Bücherschrank zum Einstellen der Bücher in Reihen hintereinander. Es sind Bücherschränke bekannt, bei welchen jede einzelne der hintereinander an geordneten Bücherreihen seitlich für sich herausziehbar ist, um die in den rückwärtigen Reihen befindlichen Bücher leicht erlangen zu können.
Derlei Schränke müssen aber auf einer Seite frei gestellt werden. Sobalb aber in aneinander anstossenden oder die ganze Wandbreite einnehmenden Schränken Bücher in den wagrechten Fächern in zwei oder mehr Reihen hintereinander aufgestellt werden müssen, sind die Bücher den hintern Reihen unbequem entnehmbar. Die in der vordern Reihe stehenden Bücher müssen weggestellt werden, um zu den hinten stehenden gelan gen zu können. Dies kostet Arbeit, Zeit und ist oft mit Beschädigungen der Bücher ver bunden. Infolgedessen werden Bücher in der Regel nur dann in zwei oder mehr Reihen hintereinander aufgestellt, wenn Platzmangel herrscht.
Um die angeführten Übelstände zu ver meiden, werden gemäss der Erfindung die Bücher der vordern Reihen in Kästchen ein gestellt, die vorne offen sind und je eine Gruppe von Büchern zu fassen vermögen. Diese Kästchen werden in den vordern Reihen der Schrankfächer bis auf eine frei bleibende Lücke von der Mindestbreite eines solchen Kästchens nebeneinander aufgestellt. Da diese Kästchen auf den Fachbrettern seitlich und der Tiefe des Faches nach verschiebbar sind, so lässt sich auf die Weise die Lücke in den vordern Reihen immer leicht so verlegen, dass die gewünschten Bücher der hintern Reihe zugänglich werden.
Die Zeichnung stellt die beispielsweise Ausführungsform eines der Erfindung ent sprechenden Bücherschrankes dar.
In den Schrankfächern stehen hier zwei Reihen 1 und 2 von Büchern. Sie stehen aber nicht wie üblich lose nebeneinander, sondern sind gruppenweise in Kästchen ein gestellt, die jedes aus einem Bodenteil 3, je zwei Seitenteilen 6 und einem Rückenteil 7 bestehen, vorne und oben also offen sind. Sie haben am Boden Laufkugeln 4, auf denen sie längs Rillen 5 auf der Oberfläche der Fachbretter leicht verschoben werden können. Diese Rillen 5 verlaufen sowohl der Breite, wie der Tiefe des Kastens nach und leiten die Kästchen beim Verschieben derart, dass sie nicht verdreht werden können, sondern immer parallel verschoben werden müssen.
In der vordern Reihe ist eine Lücke ge lassen und der Platz eines Kästchens nicht besetzt. Dadurch wird es möglich, die übri gen Kästchen dieser Reihe jeweils seitlich so zu verschieben, dass das aus der hintern Reihe zu entnehmende Buch frei gelegt wird und durch die Lücke hindurch nach vorne herausgenommen werden kann. Diese Einrichtung lässt sich, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, in verschie dener Weise ausgestalten. So können die Kästchen auch mit einem Dechbrettchen ver sehen, also oben abgedeckt sein. Die Füh rungsnuten der Fachbretter können mit metallenen Schienen ausgekleidet sein, um das Verschieben der Kästchen zu erleichtern. Anderseits lassen sie sich auch durch Holz leisten ersetzen, die auf der Oberfläche der Fachbretter angebracht sind und zwischen sich Führungsrinnen freilassen.
Hierdurch wird die sonst bei eingearbeiteten Rillen eintretende Schwächung der Fachbretter ver mieden. Und schliesslich können die Kästchen auch ganz ohne Führung bleiben, so dass sie unmittelbar auf den Fachbrettern hin- und hergeschoben werden. Setzt man dann die Kästchen auf schwenkbare Rollen, so lassen sie sich gleichwohl leicht nach allen ge wünschten Richtungen verschieben. Selbstverständlich brauchen die Bücher der hintersten Reihe nicht in Kästchen unter gebracht sein, können vielmehr auch lose eingestellt werden. Die Kästchen sind nur für die vordern Reihen von Wichtigkeit.
In Räumen mit solchen Bücherschränken können Bibliotheken viel raumsparender unter gebracht werden. Während beispielsweise nach der gebräuchlichen einreihigen Aufstellungsart der Bücher in einem Raume von gegebener Breite für sechs Reihen von Büchern immer drei Bedienungsgänge freigehalten werden müssen, kommt man im selben Raume bei Aufstellung von Schränken mit drei Reihen Büchern hintereinander mit nur zwei Bedie nungsgängen für zwölf Bücherreihen aus.