CH146716A - Kohlenmikrophon. - Google Patents
Kohlenmikrophon.Info
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Description
Kohlenmikr ophon. Die gewöhnlichen Kohlenmikrophone be stehen aus einem mit einer Membran abge schlossenen Raum, in dem sich zwei Elek troden und Kohlenkörner befinden. Man ist bestrebt, diesen Raum möglichst vollkommen vor atmosphärischen Einflüssen zu schützen, da diese für die Kohlenteilchen nachteilig sind und zur Folge haben können, dass sich die Wirkung des Mikrophons wesentlich verschlechtert. Dieser Schutz bestand bis dahin in einem luftdichten Verschluss des besagten Raumes, was aber zur Folge hatte, dass atmosphärische Druckänderungen ein mehr oder weniger starkes Spannen der Membran hervorriefen, was wieder einen Einfluss auf das Mikrophon geltend machte.
Um diese Schwierigkeiten zu beheben, hat man schon vorgeschlagen, ein Mikrophon anzufertigen, bei dem ausser dem Raum, welcher die Elektroden enthält und welcher durch eine Membran von der Aussenluft ab geschlossen ist, noch ein zweiter, ebenso durch eine biegsame, metallene Membran von der Aussenluft abgeschlossener Raum vor- banden ist, der mit ersterem mittelst einer Dämpfungseinrichtung, die wohl die atmo sphärischen Druckänderungen, die Schall schwingungen jedoch nahezu nicht durchlässt, in Verbindung steht.
Die Erfindung bezweckt eine Verbes8e- rung der Abschliessung dieses zweiten Rau mes bei Kohlenkörnermikrophonen und be steht darin, dass die Abschliessung dieses Raumes durch eine höchstens schlaff gespannte Gummimembran stattfindet. Der Vorteil eines solcberi Mikrophons liegt darin, dass durch die Schlaffheit der Gummimembran atmo sphärische Druckunterschiede und Tempera turwechsel der Umgebung auf die Wirkung des Mikrophons gar keinen Einfluss auszuüben vermögen.
Die Steifheit der Membran spielt hier also gar keine Rolle, so dass die Mem bran, welche den ersten Raum von der Aussenluft abschliesst, unter allen Umständen auf dieselbe Weise auf die durch die aku stischen Schwingungen hervorgerufenen Druck schwankungen reagiert. Ein anderer Vorteil der Konstruktion nach der Erfindung ist, dass die Spannung der Gummimembran sich bei Temperaturunterschieden der Umgebung nicht ändert. Die Verwendung von Gummi für Mikrophonmembranen, ist au sich bekannt.
Der Raum, welcher von der Gummimem- bran abgeschlossen wird, kann reit Luft von atmosphärischem Drucke oder auch mit einem indifferenten Gase gefüllt sein. Die Verbin dung zwischen den beiden Räumen wird zum Beispiel durch eine Öffnung zustande gebracht, in der vorzugsweise Glaswolle angebracht ist, die auf beiden Seiten mit Gaze begrenzt ist. Das Fliessen der Kohlenkörner vom ersten Raum nach dem zweiten ist dadurch unmöglich gemacht, während dennoch eine freie Luftverbindung zwischen den beiden Räumen gewährleistet ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung veranschaulicht.
10 bezeichnet einen Raum, in dem sich die Elektroden 11 und 12 und Kohlenkörner 13 befinden, und der von einer Membran 14 aus Glimmer abgeschlossen ist. Der Raum 10 ist durch eine mit einer Öffnung 17 verse hene Wand 16 vom Raum 15 getrennt. Diese Öffnung ist auf beiden Seiten mit Gaze 18 bedeckt, und ist der Raum zwischen beiden Gazelagen mit Glaswolle 19 ausge füllt. Der Raum 15 ist mittelst einer schlaf fen Gummimembran 20 von der Aussenluft abgeschlossen.
Sowohl der Raum 10 als der Raum 15 sind von den Membranen 14 bezw. 20 vor atmosphärischen Einflüssen geschützt, so dass zum Beispiel Feuchtigkeit keine nach- teilige Wirkung auf die Kohlenkörner 13 haben kann. Wenn sich nun der Atmosphä rendruck ändert, so wird sowohl auf die Membran 14, als auch auf die Membran 20 ein Druck ausgeübt.
Da letztere aber leich ter als die erstgenannte Membran nachgibt, so wird infolge der Nachgiebigkeit der NIem- bran 20 die Ausgleichung zwischen den in nerhalb und ausserhalb der Räume 10 und 15 herrschender, Drücken zustande kommen, so dass die Spannung in der Membran 14 keiner Änderung unterliegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kohlenkörnermikrophon, bei dem ausser dem Raum, welcher die Elektroden und die Kohlenkörner enthält und welcher durch eine Membran von der Aussenluft abgeschlossen ist, noch ein zweiter, ebenso von der Aussen luft abgeschlossener Raum vorhanden ist, der mit ersterem in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Raum durch eine höchstens schlaff gespannte Gummimem bran von der Aussenluft abgeschlossen ist. UNTERANSPRUCH: Kohlenkörnermikrophon nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der die beiden Räume miteinander verbindenden Öffnung Glaswolle angebracht ist, die auf beiden Seiten durch Gaze begrenzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL146716X | 1929-03-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH146716A true CH146716A (de) | 1931-04-30 |
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ID=19776255
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH146716D CH146716A (de) | 1929-03-02 | 1930-01-30 | Kohlenmikrophon. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH146716A (de) |
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1930
- 1930-01-30 CH CH146716D patent/CH146716A/de unknown
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