CH146952A - Einrichtung zur Regelung von Stromkreisen in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor. - Google Patents
Einrichtung zur Regelung von Stromkreisen in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor.Info
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Description
Einrichtung zur Regelung von Stromkreisen in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, durch die eine funktionelle Beziehung des Leistungsfaktors eines Wechselstromkreises zu irgend einer andern elektrischen Grösse hergestellt werden soll.
Sie ist besonders dazu geeignet, den Lei stungsfaktor eines Wechselstromkreises auf einen vorher bestimmten Wert, zum Bei spiel den Wert 1, zu halten, wobei sie in Verbindung mit Teilblindlasten, zum Bei spiel Kondensatoren, die zur Verbesserung des Leistungsfaktors in entsprechender An zahl an das Netz zu schalten sind, verwendet werden oder zum Steuern der Erregung einer Blindstrommaschine (leerlaufende Synchron maschine) dienen kann.
Ein weiteres Anwen dungsgebiet ist die Regelung des Leistungs faktors von Induktionsöfen, bei denen die Blindkomponente entweder durch eine va riable Anzahl von Kondensatoren oder durch Veränderung der Lage der Induktionsspule zum Schmelzbad (Änderung des Kopplungs- grades) ausgeglichen wird.
Das Kennzeichen der Erfindung liegt in der Verwendung einer an das Netz angeschal teten Hilfsblindlast, der ein Relais derart zu geordnet ist, dass es von der Grösse der Differenz des Stromes vor und des Strome nach der Hilfsblindlast beeinfluss't wird, wodurch ein oder mehrere Stromkreise in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor gesteuert werden. Ein Beispiel, wie mit dieser Einrichtung; die Regelung des Leistungsfaktors eines Wechselstromkreises bei -\'er@vcnclung einer variablen Anzahl Kondensatoren erfolgen kann. ist in Abb. 1 dargestellt.
Die Wechselstromquelle ? speist über das Netz 1 eine veränderliche Last 3, die auch aus mehreren Teillasten bestehen kann und einen induktiven Scheinwiderstand besitzen möge, so dass also der Strom der Last ') der aufgedrückten Spannung um einen bestimm ten Winkel nacheilt. Um den Leistungsfak tor auf den Wert 1 oder irgend einen an- lern, vorher bestimmten Wert zu halten, sind eine Reihe von Kondensatoren 4, 5 und 6 vorgesehen, deren Anzahl natürlich beliebig sein kann und die mittelst der Schalter 7, 8 bezw. 9 an das Netz 1 geschaltet werden.
Diese Schalter 7, 8 und 9, die von irgend einer bekannten und zweckmässigen Bauart sein mögen, werden mittelst der Spu len 10, 11 bezw. 12 betätigt, die über Kon takte 22, 26 bezw. 30 bei geöffneten Schal tern 7, 8 bezw. 9 mit dem Betätigungsstrom kreis verbunden werden können, während sie bei geschlossenen Schaltern 7, 8 und 9 über Kontakte 23, 27 bezw. 31 an einem beson deren Haltestromkreis liegen, der von einer Relaisspule 18 mit den Kontakten 19 ge steuert wird.
Abgesehen von der Spule 10 des ersten Schalters 7 ist mit jeder folgen den Spule 11 bezw. 12 ein mit Verzögerungs einrichtung 24 bezw. 28 versehener Hilfs schalter mit den Kontakten 25 bezw. 29 in Serie geschaltet, der erst dann freigegeben wird, wenn der vorhergehende Schalter ein gelegt wird. Die ganze Einrichtung wird ge steuert von einem Differentialrelais 15.
Die ses Differentialrelais besitzt zwei gegenein ander wirkende Spulen 16 und 17, von denen die eine (16) mittelst Stromwandler vor einem an das Netz angeschalteten Hilfskondensator 14, während die andere (17) ebenfalls mit einem Stromwandler nach diesem Hilfskon densator mit dem Netz in Reihe geschaltet ist, so dass also beide Spulen Ströme führen, die den entsprechenden Netzströmen propor tional sind.
