Verfahren und Naschine zur kontinuierlichen Erzeugung<B>von</B> Garn, vorzugsweise solchem mit Asbesthülle. Die Erfindung betrifft die Herstellung von Garn, vorzugsweise solchem mit Asbest hülle, und hat ein Verfahren und eine Ma schine zur Erzeugung des Garns zum Gegen stand.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass ein Kern vor geschoben wird in Kombination -mit einer ihn spannungsfrei =hüllenden Dechseliieht, und dass gespannte Binder um den Kern und die Deckschicht in entgegengesetzten Richtungen gewickelt werden.
Die Maschine zur Ausführung dieses Ver fahrens kennzeichnet sich durch Einrichü-tn- gen zum gleichmässigen Vorschieben eines Kernes und zum Zuführen einer spannungs freien Deckschielit zum Umhüllen des Ker nes, sowie durch Wickelköpfe zum Aufwin den gespannter Bindedrähte rund um den Kern und die Deckschicht in entgegengesetz ten Richtungen.
Der Kern des Garnes kann aus einem leicht-en Draht bestehen, der in einen Strc#lf(,ii von Asbestpapier mittelst eines oder mehrerei- darumgewickelter Bindedrähte eingehüllt is't. Er kann dabei lediglich ein VerstärkunIgs- element für den Asbeststreifen sein, wie im Falle von Garnen, die für die Herstelluiig, von Bremsfuttern bestimmt- sind, oder der umhüllende Streifen kann ledi-lich eiii Schutz für den Kern sein, wie im F, alle eiiier elektrischen Leitung.
Ein derartiges Garn kann Biegungs- und Bruchbeanspruchungen widerstehen, während es doch biegsam bleibt, und ist insbesondere geeignet zum Verweben in Gewebe für Bremsfutter oder der-leiehen. .I In dem Garn sind sowohl der leichte Kerii, als auch die leichten Bindedrähte mit dem Asbesistreifen in solcher Weise verzwirnt, dass eine feste und auch sonst vorteilhafte Litze gebildet wird, die nach VerarbeitunIg zu einem Gewebe und anderer geeigneter Be handlung ein ideales Bremsfutter bildet.
Das Garn und ein daraus geformtes Breinsfutter bestehen ganz aus Asbest und Draht und sind daher auch nicht entzündbar. Zur Her stellung des Asbeststreifens für das Garn kann kurzfaseriger Asbest verwendet wer den, so dass die Kosten des Garnes in sehr erheblichem Masse verringert werden.
Bei der Maschine zur Herstelluno, de-, Garnes können an einer Stelle vor der Auf- bringungsstelle der Binder Mittel vorgesehen sein, die die Deckschiellt gegen eine Ver drehung sichern, und ferner auch Einrich tungen, die die Deckschiel-it diesen Mitteln zwangläufig zuführen, da-mit die Deckschicht lose mit Bezug auf den Kern vor Aufbrin gung der Binder ist.
Die Kombination der Aufbringung der Binder unter Spannung mit der rückwärtig im Abstand liegenden Ein richtung zum Festhalten der Deckschieht gegen Verdrehung hat die Wirkung, dass die DecksehicIit, wenn sie dem fortschreitenden Kern zugeführt wird, eine WindunIgsform rund um den Kern vor der Aufbrin gungs- stelle der Binder und an dieser annimmt. Dementsprechend ist der Kern vollständig und gleichmässig von der Deckschicht in Win- dungsform vor dem Bindevorgang bedeckt.
Nach dem Binden kann die Windung der Deckschicht etwas gelockert werden und praktisch ganz verschwinden. Das Vorhan densein der Windungen an der Bindestelle gewährleistet jedoch, dass der Kern gleich mässig und vollständig von der Deckschicht umhüllt wird.
Es kann auch eine elektrische Einrieb,- tung zum selbsttätigen Stillsetzen der Ma- seliine für den Fall vorgesehen sein, dass der Kern oder einer der Binder bricht oder die Deckschicht reisst.
