CH146507A - Mehrschlägiges Seil. - Google Patents

Mehrschlägiges Seil.

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CH146507A
CH146507A CH146507DA CH146507A CH 146507 A CH146507 A CH 146507A CH 146507D A CH146507D A CH 146507DA CH 146507 A CH146507 A CH 146507A
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Groebl Josef
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Groebl Josef
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Description


      Mehrschlägiges    Seil.    Bei der Verlegung von Seilen, insbeson  dere von Fernleitungen, wurden Seilrisse be  obachtet, obwohl die spezifische     Beanspru-          chung        nur        etwa        50        %        der        laboratoriummässig     festgestellten Bruchfestigkeit betrug. Die  Seile waren entsprechend den V. D.     E.-Vor-          achriften    hergestellt. Die Untersuchungen  haben ergeben, dass diese Risse auf die vor  geschriebene Seilform zurückzuführen sind.

    Die Drähte sind bekanntlich nicht parallel  zur Seilachse, sondern schraubenlinienförmig  auf diese aufgebracht, was die Entstehung  von Querkräften zur Folge hat, die entspre  chend der Grösse ihres Hebelarmes Dreh  momente ausüben. Nachdem die Schlagrich  tungen     (Windungsrichtungen)    wechseln, so  sind auch diese Drehmomente entgegengesetzt  gerichtet. Ergänzen sich die Drehmomente    nicht auf den Wert Null, so wird das resul  tierende     Differenzdrehmoment    das Seil drehen  und dadurch     d:e    gleichmässige spezifische  Belastungsverteilung stören. Es ist daher an  zustreben, derartige Differenzdrehmomente zu  vernichten, d. h. die Differenz gleich Null zu  machen.  



  Theoretische Untersuchungen haben nun  ergeben, dass für Seile, bei denen eine gleich  mässige Verteilung der Zugkraft über den       Seilcjuers,chnitt    angenommen werden     kann,     d. h. bei denen die     Schlaglängenzahlen    der       verschiedenen    Lagen und die     Elastizitäts-          moduln    der     Einzeldräbte    nicht stark vonein  ander abweichen, das     Differenzdrehmoment     der Seele praktisch gleich Null wird, wenn  das Seil der Bedingung  
EMI0001.0023     
      genügt, wobei D = mittlerer Durchmesser  der Lage, Z = Zahl der Elemente der Lage,

         a    =     Schlaglängenzahl    (nach     V.    D.     E.-Vor-          schriften    = 11-14),     J    = Durchmesser eines  Elementes ist, während     ;-    die linke, - die  rechte     Schlagwindungsrichtung    und die In  dizes 1, 2<B>...</B> n die Ordnungszahlen der La  gen von der Seele aus gerechnet bedeuten.  



  In der Praxis ist es     vorteilhafter,    die  Grössen D und Z in dieser Gleichung durch  die Grössen ö auszudrücken, so dass die Glei  chung ausschliesslich die Grössen 8 und     e     enthält.  



  Für ein     dreischlägiges    Seil mit wechseln  der     Schlagricbtung    und     8o    =     81.    =     ö2    ergibt       dietheoretischeAbleitung    folgende Bedingung:

         xs(a@i-b@2)+c7rVsx2+dz#sx          +er@s=0;     hierbei ist  
EMI0002.0019     
    8o = Durchmesser des Seelendrahtes, während       a-e    reine Zahlen darstellen, und zwar     a=12;          b=48;        c==25;   <I>d = 10;</I>e = 1.     Fürei    ist  in dieser Gleichung vorteilhaft der nach Vor  schriften maximal     zulässige    Wert (nach  V. D. E. - 14), für     e2    der minimale Wert  (nach V. D. E. = 11) und für es wieder der  maximale Wert (nach V. D. E. = 14) einzu  setzen.  



  Es steht fest, dass die aussenliegenden  Schläge infolge ihren grösseren Hebelarmes  ein grösseres Drehmoment hervorbringen als  die inneren Schläge. Infolgedessen mass man  darnach trachten, die äussern Drehmomente  möglichst klein zu machen. Dies kann man  neben der     Querschnittsänderung    auch da  durch erreichen, dass der Steigungswinkel  möglichst gross gemacht wird. Wenn die  Drähte parallel zur Seilachse verlaufen wür  den, so würde ja das Drehmoment gleich 0  sein. Aus diesem Grunde gibt man dem  äussern Schlag einen möglichst grossen Stei  gungswinkel; dies drückt sich dadurch aus,  dass der     e-Wert    möglichst gross gewählt wird.

