CH146820A - Verfahren zur Erzeugung von Hochglanzfäden, Bändern, Filmen usw. von grosser Trocken- und Nassfestigkeit und Elastizität. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Hochglanzfäden, Bändern, Filmen usw. von grosser Trocken- und Nassfestigkeit und Elastizität.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung von Hochglanzfäden, Bändern, Filmen usw. von grosser Trocken- und Nassfestigkeit und Elastizität. Die Kunstseide verbrauchende Industrie stellt an die textilen Eigenschaften der Kunstseide, zum Beispiel hinsichtlich deren Reissfestigkeit in trockenem und nassem Zu stande, Dehnbarkeit bezw. Elastizität, die Forderung, dass diese Eigenschaften den Jenigen der Naturseide nicht allzusehr nach stehen sollen.
Es sind bereits Verfahren bekannt zur Herstellung von Kunstseidefäden von hoher Trocken- und Nassfestigkeit. Sie beruhen darauf, dass Fällbäder von ausserordentlich hoher Schwefelsäurekonzentration verwendet werden, neben weiteren, oft nicht leicht durchführbaren Variationen in den Arbeits bedingungen.
Mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens gelingt es, aus Viskose Fäden, Bänder, Filme usw. von hoher Trocken- und Nassfestigkeit auf einfachem Wege herzustellen. Es wurde gefunden, dass eine Viskose, welche einen Zusatz mindestens eines die Phenolgruppe enthaltenden, die Sulfogruppe aber nicht enthaltenden Körpers, zum Bei spiel Phenol, Resorein oder Homologen der selben (zum Beispiel Kresolen), oder von Phenolabkömmlingen, wie Amidophenol, die ein- oder mehrfach substituiert sein können, enthält,
oder welcher die entsprechenden Alkali- oder sonstigen Metallverbindungen (Phenolate), insoweit diese in der Viskose löslich sind, oder Gemische dieser Stoffe ein verleibt worden sind, die Eigenschaft besitzt, beim Verspinnen einen Faden zu bilden, der sich durch eine ausserordentliche Trocken und Nassfestigkeit, sowie durch grösste Ge schmeidigkeit und Weichheit auszeichnet. Gleichzeitig wird durch diese Zusätze eine bedeutende Erhöhung des Glanzes des er zeugten Kunststoffes, zum Beispiel Fadens, erreicht. Das vorliegende Verfahren ist auf die Herstellung von Kunstseide, künstlichem Rosshaar und dergleichen Bändchen, Bän dern, Filmen usw. anwendbar.
Diese Zusätze können entweder zur fertig gebildeten Viskose vor deren Verspinnen ge geben werden, oder sie können auch der Löse lauge, welche zur Lösung der sulfidierten (xanthogenierten) Zellulose dient, einverleibt werden. Auch dem Schwefelkohlenstoff, der zur Xanthogenierung der Zellulose verwen det wird, können diese Zusätze beigemischt werden, um eine Phenol bezw. Phenolderivate enthaltende Viskose herzustellen.
Zum Verspinnen kann man die gebräuch lichen Spinnbäder verwenden; es hat sich je doch gezeigt, dass die Reaktion durch Ver wendung von Spinnbädern gefördert werden kann, welche einen angemessenen Prozentsatz derselben Phenole bezw. Phenolderivate ge löst enthalten, die in der zu verspinnenden Viskose gelöst worden sind.
Einen besonderen Vorteil bieten die be zeichneten Zusätze, wie Versuche ergaben, infolge ihrer glanzfördernden Wirkung beim Verspinnen wenig gereifter Viskose, deren Neigung zur Bildung matter, nicht gut deckender Fäden sie aufheben.
Die erwähnten Zusätze von Phenolen, Phenolderivaten usw. werden vorteilhaft nach dem Verspinnen, respektive Fällen der Viskose aus dem erzeugten Zelluloseprodukt wieder entfernt. Die Entfernung dieser Zu sätze kann gleichzeitig mit der nach dem Spinn- bezw. Fällprozess erfolgenden Ent- säuerung der gebildeten Kunstseide, Bänder, Filme und dergleichen vorgenommen werden.
