CH147123A - Verfahren und Maschine zur kontinuierlichen Erzeugung von Garn, vorzugsweise solchem mit Asbesthülle. - Google Patents

Verfahren und Maschine zur kontinuierlichen Erzeugung von Garn, vorzugsweise solchem mit Asbesthülle.

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CH147123A
CH147123A CH147123DA CH147123A CH 147123 A CH147123 A CH 147123A CH 147123D A CH147123D A CH 147123DA CH 147123 A CH147123 A CH 147123A
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Slade Edward
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Slade Edward
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Description


  Verfahren und     Naschine    zur kontinuierlichen Erzeugung<B>von</B> Garn,  vorzugsweise solchem mit Asbesthülle.    Die Erfindung betrifft die Herstellung  von Garn, vorzugsweise solchem mit Asbest  hülle, und hat ein Verfahren und eine Ma  schine zur Erzeugung des Garns zum Gegen  stand.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  kennzeichnet sich dadurch,     dass    ein Kern vor  geschoben wird in Kombination -mit einer ihn  spannungsfrei =hüllenden     Dechseliieht,    und       dass    gespannte Binder um den Kern und die  Deckschicht in entgegengesetzten Richtungen  gewickelt werden.  



  Die Maschine zur Ausführung dieses Ver  fahrens kennzeichnet sich durch     Einrichü-tn-          gen    zum gleichmässigen Vorschieben eines  Kernes und zum Zuführen einer spannungs  freien     Deckschielit    zum Umhüllen des Ker  nes, sowie durch Wickelköpfe zum Aufwin  den gespannter Bindedrähte rund um den  Kern und die Deckschicht in entgegengesetz  ten Richtungen.

      Der Kern des Garnes kann aus einem       leicht-en    Draht bestehen, der in einen     Strc#lf(,ii     von Asbestpapier mittelst eines oder     mehrerei-          darumgewickelter    Bindedrähte eingehüllt     is't.     Er kann dabei lediglich ein     VerstärkunIgs-          element    für den Asbeststreifen sein, wie im  Falle von Garnen, die für die     Herstelluiig,     von Bremsfuttern bestimmt- sind, oder der  umhüllende Streifen kann     ledi-lich        eiii     Schutz für den Kern sein, wie im F, alle     eiiier     elektrischen Leitung.

   Ein derartiges Garn  kann     Biegungs-    und Bruchbeanspruchungen  widerstehen, während es doch biegsam bleibt,  und ist insbesondere geeignet zum Verweben  in Gewebe für Bremsfutter oder     der-leiehen.          .I     In dem Garn sind sowohl der leichte     Kerii,     als auch die leichten Bindedrähte mit dem       Asbesistreifen    in solcher Weise verzwirnt,       dass    eine feste und auch sonst vorteilhafte  Litze gebildet wird, die nach     VerarbeitunIg     zu einem Gewebe und anderer geeigneter Be  handlung ein ideales Bremsfutter bildet.

   Das      Garn und ein daraus geformtes     Breinsfutter     bestehen ganz aus Asbest und Draht und  sind daher auch nicht entzündbar. Zur Her  stellung des Asbeststreifens für das Garn  kann kurzfaseriger Asbest verwendet wer  den, so     dass    die Kosten des Garnes in sehr  erheblichem Masse verringert werden.  



  Bei der Maschine zur     Herstelluno,    de-,  Garnes können an einer Stelle vor der     Auf-          bringungsstelle    der Binder Mittel vorgesehen  sein, die die     Deckschiellt    gegen eine Ver  drehung sichern, und ferner auch Einrich  tungen, die die     Deckschiel-it    diesen Mitteln       zwangläufig    zuführen,     da-mit    die Deckschicht  lose mit Bezug auf den Kern vor Aufbrin  gung der Binder ist.

   Die Kombination der  Aufbringung der Binder unter Spannung mit  der rückwärtig im Abstand liegenden Ein  richtung zum Festhalten der     Deckschieht     gegen Verdrehung hat die Wirkung,     dass    die       DecksehicIit,    wenn sie dem fortschreitenden  Kern zugeführt wird, eine     WindunIgsform     rund um den Kern vor der     Aufbrin        gungs-          stelle    der Binder und an dieser annimmt.  Dementsprechend ist der Kern vollständig  und gleichmässig von der Deckschicht in     Win-          dungsform    vor dem Bindevorgang bedeckt.