Gemäss der Erfindung kann schnell und wirtschaftlich ein Garn gleichmässiger Stärko und Qualität erzeugt werden, bei welchem die Dechschicht mechanisch sicher am Kern mit- telst Bindedrähten festgebunden ist. Da so wohl der Kern, als auch die Bindedrähte dünn und biegsam sind, eignet sich das Garn selbst insbesondere zur Herstellung von Bremsfuttern, vorzugsweise nach dem Ver fahren, das Gegenstand des schweiz. Patentes Nr. 147215 ist.
Ein Gewebe, das mit diesem ('Tarn, sei es als Kette oder Sel-Luss oder bei des, nach dem erwähnten Verfahren her gestellt wird, ist ein ideales Bremsfutter, da#, einen hohen Reibungskoeffizienten, eine grosse Dichte, lange Lebensdauer und glatt- Oberfläche hat, und dessen Eigenschaften eher einem geformten Erzeugnis als einem ,gewebten ähneln, da das Futter eine feste, homogene Masse aus Asbest und Metall bildet.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der vorliegenden Garnform- maschine.
Fig. <B>1</B> ist eine schaubildliche Ansicht der Maschine; Fig. 2 ist ein Seitenaufriss der Maschine-, Fig. <B>3</B> ist ein Aufriss der Maschine, in Fig. 2 von rechts gesehen; Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch die Maschine; Fig. <B>5</B> ist eine Rückansicht der Fig. 2; Fig. <B>6</B> ist eine sehaubildliche Ansicht einer Vorschubeinrichtung für den Arbeits streifen;
Fig. <B>7</B> ist eine geschnittene Ansicht von Wiekelköpfen; Fi-. <B>8</B> ist ein Schaltschema einer Einrich tung zum selbsttätigen Stillsetzen der Ma schine; Fig. <B>9</B> veranschaulicht das fertige Garn, und Fig. <B>10</B> ist ein Schnitt nach Linie<B>10-10</B> -der Fig. <B>9.</B>
Die dargestellte Masehine zur Herstellung von Garn weist einen Tisch<B>10</B> auf, der von einem Rahmen<B>11</B> getragen wird. Am einen Ende des Tisches<B>10</B> sind Ständer 1.2 an geordnet, auf welchen eine Rolle<B>13</B> aus Asbestpapierband drehbar ist. Letzteres bil det die Deckschicht für den Kern. Ein zwei- fer Satz von Ständern 14 dient zum Halten einer Spule<B>15,</B> auf die der Draht auf gewickelt ist, der den Kern des Garnes züi bilden bestimmt ist.
Der Asbeststreifen<B>16</B> läuft von der Rolle<B>13</B> zwischen Führungs- stiften<B>17</B> bis unter eine Walze<B>18,</B> die von dem Rahmen<B>19</B> gehalten wird und dann über und unter wagrecht angeordnete Füh rungsstangen 20. Die Walze<B>18</B> ist mit einer gerauliten Oberfläche versehen und dient zum Abziehen des Asbeststreifens von der Rolle <B>13.</B> Von den Führungsstangen 20 gelangt der Streifen<B>16</B> über eine Anfeuchtewalze 21, die von einem Rahmen 22 getragen wird. Letz terer hält auch den Behälter<B>23,</B> in welchem Wasser dauernd auf einem geeigneten Stande so erhalten wird, dass es jederzeit in Berüh rung mit der Walze 21 tritt.
Der Flüssig keitsstand wird mittelst eines Überlaufrohres 24 konstant erhalten. Von der Anfeuchte- walze 21 läuft der Streifen<B>16</B> zwischen der untern und mittleren der wagrechten Stangen <B>30</B> hindurch, die so eng aneinander liegen, dass sie den Streifen flach halten und eine Verdrehung verhindern. Der Streifen<B>16</B> ge langt alsdann durch den ersten Wiekelkopf, wo er in einhüllende Beziehung zum Kern <B>26</B> gebracht wird.
Der Kerndraht geht von der Spule<B>15</B> durch eine Führung<B>27</B> rund um eine Walze<B>28,</B> um seine Richtung zu ändern und alsdann durch eine Führung<B>29</B> hindurch, worauf er zwischen die obere und mittlere der wagrechten Stangen<B>30</B> und von hier in Berührung mit dem AAeststreifen durch den ersten 'v#l'ic'kelkopf läuft.
