CH146825A - Vorrichtung zur Übergabe des Schussfadens vom Zubringer zum Webschützen bei Greiferwebemaschinen mit feststehenden Schussspulen. - Google Patents

Vorrichtung zur Übergabe des Schussfadens vom Zubringer zum Webschützen bei Greiferwebemaschinen mit feststehenden Schussspulen.

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CH146825A
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A-G Tefag Textil Finanz
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Tefag Textil Finanz Ag
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  Vorrichtung- zur Übergabe des     Schussfadens    -vom Zubringer zum     Webschfitzen     bei     Greiferwebemaschinen    mit feststehenden     Schussspulen.       Das Prinzip der     Greiferwebemaschinen     verlangt,     dass    der     Schussfaden    nach dem     Ab-          la,uf    von der feststehenden     Schussfadenspule     zuerst von einem Organ     erfasst    wird, das ihn  an den     Webschützen    übergibt. Dieses Organ.

    ist hier im folgenden kurz "Zubringer"     ge-:          nannt    und hat     die    Aufgabe, das     Schussfaden-          ende    festzuhalten und nach Übergabe an den       Webscliützen    dem     Schussfaden    freien Ablauf  zu geben, abgesehen von einer etwa ge  wünschten Bremsung. Nach beendetem     Schuss     wird der     Schussfaden    in üblicher Weise ab-.  geschnitten, angeschlagen     usw.,    und das     Fa,-          denende    womöglich sofort wieder vom Zu  bringer übernommen.  



  Für das richtige Arbeiten von Zubringer  und     Greiferwebschützen    ist es von grosser  Wichtigkeit,     dass    der     Schussfaden    jeweils vor  dem     Abschuss    in vollkommener Weise am       Webschützen    befestigt wird. Diese Aufgabe  ist bei vielen     Webemaschinen    mit     Greifer-          websehützen    bisher ungenügend beachtet wor-    den oder auch unbefriedigend gelöst.

   Man  hat Häkchen und Klammern verschiedener  Art vorgeschlagen, die teilweise den     Sehuss-          faden    nur in einer Schleife festhalten kön  nen, teilweise auch das frei vorstehende Fa  denende, festklemmen sollen. Es ist dabei je  doch nicht genügend berücksichtigt,     dass    ein  Fadenende, wenn es sozusagen freitragend  oder fliegend gehalten ist, also vom Halte  organ des Zubringers frei absteht, niemals  eine bestimmte Lage mit Sicherheit ein  nimmt, da die innern Spannungen der ein  zelnen, miteinander verdrehten Fadenschich  ten und Einzelfasern, sobald der Faden  durchschnitten wird, sich auseinander zu  lösen versuchen und     dadurcli    das freie Faden  ende verkrümmen,

   zusammenrollen oder     aus-          einandersplissen.     



  Um die geschilderten Schwierigkeiten zu  beseitigen, wurde schon versucht, den Zu  bringer so auszubilden,     dass    er das Faden  ende zwischen zwei flachen Klemmplatten      und einer Bremse auf eine kurze Strecke. frei  ausgespannt hält. Der Schützen soll dann  ebenfalls zwei Klemmplatten besitzen, die  beim Anschlag an die     Zubringer-Klemm-          platten    sich vor denselben öffnen, und da,  hinter, an der Stelle, wo der Faden frei     aus-          gespa        nnt        ist,

          schliessen        und        den        Faden        fest-          klemmen.    Darauf öffnen sich die     Zubringer-          klemmplaften,    geben den Faden frei und  lassen die geschlossenen     Schützenklemmplat-          ten    hindurchgehen, so     dass    der     Se,hützen    ab  geschlossen werden kann.

   Bei dieser Anord  nung ist jedoch nicht, beachtet,     dass    bei jedem       Schuss    eine gewisse Fadenlänge, nämlich die  jenige, die     fräUer    innerhalb der     Zubringer-          Klemmplatten    gelegt war, verloren geht oder  mindestens störend ist.

   Ausserdem aber ist  die ganze Einrichtung nicht geeignet für       s        e        'hne        Üle        und        schnellste        Arbeit,        da        die        beiden          Klemmplattenpaare    bei jedem Arbeitsspiel  zeitlich nacheinander geöffnet und geschlos  sen werden müssen, was     zuviel    Zeit kostet.  