    Nach dem Binden kann die Windung der  Deckschicht etwas gelockert werden und  praktisch ganz verschwinden. Das Vorhan  densein der Windungen an der Bindestelle  gewährleistet jedoch,     dass    der Kern gleich  mässig und vollständig von der Deckschicht  umhüllt wird.  



  Es kann auch eine elektrische     Einrieb,-          tung    zum selbsttätigen     Stillsetzen    der     Ma-          seliine    für den Fall vorgesehen sein,     dass    der   Kern oder einer der Binder bricht oder die  Deckschicht reisst.  



  Gemäss der Erfindung kann schnell und  wirtschaftlich ein Garn gleichmässiger     Stärko     und Qualität erzeugt werden, bei welchem die       Dechschicht    mechanisch sicher am Kern     mit-          telst    Bindedrähten festgebunden ist. Da so  wohl der Kern, als auch die Bindedrähte  dünn und biegsam sind, eignet sich das Garn  selbst insbesondere zur Herstellung von    Bremsfuttern, vorzugsweise nach dem Ver  fahren, das Gegenstand des     schweiz.    Patentes       Nr.    147215 ist.

   Ein Gewebe, das mit diesem  ('Tarn, sei es als Kette oder     Sel-Luss    oder bei  des, nach dem erwähnten Verfahren her  gestellt wird, ist ein ideales Bremsfutter,     da#,     einen hohen Reibungskoeffizienten, eine  grosse Dichte, lange Lebensdauer und     glatt-          Oberfläche    hat, und dessen Eigenschaften  eher einem geformten Erzeugnis als einem  ,gewebten ähneln, da das Futter eine feste,  homogene Masse aus Asbest und Metall  bildet.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel der vorliegenden     Garnform-          maschine.     



       Fig.   <B>1</B> ist eine schaubildliche Ansicht der  Maschine;       Fig.    2 ist ein     Seitenaufriss    der Maschine-,       Fig.   <B>3</B> ist ein     Aufriss    der Maschine, in       Fig.    2 von rechts gesehen;       Fig.    4 ist ein senkrechter Schnitt durch  die Maschine;       Fig.   <B>5</B> ist eine     Rückansicht    der     Fig.    2;       Fig.   <B>6</B> ist eine     sehaubildliche    Ansicht  einer     Vorschubeinrichtung    für den Arbeits  streifen;

         Fig.   <B>7</B> ist eine geschnittene Ansicht von       Wiekelköpfen;          Fi-.   <B>8</B> ist ein Schaltschema einer Einrich  tung zum selbsttätigen     Stillsetzen    der Ma  schine;       Fig.   <B>9</B> veranschaulicht das fertige Garn,  und       Fig.   <B>10</B> ist ein Schnitt nach Linie<B>10-10</B>  -der     Fig.   <B>9.</B>  



  Die dargestellte     Masehine    zur Herstellung  von Garn weist einen Tisch<B>10</B> auf, der von  einem Rahmen<B>11</B> getragen wird. Am einen  Ende des Tisches<B>10</B> sind Ständer 1.2 an  geordnet, auf welchen eine Rolle<B>13</B> aus       Asbestpapierband    drehbar ist. Letzteres bil  det die Deckschicht für den Kern. Ein     zwei-          fer    Satz von Ständern 14 dient zum Halten  einer Spule<B>15,</B> auf die der Draht auf  gewickelt ist, der den Kern des Garnes     züi     bilden bestimmt ist.

   Der Asbeststreifen<B>16</B>  läuft von der Rolle<B>13</B> zwischen Führungs-      stiften<B>17</B> bis unter eine Walze<B>18,</B> die von  dem Rahmen<B>19</B> gehalten wird und dann  über und unter     wagrecht    angeordnete Füh  rungsstangen 20. Die Walze<B>18</B> ist mit einer       gerauliten    Oberfläche versehen und dient zum  Abziehen des Asbeststreifens von der Rolle  <B>13.</B> Von den Führungsstangen 20 gelangt der  Streifen<B>16</B> über eine     Anfeuchtewalze    21, die  von einem Rahmen     22    getragen wird. Letz  terer hält auch den Behälter<B>23,</B> in welchem  Wasser dauernd auf einem geeigneten Stande  so erhalten wird,     dass    es jederzeit in Berüh  rung mit der Walze 21 tritt.

