CH147122A - Verfahren zur Herstellung eines einen Randteil aufweisenden Strumpfes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines einen Randteil aufweisenden Strumpfes.

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CH147122A
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  Verfahren zur Herstellung eines einen Randteil     aufweisenden    Strumpfes.    Strümpfe, insbesondere     Dreiviertels-          strümpfe,    mit gesondert hergestelltem, bei  spielsweise gemustertem, wie     wendeplattier-          tem,    einfachen Rand oder Doppelrand, sind  bereits in den verschiedensten Ausführungen  bekannt geworden. Die Herstellung derarti  ger Strümpfe ist aber insofern begrenzt, als  man feinmaschigere Längen nicht mit einem  Rand grösserer Maschenteilung versehen kann  oder umgekehrt, wenn man eine     einwandfreie     Verbindung beider Teile anstrebt.

   Dieser  Übelstand ist dabei darin zu suchen, dass es  nicht möglich ist, ein Warenstück einwand  frei auf die Nadeln einer Maschine feinerer  oder grösserer Teilung aufzustossen und daran  den     Strumpf    in der bekannten Art und Weise  zu     arbeiten.     



  Es ist bereits versucht worden, ein Wa  renstück etwas grösserer Maschenteilung auf  die Nadeln einer Maschine feinerer Teilung  aufzustossen und daran den Strumpf     anzu-          arbeiten.    Da aber die Maschenteilung und    Maschenanzahl dieses Warenstückes nicht  der feinen Teilung der Maschine entspricht,  konnte die Ware nicht     maschengerecht    inner  halb der Reihe, sondern nur wild auf  gestossen werden., so dass nach dem     Auf-          triefeln    der     Draufreihen    die Ware ganz oder  teilweise von der Nadel herunterfiel.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  zum Herstellen eines einen Randteil auf  weisenden     Strumpfes    derart verfahren, dass  ein gesondert hergestellter Randteil oder  Längen in einem gewissen     Abstande    von  seiner Kante auf die Nadeln der Strumpf  maschine aufgestossen wird, wobei der vor  den Nadelspitzen liegende Warenstreifen  vor oder während des     Aufstossens    so nach  hinten gelegt     wird,    dass der aufgestossene  Warenteil zweimal von den Nadeln     do    r       Strumpfmaschine    durchdrungen wird.

   Auf  diese Weise entsteht an der     Aufstossstelle     eine vollständig abgeschlossene     @jrarenkant.e.     Infolge des     eigenarti,;eri        Aufstossens    sind      keine     Draufreihen        abzutriefeln,    wodurch eine  absolut einwandfreie Verbindung beider Teile  entsteht.  



  Auf der Zeichnung sind zwei beispiels  weise Durchführungsarten des Verfahrens er  läutert.  



       Fig.    1 zeigt, wie ein gemustertes Waren  stück in der zur Herstellung des Strumpf  randes erforderlichen Grösse an seiner Kante  umgelegt ist; die       Fig.    2 ist eine Seitenansicht dazu; die       Fig.    3 und 4 stellen dar, wie das Wa  renstück gemäss den     Fig.    1 und 2 auf die  Nadeln der     Strumpfmaschine    aufgestossen  und daran der Längen gearbeitet wird; die       Fig.    5 zeigt wieder ein gemustertes Rand  warenstück;

   aus den       Fig.    6     bis    8 geht hervor, wie dieses  gemäss einer weiteren Möglichkeit auf die  Nadeln der Strumpfmaschine aufgestossen  wird, und die       Fig.    9 lässt einen fertigen Strumpf  mit teilweise aufgebrochenem Doppelrand er  kennen.  



  Gemäss der ersten     DurchführungsmögIich-          keit    des Verfahrens wird der mit einem       wendeplattierten    oder ähnlichen Muster     \22     versehene, der Grösse eines Randes entspre  chende Warenteil 1 in seiner oberen Kante  umgelegt, so dass sich eine geschlossene Wa  renkante 5 ergibt     (Fig.    1 und 2). Dieser aus  doppelter Ware bestehende Rand wird dann,       mit    der linken Seite nach oben, das ist mit  dem kleinen, umgelegten Streifenteil 21  nach oben. auf die Nadeln 6 der den Strumpf  aasarbeitenden Maschine aufgestossen     (Fig.    3)  und daran in an und für sich bekannter Art  und Weise die Ware 7 desselben gearbeitet.

         (Fig.    4). Der gesamte     Aufstossvorgang    kann  bei dieser     Ausführungsmöglichkeit    auf einer  an sich bekannten     Aufstosseinrichtung    vorge  nommen werden, wobei sich der so aufge  stossene Randteil auf einem     Aufstossrechen     befindet, mittelst dem der Rand auf die Na  deln der den     Strumpf    aasarbeitenden Maschine  übertragen wird.

   Auf diese Weise muss die  Strumpfmaschine nur während des Übertra-         gens    der Randes     bezw.    der Ränder bei einer       Cottonmaschine    stillgesetzt werden, so dass der  Produktionsausfall dieser Maschine     nicht    grö  sser ist, als wenn ein normaler Doppelrand  abgedeckt wird.  



