CH146571A - Hydraulische Druck- und Prägepresse. - Google Patents

Hydraulische Druck- und Prägepresse.

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CH146571A
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hydraulic
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Inventor
Gruenberg Josef
A Scheu G M B H F
Original Assignee
Gruenberg Josef
A Scheu G M B H F
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Description


  Hydraulische Druck- und Prägepresse.    Die Erfindung betrifft eine hydraulisch  Druck- und Prägepresse, insbesondere zur  Herstellung von     Stereotypiematern,    bei der  ein Kolben mit zwei     verschieden    grossen Ar  beitsflächen Verwendung findet, deren klei  nere beim Betrieb vor der grösseren durch       Druckflüssigkeit    belastet wird.  



  Von bekannten Anordnungen dieser Art  unterscheidet sich die Druck- und Präge  presse nach der Erfindung dadurch, dass die  in den grösseren Zylinderraum führende  Druckleitung mit einem     Sperrventil    versehen  ist, das sich öffnet, wenn im kleineren Zy  linderraum infolge Stillstandes des Kolbens  ein Überdruck entsteht, so dass die grössere  Kolbenfläche erst beim eigentlichen Arbeits  vorgang     belastet    wird.  



  Beispielsweise kann ferner ausser einem in  einem der Zylinderräume angeordneten, zum  Ablassen der Druckflüssigkeit dienenden  Ventil ein Hilfsventil kleineren Querschnit  tes vorgesehen sein, das bei Betätigung der  Organe zum Öffnen des Ventils- zuerst ge-    öffnet wird. Zweckmässig ist ein Hilfsventil  im     Auslassventil    angeordnet, derart, dass die  Vorrichtung zum Öffnen des Ventils zuerst  auf das Hilfsventil und hierauf auf das Aus-'       lassventil    wirkt.  



       Ausserdem    kann ein Vorratsbehälter für  die Druckflüssigkeit vorgesehen sein, der bei  spielsweise aus einem den Arbeitszylinder  umgebenden Raum besteht. Sonstige zur Be  förderung der Druckflüssigkeit dienende  Einrichtungen, wie     Druckflüssigkeitspumpe     und zugehöriger Motor, können ausserhalb des  Bereiches des Arbeitstisches, beispielsweise  in einem geschlossenen, einen Teil des Unter  gestelles der Presse bildenden Raum, ange  ordnet sein.  



  Auf der Zeichnung ist die Erfindung  in einer beispielsweisen Ausführungsform  veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt schematisch eine hydrau  lische Presse im senkrechten Schnitt nach der  Linie     I-I    der     Fig.    2;           Fig.    2 ist     ein    senkrechter Schnitt nach  der Linie     II-II    der     Fig:    1;       Fig.    3 zeigt die Gesamtanordnung der  zum Betriebe der Presse gehörenden Teile  im senkrechten Schnitte     durch    die Presse;

         Fig.    4 ist ein senkrechter Schnitt nach  der     Linie        III        III    der     Fig.    5, und zwar  im grösseren     Massstabe;          Fig.    5 ist ein senkrechter Schnitt nach  der Linie IV -IV der     Fig.    4.  



  Auf dem Untergestell 1 der Presse, das  durch die senkrechten Stützen 2 mit dem  Querhaupt 3 der Presse verbunden ist, ist  ein Zylinder 4 gelagert. In dem Hohlraum  41 dieses Zylinders ist ein Kolben 5 geführt,  der die Dichtungsmanschette 6 aufweist.  Auf diesem Kolben 5 ist der     Pressentisch    7  angeordnet, der als Auflager für das Werk  stück dient.  