   Der Flüssig  keitsstand wird mittelst eines     Überlaufrohres     24 konstant erhalten. Von der     Anfeuchte-          walze    21 läuft der Streifen<B>16</B> zwischen     der     untern und mittleren der     wagrechten    Stangen  <B>30</B> hindurch, die so eng aneinander liegen,       dass    sie den Streifen flach halten und eine  Verdrehung verhindern. Der Streifen<B>16</B> ge  langt alsdann durch den ersten     Wiekelkopf,     wo er in einhüllende Beziehung zum Kern  <B>26</B> gebracht wird.

   Der Kerndraht geht von  der Spule<B>15</B> durch eine Führung<B>27</B> rund  um eine Walze<B>28,</B> um seine Richtung zu  ändern und alsdann durch eine Führung<B>29</B>  hindurch, worauf er zwischen die obere und  mittlere der     wagrechten    Stangen<B>30</B> und von  hier in Berührung mit dem     AAeststreifen     durch den ersten     'v#l'ic'kelkopf    läuft.  



  Ein Rahmen, bestehend aus Ständern     31-          und    diese verbindenden Stangen<B>32,</B> dient als  Träger für die     Wiekelköpfe,    mit deren Hilfe  die Bindedrähte aufgebracht werden. Eine  Platte<B>33</B> liegt zwischen den Stangen     32    und  ist auf diesen verschiebbar gelagert. Ein       rohrförmiges    Glied 34 mit glockenförmiger  Mündung an jedem Ende wird von der Platte  <B>33</B> gehalten. Das Rohrglied 34 ist mit einem  Ringbund<B>35</B> versehen, an dem der innere       Spurring    eines Kugellagers<B>36</B> anliegt.

   Das  Lager und das Rohrglied werden an der  Platte<B>33</B> mittelst einer Mutter<B>37</B> fest  geklemmt, die auf das Ende des Rohrgliedes  3,4     aufgesehraubt    ist-. Eine     Riemen#sc'heibe   <B>3,8</B>  wird von dem äussern     Spurring    des Kugel  lagers<B>36</B> getragen. Eine Lagerhülse<B>39</B> um  gibt das eine Ende des Rohrgliedes und liegt    an dem Bunde<B>35</B> an. Auf der Lagerhülse ist  eine hohle Welle 40 drehbar gelagert, an der  eine Scheibe 41 befestigt ist, und auf der     eilie     Spule 42 des Bindedrahtes drehbar ist. Die  Spule 42 wird zwischen einem Bunde 43 an  der Hohlwelle 40 und einer     Unterlagsseheibe     44 durch ein Klemmglied 45 gehalten, das  mittelst eines Splintes einstellbar ist.

   Durch  geeignete Einstellung des Klemmgliedes 45  kann die Reibung zwischen der     Unterlag-          scheibe    und der Spule geändert und so der  zum Abziehen des Bindedrahtes von der  Spule erforderliche Zug geregelt werden. Die  Scheibe 41 trägt eine     Führungsseheibe    46 an  einem Zapfen 47 und ist auch mit     einein     Gegengewicht 48 versehen. Der Bindedraht  <B>A</B> wird von der Spule 42 rund um die Füh  rung 46 und dann nach dem Kern und der       Deckschiclit,    rund um die er gewickelt wer  den soll, geleitet.

   Wenn der Draht ab  gezogen     wird,'dreht    sich die Spule 42 auf  der Welle 40, und der Draht wird infolge  der Reibung, die auf die Spule durch die       Unterlagscheibe    44 ausgeübt wird, unter  Spannung gehalten. Wenn der Papierstreifen  <B>16</B> in die Mündung des Rohrgliedes 34 ge  langt, werden seine Kanten nach aufwärts  und rund um den Kerndraht<B>26</B> gebogen, so       dass,    wenn der Kerndraht und der Streifen  aus dem entgegengesetzten Ende des Rohr  gliedes austreten, der Kerndraht von dem  Streifen<B>16</B> umhüllt ist.  