Ein Rahmen, bestehend aus Ständern 31- und diese verbindenden Stangen<B>32,</B> dient als Träger für die Wiekelköpfe, mit deren Hilfe die Bindedrähte aufgebracht werden. Eine Platte<B>33</B> liegt zwischen den Stangen 32 und ist auf diesen verschiebbar gelagert. Ein rohrförmiges Glied 34 mit glockenförmiger Mündung an jedem Ende wird von der Platte <B>33</B> gehalten. Das Rohrglied 34 ist mit einem Ringbund<B>35</B> versehen, an dem der innere Spurring eines Kugellagers<B>36</B> anliegt.
Das Lager und das Rohrglied werden an der Platte<B>33</B> mittelst einer Mutter<B>37</B> fest geklemmt, die auf das Ende des Rohrgliedes 3,4 aufgesehraubt ist-. Eine Riemen#sc'heibe <B>3,8</B> wird von dem äussern Spurring des Kugel lagers<B>36</B> getragen. Eine Lagerhülse<B>39</B> um gibt das eine Ende des Rohrgliedes und liegt an dem Bunde<B>35</B> an. Auf der Lagerhülse ist eine hohle Welle 40 drehbar gelagert, an der eine Scheibe 41 befestigt ist, und auf der eilie Spule 42 des Bindedrahtes drehbar ist. Die Spule 42 wird zwischen einem Bunde 43 an der Hohlwelle 40 und einer Unterlagsseheibe 44 durch ein Klemmglied 45 gehalten, das mittelst eines Splintes einstellbar ist.
Durch geeignete Einstellung des Klemmgliedes 45 kann die Reibung zwischen der Unterlag- scheibe und der Spule geändert und so der zum Abziehen des Bindedrahtes von der Spule erforderliche Zug geregelt werden. Die Scheibe 41 trägt eine Führungsseheibe 46 an einem Zapfen 47 und ist auch mit einein Gegengewicht 48 versehen. Der Bindedraht <B>A</B> wird von der Spule 42 rund um die Füh rung 46 und dann nach dem Kern und der Deckschiclit, rund um die er gewickelt wer den soll, geleitet.
Wenn der Draht ab gezogen wird,'dreht sich die Spule 42 auf der Welle 40, und der Draht wird infolge der Reibung, die auf die Spule durch die Unterlagscheibe 44 ausgeübt wird, unter Spannung gehalten. Wenn der Papierstreifen <B>16</B> in die Mündung des Rohrgliedes 34 ge langt, werden seine Kanten nach aufwärts und rund um den Kerndraht<B>26</B> gebogen, so dass, wenn der Kerndraht und der Streifen aus dem entgegengesetzten Ende des Rohr gliedes austreten, der Kerndraht von dem Streifen<B>16</B> umhüllt ist.
Eine Leiste 49 ist auf den Stangen<B>32</B> versehiebbar in kurzem Abstand von dem un- gestützten Ende des Rohrgliedes 34 angeord net. In dieser Leiste ist eine Führung 49a vorgesehen, durch welche das Garn nach Austritt aus dem Rohrgliede 34 läuft. Der Bindedraht wird auf das Garn aufgebracht, gerade bevor es durch die Führung 49a läuft, und durch die Spinnwirkung des um laufenden Kopfes wird der Draht dicht rund um das Garn gewunden.
Der reibende Ein griff zwischen der Spule 42 und der Unter- lagselieibe 44 veranlasst, dass der Bindedraht auf das Garn unter Spannung aufgebracht wird. Infolge der Spannung wird der Strei fen<B>16</B> etwas auf dem Kern verdreht, so dass er an der Aufbringungsstelle des Binde elementes Windungen bildet, die sich nach rückwärts zu der Stelle erstrecken, an wel cher die Stangen<B>30</B> den Streifen<B>16</B> in fla chem Zustande erhalten. Die Führung 49;1 verhindert ein Aufblähen des Garnes und ver ringert seine Erschütterung.