Die Wirkungsweise der ganzen Einrich tung soll anhand der Abb. 2 erläutert wer den. Das hier dargestellte Vektordiagramm möge eine Drehrichtung haben, die entgegen gesetzt dem Uhrzeigersinne ist. Besitzt die Last 3 einschliesslich der eventuell angeschal teten Kondensatoren 4, 5 oder 6 einen in duktiven Charakter, so fliesst in der Spule 17 ein Strom J 17, der - entsprechend dem aus gezogenen Diagramm -der Netzspannung E um einen bestimmten Winkel nacheilt.
Um den Strom J 16 des Generators zu er- halten, ist zu dem Strom J 17 der Konden- satorstrom J 14, der der Spannung E um 90 voreilt, vektoriell hinzuzuaddieren. Bei überwiegender induktiver Last ist, wie er sichtlich, also der Strom J 16 vor der Blind last 14 kleiner als der Strom J 17 nach die ser Blindlast. Besitzt der nach der Blind last 14 fliessende Strom J 17 kapazitiven Cha rakter, so eilt er der Netzspannung E um einen bestimmten Winkel vor.
Addiert man zu diesem Strom in der vorgenannten Weise den Kondensatorstrom J 14, so erhält man wiederum den Generatorstrom J 16, der in diesem Falle jedoch grösser ist als der Ver braucherstrom J 17; dieses Diagramm ist ge strichelt eingetragen.
Es zeigt sich also, dass, je nachdem der in der Leitung fliessende Strom der Span nung voreilt oder nacheilt, der Strom in der Spule 1G grösser ist als der Strom in der Spule 17 oder umgekehrt. Ist das Relais 15 so gebaut, dass sich bei gleichen Strömen J 16 und J 17 die entgegengesetzten Drehmomente aufheben, so wird von diesem Relais zunächst keine weitere Veränderung in der Einrich tung verursacht. Beim Überwiegen der Kraft der Spule 17 schliessen sieh jedoch die Kon takte 20 und 21, wodurch der Betätigungs stromkreis zunächst für die Spule 10 ge schlossen wird, der vom Minuspol einer Stromquelle über 20, 21, 22, Spule 10 zum Pluspol der gleichen Stromquelle führt. Die Betätigungsspule 10 spricht an und legt den Schalter 7 ein, wodurch der Kondensator 4 an das Netz geschaltet wird.
Der Betäti gungsstromkreis wird dabei durch Öffnen der Kontakte 2.2: unterbrochen, während der Haltestromkreis durch Überbrücken der Kon takte 23 geschlossen wird. Bei dem Schlie ssen des Schalters 7 wurde der mit Verzöge rungseinrichtung 24 ausgerüstete Hilfsschal ter freigegeben und schliesst nach einer be stimmten Zeit die Kontakte 25. Hierdurch entsteht ein neuer Stromkreis, der vom Mi nuspol der vorgenannten Stromquelle über 20, 21, 26, Spule 8, 25 zum Pluspol ver läuft. Der Schalter 8 legt den Kondensator 5 an das Netz, öffnet Kontakt 26 und damit den Betätigungsstromkreis der Spule 11, überbrückt den Kontakt 27 und legt damit die Spule 11 in den Haltestromkreis.
Gleich zeitig wird der Hilfsschalter mit der Ver zögerungseinrichtung 28 und den Kontakten 29 freigegeben. Ist der gewünschte Lei stungsfaktor durch Zuschalten der Kapazi täten 4 und 5 noch nicht erreicht, so werden ausserdem die Kapazität 6 oder noch weitere nicht gezeichnete Kondensatoren aufeinander folgend eingeschaltet. Hat jedoch die Ein schaltung der Kapazitäten 4 und 5 genügt, um dem Leistungsfaktor im Netz den ge wünschten Wert zu geben, so wird das Re lais 15 die Kontakte 20, 21 lösen, so dass weitere Kondensatoren nicht eingeschaltet werden.