  Eine Leiste 49 ist auf den Stangen<B>32</B>       versehiebbar    in kurzem Abstand von dem     un-          gestützten    Ende des Rohrgliedes 34 angeord  net. In dieser Leiste ist eine Führung     49a     vorgesehen, durch welche das Garn nach  Austritt aus dem     Rohrgliede    34 läuft. Der  Bindedraht wird auf das Garn aufgebracht,  gerade bevor es durch die Führung 49a  läuft, und durch die Spinnwirkung des um  laufenden Kopfes wird der Draht dicht rund  um das Garn gewunden.

   Der reibende Ein  griff zwischen der Spule 42 und der     Unter-          lagselieibe    44     veranlasst,        dass    der Bindedraht  auf     das    Garn unter Spannung aufgebracht  wird. Infolge der Spannung wird der Strei  fen<B>16</B> etwas auf dem Kern verdreht, so     dass         er an der     Aufbringungsstelle    des Binde  elementes Windungen bildet, die sich nach  rückwärts zu der Stelle erstrecken, an wel  cher die Stangen<B>30</B> den Streifen<B>16</B> in fla  chem Zustande erhalten. Die Führung 49;1  verhindert ein Aufblähen des Garnes und ver  ringert seine Erschütterung.

   Durch Auf  bringung des Bindedrahtes unter Spannung  an einer gegebenen Stelle auf einen Kern,  der lose von dem Asbeststreifen umgeben ist  und durch Festhaltung des Streifens an ei  nem Punkt hinter der Bindestelle, ist ein  einfaches und wirksames Mittel zum Wickeln  der Umhüllung auf den Kern derart geschaf  fen,     dass    sie den Kern vollständig     einhüllt-          und    in ihrer Lage fest gebunden wird. Der  fortschreitende Kern nimmt die Umhüllung  und das Bindeelement mit sich und ist die  Kraft zum Fördern des umhüllenden Strei  fens nach dem Kern und zum Abziehen des  Bindeelementes von der Spule nach der     Auf-          bringungsstelle    auf den Kern und die Um  hüllung.  



  Das     umwiekelte    Garn gelangt nach Aus  tritt aus der Führung 49a durch den zweiten  Spinnkopf. Dieser ist in seiner Bauweise  identisch mit dem ersten Spinnkopf und soll  daher nicht im einzelnen beschrieben werden.  Durch diesen Kopf wird der zweite Binde  draht B um das Garn in entgegengesetzter  Richtung gewickelt. Der Kopf wird von  einer Platte<B>50</B> gehalten, die auf den Stangen  <B>32</B> verschiebbar gelagert ist. Eine Querleiste  <B>51</B> ist gleichfalls auf den Stangen<B>32</B> ver  schiebbar mittelst Buchsen 51a gelagert, die  aus elektrisch isolierendem Stoff bestehen.  Eine Führung<B>52</B> zur Aufnahme des um  wickelten     Ga.rnes    wird von der Leiste<B>51</B> ge  tragen.

   Ein Streifen aus     Isoliermateria,1   <B>53</B>  ist an der Leiste<B>51</B> befestigt und ragt von  dieser nach abwärts. Eine Metallstange 54  wird verstellbar von dem     Gliede   <B>53</B> getragen  und ist an ihrem obern Ende mit einem Auge  versehen, in -welchem der äussere     Spurring     eines Kugellagers<B>55</B> gelagert ist. Der innere       Spurring    des Kugellagers<B>55</B> trägt eine Füh  rung<B>56,</B> die um das durch sie hindurch  gehende Garn drehbar ist. Zwischen dem    zweiten     Wichelkopf    und der Führung<B>56</B>  wird der zweite Bindedraht rund um das  Garn gewickelt, und zwar in einer andern  Richtung als der erste Bindedraht.

   In den  Leisten und Platten<B>33,</B> 49,<B>50</B> und<B>51</B> sind       Klemmschrauben    vorgesehen, um sie in ihrer  Lage auf den Stangen<B>32</B> zu halten.  



  Von der Führung<B>56</B> läuft das Garn durch  ein Rohrglied oder eine Hülse<B>57,</B> welche am  Ende eines Armes<B>58</B> angeordnet ist. Letz  terer wird von einem Teil<B>59</B> getragen, der  an der senkrechten Platte<B>60</B>     angelenkt    und  mit einem Arm<B>61</B> versehen ist, an dem ein  Gegengewicht<B>62</B> angebracht ist. Die, Wir  kungsweise dieser Anordnung wird später  beschrieben werden. Die Platte<B>60</B> trägt eine  Mehrzahl von Scheiben<B>63,</B> die von einer  später zu beschreibenden Einrichtung ange  trieben werden und durch Zahnräder so mit  einander verbunden sind,     dass    sie eine gleich  mässige Bewegung ausführen. Das fertige  Garn läuft über die Scheiben<B>63,</B> welche es  durch die Maschine ziehen.

