Einrichtung für künstliche Brut. Die bekannten Einrichtungen für künst liche Brut, bei welchen die Eier in grosser Zahl in übereinander liegenden Hürden der Brutluft ausgesetzt sind, welche durch einen im Innern des Brutraumes vorgesehenen Ven tilator in kreisende Bewegung gebracht wird, weisen verschiedene Nachteile auf, von wel chen insbesondere der Nachteil fühlbar ist, dass die in den Hürden übereinander liegen den, sich gegenseitig überdeckenden Eier von dem Luftstrom nicht genügend durch strömt werden können, weil der Kreisluft strom zufolge des meist abseits vom Eier stapel liegenden Ventilators und zufolge der Knickungen in der Bahn des Luftstromes nicht ausreicht.
Zweck der Erfindung ist es, eine Ein richtung für künstliche Brut zu schaffen welche diesen Nachteil nicht aufweist und ein sehr energisches und wirksames Bestrei chen aller Eier durch den Kreisluftstrom er möglicht. Dies wird der Erfindung gemäss dadurch erreicht, dass zwei oder mehrere Ventilatoren bezw. Ventilatorgruppen vor gesehen sind, von welchen ein Ventilator oder mehrere Ventilatoren einer Gruppe die Luft unmittelbar durch die Eierhürden treiben, während ein Ventilator oder mehrere Ven tilatoren einer zweiten Gruppe im Kreis luftstrom des bezw. der Ventilatoren der ersten Gruppe derart angeordnet sind,
dass sie die Luft vom Ende des Eierstapels ab saugen und dem bezw. den Ventilatoren der ersten Gruppe wieder zuführen.
Hierdurch wird erreicht, dass die Eier in den Hürden unmittelbar von dem vom Venti lator bezw. der ersten Gruppe der Ventilato ren ausgehenden Luftstrom bestrichen werden und die sonst unvermeidliche Abschwächung der Wirkung dieses Luftstromes dadurch aufgehoben wird, dass ein Ansaugen am Ende des Eierstapels durch den zweiten Ventilator bezw. die zweite Gruppe der Ventilatoren bewirkt wird, und der abgesandte Luft strom der ersten Gruppe wieder zu geführt wird, welcher den Luftstrom im Kreislauf wieder unmittelbar in den Eier stapel treibt.
Mehrere in Gruppen angeord nete Ventilatoren finden dann Anwendung, wenn für grössere Anordnungen mehrere Eierstapel nebeneinander vorgesehen sind.
Um eine möglichst hohe Wirkung zu er halten und das Bestreichen der Eier in den Hürden möglichst gut zu gestalten, ist es zweckmässig, die Anordnung der Ventilatoren so zu treffen, dass der Luftstrom in horizon- taler Richtung durch die Eierhürden getrie ben wird, welche zu diesem Zwecke Zwischen spalten zwischen sich freilassen und auch perforierte Wände aufweisen können, um den Luftstrom direkt- zu den Eiern zu treiben.
Bei diesen Brutapparaten ist es auch vorteil haft, die Luftaustrittsöffnungen ganz oder teilweise verschliessbar zu machen, wobei gleichzeitig eine oder mehrere der den Brut apparat nach aussen begrenzenden Wände aus luftdurchlässigem Stoff, vorzugsweise aus poröser Pappe, bestehen können. Hier durch kann der Feuchtigkeitsgehalt der Brut luft nach Belieben vergrössert bezw. ver kleinert und dem alle Eier der Hürden gleich mässig bestreichenden Luftstrom und der Temperatur entsprechend angepasst werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs- beispiele des Bratapparates gemäss der Er findung zur Darstellung gebracht, und zeigt Abb. 1 im Aufriss und Schnitt einen Brut apparat mit aufrechter Durchströmung der Eierhürden, Abb. 2 und 3 einen solchen mit wagrechter Durchströmungsrichtung im Auf riss und Schnitt bezw. in geschlossenem Zu stande.
Gemäss dem in Abb. 1 dargestellten Aus führungsbeispiele sind im Innern des von den Seitenwänden 1 begrenzten Raumes die in der Zeichnung schematisch durch die Um- risslinien angedeuteten Eierstapel 2 in be kannter Weise angeordnet. Oberhalb eines jeden Eierstapels liegt je ein Ventilator 3, welche Ventilatoren in Ausnehmungen rauer Zwischenwand 4 drehbar gelagert sind, wel ehe nur wenig über die äussern Eierhürden 2 hinausragt.
