CH146679A - Oldruckausgleichsvorrichtung an ölgefüllten Kabeln. - Google Patents

Oldruckausgleichsvorrichtung an ölgefüllten Kabeln.

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CH146679A
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oil
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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      Öldruchausgleiclisvorrichtuug    an ölgefüllten Kabeln.    In aus ölgefüllten Kabeln     hergestellten     Anlagen wird der Druckausgleich in Öl  behältern vorgenommen, die bisher stets  ausserhalb der Muffen und Endverschlüsse  angebracht und mit Hilfe eines Rohres mit  den Muffen und     Endverschlüssen    verbunden  wurden.

   Im allgemeinen sind diese Öl  behälter mit ausdehnbaren und zusammen  drückbaren Kammern versehen, welche den  durch die     Temepraturänderungen    des in  den Kabeln befindlichen Öls hervorgerufenen  Druck selbsttätig ausgleichen und dafür  sorgen, dass in der Kabelisolierung keine  Hohlräume auftreten können, oder dass der  infolge der Erwärmung und der damit ver  bundenen Ausdehnung des Öls auftretende  Druck den Bleimantel des Kabels nicht       aufweitet.    Bei der     Anbringung    der Öl  behälter ausserhalb der Muffen und     End-          verschlüsse    besteht jedoch die Gefahr,

   dass  das in den Behältern befindliche Öl bei  tiefen Aussentemperaturen verdickt oder er-    starrt und die Kammern den Druckausgleich  nicht mehr einwandfrei gewährleisten kön  nen.  



  Gemäss der Erfindung wird diese Ge  fahr dadurch vermieden, dass die Ausgleichs  kammern im Innern der Kabelarmaturen,       wie    Muffen und Endverschlüsse, angeord  net sind.  



  Die Abbildungen zeigen Ausführungs  beispiele der Erfindung. In der     Abb.    1 ist  eine Kabelmuffe mit Ausgleichskammern  dargestellt, in der die Kammern über der  Wickelstelle angebracht sind. 2 ist das       Muffengehäuse    mit den drucksicheren Ver  bindungsstellen 8, 4 und 5. 6 stellt das Ka  bel mit der Wickelstelle 7 dar, um die zwei  mit Ansätzen 9 versehene Metallbänder 8  gelegt sind. Auf den Ansätzen 9 sind meh  rere mit Luft oder Gas gefüllte Ausgleichs  kammern 11     befestigt.     



       Abb.    2 zeigt eine Muffe, bei der die  Ausgleichskammern 21 auf Ansätzen 22 an      der Innenwandung des     Muffengehäuses    23  befestigt sind. Die Verbindung des Kabel  mantels 24 mit dem     Muffengehäuse    23 ist  drucksicher durch metallische Wulste 25  und 26 hergestellt. Das     Muffengehäuse     selbst ist aus zwei Hälften zusammen  gesetzt.  



  Die     Abb.    3 zeigt einen Längsschnitt  durch eine Kabelmuffe, die mit Ausgleichs  kammern ausgerüstet ist, wobei die Aus  gleichskammern durch Haltescheiben fest  gehalten werden. 2 ist das     Muffengebäuse     und 3 die Wickelkeule über der Leiterver  bindung, auf der die Haltescheiben 4 an  gebracht sind. Diese Haltescheiben sind an  der der Wickelkeule     zu    gelegenen Kante  rechtwinklig     umbördelt    und sind durch  Drähte 5 auf der Wickelkeule befestigt.  Die Haltescheiben 4 sind mit Öffnungen ver  sehen, in welche die Ausgleichskammern  hineingeschoben sind.  



  In der     Abb.    4 ist ein     Querschnitt    durch  eine Kabelmuffe gezeichnet, bei der die An  sätze 11 der Haltescheibe 12 an der einen  Wand des Gehäuses 13 durch Niete 14 be  festigt sind. 16 ist die Wickelkeule über  dem Leiter 17 des Kabels.  



  Wie aus den Abbildungen ersichtlich,  kann man die Ausgleichskammern über der  Wickelstelle der Muffe oder auch an der  Innenwandung der Muffe befestigen. Die  Ausgleichskammern bestehen vorteilhaft aus  Metall; man kann sie jedoch auch aus einem  andern passenden Stoff herstellen. Zur  Füllung der     Druckausgleichskammern    ver  wendet man     komprzrnierbare    Stoffe,     wie     Luft oder Gas. Diese stehen in den Kam  mern zum Beispiel entweder unter einem be  stimmten Überdruck oder unter Atmosphä  rendruck. Damit die     Kammern    bei Druck  änderungen leicht nach beiden Seiten durch  federn können, werden sie zweckmässig an  den Enden, in der Mitte oder auch über ihre  ganze Länge hin gewellt.

   Zur einwandfreien  Ölzirkulation muss man darauf' achten, dass  die     Kammern    einen genügend grossen Ab-    stand von der Wickelstelle und den Wan  dungen besitzen. Die Kammern können be  liebiges, zum Beispiel rundes, ellipsenförmi  ges oder annähernd rechtwinkliges Profil  haben     nud    werden zweckmässig so lang ge  macht, wie es die Länge der Muffen und  Endverschlüsse zulässt. Um den in den Kam  mern herrschenden Druck ablesen zu kön  nen, kann man aus ihnen und aus den Armatu  ren, wie Muffen und Endverschlüsse, Bohre  herausführen, an denen     Messinstrumente    an  gebracht sind.

