CH147215A - Bremsfutter und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Bremsfutter und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH147215A
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  Bremsfutter und Verfahren zu seiner Herstellung.    Die Erfindung betrifft ein Bremsfutter  und ein     Verfahren    zu seiner Herstellung.  



  Das Bremsfutter gemäss der Erfindung  besteht in einem     Pressling,    der aus einem in  einer homogenen, formbaren Masse ein  gebetteten Gewebe gebildet ist, dessen Kette  und Schuss aus Asbest enthaltenden, mit  einem wasserdichtmachenden, wärmebestän  digen Mittel imprägnierten Litzen bestehen.  



  Zur Herstellung eines Bremsfutters die  ser Art werden die Litzen mit einem kohlen  wasserstoffhaltigen     Tränkungsmittel    behan  delt und zu einem Gewebe verarbeitet, bevor  sieh das     Tränkungsmittel    gesetzt hat.  



  Bei einer bevorzugten     Ausführungsform     des Bremsfutters bestehen die Litzen, aus  denen das Gewebe hergestellt wird, aus einem  verstärkenden gern, der mit einer Asbest  umhüllung umgeben ist und vorzugsweise  aus einem weichen Metalldraht besteht, wäh  rend die Umhüllung vorzugsweise von einem  Streifen aus     Asbestfilzpapier    gebildet wird,    der rund um den Kern gewickelt und durch  in entgegengesetzter Richtung gewickelte  Bindedrähte festgebunden wird. Ein der  artiges     Litzengarn    kann durch die Garnform  maschine erzeugt werden, wie sie zum Bei  spiel im Schweiz. Patent Nr.     147123    beschrie  ben ist.  



  Bei einer solchen Maschine wird ein  Asbeststreifen auf einem Drahtkern     und     dann auf ersteren ein Bindedraht auf  gebracht. Die Herstellung des Bremsfutter  vollzieht sich nun beispielsweise wie folgt:  Die aus der Maschine kommende Litze ist  feucht, und nachdem sie     sorgfältig    getrock  net worden ist, wird sie in Spulen der     Ige-          eigneten    Grösse zur Benutzung in einem     @Ä'eb-          schützen        gewickelt.    Die Spulen -werden dann  einer Behandlung unterworfen, die die Litze  mit einem wasserdicht machenden, wärme  beständigen, kohlenwasserstoffhaltigen Mit  tel imprägniert.

   Diese Imprägnierung wird       bewirkt,    indem die Spulen in     Drahtnetzkör-          ben    gestapelt und dann diese in eine     Lösung         eines wasserdicht machenden, wärmebestän  digen, kohlenwasserstoffhaltigen Mittels ge  nügend lange Zeit     eingetaucht    werden, um  die Litzen mit dem Mittel durchgreifend zu  sättigen. Die Körbe werden alsdann aus dem  das     Mittel    enthaltenden Behälter ausgehoben,  und -der Überschuss des     Tränkungsmittels     wird zum Abtropfen gebracht, worauf die  Spulen in eine     Luftkammer    gelegt werden.

    wo die hochflüchtigen Lösungsmittel für das       Tränkungsmittel    verdampft werden. Diesel  ben     Spulenkörbe    werden dann in sehr heisses  -Wasser während einiger Minuten gebracht,  um den     Tränkungsstoff    in der Asbestumhül  lung     zii    vulkanisieren, ohne sie zu härten.  



  Für die Behandlung der Litzen sind be  liebige, wasserdicht machende, wärmewider  standsfähige     Tränkungsmittel    geeignet. Als  besonders zufriedenstellend wurde eine Mi  schung aus     "Gilsonit",    Asphalt, chinesischem  Holzöl, Leinöl und wasserfreiem 01 in an  nähernd gleichen Teilen, die in Benzol und       Gasolin    als     Lösungsmittel    gelöst sind, befun  den. Dieses     Mittel    ist sehr befriedigend, da  es die Litzen gut durchtränkt, um sie     wasser-          clieht    und wärmebeständig zu machen und  Lösungsmittel enthält, die leicht flüchtig  sind.  