Durch Auf bringung des Bindedrahtes unter Spannung an einer gegebenen Stelle auf einen Kern, der lose von dem Asbeststreifen umgeben ist und durch Festhaltung des Streifens an ei nem Punkt hinter der Bindestelle, ist ein einfaches und wirksames Mittel zum Wickeln der Umhüllung auf den Kern derart geschaf fen, dass sie den Kern vollständig einhüllt- und in ihrer Lage fest gebunden wird. Der fortschreitende Kern nimmt die Umhüllung und das Bindeelement mit sich und ist die Kraft zum Fördern des umhüllenden Strei fens nach dem Kern und zum Abziehen des Bindeelementes von der Spule nach der Auf- bringungsstelle auf den Kern und die Um hüllung.
Das umwiekelte Garn gelangt nach Aus tritt aus der Führung 49a durch den zweiten Spinnkopf. Dieser ist in seiner Bauweise identisch mit dem ersten Spinnkopf und soll daher nicht im einzelnen beschrieben werden. Durch diesen Kopf wird der zweite Binde draht B um das Garn in entgegengesetzter Richtung gewickelt. Der Kopf wird von einer Platte<B>50</B> gehalten, die auf den Stangen <B>32</B> verschiebbar gelagert ist. Eine Querleiste <B>51</B> ist gleichfalls auf den Stangen<B>32</B> ver schiebbar mittelst Buchsen 51a gelagert, die aus elektrisch isolierendem Stoff bestehen. Eine Führung<B>52</B> zur Aufnahme des um wickelten Ga.rnes wird von der Leiste<B>51</B> ge tragen.
Ein Streifen aus Isoliermateria,1 <B>53</B> ist an der Leiste<B>51</B> befestigt und ragt von dieser nach abwärts. Eine Metallstange 54 wird verstellbar von dem Gliede <B>53</B> getragen und ist an ihrem obern Ende mit einem Auge versehen, in -welchem der äussere Spurring eines Kugellagers<B>55</B> gelagert ist. Der innere Spurring des Kugellagers<B>55</B> trägt eine Füh rung<B>56,</B> die um das durch sie hindurch gehende Garn drehbar ist. Zwischen dem zweiten Wichelkopf und der Führung<B>56</B> wird der zweite Bindedraht rund um das Garn gewickelt, und zwar in einer andern Richtung als der erste Bindedraht.
In den Leisten und Platten<B>33,</B> 49,<B>50</B> und<B>51</B> sind Klemmschrauben vorgesehen, um sie in ihrer Lage auf den Stangen<B>32</B> zu halten.
Von der Führung<B>56</B> läuft das Garn durch ein Rohrglied oder eine Hülse<B>57,</B> welche am Ende eines Armes<B>58</B> angeordnet ist. Letz terer wird von einem Teil<B>59</B> getragen, der an der senkrechten Platte<B>60</B> angelenkt und mit einem Arm<B>61</B> versehen ist, an dem ein Gegengewicht<B>62</B> angebracht ist. Die, Wir kungsweise dieser Anordnung wird später beschrieben werden. Die Platte<B>60</B> trägt eine Mehrzahl von Scheiben<B>63,</B> die von einer später zu beschreibenden Einrichtung ange trieben werden und durch Zahnräder so mit einander verbunden sind, dass sie eine gleich mässige Bewegung ausführen. Das fertige Garn läuft über die Scheiben<B>63,</B> welche es durch die Maschine ziehen.
Während dieses Zie'hens durch die Maschine hindurch werden zwei entgegengesetzt gewundene Bindedrähfe aufgebracht, mit deren Hilfe die Asbest umhüllung sicher am Kern befestigt wird. Der Asbeststreifen wird durch die Rolle 21 vor Einbringung in das Rohrglied<B>31</B> an gefeuchtet, so dass er weich ist und sieh leicht, um den Draht faltet. Von den Scheiben läuft das Garn nach einer Aufnahmespule 64, auf die es aufgewickelt wird. Diese Spule wird durch eine später zu beschreibende Ein richtung angetrieben.