      Wenn der innerste Schlag bei einem     drei-          schlägigen    Seil ebenso gerichtet ist, wie der  äussere Schlag, so muss hier im gleichen  Sinne verfahren werden. Dem entgegenge  setzt gerichteten mittleren Schlag, der ein  kleines Drehmoment aufweist, muss nach  Möglichkeit ein grösseres aufgedrückt werden.  Dies ist dadurch möglich, dass der Steigungs  winkel kleiner gemacht wird. Man geht hier  auch mit Rücksicht auf die Praxis auf das       zulässige    Mass herunter.  



  Die beiliegende     Fig.1    zeigt ein Aus  führungsbeispiel eines derartigen     dreischlägi-          gen    Seils im Querschnitt.  



  Hierbei ist     Z1    (d. h. die Drahtzahl des  Schlages 1) = 6,     Z2    = 12,     Zs    = 31. Die  Durchmesser     do    des Seelendrahtes,     d1    eines  Drahtes des Schlages 1 und 82 eines Drahtes  des Schlages 2 sind gleich gross. Der Durch  messer es eines Drahtes des äussersten Schla-  
EMI0002.0040     
  
    ges <SEP> 3 <SEP> ist <SEP> ungefähr <SEP> = <SEP> <U>1 <SEP> 77</U> <SEP> . <SEP> Im <SEP> Verhältnis
<tb>  zum <SEP> Gesamtseildurchmesser <SEP> d <SEP> ergibt <SEP> sich
<tb>  <I>do <SEP> = <SEP> e1 <SEP> = <SEP> d2 <SEP> = <SEP> 0</I> <SEP> 1 <SEP> und <SEP> es <SEP> = <SEP> # <SEP> .

         Innerhalb der     Schlaglängenzahlen    e = 11  bis 14 lassen sich noch andere Drahtdurch  messer und Drahtzahlen festlegen, die jedoch  bezüglich der praktischen Brauchbarkeit un  günstiger liegen.  



  Für ein     dreischlägiges    Seil mit zwei  inneren gleichgerichteten (z. B. links gerich  teten) und einem äussern, entgegengesetzt ge  richteten Schlag lautet bei     8o        =ö1   <I>=</I>     ös        die    Be  dingung für die     Drallfreiheit          x3   <I>(- a</I>     @i-b        @2)        +   <I>c</I>     z,

          #s        x2        +        d        7r        @s   <I>x</I>       -E-   <I>e</I>     7r        res   <I>= 0.</I>  



  In diesem Falle ist vorteilhaft ei als Mini  mum,     e2    ebenfalls als Minimum, es als Maxi  mum der bestehenden Vorschriften einzu  setzen. Die Zahlen     a-e    bleiben gegenüber  dem vorstehenden Beispiel unverändert. In       Fig.    2 ist ein Ausführungsbeispiel eines sol  chen     dreisehlägigen    Seils im Querschnitt  wiedergegeben. Die Schläge l und 2 sind  links gerichtet, der äussere Schlag 3 rechts      gerichtet gedacht. Abweichend von dem vor  ausgehender) Beispiel ist hier     Zs    = 25.  



  In eben derselben Weise lassen sich die  Gleichungen für vier- und     mehrschlägige    Seile  ermitteln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: lyIehrschlägiges Seil, bei welchem die Einzelelemente der innersten Lage um einen Seelendraht gewunden sind, dadurch gekenn zeichnet, dass in der äussersten Lage die Steigungswinkel der, Einzelelemente grösser und die Durchmesser der Einzelelemente kleiner sind als in innern Lagen, und dass die Bedingung EMI0003.0004 erfüllt ist, worin D der mittlere Durchmesser jeder Lage, Z die Zahl der Einzelelemente der Lage, e die Schlaglängenzahl, d der Durchmesser des Einzelelementes, + die linke bezw. rechte Schlagwindungsrichtung und die Indizes 1, 2, . . . . n die Ordnungs zahlen der Lagen von der Seele aus gerech net sind.
    UNTERANSPRUCH: Mehrschlägiges Seil nach Patentanspruch, das nur drei Schläge aufweist; dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden innern, gleich gerichteten Lagen einen kleineren Steigungs winkel als die äusserste, entgegengesetzt ge richtete Lage besitzen.
CH146507D 1928-09-06 1929-08-22 Mehrschlägiges Seil. CH146507A (de)

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CH146507D CH146507A (de) 1928-09-06 1929-08-22 Mehrschlägiges Seil.

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