  Nach der     Vulkanisation    in heissem     Was-.          ser    werden die     Spulenkörbe    in Behältern von  kaltem Wasser aufbewahrt, wenn die Spulen  nicht sofort benutzt werden sollen. Das kalte  Wasser hat die Wirkung, dass es die Litzen  weich und schmiegsam erhält, da das Trän  kungsmittel sich nicht setzt oder erstarrt.,  solange es nicht nach der     Vulkanisation    der  offenen Luft ausgesetzt wird. Falls von den  Litzen sofort Gebrauch gemacht werden soll.  werden die Spulen sofort in einen Behälter  mit dünnem Mineralöl eingetaucht, sobald sie  ans dem Heisswasserbehälter entnommen wor  clen sind.

   Die Spulen werden in dem dünnen  Mineralöl belassen, bis sie gut vollgesaugt       sind,    wonach sie in     Kästen    verpackt     urd     während einer Stunde stehen gelassen wer  den, bevor sie zum Verweben verwendet wer  den. Auch nachdem sie aus den Kaltwasser-         vorratsbehältern    entnommen sind, werden die       Spulenkörbe    vor der Benutzung in Mineral  öl getaucht. Letzteres erhält die Litzen und  das daraus hergestellte Gewebe in plastischem  Zustande bis zu dem Augenblick, wo das  Setzen des     Tränkungsmittels    bewirkt wird.

    Die Litzen sind nunmehr innig mit einem       wasserdicht    machenden,     wärmebeständigen          Hittel    getränkt, welches zwar vulkanisiert  ist, aber sich noch nicht gesetzt hat, so dass  die Litzen noch sehr schmiegsam sind und  leicht     verwebt    werden können. Die Litzen  werden dann zu einem     Bremsfutterband    auf  einem geeigneten     "v#tebstuhl    verwebt. Es kann  dies in einer einzigen Schicht oder in mehre  ren Schichten jeder beliebigen Kombination  so geschehen, dass die verschiedenen Schich  ten gut verbunden sind.

   Nachdem das Band  gewoben und aus dem Webstuhl     entfernt     worden ist, ist es dennoch plastisch     inmd    wird  dann durch einen     Kalander    oder dergleichen       ,geschickt,    um es zu komprimieren und     zii     glätten und gleichzeitig überschüssige     Feueb-          tigkeit    auszupressen.  



  Das Band wird     dann    gekühlt und auf  geeignete Einsätze gebracht, mit deren Hilfe  es in einen zweiten Behälter mit einem dem  ersten     Tränkungsmittel    entsprechenden     ge.-          wünschtenfalls    eingetaucht wird. Das zweite       Tränkungsmittel    braucht nicht genau die  selbe Dichte wie das erste zu haben, hat aber  ähnliche wasserdicht machende und wärme  beständige Eigenschaften. Nachdem das  Band in dem zweiten Bade während einiger  Minuten belassen ist, um mit dem Mittel  durchgreifend imprägniert zu sein, wird es  ausgehoben und zum Trocknen gebracht. Die  das imprägnierte Band tragenden Einsätze  werden dann durch einen Luftzug hindurch  geführt, in dem die hochflüchtigen Bestand  teile verdampfen.

   Die die Bandrollen halten  den Einsätze werden dann in einen Backofen  gebracht, wo sie während mehrerer Stunden  einer hohen Temperatur ausgesetzt werden.  so dass das     Tränkungsmittel    sich im ganzen  Bande setzt. Nach vollständigem Setzen wird  das Band durch einen     Kalander    geschickt,  der es auf die genaue Dicke bringt.      Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel eines Bremsfutters gemäss  der Erfindung.  



       Fig.    1 ist eine schaubildliche Ansicht  eines     Bremsfutterbandes,    das gemäss der Er  findung hergestellt ist, und       Fig.    2 veranschaulicht die bevorzugte       Litzenform,    aus der das Band gewoben ist.  Das Band 10 ist vorzugsweise ein     aus     mehreren miteinander verwobenen Schichten  bestehendes Gewebe mit Schuss- und Ketten  litzen 11 und 12, die je aus einem     Drahtkern     13 bestehen, der mit einem Streifen aus       Asbestfilzpapier    14 umhüllt ist, der um eine  aus einem Draht 15 gebildete Spirale ge  wickelt ist und von einem in entgegengesetz  ter Richtung zur Spirale gewickelten Binde  draht 16 festgebunden ist.