  Die vorliegende Erfindung vermeidet die  geschilderten Nachteile, indem sie ohne     Fa,-          denverlust    und mit beliebiger Schnelligkeit  arbeitet. Erfindungsgemäss bestellt die neue  Vorrichtung zur Übergabe des     Schussfadens     vom Zubringer zum Webschützen sowohl aus  einer das     Schussfadenende    erfassenden, am  Zubringer angebrachten Klemme, durch die  das     Sellussfadenende    an den     Greifürweb-          schützen    herangeführt wird, als auch aus  einer versetzt zur Zubringerklemme am     Web-          schützen    angebrachten zweiten Klemme,

   die  bei der Fadenübergabe gleichzeitig oder an  nähernd gleichzeitig mit der Lösung der er  sten Klemme geschlossen wird. Letztgenannte       Webschützenklemme    ist hierbei noch so     an-          ge-ordnet,        dass!    sie durch die Zubringerklemme       liindurchgreifen    und das Fadenende an der  Klemmstelle der Zubringerklemme 'erfassen  kann.  



  Gegenüber den bekannten Vorrichtungen  liegt also ein grundsätzlicher Unterschied  darin,     dass    kein Fadenverlust eintritt. Ausser  dem ist vermieden,     dass    das Fadenende für  die Übergabe frei vorstehen     muss,    da es sei-         lier    ganzen Länge nach immer zwischen den       22     Backen einer Klemme festgehalten wird, wo  durch. die Möglichkeit des     Verkrümmens        usw.     ausgeschaltet ist.

   Schliesslich ist für das  Arbeitsspiel durch eine Bewegung,     nämlieb     das Schliessen der     Webschützenklemme,    be  ziehungsweise das gleichzeitige oder an  nähernd gleichzeitige     Üffnen    der Zubringer  klemme notwendig, wodurch schnellstes Ar  beiten möglich wird.  



  Das     Offnen    der Zubringerklemme und  das Schliessen der Schützenklemme kann auf  verschiedenem Wege erreicht werden. Zweck  mässig kommen die Backen der beiden Klem  men bei der Fadenübergabe derart zum       gegenseitigen    Eingriff,     dass    unmittelbar durch  die, sich     schliess#enden    Backen der     Webschüt-          zenklemme    die Backen der Zubringerklemme  geöffnet werden. Eine besonders einfache Aus  bildung und Wirkung der Klemmen ergibt  sich dabei, wenn die Backen einer Klemme  oder beider Klemmen einen keilförmigen  Querschnitt mit     einerkleinen,    ebenen Klemm  fläche statt der "sonst üblichen Schneide be  sitzen.

   Beim Zusammendrücken der     Web-          schützenklemme    werden dann die     Baehen    der  Zubringerklemme     zwangläufig        auseinander-          gedrückt,    während das Fadenende von der  ersteren eingeklemmt wird. Wenn die       KlemmfläcIien    der keilförmigen Klemm  backen grösser als der Fadenquerschnitt sind,  so schwebt dabei das Fadenende eine kurze  Zeit frei. Wenn sie dagegen der     Fädenstärke     entsprechen, so wird der Faden zuerst in  der einen Richtung und dann in der Quer  richtung dazu etwas zusammengedrückt.  



  Auf der Zeichnung ist in     Abb.   <B>1</B> ein  Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung       zn     schematisch im     Aufriss    dargestellt; die       Abb.    2 und<B>3</B> zeigen die Zubringer  klemme in grösserem     Massstabe    von der Seite  und von vorn gesehen im geöffneten Zustande;

    die       Abb.    4 und<B>5</B> zeigen gleiche Ansichten  der Zubringerklemme in geschlossenem Zu  stande; die       Abb.   <B>6 und 7</B> zeigen die versetzt zur  Zubringerklemme stehende, Webschützen-      klemme ebenfalls in grösserem     Masssiabe,    von  der Seite und von vorn gesehen, im geöffne  ten Zustande;