   Während dieses       Zie'hens    durch die Maschine hindurch werden  zwei entgegengesetzt gewundene     Bindedrähfe     aufgebracht, mit deren Hilfe die Asbest  umhüllung sicher am Kern befestigt wird.  Der Asbeststreifen wird durch die Rolle 21  vor Einbringung in das Rohrglied<B>31</B> an  gefeuchtet, so     dass    er weich ist und sieh leicht,  um den Draht faltet. Von den Scheiben  läuft das Garn nach einer Aufnahmespule  64, auf die es     aufgewickelt    wird. Diese Spule  wird durch eine später zu beschreibende Ein  richtung angetrieben.  



  Den verschiedenen sich drehenden Teilen  der Maschine wird Kraft von einer Haupt  welle<B>65</B> zugeführt, die durch einen Motor  65a angetrieben wird. Eine     Neben-welle   <B>66</B>  trägt eine Scheibe<B>67,</B> über welche ein Rie  men<B>68</B> läuft, der gleichzeitig über eine  Scheibe<B>69</B> an der Hauptwelle<B>65</B> läuft.     Dif,     Nebenwelle<B>66</B> ist mit Scheiben<B>70</B>     an--          gestattet..    Über diese und die Scheiben<B>38</B> an  den     Wiehelhöpfen    laufen Riemen<B>71,</B> die so  angeordnet sind,     dass    sich die Wickelköpfe in  entgegengesetzten Richtungen drehen.

   Eine  Welle<B>72</B> oberhalb des Tisches<B>10</B> wird von      der Welle<B>66</B> mittelst einer Kette<B>73</B> an  getrieben, die über an den beiden Wellen     vor-          gesellene    Kettenräder 73a läuft. Am einen  Ende der Welle<B>72</B> sitzt eine Schnecke 74,  die mit einem     Schneckenrade   <B>75</B> kämmt, das  mit dem     Anfeuchterad    21 verbunden ist. Am  andern Ende der Welle<B>72</B> sitzt eine  Schnecke<B>76,</B> die mit einem     Schnechenrade     <B>77</B> kämmt, das mit einer der Zugscheiben     63     verbunden ist.

   Da die Zugscheiben mit     iii-          einandergreifenden    Zahnrädern versehen sind,  wird also Kraft auf sie alle übertragen. Eine  Welle<B>78</B> wird von dem Rahmen<B>11</B> gehalten  und trägt eine herzförmige Hubscheibe<B>79.</B>  Eine Stange<B>80</B> ist an ihrem- einen Ende im  Rahmen verschiebbar gelagert und weist ein  Gabelende auf, welches die Welle<B>78</B> auf  nimmt. Diese Stange ist auch mit einer Rolle  <B>81</B> versehen, welche sich gegen den Umfang  der Hubscheibe<B>79</B> legt, und eine Feder<B>8-)</B>  hält die Rolle<B>81</B> zu allen Zeiten in Be  rührung mit der Hubscheibe. Die Aufnahme  spule 64 ist drehbar auf einer Welle<B>83</B> ge  lagert, die in den Gabelenden von Ständern  84 liegt.

   Die Kränze der Spule 64 ruhen  auf Rollen<B>85</B> auf, die auf einer in dem Stän  der 84 gelagerten und an einem Ende eine  Riemenscheibe<B>87</B> tragenden Welle<B>86</B> sitzen.  Ein Riemen<B>8,8</B> läuft über die Riemen  scheibe<B>87</B> und eine Riemenscheibe<B>89</B>  an der Welle     6#6.    Die Spule 64 wird durch  Reibung von den Rollen 85     angetri3ben,     so     dass    sie das fertige Garn ebenso schnell,  wie es erzeugt wird, aufnimmt. Eine Neben  welle<B>90</B> wird von der Hauptwelle<B>65</B>     mit-          telst    eines Riemens<B>91</B> angetrieben, der über  die Riemenscheibe an der Welle<B>65</B> und der  Welle<B>90</B> läuft.