   Die Schuss- und  Kettenlitzen 11 und 12 können mittelst einer  Maschine erzeugt werden, die zum Beispiel  im oben erwähnten Patent beschrieben ist;  (las daraus gewobene Band kann auf einem  geeigneten Webstuhl erzeugt werden.  



  Der Vorderteil der     Fig.    1 zeigt die Art  des Gewebes, das bei dem Band benutzt wer  den kann, und der hintere Teil der Figur       zeigt    das Aussehen des Bandes, nachdem e s  mit dem wasserdicht machenden, wärme  beständigen Mittel imprägniert und nachdem  darauf ein Druck     mittelst    der     Kalander    aus  geübt worden ist.  



  Während des     Webeverfahrens    wird die  Gestalt des Garnes vollkommen verändert  mit dem Ergebnis, dass die ursprüngliche Ge  stalt des zur Herstellung des Garnes verwen  deten     Asbestfilzpapiers    zerstört wird und die  Asbestfasern vollständig mit dem     Tränkungs-          mittel    und dem Draht über die ganze Länge  des Futters verfilzt werden, und da die  Drähte mit sehr enger Masche gewebt wer  den, wird die .ganze Masse fest an ihrer Stelle  gehalten. Es sind alle Hohlräume, die sonst  in den gewöhnlichen Bremsfuttern vorhanden  sind, ausgefüllt, und das vorliegende Brems  futter hat das Aussehen eines vollen Mate  rialstückes, in dem eine Gewebestruktur nicht  zu sehen ist.

   Dieser Zustand wird weiter    durch den Druck gefördert, dem das Band  ausgesetzt wird, sobald es durch die Walzen  oder     Kalander    kurz nach der Entnahme aus  dem Webstuhl in noch plastischem Zustande  hindurchgeführt wird. Die     Endstruktur    ist  äusserst kompakt und hat eher die Eigen  schaft eines geformten Erzeugnisses als die  jenige eines gewobenen. Es entsteht eine  feste, homogene Masse. Das durch das Ver  fahren erreichte Endprodukt ist ein Brems  futter grosser Dichte und ohne Poren, in  denen sich Feuchtigkeit ansammeln könnte.  Da die beim Weben verwendeten Litzen mit  wasserdicht machendem, wärmebeständigem  Stoff imprägniert worden sind, ist jede ein  zelne Asbestfaser umhüllt und nicht absor  bierend gemacht.

   Die Folge ist, dass das  Endprodukt äusserst dauerhaft ist und nicht  unter der Einwirkung von Feuchtigkeit  quellen kann, ein Umstand, der bei der bis  her üblichen Art von Bremsfuttern äusserst  nachteilig ist.  



  Bei dem beschriebenen Verfahren zur  Herstellung eines Bremsfutters aus Asbest  filzpapier wird das Bindemittel oder die  Stärke, die bei der Erzeugung des Papiers  aus dem Asbesthalbzeug verwendet -wurde,  zum grössten Teil entfernt, so dass diese  Stoffe in dem Endprodukt nicht mehr vor  handen     Sand.    Die Stärke oder dergleichen wird  aus dem     Asbestfilzpapier    teilweise entfernt,  wenn letzteres durch die     Litzenformmaschine     geht. Die Stärke gelangt an die Oberfläche  des Kernes in feinen Schuppen, so dass, wenn  die trockenen Litzen vor der     Imprägnierung,     zu Spulen gewickelt werden, diese Schuppen  sich bei dem Wickelvorgang ablösen.