  In' dem     Zylinderraum    4' befindet sich  ein Einsatzstück 8 mit zylindrischem An  satz 8'. Über diesen     gmeift    ein Ringflansch  5', der an dem Kolben 5 angebracht ist.  Es wird auf diese Weise ein zweiter, kleine  rer Zylinderraum 9 geschaffen, in den der  Ansatz 8' als Kolben hineinragt. Der Zy  linder 4 ist von einem zweiten Zylinder  mantel 10 umgeben, und der zwischen den  beiden     Zylindermänteln    4 und 10 gebildete  Ringraum 11 dient als Vorrats- und Sammel  behälter für die zum Heben des Tisches die  nende Flüssigkeit, zum Beispiel Öl.  



  In dem feststehenden Einsatzstück 8 mit  Ansatz 8' befindet sich eine senkrechte Boh  rung 12. An diese schliessen sich im Boden  4' des Zylinders 4 ein erweiterter Raum 12'  und eine     Bohrung    13 an.<B>In</B> dieser Bohrung  befindet. sich ein Ventil 14. In den Raum  12' mündet ein Rohr 15, das zu dem Druck  raum der Pumpe 16 führt. Von dieser     Pumpe          führt    ein Saugrohr 17 in den Flüssigkeits  behälter 11. Auf diese Weise kann die  Flüssigkeit mittelst der Pumpe 16 in den  Raum 12<B>'</B> und durch die Bohrung 12     in     den kleinen Zylinderraum 9 gedrückt werden.  



  Im Boden 42 des Zylinders 4 befindet  sich -eine durch Ventil 1.8 abgeschlossene       Ausflussöffnung,    die zu einem Raum 19    führt, der durch die Bohrung 20 mit dem  Flüssigkeitsraum 11     (Fig.    1) in Verbindung  steht. In dem Ventil 18 ist ein kleineres  Ventil 21 angeordnet, dessen Zweck weiter  unten     beschrieben    wird.  



  Von der Bohrung 12     zweigt    ein seit  licher Kanal 22 ab, der durch ein durch  eine Druckfeder 23 beeinflusstes Rückschlag  ventil 24 geschlossen gehalten wird. Bei  geöffnetem Ventil steht der Kanal 22 durch  eine     Bohrung    25 mit dem grossen Zylinder  raum 4' in Verbindung.  



  Im Untergestell 1 der Presse ist eine  Welle 26     gelagert,    die mittelst eines Hand  hebels 27 gedreht werden kann und auf der  zwei     unrunde    Scheiben 28, 28' befestigt sind.  Über der     Nockenscheibe    28 ist im Boden 4'  des Zylinders 4 ein Stössel 29 verschiebbar,  der eine drehbare Rolle 30     trägt,    die auf  dem Umfang der     Nockenscheibe    28 läuft.  Dieser Stössel 29 dient zum Öffnen der Ven  tile 18 und 21. Das Ventil 14 besitzt einen  verlängerten Schaft 31, der am untern Ende  ebenfalls eine drehbare Rolle 32 trägt, die  auf dem Umfang der     Nockensckeibe    28'  läuft.  



  Wie     Fig.    3 bis 5 zeigen, ist die Pumpe 16  zusammen mit dem sie antreibenden Motor  58 in dem kastenartigen Teil 11 des Unter  gestelles 1 der Presse untergebracht. Auf  der Hauptwelle 39 der Pumpe ist ein Zahn  rad 40 mit Innenverzahnung befestigt.<B>In</B>  das Zahnrad 40 greift ein     Ritzel    41 ein, das  auf der Welle 42 angebracht ist. Die Welle  42 ist durch eine elastische Kupplung 43 mit  der Welle des Antriebsmotors 58 verbunden.  Auf der Kurbelwelle 39 sind die Kurbel  stangen 44     angeordnet,    die durch Vermitt  lung der Lenker 45 die drei Kolben 46 der  Pumpe 16 antreiben.  



