Glasgleichrichterschrank. Mit wachsender Grösse der Glasgleichrich- terkolben erhöht sich die Schwierigkeit, die Kolben in die zu ihrer Unterbringung die nenden schrankförmigen Eisengerüste be quem ein- und ausbauen und sie derart an ordnen zu können, dass sie gut zugänglich sind. Man hat zu diesem Zweck schon Eisen gerüste gebaut, die durch eine an ihrer Rück seite vorgesehene Tür zugänglich waren; die Schalter und sonstigen Handhabungseinrich tungen, sowie die Messinstrumente sind bei diesen bekannten Schränken auf deren Vor derseite angeordnet.
Diese Anlagen besitzen aber den Nachteil, dass auf der Rückseite des Schrankes ein verhältnismässig grosser Platz zum Offnen der Tür bezw. ein breiter Gang zum An- und Abtransportieren der Kolben erforderlich ist. :In dieser Hinsicht sind die bekannten Schränke vorzuziehen, bei denen die Glaskolben durch eine an der Vorderseite des Schrankes befindliche Tür ein- und aus gebaut werden.
Die zur Bedienung des Gleichrichters erforderlichen Schaltergriffe, Messinstrumente usw. liegen dann aber" unter bezw. über dieser Tür, so dass diese keine zum bequemen Ein- und Ausbau der Kolben hinreichende Höhe besitzen kann, wenn man nicht den Übelstand in Kauf nehmen will. dass die Schalter und Messgeräte unzweck mässig tief bezw. hoch zu liegen kommen.
Der Gleichrichterschrank gemäss der Er findung besitzt die Vorteile, die der Ein- und Ausbau der Kolben von vorn bietet, ohne zu gleich die Nachteile der bisher von vorn zu gänglichen Schränke aufzuweisen. Gemäss der Erfindung besitzt der Gleichrichter schrank an der Vorderseite eine Tür, die, etwa bis zum Boden reichend, einen beque men Zutritt in den Schrank ermöglicht, wäh rend die Schaltergriffe zu einer oder ge gebenenfalls zu beiden Seiten der Tür an der Vorderwand des Schrankes angeordnet sind. Um den zum Öffnen der Tür erforderlichen Raum zu verringern, wird die Tür bei grö- sseren Schränken zweckmässigerweise zwei teilig, also als Doppeltür ausgebildet.
Der Gleichrichterschrank gemäss der Er findung und die mit ihm erzielbaren beson deren Vorteile seien im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, die ein Ausfüh rungsbeispiel erkennen lässt.
Abb. 1 ist eine Vorderansicht und Abb. 2 eine Seitenansicht des neuen Schrankes. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der Schrank 3 eine zweiteilige Tür 4, die gemäss der Erfindung bis zum Boden des Schrankes reicht, jedoch nicht die gesamte Breite der Vorderfläche einnimmt, so dass zu ihrer einen Seite oder gegebenenfalls auch auf beiden Seiten eine streifenförmige Fläche 5 ver bleibt, auf welcher die Hebel- und Dreh griffe 6, 7 für die Schalter und sonstige Ein richtungen 9 beispielsweise untereinander an geordnet sind.
Die Tür 4, die in bekannter Weise mit Schaulöchern zur Beobachtung des Kolbens 2 versehen sein kann, reicht nicht ganz bis zur Oberkante des Schrankes 3, so dass ein senkrecht zur Fläche 5 verlaufender Streifen 14 verbleibt, auf welchem die Mess- und Anzeigeinstrumente 13 angeordnet sind, die in_besonderen Fällen jedoch auch auf den seitlichen Flächen 5 untergebracht sein können.
Die Höhe der Tür ist zweckmässigerweise derart bemessen, dass sie nicht nur den Gleichrichterkolben 2, sondern auch den dar unter befindlichen Ventilator 8 bedeckt. Auf diese Weise kann nämlich mit dem Schrank gemäss der Erfindung der besondere Vorteil erreicht werden, dass auch der Ventilator, beispielsweise mittelst eines besonderen Fahr gestelles 16, leicht aus- und eingebaut wer den kann, der bei den neuerdings verwen deten grösseren Gleichrichtereinheiten gleich falls eine beträchtliche Grösse besitzt und dessen Ein- und Ausbau daher bei den bisher bekannten Schränken ebenfalls Schwierigkei ten bietet.
Der Kolben 2 wird von einem Halter 11 getragen, der in an sich bekannter Weise zwecks Zündung des Gleichrichters kippbar gelagert sein kann. Zum Unterschied von den bekannten Kippanordnungen ist es aber bei Verwendung eines Schrankes gemäss der Erfindung möglich, die Kippachse 10 des Kolbenhalters 11 seitlich, nämlich hinter der Fläche 5 und derart anzuordnen, dass sie pa rallel -zu dieser Fläche bezw. zur Ebene der Tür 4 verläuft. Dies bietet den Vorteil, dass die Anlage übersichtlicher wird und auch die Kabel- leichter geführt und angeschlossen werden können.
Auch ermöglicht die seit liche Anordnung der in bekannter Weise von dem -Kippmagneten 15 angetriebenen Achse 10 nötigenfalls einen freien Zutritt zur Rückseite des Kolbens.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung, der gleichfalls die Übersicht der Anlage erhöht und den freien allseitigen Zutritt zum Kol ben erleichtert, besteht darin, dass die bisher hinter dem Kolben angeordneten Sicherungen und weiteren Hilfsapparats in dem von der Fläche 5 bedeckten Raum, zum Beispiel in einer besonderen seitlichen Kammer 12, un tergebracht werden können, die über oder auch gegebenenfalls unter den Schaltern 9 liegt.