Den verschiedenen sich drehenden Teilen der Maschine wird Kraft von einer Haupt welle<B>65</B> zugeführt, die durch einen Motor 65a angetrieben wird. Eine Neben-welle <B>66</B> trägt eine Scheibe<B>67,</B> über welche ein Rie men<B>68</B> läuft, der gleichzeitig über eine Scheibe<B>69</B> an der Hauptwelle<B>65</B> läuft. Dif, Nebenwelle<B>66</B> ist mit Scheiben<B>70</B> an-- gestattet.. Über diese und die Scheiben<B>38</B> an den Wiehelhöpfen laufen Riemen<B>71,</B> die so angeordnet sind, dass sich die Wickelköpfe in entgegengesetzten Richtungen drehen.
Eine Welle<B>72</B> oberhalb des Tisches<B>10</B> wird von der Welle<B>66</B> mittelst einer Kette<B>73</B> an getrieben, die über an den beiden Wellen vor- gesellene Kettenräder 73a läuft. Am einen Ende der Welle<B>72</B> sitzt eine Schnecke 74, die mit einem Schneckenrade <B>75</B> kämmt, das mit dem Anfeuchterad 21 verbunden ist. Am andern Ende der Welle<B>72</B> sitzt eine Schnecke<B>76,</B> die mit einem Schnechenrade <B>77</B> kämmt, das mit einer der Zugscheiben 63 verbunden ist.
Da die Zugscheiben mit iii- einandergreifenden Zahnrädern versehen sind, wird also Kraft auf sie alle übertragen. Eine Welle<B>78</B> wird von dem Rahmen<B>11</B> gehalten und trägt eine herzförmige Hubscheibe<B>79.</B> Eine Stange<B>80</B> ist an ihrem- einen Ende im Rahmen verschiebbar gelagert und weist ein Gabelende auf, welches die Welle<B>78</B> auf nimmt. Diese Stange ist auch mit einer Rolle <B>81</B> versehen, welche sich gegen den Umfang der Hubscheibe<B>79</B> legt, und eine Feder<B>8-)</B> hält die Rolle<B>81</B> zu allen Zeiten in Be rührung mit der Hubscheibe. Die Aufnahme spule 64 ist drehbar auf einer Welle<B>83</B> ge lagert, die in den Gabelenden von Ständern 84 liegt.
Die Kränze der Spule 64 ruhen auf Rollen<B>85</B> auf, die auf einer in dem Stän der 84 gelagerten und an einem Ende eine Riemenscheibe<B>87</B> tragenden Welle<B>86</B> sitzen. Ein Riemen<B>8,8</B> läuft über die Riemen scheibe<B>87</B> und eine Riemenscheibe<B>89</B> an der Welle 6#6. Die Spule 64 wird durch Reibung von den Rollen 85 angetri3ben, so dass sie das fertige Garn ebenso schnell, wie es erzeugt wird, aufnimmt. Eine Neben welle<B>90</B> wird von der Hauptwelle<B>65</B> mit- telst eines Riemens<B>91</B> angetrieben, der über die Riemenscheibe an der Welle<B>65</B> und der Welle<B>90</B> läuft.
An der Welle<B>90</B> ist eine Schnecke<B>92</B> vorgesehen, die mit einem von der Welle<B>78</B> getragenen Schneckenrade <B>93</B> kämmt. Ein Ring 94 wirkt mit der Hub scheibe<B>79</B> so zusammen, dass er als Führung für die Stange<B>80</B> dient.
Mit Hilfe der oben beschriebenen verschie denen Wellen, Riemenscheiben, Zahnräder und dergleichen wird das Garn durch die ver schiedenen Spinnköpfe gezogen und dann auf die Spule 64 aufgewickelt. Zwischen der- letzten Zugscheibe<B>63</B> und der Spule 64 läuft das Garn durch ein Auge im Ende eines Führungsarines <B>95</B> 'auf der Stange<B>80.</B> Die Stange<B>80</B> wird durch die Hubscheibe<B>79</B> und die Feder<B>82</B> in hin- und hergehende Bewe gung versetzt und verteilt das fertige Garn gleichmässig über die Länge der Spule 64.