   Die zum Halten der     Aus-          gleichsl@ammern    in den     Abb.    3 und 4  dargestellten Scheiben können sowohl auf  der Isolierung des Kabels, als auch an der  Innenwandung der Armaturen befestigt  sein. Sie bestehen vorteilhaft aus Metall       und    können aus mehreren Teilen zusammen  gesetzt sein. Sie sind zum Beispiel so aus  gestanzt, dass die einzelnen Kammern genau  in die entstandenen Öffnungen hineinpassen  und keine Gefahr besteht, dass sich die Kam  mern berühren und sich gegenseitig beim  Atmen beschädigen.

   Um den Ausgleichs  kammern in den Scheiben und gegenseitig  einen festen Halt zu geben, kann man sie,  nachdem sie in die Aussparungen der Schei  ben eingelegt sind, mit einer gemeinsamen       Bewicklung    umhüllen. Anstatt die Kam  mern mit der Schmalseite zu der Wickel  keule gerichtet anzubringen und sie einzeln  nebeneinander um die Wickelkeule herum  zulegen, kann man auch mehrere Kammern  mit ihren breiten Seiten übereinander legen  und sie blockweise nebeneinander anordnen.  



  Wenn man ölgefüllte Kabel mit ihren  zugehörigen Muffen und Ausgleichskammern  in grossen Tiefen unter Wasser zu verlegen  hat oder wenn ein Teil der Kabelstrecke  sehr viel tiefer liegt als ein anderer Teil  der Strecke, dann werden an solchen     tiefere     Stellen die in den Muffen     angebrachtem     Kammern durch den statischen Druck zu  sammengepresst und für den Ausgleich des in  folge der Ölausdehnung auftretenden     Druk-          kes        unwirksam    gemacht. Um das zu ver  meiden, könnte man die dünnen Ausgleichs-           kammern    so stark aufpumpen, dass der in  ihnen herrschende Druck dem auf sie wir  kenden statischen Druck gleich wäre.

   Eine  so hohe Beanspruchung würden aber die  dünnwandigen Kammern nicht aushalten,  sondern sie würden voraussichtlich schon  beim Aufpumpen auseinander     gesprengt     werden. Man könnte auch die Ausgleichs  kammern anstatt mit einer sehr dünnen  Wandung mit einer so starken     Wandung     ausbilden, dass die Kammern nicht ausein  ander gesprengt würden. Das hätte aber den  Nachteil, dass der Druckausgleich, der beim  Ausdehnen und Zusammenschrumpfen des  Öls infolge der     Erwärmung    oder des     Er-          kaltens    stattfinden soll, nicht einwandfrei  vor sich ginge.

   Diese Nachteile können nun  dadurch vermieden werden, dass man die ein  zelnen Kammern mit     druckfesten        Hüllen,     die mit kleinen Öffnungen versehen sind,  umhüllt. Diese druckfesten Hüllen bestehen  zweckmässig aus Metall. Durch die     Offnun-          gen    kann dann     dal   <B>01</B> auf die eigentlichen  Ausgleichskammern einwirken und die dünn  wandigen Ausgleichskammern können ohne  Gefahr des     Sprengens    so stark aufgepumpt  werden, dass der Gleichgewichtszustand ge  gen den auf sie wirkenden     statischen    Druck  hergestellt ist und nur der durch die Wärme  ausdehnung des Öls hervorgerufene Über  druck auf die Kammern einwirkt.  



  In der     Abb.    5 ist eine Ausgleichskammer  dargestellt, die für hohen statischen     Drucl-,     geeignet ist. 1 ist die dünnwandige eigent  liche Ausgleichskammer und 2 das sie um  hüllende druckfeste Rohr, das mit kleinen  Öffnungen versehen ist, durch die das Ö1  auf die dünnwandige Ausgleichskammer  einwirken kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Öldruckausgleiclfsvorrichtung an öl gefüllten Kabeln, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgleichskammern im Innern der Ka belarmaturen angeordnet sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichskammern über der Wickelstelle der Muffe angebracht sind. 2. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass die Ausgleichskammern an der In nenwandung des Muffengehäuses ange bracht sind.
    3. Öldruckausgleichsv orriehtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeielinet, dass die Ausgleichskammern aus Metall rohren bestehen. 4. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Metall rohre gewellt sind. 5. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass aus den Aus gleichskammern und den Kabelarmatu ren Röhren zum Messen des Druckes her ausgeführt sind.
    6. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Aus gleichskammern auf mit Ansätzen ver- sehenen und um die Wickelstelle geleg ten Bändern befestigt sind. 7. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch \?, da durch gekennzeichnet, dass die Aus gleichsgefässe auf Ansätzen angebracht sind, die an der Innenwandung der Muffen und Endverschlüsse befestigt sind. B. Öldruckausgleichsvorriehtung nach Pa tentanspruch, dadurch- gekennzeichnet.
    dass im Innern der Armaturen Scheiben angeordnet sind, mit deren Hilfe die Ausgleichskammern festgehalten werden. 9. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Scheiben aus mehreren Teilen bestehen. 10. Öldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Scheiben Aussparungen besitzen, in welche die Druckausgleichskammern hineingescho ben sind.
    <B>11.</B> Üldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet.. dass die Muffen mit Ausgleichskammern an solchen Stellen des Kabels angebracht sind, wo eine Leiterverbindung und eine Wickelstelle nicht angebracht sind. 12. Üldruckausgleichsvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass jede Ausgleichskammer durch eine druckfestere, mit einer Anzahl Öffnun gen versehene Metallkammer umhüllt ist.
CH146679D 1929-03-16 1930-03-12 Oldruckausgleichsvorrichtung an ölgefüllten Kabeln. CH146679A (de)

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