Eilt der Strom J 17 der Spannung E vor, so wird die Zugkraft der Spule 16 grösser sein als die Zugkraft der Spule 17. Die Kontakte 20, 33 schliessen sich, das Relais 18 wird erregt und die im Haltestromkreis liegenden Kontakte 19 geöffnet, so dass der Haltestromkreis unterbrochen wird und sämt liche in Betrieb befindlichen Kondensatoren gleichzeitig abgeschaltet werden. Die Kon densatoren werden also aufeinander folgend an das Netz angeschaltet und gleichzeitig ab geschaltet.
Die Verbindung des Hilfskondensators 14 mit dem Differentialrelais 15 lässt sich auch dazu verwenden, um einen Hilfsmotor in dem erforderlichen Augenblick in Betrieb zu setzen, wodurch eine entsprechende Einrich tung gesteuert wird, die den Leistungsfaktor in dem gewünschten Sinne ändert. Die Aus führung kann zum Beispiel derart erfolgen, dass beim Schliessen der Kontakte 20 und 33 ein ferngesteuerter Schalter eingelegt wird, wodurch der Hilfsmotor derart an das Netz geschaltet wird, dass er die erforderliche Drehrichtung annimmt, um die von ihm an getriebene Einrichtung im Sinne der Ver besserung des zu regulierenden Leistungs faktors zu ändern.
Hat der Leistungsfaktor den gewünschten Wert erreicht, so öffnen sich die Kontakte 20 und 33, so dass der Hilfsmotor abgeschaltet wird.
Beim Abweichen des Leistungsfaktors in der andern Richtung berühren sich die Kontakte 20, 21 in der bekannten Weise. Dadurch wird ein anderer, ferngesteuerter Schalter eingelegt, der den Hilfsmotor so an das Netz legt, dass seine Drehrichtung entgegengesetzt der vorhergenannten ist. Die von dem Motor gesteuerte Einrichtung wird nun so lange betätigt, bis die Kontakte 20 und 21 sich lösen, das heisst der Leistungs faktor den festgesetzten Wert besitzt.
Eine derartige Einrichtung kann zum Beispiel dazu verwendet werden, die Erregung einer Blindstrommaschine, die bekanntlich die Eigenschaft hat, bei Übererregung einen ka- pazitiven Strom aufzunehmen und zum Aus gleich des Leistungsfaktors induktiv be lasteter Netze dient, zu steuern. Dem Hilfs motor kann in diesem Falle zum Beispiel die Aufgabe zugewiesen werden, die Stel lung eines Schlittenschalters zu verändern, durch den mehr oder weniger Widerstand in den Erregerstromkreis der Blindstrom maschine ein- oder ausgeschaltet wird. Auf diese Weise kann zum Beispiel auch der Zellenschalter einer Batterie gesteuert wer den, die als Stromquelle für die Erregung dient.
Eine weitere Anwendung für diese Ein richtung ergibt sich auf dem Gebiete der Induktionsöfen. Der Leistungsfaktor dieser Öfen ist, wenn keine besonderen Massnahmen ergriffen werden, bekanntlich sehr schlecht. Um die Blindleistung möglichst klein zu halten, kann man in der in Abb. 1 darge stellten Weise eine variable Anzahl von Kon- dünsatoren an das Netz schalten oder man ver wendet eine konstante Anzahl von Konden- densatoren, deren Kapazität derart bemessen ist, dass der von ihnen und der Induktions spule gebildete Schwingungskreis im mitt leren Betriebszustande in Resonanz steht.