   An der Welle<B>90</B> ist eine  Schnecke<B>92</B> vorgesehen, die mit einem von  der Welle<B>78</B> getragenen     Schneckenrade   <B>93</B>  kämmt. Ein Ring 94 wirkt mit der Hub  scheibe<B>79</B> so zusammen,     dass    er als Führung  für die Stange<B>80</B> dient.  



  Mit Hilfe der oben beschriebenen verschie  denen Wellen, Riemenscheiben, Zahnräder  und dergleichen wird das Garn durch die ver  schiedenen Spinnköpfe gezogen und dann auf  die Spule 64 aufgewickelt. Zwischen der-    letzten Zugscheibe<B>63</B> und der Spule 64 läuft  das Garn durch ein Auge im Ende eines       Führungsarines   <B>95</B> 'auf der Stange<B>80.</B> Die  Stange<B>80</B> wird durch die Hubscheibe<B>79</B> und  die Feder<B>82</B> in hin- und hergehende Bewe  gung versetzt und verteilt das fertige Garn  gleichmässig über die Länge der Spule 64.

    Durch die genannten Einrichtungen wird  auch die     gerauhie    Walze.<B>18,</B> die von     der          Anfeuchtewalze    21 mittelst eines     Riemclii"-;     102 angetrieben wird,     veranlasst,    den Asbest  streifen<B>16</B> von der Spule<B>13</B> abzuziehen und  ihn der     Anfeuchtewalze    zuzuführen,     wobui     die Wickelköpfe so gedreht werden,     (lass        si,-          den    Bindedraht rund um das Garn     wieleln.     



  Der Motor 65a wird von einer nicht     dar-          gesteIlten,    geeigneten Stromquelle durch einen  Stromkreis gespeist, der die Drähte<B>103</B>     und     104 und den die Kontakte<B>106</B> und<B>107</B> über  brückenden Messerschalter<B>105</B>     umfasst.        E.z     ist eine Einrichtung vorgesehen zum selbst  tätigen     Stillsetzen    des Motors und der Ma  schine für den Fall,     dass    der     Kerndralit    oder  der Streifen<B>16</B> oder einer der     Bindedräbte     bricht oder reisst.

   Die Hülse<B>57</B> ist solchen  Durchmessers,     dass,    wenn der durch sie hin  durchgehende Draht mit Asbest umhüllt  wird, genügend Reibung ausgeübt wird, uni  die Hülse nach links zu ziehen, bis der Arm  <B>58</B> gegen den Stift<B>58'</B> trifft. Ist jedoch keine  Umhüllung auf dem hindurchgehenden Draht  vorhanden, wird die Hülse nicht so hinüber  gezogen, und das Gewicht<B>62</B> bringt den Kon  takt<B>108</B> in Berührung mit dem Kontakt<B>109</B>  und schliesst so einen     Nebenschluss,    der     die     Leitung 104, die Kontakte<B>108</B> und<B>109,</B>     dio     Leitung<B>110</B> und den Elektromagneten<B>111</B>  enthält.

   Wird der Elektromagnet<B>111</B>     errelgt,     so zieht er den Anker 112 gegen die Wir  kung der Feder<B>113</B> nach abwärts, so     dass    der  Ansatz 114 ausser Eingriff mit dem Ende des  Messers<B>105</B> tritt, das ausser Eingriff mit den  Kontakten<B>106</B> und<B>107</B> durch die Feder<B>115</B>  gezogen wird. Der Stromkreis durch den Mo  tor 65a ist somit geöffnet und die Maschine       stillgesetzt.     



  Um die Maschine     stillzusetzen,    wenn der  zweite     Bindedralit    bricht, ist ein zweiter      Stromkreis vorgesehen über die Leitung<B>116,</B>  die Feldwicklung eines Elektromagnetes<B>117,</B>  eine Leitung<B>118,</B> die Stange 54, das Kugel  lager<B>55,</B> die Führung<B>56,</B> den     Bindedralit     selbst, die Spule für den     Bindedralit,    die  Welle, auf der sie gelagert ist, die,     Quer-          stan,ge   <B>50,</B> die Leitung<B>119</B> und die Leitung       104a.    Der     Relaiskoniakt    120 ist durch die  Leitung 121 mit der Leitung<B>110,</B> und der  Anker 122 des Relais mit der Leitung 104  verbunden.