   die       Abb.   <B>8, 9</B> und<B>10</B> zeigen Querschnitte  der beiden Klemmen während ihres     Eingrif-          ès,    und zwar ist in       Abb.   <B>8</B> die     WebseIiüi.zenklemme    geöffnet  und     die        Zubringerklemme,    geschlossen, in       Abb.   <B>9</B> die     Webschützenklemme,    halb ge  schlossen und die Zubringerklemme halb ge  öffnet, in       Abb.   <B>10</B> die     Webschützkenklemme    ganz  geschlossen und die Zubringerklemme ganz  geöffnet;

   die       Abb.   <B>11</B> zeigt in grösserem     Massstabe    einen  Schnitt durch das dem Zubringer zugewen  dete Ende des     Webschützens    mit eingeschobe  ner geöffneter Klemme; die       Abb.    12 zeigt einen gleichen Schnitt,     je.-          doch    bei weiter einwärts geschobener, ge  schlossener     Klernme.     



  Am     Webstuhlgestell    a ist ein Lagerbock<B>b</B>  für einen durch nicht dargestellte Mittel  in Schwingung versetzten Zubringerhebel     c     angebracht. Der Hebel     c    ist mit zwei senk  recht übereinander liegenden, federnden       Klemmbaeken   <B>d</B> versehen, die zweckmässig,  wie aus den     Abb.   <B>3</B> und<B>5</B> ersichtlich, einen       keilförm-igen    Querschnitt besitzen. Der von  der nicht dargestellten     Schussspule    kommende       Schussfaden    e ist durch eine Öffnung<B>f</B> im  Zubringerhebel hindurchgeführt und mit  seinem Endteil<B>g</B> zwischen den Backen<B>d</B>  eingeklemmt.

   Gegenüber den Backen<B>d</B> und  dem eingeklemmten     Schussfaden    e ist in einer  Bohrung h des     Webstuhlgestelles    a der Weh  schützen i geführt, der an seiner dem Zu  bringer zugewendeten Seite eine konische       Ausnehmung        Ig        #(Abb.   <B>11</B> und 12) besitzt,  in der vom     Webschützen    vortretende, zweck  mässig ebenfalls federnd gestaltete Backen     in     eingesetzt sind.

   Die     wagrecht,    also versetzt zu  den Backen<B>d</B> liegenden Backen     in    können  durch nicht dargestellte Mittel geringfügig  in die konische     Ausnehmung   <B>k</B> hineingescho  ben und wieder     aus    ihr herausgezogen wer  <B>den.</B> Bei der     Einwärtsbewegung    der Backen         in    werden diese über das zwischen ihnen ein  geführte     Schussfadenende    geschlossen.  



  Wenn das     Schussfadenende   <B>g,</B> wie es die       Abb.   <B>1</B> zeigt, zwischen den Backen<B>d</B> des Zu  bringers c eingeklemmt ist, so sind die  Backen     in    des     Webschützens    i, wie es die       Abb.   <B>7</B> und<B>11</B> zeigen, geöffnet.

   Wird der  Zubringer     c    in     Pfeilriclitung        verseliwenkt,     so treten die Backen<B>d</B> zwischen die geöffne  ten Backen     in    des     Webschützens    i, -und zwar  zweckmässig so,     dass    sie rechts etwas über  die Backen     in    vortreten, während     anderesits     links die Backen     in    etwas über die Backen<B>d</B>  vortreten. Das     Schussfadenende   <B>g</B> ist dann  noch immer, wie in     Abb.   <B>8</B> gezeigt, in den  Backen<B>d</B> eingeklemmt.

   Nunmehr werden die  Backen     in    geringfügig in die     Ausnelimung   <B>k</B>  hineingeschoben, so     dass    alsdann beide     Bak-          kenpaare    am linken und rechten Ende bün  dig abschliessen.

   Bei     dieserkurzzeitigen        Ein-          wärtsselliebung    der Backen     in    wirken deren  Keilflächen auf die     Keilfläc'hen    der Backen  <B>d</B> ein und pressen diese auseinander, so     dass     das     SchussTadenende   <B>g</B> zwar während eines       Augenblickes,    wie in     Abb.   <B>9</B> gezeigt, voll  kommen freigegeben, aber sofort anschliessend  dann von den Backen in     erfasst    wird, wie es  die     Abb.   <B>10</B> und<B>19.</B> zeigen.

