An einem Augenglas angebrachte Lupe. Die bekannten Lupen, welche zum Beispiel von Uhrmachern und Juwelieren benutzt werden, weisen mit Haltehaken versehene in angebrachtem Zustand am Umfange der Au gengläser anliegende Ringe auf, von denen Arme nach vorwärts ragen, die das Vergrösse rungsglas in einem Abstand von dem Augenglas festhalten. Bei der seitlichen Aufschiebung des Ringes auf das Augenglas, bis die Haken auf dem Rand des Augenglases anlibgen oder bei der seitlichem Abziehung des Ringes, gleitet nun dieser Ring fast über die ganze Oberfläche des Augenglases hinweg, so dass eine Zer- kratzung der hochpolierten Flächen sich kaum vermeiden lässt.
Wenn nun eine derartige Lupe recht häufig an ein Augenglas angebracht und wieder abgenommen wird, dann wird in kurzer Zeit das Augenglas vollständig unbrauchbar.
Man hat bereits versucht, das Zerkratzen der Augengläser beim Aufsetzen von Lupen dieser Art zu verhindern, jedoch sind diese Versuche bisher ohne Erfolg gewesen. Man hat beispielsweise vorgeschlagen, die metal lischen Ringe mit weichem Gummi zu über ziehen. Dieses ist jedoch unpraktisch, weil diese Gummischicht bei warmem Wetter oder infolge der Körperwärme der Person, welche das Augenglas trägt, weich wird und die Oberfläche des Augenglases verschmiert, so dass das Augenglas sehr häufig geputzt werden muss. Ferner wird bei verhältnismässig häufi gem Ansetzen und Abnehmen der Lupe die Gummischicht sehr bald abgenutzt, und wenn die Gummischicht ganz oder teilweise entfernt ist, so kommen wieder die metallischen Teile in Eingriff mit den Oberflächen des Augen glases und zerkratzen dieselben.
Ein weiterer Nachteil der erwähnten auf ein Augenglas aufzusetzenden Lupen besteht darin, dass oft viel Zeit und Sorgfalt ange wendet werden muss, um die Lupe auf das Augenglas aufzusetzen undwieder abzunehmen. Man muss gewöhnlich das Augenglas zwecks Anbringung und Abnehmung der Lupe von dein Kopf abnehmen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine an einem Augenglas angebrachte Lupe, die die angeführten Nachteile nicht aufweist. Der Erfindungsgegenstand zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass er eine Fassung aufweist, die mit Armen ver sehen ist, welche mit einem Bogenstück ver bunden sind, das einem parallel zu ihm an geordneten, gleichen, zweiten Bogenstück gegenüber liegt, wobei die beiden Bogenstücke, die schmal sind, um nur einen kleinen Teil des Augenglases abzudecken, zu beiden Seiten des oberen Randes des Augenglases liegen und auf ihrer Oberseite durch mindestens einen auf dem Umfang des Augenglases auf ruhenden Bügel zusammengehalten sind.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in beiliegender Zeichnung in zwei bei spielsweisen Ausführungsformen veranschau licht, und zwar zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der ersten Ausführungsform, Fig. 2 ist ein senkrechter Mittelschnitt durch dieselbe, und Fig. 3 zeigt schaubildlich die zweite Ausführungsform.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Aus führungsform weist eine Fassung 3 auf, die mit zwei Armen 2 versehen ist. Die Fassung 3 enthält eine Vergrösserungslinse 9. In der Fig. 1 ist eine Brille 4, an der die Lupe an gebracht ist, in gestrichelten Linien dargestellt. Diese Brille ist mit Augengläsern 5 versehen.
Die Arme 2 sind mit einem Bogenstück 7 verbunden, welches genau so gekrümmt ist wie der obere Rand des Augenglases. Das Bogenstück ist sehr schmal, damit es nur einen kleinen Teil des Augenglases abdeckt. Es liegt im Abstand einem parallel ange ordneten gleichen Bogenstück 7 gegenüber, wobei der Abstand so gross ist, dass die Innen flächen der Bogenstücke leicht in Berührung mit dem Augenglas geraten. Die Bogenstücke können aus irgend einem geeigneten Material hergestellt werden, um sie jedoch so leicht wie möglich zu machen, wird vorzugsweise Aluminium verwendet.
Sie sind in der 1Vähe ihrer Enden auf ihren oberen Seiten durch zwei schmale Bügel 8, die auf dem Umfang des Augenglases ruhen, miteinanderverbunden, so- dass der grösste Teil zwischen den beiden Bogenstücken offen bleibt. Die Bogenstücke bilden mit den Bügeln das Glied 1. Die Arme 2 sind so lange, dass die Vergrösserungs- linse im richtigen Abstand vom Augenglas sich befindet. Das Glied 1 kann aus einem Stück bestehen oder zusammengesetzt sein.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungs form ist mit Ausnahme der Verbindung der beiden Bogenstücke gleich beschaffen wie die erste Ausführungsform. Die beiden Bogenstücke sind mit einem einzigen Bügel 6, der wieder um auf dem oberen Rand des Augenglases aufruht, verbunden, der so lang ist wie die Bogenstücke selbst.
Die dargestellten Lupen können leicht und schnell an einem Augenglas angebracht und abgenommen werden. Das Glied 1 wird einfach auf den oberen Teil des Augenglases aufgesetzt und in dieser Lage wird es durch sein Eigengewicht gegen unbeabsichtigte Entfer nung gesichert. Hierbei befindet sich die Ver grösserungslinse in der gewünschten Gebrauch stellung. Um die Linse zu entfernen, ist es lediglich notwendig, das Glied 1 von dem Augenglas zu entfernen. Hierbei braucht man das Augengläs selbst nicht vom Kopfe zu entfernen. Ein Zerkratzen oder Ver schmieren des Augenglases ist unmöglich, da der Lupenhalter lediglich mit der Fassung des Augenglases oder bei Gläsern ohne Fas sung nur mit dem Rand derselben in Berüh rung kommt, während keine Teile mit den mittleren Teilen des Augenglases in Berührung kommen.