  Gemäss der zweiten Möglichkeit wird der  mit     einem        wendeplattierten    oder ähnlichen  Muster 2 versehene, der Grösse eines Randes  entsprechende Warenteil 1 an seiner obern  Kante 3 hinter der Linie 4 auf die Nadeln 6  der den Strumpf aasarbeitenden Maschine  aufgestossen     (Fig.    6). Dann zieht man den  gesamten Warenteil hoch, damit die Spitzen  19 der Nadeln 6 in die Maschen 20 des vor  den Nadelspitzen liegenden Warenstreifens  21 einstechen     (Fig.    7). Darauf wird der  kleine Warenstreifen 21 gemäss     Fig.    8 über  die Nadelköpfe zurückgelegt und an die  durch das Umlegen entstehende, abgeschlos  sene Kante der Strumpf in der an und für  sich bekannten Art und Weise aasgearbeitet.  



  Diese Durchführungsart des Verfahren  ist der zuerst beschriebenen Art gegenüber  insofern ungünstiger, als beim Hochziehen  der Randware und dem Zurückschlagen des  kleinen Warenstreifens 21 sehr leicht die  Spitzen 19 der Nadeln 6 abgerissen oder ver  bogen werden, so dass dieses Aufstossen nur  von einer äusserst geschickten Hand vorge  nommen werden kann. Nicht unerwähnt sei  dabei, dass während dieses Vorganges, der  sehr langwierig ist, die gesamte Strumpf  maschine stehen muss', was einen grossen Pro  duktionsausfall zur Folge hat.

   Es besteht  zwar auch hier, um solches zu vermeiden, die  Möglichkeit, die     Randware    erst auf einen be  sonders gestalteten     Abdeckrechen    aufzusto  ssen, was aber insbesondere bei dichter Ware  Schwierigkeiten bereitet, und ausserdem ist  das Übertragen des Randes auf die Nadeln  der Strumpfmaschine nicht leicht.  



  In beiden Fällen entsteht, da der kleine  Warenstreifen 21 umgelegt ist, an der Auf  stossstelle des Randteils eine abgeschlossene  Kante, so dass eine     vollständig    einwandfreie  Verbindung mit dem Längen gewährleistet  ist.      Soll aus diesem Randteil 1 ein Doppel  rand 10 gemäss     Fig.    9 entstehen, so     wird     dieser offene Randteil nun auf die Weise       geschlossen,    dass die obere     -Warenkante    11  mittelst einer Naht 12 mit der Warenkante  des     Streifentesls    21 verbunden wird, wobei  vorher ein Vollgummiband 15 auf die linke  Seite des innen liegenden Randteils aufge  näht werden kann.  



  Beim Herstellen eines Strumpfes nach  dem neuen Verfahren ergibt sich nur der  Vorteil, dass in     einwandfreier    Weise an einem  feinmaschigen Längen 16 ein mit Jacquard  mustern versehener grobmaschiger Rand an  gearbeitet werden kann, oder umgekehrt,  sondern gleichzeitig noch der, dass die ein  zeln gemusterten Randteile in einem fort  laufenden Band ununterbrochen hergestellt  werden können, wodurch die     Mustermaschine     äusserst ausgenutzt und die Herstellung der  Strümpfe besonders wirtschaftlich wird.  



  Der Rand kann dabei aus gemusterter,  einflächiger, aus Rechts- und Rechtsware  oder auch aus     Kettenwirkware    bestehen, wo  bei die letztere infolge ihrer Musterreichhal  tigkeit besonders zu empfehlen ist.  



  Es steht natürlich nichts im Wege, an  statt an einen nach einem der beiden Ver  fahren aufgestossenen Rand den Strumpf an  zuarbeiten, auch umgekehrt einen gesondert  hergestellten Längen in dieser Weise auf  zustossen und daran dann den Randteil zu  arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines einen Randteil aufweisenden Strumpfes, dadurch gekennzeichnet, dass ein gesondert hergestell ter Warenteil (Randteil oder Längen) in einem Abstand von seiner Warenkante auf die Nadeln der Strumpfmaschine aufgesto ssen wird, wobei der vor den Nadelspitzen liegende Warenstreifen vor oder während des Aufstossens so nach hinten umgelegt wird, dass der aufgestossene Warenteil zweimal von den Nadeln der Strumpfmaschine durchdrun gen wird, wodurch in der Aufstosslinie eine abgeschlossene Kante entsteht. UNTERANSPRtCIIE 1.
    Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass' der aufzustossende Waren teil an seiner aufzustossenden Warenkante umgelegt, nahe der auf diese Weise ab geschlossenen Kante auf die Nadeln der Strumpfmaschine aufgestossen und daran der übrige Strumpfteil gearbeitet wird. 2.
    Verfahren zur Herstellung eines Strumpfes gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der aufzustossende Waren teil in einem Abstand von seiner Waren kante auf die Nadeln der Strumpf- maschine aufgestossen, darauf bis über die Spitzen der Nadel hochgebracht wird, wo bei die Spitzen die Ware vor der Aufstoss- linie durchdringen, darauf der vor den Spitzen liegende Warenstreifen über die Nadelköpfe umgelegt und an die auf diese -Weise zweifach aufgestossene Wa renkante der übrige Strumpfteil angear- beitet wird.
CH147122D 1930-04-14 1930-10-10 Verfahren zur Herstellung eines einen Randteil aufweisenden Strumpfes. CH147122A (de)

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