  Über der Kurbelwelle ist eine Verteiler  schale 47 für das Schmieröl angeordnet. Das  grosse Zahnrad 40 taucht. in das im Pumpen  gehäuse 48 befindliche 01 ein und nimmt  dieses mit nach oben. Durch einen Abstreifer  49 gelangt das 01 dann in die Verteilerschale  47 und aus dieser tropft es auf die zu           schmierenden    Stellen der Pumpenantriebs  teile.  



       Durch    die beschriebene Antriebseinrich  tung für die Pumpe 16 wird     ermöglicht,     diese zusammen mit. dem Antriebsmotor 5.8  in einem verhältnismässig kleinen Raum un  terzubringen.  



  Durch die Verwendung einer Kolben  pumpe mit drei oder mehr Kolben 46 wird  eine gleichmässige Förderung der Druck  flüssigkeit und somit ein gleichmässiges He  ben des Tisches 7 erreicht.  



  Die Wirkungsweise der     beschriebenen     Presse ist folgende:  Soll eine Druck- oder Prägearbeit vor  genommen und zu diesem Zweck der Tisch 7  gehoben werden, so     wird    der Motor 58 ein  geschaltet und die Pumpe 16 in Tätigkeit  gesetzt. Letztere entnimmt die Flüssigkeit  durch Saugleitung 17 aus dem Vorrats  behälter 11 und     drückt    sie durch die Rohr  leitung 15, Raum 12' und Bohrung 12 in  den kleinen Zylinderraum 9, wodurch der  Kolben 5 mit dem darauf befindlichen Tisch  7 schnell gehoben wird.

   Der Kolben 5     wirkt     hierbei als Saugkolben, wobei sich das Ven  til 18 öffnet und die Flüssigkeit aus dem  Behälter 11 durch Bohrung 20 und Raum  19 in den grossen Zylinderraum 41     gesaugt          wird.     



  Sobald das auf dem Tisch 7 befindliche  Arbeitsstück das     Widerlager    34, das sich  am Querhaupt 3 der Presse befindet, berührt,       hört    die weitere Aufwärtsbewegung des  Kolbens 5 auf. Da aber die Pumpe 16 weiter  arbeitet, entsteht in dem kleinen Zylinder  raum 9 und der     anschliessenden    Bohrung 12  ein Überdruck, durch den das den Kanal 22  verschliessende     Rückschlagventil    24 geöffnet  wird. Die Druckflüssigkeit tritt nunmehr  durch Bohrung 25 auch in den grossen Zylin  derraum 41 ein und     wirkt    somit auf 'die  ganze untere freie Fläche des Kolbens 5.

   Es  wird somit für den eigentlichen Arbeitsvor  gang der Tisch mit dem Arbeitsstück mit  starkem Druck gegen das     Widerlager    3 ge  presst. Die Grösse des Druckes kann an einem       Druckmesser    35 bekannter .Art abgelesen    werden, der an     einem    Kanal 36 angeschlos  sen ist. Dieser steht durch eine     Bohi-iing        3-7     mit dem grossen Zylinderraum 41 in Ver  bindung.  



  Soll nach erfolgtem Arbeitsvorgang der  Tisch mit dem Arbeitsstück gesenkt werden,  so wird die Welle 26 mittelst des Hand  hebels     2'7    gedreht. Hierdurch hebt zunächst  die     Nockenscheibe    28 den Stössel 29 an, der  auf das untere Ende des kleinen Ventils 21       trifft    und dieses hebt. Da dieses Ventil 21.

    im Gegensatz zu dem eigentlichen     Auslass-          ventil    18 nur eine sehr geringe Oberfläche  aufweist, ist der auf diesem Ventil lastende  Druck verhältnismässig gering, und es ist  das Öffnen des Ventils 21 ohne grosse Kraft  anstrengung möglich.     Sobald    das Ventil 21  geöffnet ist, gelangt ein Teil der Druckflüs  sigkeit aus dem Zylinderraum 41 durch Raum  19 und Bohrung 20 in den Vorratsbehälter 11  zurück.  