   Wenn  die Litzen mit dem     Tränkungsmittel    behan  delt und durch (las heisse Wasser und das  Mineralöl geleitet wird, wird     die    grösste  Menge der im     Asbestfilzpapier    vorhandenen  Stärke gelöst und gelangt auf die Oberfläche  der behandelten Litzen derart, dass, sobald  die Litzen auf dem Webstuhl unter     dessen     ausserordentlich hohem Druck zu Gewebe  verarbeitet werden, der grösste Teil des  Stärkerückstandes     ausgepresst    und     selbsttäti,     von dem gewebten Stoff mit dem die Stärke      absorbierenden, überschüssigen     Trä.nkungs-          mittel    abgestrichen wird.  



  Ein mit dem neuen Verfahren hergestell  tes Bremsfutter ist von sehr grosser Dichte  und Kompaktheit und hat einen hohen Rei  bungskoeffizienten und einen geringen Ab  nutzungsfaktor. Nachdem es auf ein Brems  band oder einen Bremsklotz     aufgenietet    ist,  kann es- nicht leicht     verdrängt    werden infolge  seiner Dichte und der kompakten Anordnung  der ineinander geflochtenen Drähte.  



  Selbstverständlich ist das hier beschrie  bene     Tränkungsverfahren    der aus Draht und  Asbeststoff bestehenden Litzen, aus welchen  das Bremsfutter hergestellt wird, nicht auf  die besondere Art und Form des beschrie  benen Materials beschränkt. Wenn gleich auch  das     Imprägnierungsverfahren    vorzugsweise  auf eine Litze angewendet werden soll, die  aus Draht und     Asbestfilzpapier    der beschrie  benen Art besteht, und obgleich hiermit hin  sichtlich des fertigen Bremsfutters die besten  Ergebnisse erzielt werden, so ist die Erfin  dung dennoch auch anwendbar auf die Her  stellung von Bremsfuttern, deren Litzen aus  gesponnenen Asbestfasern oder     sonstwie    aus  Asbest hergestellt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Bremsfutter, dadurch gekennzeichnet, dass es in einem Pressling besteht. der aus einem in einer homogenen, formbaren Masse eingebetteten Gewebe gebildet ist, dessen Kette und Schuss aus Asbest enthaltenden, mit einem wasserdicht machenden, wärmebeständigen Mittel imprägnierten Litzen bestehen. II. Verfahren zur Herstellung eines Brems futters nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Asbest enthaltende Litzen mit einem kohlenwasserstoff haltigen Tränkungsmittel behandelt und zu einem Gewebe verarbeitet werden, be vor sich das Tränkungsmittel gesetzt hat.
    UNTERANSPRtrCHE 1. Brernsfutter nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die miteinan- der verwobenen Litzen aus einem Draht kern bestehen mit einem ihn umhüllen den Streifen aus Asbestpapier, der von wenigstens einem Bindedraht umwunden ist:. ?. Bremsfutter nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass es aus einer imprägnierten, kompakten Masse aus Draht und Asbest mit den Eigenschaften eines homogenen Formproduktes besteht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die mit einer vulkanisierbaren Masse imprägnierten Litzen nach dem Vulkanisieren, aber vor dem Setzen des Tränkungsmittels ver- @#oben werden. 1. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die imprägnierten Litzen in heisses Nasser eingetaucht werden, um das Tränkungsmittel ohne ein Setzen des selben zu vulkanisieren. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Litzen während des Webens in plastischem Zu stande erhalten werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5. dadurch gekennzeich net, dass die Litzen durch Behandeln mit Mineralöl während des Webens in pla stischem Zustande erhalten werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass das aus den imprägnierten Litzen hergestellte. Gewebe mit einem Tränkungsmittel behandelt wird, das nachträglich durch Backen zum Setzen gebracht wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass das Gewebe einem hohen Druck ausgesetzt wird, um es kompakt zu machen und auf be stimmte Grösse zu bringen. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Litzen mit einer wasserdicht machenden, wärme- beständigen Mischung aus "Gilsonit", Asphalt und 01, behandelt werden. 10. Zierfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass das Gewebe mit einer wasser- dicht machenden, wärmebeständigen Mi schung aus "Gilsonit", Asphalt und 01 behandelt wird.
CH147215D 1928-04-05 1929-04-02 Bremsfutter und Verfahren zu seiner Herstellung. CH147215A (de)

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