Neben den Eierhürden 2 ist. zu beiden Seiten je eine kurze, lotrechte Wand 5 angeordnet, die etwa bis an das untere Ende der Eierhürden 2 reicht und am obern Ende in einem Ausschnitte einer horizontalen Wand 6 je einen Ventilator 7 aufweist. Die Ventilatoren 7 bilden die zweite Gruppe.
Werden die Ventilatoren angetrieben, so -wird der von den Ventilatoren 3 erzeugte Luft strom unmittelbar durch die Eierhürden 2 nach abwärts getrieben, wobei die - Ven tilatoren 7 am untern Ende der Eierhürden Luft absaugen und die so geförderte Luft nach aufwärts werfen, so dass dieselbe von den Ventilatoren 3 oberhalb der Wand 4 wie der angesaugt wird. Die Ventilatoren 7 sind daher im Kreisluftstrom hinter die Ventila toren 3 derart geschaltet, dass sie die Luft bewegung durch die Eierhürden durch Ab saugen am untern Ende wesentlich unter stützen.
Die Richtung des Luftstromes durch die Eierhürden ist jedoch nicht an die Ausfüh- rungsform nach Abb. 1 gebunden, sondern kann beliebig gewählt werden, wenngleich der Luftumtrieb in aufrechter Richtung zum Brutzwecke genügt. Zum Zwecke des Schlup- fes, also des letzten Abschnittes der Brut, wird die aufrechte Strömung durch die Eier hürden jedoch nicht in allen Fällen ausrei chen. Es kann hierbei vorteilhafterweise die Anordnung nach Abb.2 getroffen werden, ge mäss welcher der Luftstrom in horizontaler Richtung geführt ist.
Ein oder mehrere Ven tilatoren 3 sind hierbei in Ausschnitten der Scheidewand 4 angeordnet, während die Ventilatoren 7 in Ausschnitten der Scheide wand 6 angeordnet sind. Die Eierhürden 2 liegen in Stapeln in bekannter Weise neben einander, wobei Zwischenräume 8 zwischen den Hürden 2 freibleiben. Auch können die Seitenwände der Hürden 2 durchbrochen aus gebildet sein.
Der von den Ventilatoren 3 ausgehende Luftstrom wird sohin in horizontaler Rich tung unmittelbar durch die Zwischenräume 8 zwischen den Hürden hindurchgetrieben und wird durch die auf den Raum 9 ausgeübte Saugwirkung der Ventilatoren 7 an der den Ventilatoren 3 entgegengesetzten Seite der Eierhürden 2 abgesaugt und unterhalb der Eierhürden 2 über die Wassertassen 10 ge führt und den Ventilatoren 3 im Raum 11 wieder zugeführt, welcher Raum unter der Saugwirkung der Ventilatoren 3 steht.
Hier durch wird eine sehr energische Luftbewe gung unter Bestreichung aller in den Hür den 2 liegenden Eier erzielt.
Nachdem während des Schlupfes die Feuchtigkeit eine grosse Rolle spielt, sind beim Beispiel nach Abb. 2 und 3 E.inrieh- tungen vorgesehen, welche es gestatten, den Feuchtigkeitsgehalt der Brutluft nach Be lieben zu vergrössern. Hierbei ist Vorsorge getroffen, dass die Luft auf dem Brut apparate entweichen kann, ohne die Feuchtig keit in gleichem Masse mitzunehmen.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dass die Luft austrittsöffnungen 12, wie Abb. 3 zeigt, durch Klappen 13 ganz oder teilweise ver schliessbar sind und gleichzeitig eine oder mehrere, den Brutraum nach aussen abschlie ssende Wände 14 aus luftdurchlässigem Stoff, vorzugsweise aus poröser Pappe, be stehen. Hierdurch ist es möglich, auch bei ganz geschlossenen Austrittsöffnungen 12 die Erneuerung der Brutluft durch die porösen Seitenwände in genügendem Ausmasse zu er halten. Zur Beschickung der Wassertassen 10 mit Wasser sind Einfüllstutzen 16 vor gesehen, während die Frischluft durch die Zuführungsrohre 17 angesaugt und die Zu trittsmenge durch einen Thermostaten 18 ge regelt werden kann.
Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft kann, in bekannter Weise, durch ein Hygrometer 19 abgelesen werden.