  Beim weiteren Drehen der Welle 26  trifft der     Stössel    29 auf den untern Teil 181  des Ventils 18 und hebt dieses von seinem  Sitz. Gleichzeitig hebt die     Nockenscheibe    281  mit dem Stössel 31 das     Ventil    14 von seinem  Sitz ab. Da inzwischen schon genügend  Druckflüssigkeit aus dem Raum 41 durch  Ventil 21 abgeflossen ist, ist der Druck un  ter dem Kolben 5 schon erheblich vermindert  und die beiden Ventile 14 und 18 können  ohne grosse Kraftanstrengung geöffnet wer  den.

   Die Druckflüssigkeit aus     clem    kleinen  Zylinderraum 9 und der Bohrung 12 gelangt  bei geöffnetem Ventil 14 durch Kanal 38,  Raum 19 und     Bohrung    2-0     ebenfalls    in den       Flüssigkeitsvorratsbehälter    11 zurück.  



  Sobald der Tisch 7 in seiner untern Stel  lung angekommen ist. wird die Welle 26  mittelst des Handhebels<B>27</B> in ihre     ursprüng-          liche    Stellung zurückgedreht, wodurch die       Nockenscheiben    2,8, 281 die Stössel 29, 31 frei  geben und die Ventile 14, 18 und 21 sich  wieder schliessen können.  



  Das Hilfsventil 21 ist im dargestellten  Beispiel im     Hauptauslassventil    18 angeordnet.  Es kann aber auch unabhängig von diesem  im     Zylinderraum    41 angeordnet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI Hydraulische Druck- und Prägepresse, insbesondere zur Herstellung von Stereotypie matern, bei der ein Kolben mit zwei ver schieden grossen Arbeitsflächen Verwendung findet, deren kleinere beim Betrieb vor der grösseren durch Druckflüssigkeit belastet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die in den grösseren Zylinderraum führende Druck leitung mit einem Sperrventil versehen ist, das sich öffnet, wenn im kleineren Zylinder raum infolge Stillstandes des Kolbens ein Überdruck entsteht, so dass die grössere Kol benfläche erst beim eigentlichen Arbeitsvor gang belastet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ausser dem in den Zylinder räumen angeordneten, zum Ablassen der Druckflüssigkeit dienenden Ventil ein Hilfsventil kleineren Querschnittes vor gesehen ist, das,bei Betätigung der Organe zum Öffnen des Ventils zuerst geöffnet wird. 2. Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfs- ventil im Auslassventil angeordnet ist, derart, dass die Vorrichtung zum Öffnen der Ventile zuerst auf das Hilfsventil und hierauf auf das Hauptauslassventil wirkt. B.
    Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Vorratsbehälter für die Druckflüssigkeit durch einen den Arbeits zylinder umgebenden Raum gebildet ist. 4. Hydraulische Drück- und Prägepresst nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pumpe für die Druck flüssigkeit und der zugehörige Antriebs motor in einem geschlossenen, einen Teil des Untergestelles der Presse bildenden Raum angeordnet ist. 5. Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Pumpe für die Druckflüssigkeit und dem Antriebsmotor ein Rädergetriebe mit Innenverzahnung eingeschaltet ist. 6.
    Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspi@ieh und Unteransprii- chen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass über der Flüssigkeitspumpe eine Öl- verteilungsschale angeordnet ist, in wel che das mit Innenverzahnung versehen> Treibrad der Pumpe das Öl aus dem Pumpenbehälter hineinbefördert. 7. Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspruch und. Unteransprü chen 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckflüssigkeitspumpe mit dem Antriebsmotor durch eine elastische Kupp lung verbunden ist. . B.
    Hydraulische Druck- und Prägepresse nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Kolbenpumpe ausgebildete Druckflüssig- keitspumpe drei oder mehr Kolben besitzt.
CH146571D 1929-01-10 1930-01-06 Hydraulische Druck- und Prägepresse. CH146571A (de)

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