Das Verfahren kann zum Beispiel wie folgt ausgeführt werden <I>Beispiel 1:</I> 1'00 kg Zellstoff werden in üblicher Weise zu Viskose verarbeitet, wobei jedoch zum Unterschiede gegenüber der bekannten Ar beitsweise zum Lösen des Zelluloseexantho- genates eine Lauge verwendet wird, der 1 kg Phenol zugesetzt wurde.
Diese Viskose wird mit einer Reife von zum Beispiel 9 (Hotten- roth) zum Beispiel in einem Fällbad von folgender Zusammensetzung verarbeitet: SO,H-.=10%, Xa2S04=10%, MgS04=5%, Glukose=-5%, Phenol = 0, 2! % . Bei einer Auffrischung des Bades wird das Phenol in der zur Auffrischung benützten Schwefel säure aufgelöst und mit dieser zugesetzt.
<I>Beispiel 2:</I> 100 kg Zellstoff werden in üblicher Weise zur Viskose verarbeitet, wobei dem Schwefel kohlenstoff 1 kg Kresol zugesetzt wurde und zum Auflösen die übliche Löselauge verwen det wurde. Die Viskose kann auch in einem Fällbad von der folgenden Zusammensetzung verarbeitet werden: 9,5% SO,H2, 24% Na,-. 504, 1 % Zn S04, 0,2 % Kresolsulfosäure.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von hoch glänzenden, künstlichen Fäden, Bändern, Filmen usw. von grosser Trocken- und Nass- festigkeit und Elastizität aus Viskose, da durch gekennzeichnet, dass man eine Viskose verarbeitet, die einen Gehalt an mindestens einem, die Phenolgruppe enthaltenden, die Sulfogruppe aber nicht enthaltenden Zusatz stoff oder dessen Salze aufweist. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Viskose verwen det wird, welche durch Lösen der sulfi- dierten Zellulose in einer den Zusatzstoff enthaltenden Löselauge erhalten wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss man eine durch Ein rühren des Zusatzstoffes in die fertige Viskose hergestellte Viskose verarbeitet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzstoff dem bei der Xanthogenierung zur Verwen dung gelangenden Schwefelkohlenstoff zugesetzt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spinnbad ver wendet wird, welchem wenigstens ein Zusatzstoff derselben Art wie er in der zu verspinnenden Viskose bereits enthal ten ist, in einer ' solchen Menge zugesetzt worden ist, dass während des Spinnpro zesses und bei der Nachfixierung sich der günstige Einfluss des erwähnten Zu satzes auf den Koagulationsvorgang gel tend machen kann. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine wenig gereifte, die Zusatzstoffe enthaltende Viskose ver sponnen wird, und dass ein ebenfalls die Zusatzstoffe enthaltendes Spinnbad Ver wendung findet. 6.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff Phe nol verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff ein zweiwertiges Phenol verwendet wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass als Zusatz stoff Resorcin verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch., dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff ein Homologes des Phenols verwendet wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass als Zusatz stoff gresol verwendet wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadiircli gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff ein Phenolderivat verwendet wird. 12.Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass als Zusatz stoff ein Amidophenol verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE146820X | 1928-10-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH146820A true CH146820A (de) | 1931-05-15 |
Family
ID=5671586
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH146820D CH146820A (de) | 1928-10-29 | 1929-08-19 | Verfahren zur Erzeugung von Hochglanzfäden, Bändern, Filmen usw. von grosser Trocken- und Nassfestigkeit und Elastizität. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH146820A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023185B (de) * | 1956-03-06 | 1958-01-23 | Glanzstoff Courtaulds Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Gebilden, wie Faeden oder Filme, aus Viscose |
-
1929
- 1929-08-19 CH CH146820D patent/CH146820A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023185B (de) * | 1956-03-06 | 1958-01-23 | Glanzstoff Courtaulds Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Gebilden, wie Faeden oder Filme, aus Viscose |
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