   Da die Backen     in     genau zwischen den Backen<B>d</B> liegen, so wird  das     Seliussfadenende    ohne jeglichen Faden  verlust durch die Backen     in    an der Klemm  stelle der Backen<B>d</B>     erfasst,    nur     dass    der Fa  den bei der Übernahme durch die Backen in  in     Querrichtung    zur vorherigen Einwirkung  der Backen<B>d</B> eingeklemmt wird. Da das  Schliessen der     W-ebsc'hützenklemme    gleich  zeitig mit dem Öffnen der Zubringerklemme  und ohne weitere Hilfsmittel nur durch diese  erfolgt, so ergibt sieh naturgemäss eine sehr  schnelle Wirkungsweise hei sehr einfacher  Ausbildung.  



  Nach Übernahme des     Schussfadens    durch  die     Webschützenklemme    erfolgt in bekann  ter Weise der     Abschuss'    des     Webscliützens.     das Abschneiden des     Schussfadens    kurz hin  ter der wieder geschlossenen Zubringer  klemme und das     Zurücksch-wingen    des     Zu-          bringere    in die Anfangslage. Nach Anschla-      gen des     Schussfadens    -werden die Backen m  wieder durch     Auswärtsschieben    geöffnet und  der Webschützen in die Anfangslage zurück  geführt, worauf sieh das gleiche Arbeitsspiel  wiederholt.  



       Von    der keilförmigen Gestaltung der  Klemmbacken kann insbesondere dann     ab-          o#        S          "e    eben werden, wenn eine Abhängigkeit des       Öffnens    und Schliessens der beiden Klemmen  voneinander nicht erwünscht ist, diese also  unabhängig voneinander betätigt werden sol  len. Jede Klemme kann gegebenenfalls auch  mehr als zwei Backen besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Übergabe des Schuss- fadens vom Zubringer zum Websc'hützen bei Greiferwebmaschinen mit, festestehenden Schussspulen, gekennzeichnet durch eine das Schussfadenende erfassende, am Zubringer angebraalite Klemme und eine versetzt zu dieser a.m-Webschützen angetraelite zweite Klemme.,
    die bei der Faclenübergabe gleich- zeitio- oder annähernd gleichzeitig -mit der Lösung derersten Klemme geschlossen wird und unter, Hindurchgreifen durch die erste Klemme das Fadenende an der Klemmstelle der ersten Klemme erfasst. UNTERANSPR-CCHE: <B>1.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Backen der beiden Klemmen<B>-</B> bei der Fadenübergabe.
    -derart zum gegenseitigen Eingriff kom- men, dass unmittelbar durch die sich schliessenden Backen der Webschützen- klemme die Backen der Zubringerklemme geöffnet werden. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprucli <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Backen der Zubringerklemme einen keilförmigen Querschnitt mit einer kleinen, ebenen Klemmfläche besitzen.
    <B>3.</B> Vorrichtung nach Pateintanspruch und UnteransprucU <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Backen der Webschützenklemme einen keilförmio-en Querschnitt mit einer kleinen, ebenen Klemmfläche besitzen. 4. Vorrichtung nach Patentansprucli und Unteransprucb. <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Backen der Zubringerklemme und gleichzeitig auch die Backen der Weh- schützenklemme einen keilförmigen Quer schnitt mit einer kleinen, ebenen Klemm fläche besitzen.
    <B>5.</B> Vorrichtuno, nach Patentansprucii und lTnteranspruc'h <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet dass die Backen der Webschützenklemme in einer konischen Ausnehmung des Weh- schützens verschiebbar ceführt und in diese hineinschiebbar sind,
    so dass nach Eintritt der Zubringerklemme in die Websehützenklemme durch Hineinschieben der letzteren in die konische Ausnehmung sowohl -ein zwangläufiges Schliessen der Schützenklemme, als auch ein zwang- läufiges Öffnen der Zubringerklemme er folgt.
CH146825D 1929-06-13 1930-06-10 Vorrichtung zur Übergabe des Schussfadens vom Zubringer zum Webschützen bei Greiferwebemaschinen mit feststehenden Schussspulen. CH146825A (de)

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