Durch die genannten Einrichtungen wird auch die gerauhie Walze.<B>18,</B> die von der Anfeuchtewalze 21 mittelst eines Riemclii"-; 102 angetrieben wird, veranlasst, den Asbest streifen<B>16</B> von der Spule<B>13</B> abzuziehen und ihn der Anfeuchtewalze zuzuführen, wobui die Wickelköpfe so gedreht werden, (lass si,- den Bindedraht rund um das Garn wieleln.
Der Motor 65a wird von einer nicht dar- gesteIlten, geeigneten Stromquelle durch einen Stromkreis gespeist, der die Drähte<B>103</B> und 104 und den die Kontakte<B>106</B> und<B>107</B> über brückenden Messerschalter<B>105</B> umfasst. E.z ist eine Einrichtung vorgesehen zum selbst tätigen Stillsetzen des Motors und der Ma schine für den Fall, dass der Kerndralit oder der Streifen<B>16</B> oder einer der Bindedräbte bricht oder reisst.
Die Hülse<B>57</B> ist solchen Durchmessers, dass, wenn der durch sie hin durchgehende Draht mit Asbest umhüllt wird, genügend Reibung ausgeübt wird, uni die Hülse nach links zu ziehen, bis der Arm <B>58</B> gegen den Stift<B>58'</B> trifft. Ist jedoch keine Umhüllung auf dem hindurchgehenden Draht vorhanden, wird die Hülse nicht so hinüber gezogen, und das Gewicht<B>62</B> bringt den Kon takt<B>108</B> in Berührung mit dem Kontakt<B>109</B> und schliesst so einen Nebenschluss, der die Leitung 104, die Kontakte<B>108</B> und<B>109,</B> dio Leitung<B>110</B> und den Elektromagneten<B>111</B> enthält.
Wird der Elektromagnet<B>111</B> errelgt, so zieht er den Anker 112 gegen die Wir kung der Feder<B>113</B> nach abwärts, so dass der Ansatz 114 ausser Eingriff mit dem Ende des Messers<B>105</B> tritt, das ausser Eingriff mit den Kontakten<B>106</B> und<B>107</B> durch die Feder<B>115</B> gezogen wird. Der Stromkreis durch den Mo tor 65a ist somit geöffnet und die Maschine stillgesetzt.
Um die Maschine stillzusetzen, wenn der zweite Bindedralit bricht, ist ein zweiter Stromkreis vorgesehen über die Leitung<B>116,</B> die Feldwicklung eines Elektromagnetes<B>117,</B> eine Leitung<B>118,</B> die Stange 54, das Kugel lager<B>55,</B> die Führung<B>56,</B> den Bindedralit selbst, die Spule für den Bindedralit, die Welle, auf der sie gelagert ist, die, Quer- stan,ge <B>50,</B> die Leitung<B>119</B> und die Leitung 104a. Der Relaiskoniakt 120 ist durch die Leitung 121 mit der Leitung<B>110,</B> und der Anker 122 des Relais mit der Leitung 104 verbunden.
Das Relais wird somit normaler weise erregt, und der Anker 122 gegen die Wirkung der Feder<B>123</B> ausser Berührung mit dem Kontakt 120 hochgehalten. Wenn jedoch der Bindedralit bricht, wird der Stromkreis geöffnet, das Relais wird er regt, und der Anker fällt in Berührung mit dem Kontakt 120, wodurch der Stromkreis durch den Elektromagneten<B>111</B> geschlossen, das SoliaRmesser <B>105,</B> wie vorbesehrieben, ausgelöst und die Maschine stillgesetzt wird. Sollte der erste Bindedraht brechen, reisst auch der Asbeststreifen schnell, und in sehr kurzer Zeit geht durch die Hülse<B>57</B> nur ein Draht, der über einen andern gewickelt ist, hindurch.
Alsdann wird nicht mehr genügend Reibung ausgeübt, um den Kontakt<B>10:8</B> ausser Eingriff mit dem Kontakt<B>109</B> zu er- h & Iten, und so-fort nach Berührung dieser bei den Kontakte wird die Maschine, wie vor- beschrieben, stillgesetzt. Es ist auch eine Einrichtung zum Stillsetzen der Maschine vorgesehen für den Fall, dass der Asbest streifen erschöpft ist. Diese Einrichtung be steht aus einem Arm 124, der an den Stän dern 12 befestigt, aber gegen sie isoliert ist und an seinem freien Ende einen Stift 124a trägt, der* über die Asbestrolle läuft.