   Das Relais wird somit normaler  weise erregt, und der Anker 122 gegen die  Wirkung der Feder<B>123</B> ausser Berührung  mit dem Kontakt 120 hochgehalten. Wenn  jedoch der     Bindedralit    bricht, wird der  Stromkreis geöffnet, das Relais wird er  regt, und der Anker fällt in Berührung mit  dem Kontakt 120, wodurch der Stromkreis  durch den Elektromagneten<B>111</B> geschlossen,  das     SoliaRmesser   <B>105,</B> wie     vorbesehrieben,     ausgelöst und die Maschine stillgesetzt wird.  Sollte der erste Bindedraht brechen, reisst  auch der Asbeststreifen schnell, und in sehr  kurzer Zeit geht durch die Hülse<B>57</B> nur ein  Draht, der über einen andern gewickelt ist,  hindurch.

   Alsdann wird nicht mehr genügend  Reibung ausgeübt, um den Kontakt<B>10:8</B>  ausser Eingriff mit dem Kontakt<B>109</B> zu     er-          h & Iten,    und     so-fort    nach Berührung dieser bei  den Kontakte wird die Maschine, wie     vor-          beschrieben,    stillgesetzt. Es ist auch eine  Einrichtung zum     Stillsetzen    der Maschine  vorgesehen für den Fall,     dass    der Asbest  streifen erschöpft ist. Diese Einrichtung be  steht aus einem Arm 124, der an den Stän  dern 12 befestigt, aber gegen sie isoliert ist  und an seinem freien Ende einen Stift 124a  trägt,     der*    über die Asbestrolle läuft.

   Der  Arm 124 ist durch eine Leitung<B>125</B> mit der  Leitung<B>110,</B> und der Ständer 12     durcli    eine  Leitung<B>12,6</B> mit der Leitung 104 verbunden.  Wenn somit die Asbestrolle erschöpft ist,  fällt der Arm 124 herab, so     dass    der Stift  124a in Berührung mit dem Ständer 12 tritt.  Hierdurch wird erneut ein Stromkreis durch  den Elektromagneten<B>111</B> erregt, so     dass    der  Motorstromkreis, wie     vorbesehrieben,    unter  brochen und die Maschine stillgesetzt wird.

      Die     Fig.   <B>9</B> und<B>10</B> zeigen das fertige Er  zeugnis, bestehend aus einem Drahtkern, der  von einem Asbestpapierstreifen und einem  Paar     von    entgegengesetzt gewundenen Binde  drähten umhüllt -ist, die den Asbeststreifen  auf dem Kern festhalten. Dieses Garn kann  zur Herstellung eines     Bremsfutters    sowohl  als Kette, als auch     Schuss    oder in Verbin  dung mit blankem Draht verwendet werden.  Das Garn kann mit, einem wasserdicht  machenden, wärmebeständigen Mittel im  prägniert oder     sonstwie    für das Weben vor  bereitet werden, wie es im     sellweiz.    Patent       Nr.    147215 beschrieben ist.

   Sowohl der Me  tallkern, als auch die Bindedrähte sind sehr  dünn, und letztere sind mit dem Kerndraht  und dessen Deckstreifen so verzwirnt,     dass     das erzeugte Garn ganz aus Asbest und  Draht besteht, wobei der Draht in und rund  um den Asbeststreifen in solcher Weise ver  dreht ist,     dass    er ihn verstärkt und die Litze  oder das Garn zur Herstellung von Geweben  für Bremsfutter oder dergleichen geeignet  macht.  



  Mit Hilfe der beschriebenen Maschine ist  es möglich, ein     Bremsfuttergarn    sehr schnell  und mit gleichmässiger Qualität und Grösse  herzustellen. Der Kern und der Asbeststrei  fen werden     zwangläufig    dem Wickelkopf  derart zugeführt,     dass    keine oder nur sehr ge  ringe Bruchgefahr für beide besteht. Nach  dem der Asbeststreifen mit dem     Drahthern     vereinigt und darauf festgebunden ist, wird  das fertige Garn durch die Maschine mit  einem gleichmässigen, ständigen Zug gezogen  und auf die Aufnahmespule aufgewickelt, so       dass    eine unnötige     Zugbeausprueliung    am  Garn verhindert wird.

