CH147523A - Verfahren zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Magnesiumlegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Magnesiumlegierungen.

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CH147523A
CH147523A CH147523DA CH147523A CH 147523 A CH147523 A CH 147523A CH 147523D A CH147523D A CH 147523DA CH 147523 A CH147523 A CH 147523A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Verbesserung der     Festigkeitseigenschaften    von     Nagnesiumlegierungen.       Es ist beobachtet worden, dass eine und  dieselbe     Magnesiumlegierung,    beispielsweise  mit einem bestimmten Prozentgehalt an Alu  minium, nach dem Umschmelzen mit verdickten  Salzschmelzen und nach dem Vergiessen auf       Masseln    oder Formstücke, zu Erzeugnissen  mit verschiedenen Festigkeitswerten führt.

    Die eingehende Nachforschung nach den Ur  sachen hierfür hat zu der Erkenntnis geführt,  dass diejenigen Erzeugnisse die wertvolleren  Festigkeitseigenschaften bezüglich Zugfestig  keit, Dehnung,     Elastizitätsgrenze    aufweisen,  bei denen man das geschmolzene Metall wäh  rend einiger Zeit einer Überhitzung auf we  nigstens etwa<B>800',</B> d. h. etwa 200' oder mehr  über den Schmelzpunkt hinaus, unterworfen  bat. Die Überhitzungsdauer kann dabei um so  kürzer gehalten werden, je erheblicher die  Überhitzungshöhe bemessen wird; die Mindest  beträge sind indessen für die einzelnen Le  gierungen etwas verschieden und erfordern  eine experimentelle     Ermittelung..    Diese Wir-         kung    tritt schon ein, wenn die Überhitzung  einmal stattgefunden hat.

   Eine Wiederholung  der Erhitzung bewirkt eine weitere Verbes  serung der Festigkeitseigenschaften. Die er  zielten, erhöhten Festigkeitseigenschaften sind  im übrigen innerhalb der im Betrieb in Be  tracht kommenden Grenzen unabhängig von  der angewendeten Giesstemperatur. Es macht  praktisch keinen Unterschied, ob nach der  Überhitzung vor dem Giessen erst auf die üb  liche Giesstemperatur der Schmelze abgekühlt  wird, oder ob unmittelbar die überhitzte Me  tallschmelze vergossen wird.  



  Im allgemeinen bewegt sich die bisher für  die Herstellung von     Formgussstücken    aus       Magnesiumlegierungen    vorgeschlagene     Ver-          giesstemperatur    zwischen 720 und 770   C.  Die als Höchstgrenze bisher angegebene     Ver-          giesstemperatur    von etwa 800 C kommt nur  für besonders     dünnwandige    oder "schlecht       fliessende"        Gussstücke    in Ausnahmefällen in  Frage.

   Da diese Temperatur jedoch für das      vorliegende Verfahren die Mindestgrenze dar  stellt und überdies bei der Herstellung von       Formgussstücken    eine länger andauernde hohe  Erhitzung des Metalls aus praktischen Grün  den stets vermieden wurde, konnte die Wir  kung einer Behandlung des flüssigen Metalls,  wie sie gemäss der vorliegenden Erfindung  planmässig erzielt wird, bisher nicht be  obachtet werden.  



  Die vorteilhafte Änderung in den Festig  keitseigenschaften dürfte ihre Erklärung fin  den in der bei diesen Vorgängen auftretenden  erheblichen     Kornverfeinerung    des erstarrten  Metalls.  



  Folgende Beispiele zeigen die Wirkung des  Verfahrens, beurteilt an Hand der auftreten  den Gefügestruktur und Festigkeitswerte.  



  1. Legierung von Magnesium mit 3 0/0  Aluminium (Schmelzpunkt etwa 630 0).  



       rz)    Überhitzung auf 770 0 (140 0 über den  Schmelzpunkt), nach Erreichung dieser  Temperatur sofort Entfernung des Giess  tiegels von der     Beheizung    und giessen  mit 750     11:    Bruchgefüge grobstrahlig.  KZ 16,5 kg/min'       Dehnung    8     %          Elastizitätsgrenze    2,7     kg/mm2     Streckgrenze 5,0 "       Quetschgrenze    4,9 "  b) Überhitzung auf 900 0     (270(1    über den  Schmelzpunkt) und bei dieser Tempera  tur 15 Minuten gehalten, dann Abküh  lung zur Giesstemperatur von 750 0  Bruchgefüge feinkörnig.  



  KZ 18,9 kg/mm'       Dehnung        10,2        %          Elastizitätsgrenze    3,4 kg/mm'  Streckgrenze<B>6,7</B> "       Quetschgrenze    6,7     37     2. Legierung von Magnesium mit 60% Alu  minium (Schmelzpunkt etwa<B>6101).</B>  



       a,)    Überhitzung auf 780 0 (170 0 über den  Schmelzpunkt) und hierbei sofort ge  gossen: Bruchgefüge grobstrahlig.    KZ 17,5     kg/mm2     Dehnung 6 0/0  Streckgrenze 7,5     kg/mm2     b)     Überhitzung    auf 800 0 (190 0 über den  Schmelzpunkt), 30 Minuten hierbei ge  halten; Giesstemperatur 7800: Bruchge  füge feinkörnig.  



  c) Überhitzung auf 850 0 (240 0 über den  Schmelzpunkt), langsam auf Giesstempe  ratur von 780 0 abkühlen lassen<B>:</B> Bruch  gefüge feinkörnig.  



  KZ 20,0<B>kg/mm,</B>  Dehnung 8 0/0  Streckgrenze 9,0<B>kg/mm'</B>    3. Legierung von Magnesium mit 10     0/'o     Aluminium (Schmelzpunkt etwa     580').     



       a)    Überhitzung auf 760 0 (180 0 über den  Schmelzpunkt), sofort vergossen: Bruch  gefüge grobstrahlig.  



  b)     Überhitzung    auf 800 0 (220 0 über den  Schmelzpunkt), abkühlen lassen auf  740 0 : Bruchgefüge feinkörnig.  



  4.     Ternäre        Magnesium-AluminiLim-Zink-          Legierung        mit        4%        Aluminium        und        3%        Zink.     a) Überhitzung auf<B>7900,</B> Giesstemperatur  740', Bruchgefüge grobstrahlig.  



  KZ 18,7     kg/mm'     Dehnung 6 0/0  b) Überhitzung auf 850 0, Giesstemperatur  7400, Bruchgefüge ziemlich feinkörnig.  KZ 19,0     kg/mm2     Dehnung 7 0/0  c) Überhitzung 1 Stunde bei<B>9001),</B> Giess  temperatur 740', Bruchgefüge fein  körnig.  



  KZ 21,0 kg/mm'  Dehnung 9 0/0  Es empfiehlt sich im allgemeinen, bei  niedrigeren     Fremdmetallgehalten    die Über  hitzungstemperaturen und die Überhitzungs  zeit etwas grösser zu wählen als bei höheren       Fremdmetallgehalten,    um die verbesserten  Eigenschaften der Legierung zu erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verbesserung der Festig keitseigenschaften von Magnesiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung während einiger Zeit auf eine Temperatur von mindestens 800<B>0</B> C überhitzt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung mehrmals während einiger Zeit auf eine Temperatur von mindestens 800 C überhitzt wird.
CH147523D 1929-06-29 1930-05-19 Verfahren zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Magnesiumlegierungen. CH147523A (de)

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