Ändern sich die Betriebsverhältnisse, so wird die Resonanz des Schwingungskreises gestört, das heisst der Leistungsfaktor der zugeführ- tsn Leistung verschlechtert. Um den ge wünschten Leistungsfaktor zu erhalten, ver ändert man in dieser Variante die relative Lage der Induktionsspule zum Schmelzbad, also den Kopplungsgrad, wobei entweder die Induktionsspule beweglich und das Schmelz bad feststehend oder die Induktionsspule feststehend und die Lage des Schmelzbades veränderlich gewählt werden kann. Die La genänderungen werden, in derselben Weise, wie bei der Blindstrommaschine beschrieben, durch den vom Relais 15 gesteuerten Hilfs motor erzwungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Regulieren von Strom kreisen in Abhängigkeit vom Leistungsfak tor, dadurch gekennzeichnet, dass einer an das Netz angeschalteten Hilfsblindlast ein Relais derart zugeordnet ist, dass es von der Grösse der Differenz des Stromes vor und des Stromes nach der Hilfsblindlast beein flusst wird, wodurch ein oder mehrere Strom kreise in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor gesteuert werden. UNTERAN SPRüCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das der Hilfs- blindlast zugeordnete Relais als Diffe rentialrelais (15) ausgebildet ist, dessen eine Spule (16) vor und dessen andere Spule (17) nach der Hilfsblindla.st (14) mittelbar oder unmittelbar mit dem Netz in Serie geschaltet ist.2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass beim Abweichen des Leistungs faktors in der einen Richtung ein auf einander folgendes Einschalten der er forderlichen Anzahl von Teilblindlasten (4, 5, 6) und beim Abweichen des Lei stungsfaktors in der andern Richtung ein gleichzeitiges Abschalten sämtlicher in Betrieb befindlichen Teilblindlasten erfolgt. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, insbesondere zur Regelung des Leistungsfaktors, da durch gekennzeichnet, dass beim Abwei chen des Leistungsfaktors in der einen Richtung durch ein Differentialrelais (15) ein Betätigungsstromkreis für Ein schaltspulen (10, 11 und 12) von Schal tern (7, 8 und 9) für Teilblindlasten (4, 5 und 6) geschlossen wird und beim Abweichen des Leistungsfaktors in der andern Richtung eine Relaisspule (18) erregt wird, wodurch der Haltestrom- kreis für die Betätigungsspulen (10, 11 und 12) der oben genannten Schalter ge öffnet wird.4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass beim Schliessen eines Schalters (7, 8 oder 9) ein mit Ver zögerungseinrichtung (24.,28)'ausgerüste- ter Hilfsschalter (25, 29) freigegeben wird, der im Steuerstromkreis des nächst folgenden Schalters liegt. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass beim Schliessen eines Schalters (7, 8 oder 9) die im Betäti gungsstromkreis seiner Einschaltspule (10, 11 bezw. 12) liegenden Kontakte (22. 26 bezw. 30) geöffnet und die im Haltestromkreis dieser Spule liegenden Kontakte (23, 27 bezw. 31) geschlossen werden. 6. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, da.ss als Hilfsblindlast ein Kondensator (14) verwendet wird.7. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass durch das Differentialrelais (15) ein Hilfsmotor ferngesteuert wird, durch den ein in dem Erregerstromkreis einer Blindstrommaschine befindlicherRegulier- widerstand jederzeit derart eingestellt wird, dass der Leistungsfaktor eines Ver brauchers auf einem gewünschten Wert gehalten wird.$. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass durch das Differentialrelais (15) ein Hilfsmotor ferngesteuert wird, der den Zellenschalter einer die Erregung der Blindstrommaschine speisenden Bat terie derart reguliert, dass der Erreger strom jeweils den Wert annimmt, der notwendig ist, um den Leistungsfaktor eines Verbrauchers auf einem bestimm ten Wert zu halten.9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass durch das Differentialrelais (l5) ein Hilfsmotor ferngesteuert wird, der die relative Lage des Schmelzbades eine Induktionsofens zu seiner Induktions spule, die parallel zu Kapazitäten ge schaltet ist, jederzeit derart eingestellt wird, dass der Leistungsfahior des Ofens auf einem bestimmten Wert gehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Cited By (2)
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1930
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- 1930-05-16 CH CH146952D patent/CH146952A/de unknown
- 1930-05-17 AT AT127279D patent/AT127279B/de active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD1104254S1 (en) | 2022-03-30 | 2025-12-02 | Janssen Biotech, Inc. | Drug delivery system |
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