   Mittelst der     gerauh-          ten    Walze<B>18</B> und der     AnfeueUtewalze    21  wird das Band<B>16</B> von der Rolle abgezogen  und     zwangläufig    den Führungsstangen<B>30</B>  zugeführt. Der einzige auf das Band aus  geübte Zug ist derjenige, der notwendig ist,  um das Band von den Führungsstangen<B>30</B>  nach der Stelle zu ziehen, wo der Bindedraht  aufgebracht wird. Der Streifen ist daher lose  und frei von Spannungen oder nur einer sehr  geringen Spannung unterworfen.

   Vorzugs-      weise wird das Band durch diese Walzen mit  einer etwas höheren Geschwindigkeit geför  dert als die Geschwindigkeit, mit der der  Kern durch die Maschine gezogen wird, so       (lass    eine genügende     Durchhängung    des Ban  des entsteht, um keinen nennenswerten Zug  darauf zur Entwicklung zu bringen.

   Da der       Asbesistreifen    spannungsfrei ist, und den  Kern lose einschliesst und der     Bindedrallt    un  ter Spannung aufgebracht wird, wird der  Asbeststreifen auf dem Kern verdreht, so     dass     Windungen entstehen, die sich an der     Auf-          bringungsstelle    des     Bindedralltes    bilden und  nach     rüekwärts    erstrecken. Das Vorhanden  sein dieser Windungen gewährleistet,     dass    der       Kerndralit    vollständig von dem Asbeststrei  fen bedeckt wird, so     dass    keine blanken Stel  len vorhanden sind, und das Garn von gleich  mässiger Dicke ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren zur kontinuierlichen Erzeu gung von Garn, vorzugsweise solchem aus Asbesthülle, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kern vorgeschoben wird in Kom bination mit einer ihn spannungsfrei um hüllenden Dechseliieht, und dass ge spannte Binder um den Kern und die Deckschicht in entgegengesetzten Rich tungen gewickelt werden.
    <B>11.</B> Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum gleichmässigen Vorschieben eines Kernes und zum Zu führen, einer spannungsfreien Deck schicht zum Umhüllen des Kernes, so wie durch Wickelköpfe zum Aufwinden gespannter Bindedrähte rund um den Kern und die Deckschicht in entgegen gesetzten Richtungen. UNTERANSPRüCHE: <B>L</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Deck schicht zwangläufig einer Stelle zu geführt wird, die nahe derjenigen Stelle liegt, an welcher die Binder aufgebracht werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I un# Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeielt- net, dass die Deckschicht zwangläufig einer Stelle nahe einer nicht drehbareii Führung zugeführt wird, durch welche hindurch sie um den Kern sieh hülleil(1 durch gleichmässiges Vorschieben d(-"-; letzteren gezogen wird, und dass ein Bindedraht rund um die Decksehielit Lind den Kern an einer Stelle gewickelt wird, die in einem geringen Abstand von der Führung liegt.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I iind Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Deckschicht zwangläufig mit grösserer Geschwindigkeit als die Bewe-- gungsgeschwindigkeit des Kernes zu geführt wird. 4. Maschine nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine nicht drehbare Dechschiehtführung und einen Wickel kopf, die nahe aneinander angeordnel sind, sowie durch eine Einrichtung zum zwangläufigen Zuführen der Deckschicht nach einer Stelle nahe dieser Führung.
    <B>5.</B> Maschine nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch eine gerauhte Walze zum zwangläufigen Abziehen der Deckschicht von einem Vorrat und zum Zuführen derselben an einer Stelle, wo ein Wickelkopf einen Bindedraht auf die Decksebieht und den Kern aufbringt.
    <B>6.</B> Maschine nach Patentanspruch<B>11</B> und Unteransprüchen 4 und<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass neben der gerauhten Walze eine zwangläufig angetriebene Anfeuchteeinrichtung auf die Deek- schicht, diese vorschiebend, wirkt. <B>7.</B> Maschine nach Patentanspruch TI und Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch eine elektrische Einrichtung zum 'Still- setzen der Maschine für den Fall, dass die Deckschichtzuführung fehlt oder der Bindedraht bricht.
CH147123D 1928-04-05 1929-04-02 Verfahren und Maschine zur kontinuierlichen Erzeugung von Garn, vorzugsweise solchem mit Asbesthülle. CH147123A (de)

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