstufe    zwei oder mehrere solche Stufen  anzuwenden,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCFIE I: Verfahren zum Synchronisieren der Be wegungen zweier an verschiedenen Stel len angeordneter Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine elektrische Schwingung in dem Rythmus der einen Vorrichtung erregt und der Stelle zu führt, wo sich die andere Vorrichtung befindet und dort synchronisierend auf eine örtlich erregte Relaxationsschwin- gung wirken lässt, die regelnd auf den Rythmus dieser andern Vorrichtung wir ken gelassen wird.
    1I, Empfangseinrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Empfangen der Synchronisations- schwingungen, einen Generator zur Er zeugung von Relaxationsschwingüngen, eine Vorrichtung, welche die Frequenz der Relaxationsschwingungen unter den Einfluss der empfangenen Synchronisier schwingungen zu stellen vermag, eine Vorrichtung, deren Bewegung zu regeln ist und eine mit dieser Vorrichtung ver bundene Vorrichtung,
    deren Bewegung durch die Relaxationsschwingungen ge regelt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Relaxa- tionsschwingung verstärkt wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, bei der die Vorrichtung, deren Bewegung zu regeln ist, eine umlaufende Bewegung ausführt, dadurch gekennzeichnet, da.ss auf der Welle dieser Vorrichtung eine Scheibe sitzt, deren Umfang mit Nocken aus magnetischem Material versehen ist, die sich in einem von den Relaxations- schwingungen erzeugten magnetischen Feld bewegen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da,ss durch die zu erst genannte und durch die unter dem Einfluss der Bewegung der zu syn chronisierenden Vorrichtung zustande kommende Schwingung je ein System beeinflusst wird, in dem Relaxations- schwingungen erzeugt werden, und diese Systeme die Bewegungsgeschwindigkeit der erwähnten Vorrichtung regeln. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass mit jeder der Entladungsröhren der beiden Systeme, in denen Relaxationsschwingungen er zeugt werden, die Sekundärwicklung eines Transformators und eine Impe danz in Reihe geschaltet sind, und zwi sehen dem gemeinsamen Punkt dieser Wicklungen und dem der Impedanzen ein Kondensator angebracht ist, zu dem ein Widerstand mit einer in Reihe lie genden Batterie parallel geschaltet ist, wobei eine der beiden Primärwicklungen der Transformatoren von den synchroni sierenden und die andere Primärwick lung von den von einer mit den sich be wegenden Teilen gekoppelten Kontakt vorrichtung erzeugten Signalen beein flusst werden. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Ent ladungsröhren aus Glimmlichtröhren be stehen. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, da.ss zur Regelung der Bewegungsgeschwindigkeit der er wähnten Vorrichtung mindestens eine Verstärkerstufe vorgesehen ist.
CH146380D 1928-12-19 1929-12-18 Verfahren und Einrichtung zum Synchronisieren der Bewegungen zweier an verschiedenen Stellen angeordneter Vorrichtungen. CH146380A (de)

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