Der Arm 124 ist durch eine Leitung<B>125</B> mit der Leitung<B>110,</B> und der Ständer 12 durcli eine Leitung<B>12,6</B> mit der Leitung 104 verbunden. Wenn somit die Asbestrolle erschöpft ist, fällt der Arm 124 herab, so dass der Stift 124a in Berührung mit dem Ständer 12 tritt. Hierdurch wird erneut ein Stromkreis durch den Elektromagneten<B>111</B> erregt, so dass der Motorstromkreis, wie vorbesehrieben, unter brochen und die Maschine stillgesetzt wird.
Die Fig. <B>9</B> und<B>10</B> zeigen das fertige Er zeugnis, bestehend aus einem Drahtkern, der von einem Asbestpapierstreifen und einem Paar von entgegengesetzt gewundenen Binde drähten umhüllt -ist, die den Asbeststreifen auf dem Kern festhalten. Dieses Garn kann zur Herstellung eines Bremsfutters sowohl als Kette, als auch Schuss oder in Verbin dung mit blankem Draht verwendet werden. Das Garn kann mit, einem wasserdicht machenden, wärmebeständigen Mittel im prägniert oder sonstwie für das Weben vor bereitet werden, wie es im sellweiz. Patent Nr. 147215 beschrieben ist.
Sowohl der Me tallkern, als auch die Bindedrähte sind sehr dünn, und letztere sind mit dem Kerndraht und dessen Deckstreifen so verzwirnt, dass das erzeugte Garn ganz aus Asbest und Draht besteht, wobei der Draht in und rund um den Asbeststreifen in solcher Weise ver dreht ist, dass er ihn verstärkt und die Litze oder das Garn zur Herstellung von Geweben für Bremsfutter oder dergleichen geeignet macht.
Mit Hilfe der beschriebenen Maschine ist es möglich, ein Bremsfuttergarn sehr schnell und mit gleichmässiger Qualität und Grösse herzustellen. Der Kern und der Asbeststrei fen werden zwangläufig dem Wickelkopf derart zugeführt, dass keine oder nur sehr ge ringe Bruchgefahr für beide besteht. Nach dem der Asbeststreifen mit dem Drahthern vereinigt und darauf festgebunden ist, wird das fertige Garn durch die Maschine mit einem gleichmässigen, ständigen Zug gezogen und auf die Aufnahmespule aufgewickelt, so dass eine unnötige Zugbeausprueliung am Garn verhindert wird.
Mittelst der gerauh- ten Walze<B>18</B> und der AnfeueUtewalze 21 wird das Band<B>16</B> von der Rolle abgezogen und zwangläufig den Führungsstangen<B>30</B> zugeführt. Der einzige auf das Band aus geübte Zug ist derjenige, der notwendig ist, um das Band von den Führungsstangen<B>30</B> nach der Stelle zu ziehen, wo der Bindedraht aufgebracht wird. Der Streifen ist daher lose und frei von Spannungen oder nur einer sehr geringen Spannung unterworfen.
Vorzugs- weise wird das Band durch diese Walzen mit einer etwas höheren Geschwindigkeit geför dert als die Geschwindigkeit, mit der der Kern durch die Maschine gezogen wird, so (lass eine genügende Durchhängung des Ban des entsteht, um keinen nennenswerten Zug darauf zur Entwicklung zu bringen.
Da der Asbesistreifen spannungsfrei ist, und den Kern lose einschliesst und der Bindedrallt un ter Spannung aufgebracht wird, wird der Asbeststreifen auf dem Kern verdreht, so dass Windungen entstehen, die sich an der Auf- bringungsstelle des Bindedralltes bilden und nach rüekwärts erstrecken. Das Vorhanden sein dieser Windungen gewährleistet, dass der Kerndralit vollständig von dem Asbeststrei fen bedeckt wird, so dass keine blanken Stel len vorhanden sind, und das Garn von gleich mässiger Dicke ist.