CH147530A - Verfahren zum Färben von Metallfolien. - Google Patents

Verfahren zum Färben von Metallfolien.

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CH147530A
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Folien A-G Arbon
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Folien A G Arbon
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Description


  Verfahren zum Färben von     Netallfolien.       Nach den bisher üblichen Methoden ge  schah das Färben und Bedrucken von Metall  folien in der Weise, dass auf die Oberfläche  der Folien gefärbte Lacke, vorzugsweise  Sprit- und     Zaponlacke,        Zelluloselacke    und  Mischungen derselben mit den erstgenannten  Lacken, sowie Speziallacke unbekannter Zu  sammensetzung in geeigneter Weise auf  getragen wurden.

   Die Lacke     wurden    in der  Weise gefärbt, dass man ihnen eine Lösung  der betreffenden Farbstoffe in organischen       Lösungsmitteln    zusetzte, worauf man sie in  mehr oder weniger dünner Schicht auf die       Folienoberfläche    auftrug, oder in Form von  Mustern oder Zeichnungen aufdruckte.  



  Diesem Verfahren haften nun verschie  dene Nachteile an. In erster Linie stellt es  sich sehr teuer, da man den Farbstoff nur  in organischen Lösungsmitteln, wie Alkohol.       Amylalkohol,    Aceton usw., die einen     ver-          hältnismäss'ig    hohen Preis aufweisen, und die  zufolge ihrer Flüchtigkeit sehr schwer wie  derzugewinnen sind, dem Lack zusetzen  kann. Die Anzahl der für die Verwendung    in Frage kommenden Farbstoffe, die als       spritlöslich    bezeichnet werden, ist nur klein  und bietet keine grosse Auswahl in bezug     auf     die Farbtöne. Zudem sind die mit ihnen aus  geführten Färbungen sehr wenig echt.  Beim Belichten bleichen sie aus, und ihre  Reibechtheit ist ganz unbefriedigend.

   Bei  den so ausgeführten Färbungen können Farb  stoff und Lack mit wenigen Ausnahmen  durch blosses leichtes Reiben abgescheuert  werden, so dass die blanke     Folienoberfläche     zum Vorschein kommt. Dieser Übelstand  tritt insbesondere dann auf, wenn man Fär  bungen oder Drucke in dunkleren Tönen her  stellen will.  



  Der Umstand, dass der Farbstoff im Lack  nur gelöst ist, bringt ferner noch den gro  ssen Übelstand mit sich, dass die Färbungen  stets abfärben     bezw.    bluten, was sich beson  ders im     feuchtwarmen    Klima, der Tropen  sehr nachteilig bemerkbar macht und ausser  dem gewisse Behandlungsweisen, wie Steri  lisation, von in solchen Folien verpackten       Nahrungsmitteln    usw. verunmöglicht.      Da viele der verwendeten Lacke bedeu  tende Mengen Harze enthalten, werden die  Färbungen bei     erhöhten    Temperaturen kle  brig, was oft zum Zusammenkleben der Fo  lien führte und auch weitere unangenehme  Nachteile zur Folge hat.  



  Ein weiterer Übelstand des alten Färbe  verfahrens ist der, dass der gefärbte Lack  beim Auftragen durch die stets in den Fo  lien vorhandenen porösen Stellen hindurch  tritt und die Rückseite verschmiert, wodurch  dann diese Stücke zum Verpacken von     Nah-          run-s-    und     Genussmitteln        ungeeignet    werden.  



  Gemäss' der vorliegenden Erfindung wer  den nun alle diese     Übelstände    dadurch aus  geschaltet, dass die Metallfolie     mindestens     teilweise mit mindestens einem dünnen Über  zug einer     Zelluloseestermasse    versehen und  hierauf, zum Beispiel in wässerigen     Farb-          flotten,    angefärbt wird.  



  Es hat sich nämlich überraschenderweise  gezeigt, dass eine auf die Metallfolie ge  brachte dünne Haut einer     Zelluloseester-          masse,    insbesondere     Kollodium,    auf dieser  nicht nur ungemein fest haftet, sondern sich  auch auf die verschiedenste Art und Meise  sowohl in     wässerigen    Färbeflotten, als auch  mit gefärbten Lacken absolut reibecht an-.  färben lässt.  



  Den     Zelluloseestermassen    können gegebe  nenfalls noch Stoffe, wie zum Beispiel ge  ringe Mengen     Spritlack,    zugesetzt werden,  die deren Affinität zu den Farbstoffen 'er  höhen.  



  Gemäss dem Verfahren der Erfindung  können auch die     verschiedenartigsten    Mu  sterungen in folgender Meise erzeugt werden:  Man kann die     Zelluloseestermasse    nur  partiell durch Aufdrucken mittelst Walze  auf die Folie aufbringen und hierauf in der  genannten Meise färben.

   Überraschender  weise hat sich gezeigt, dass auch solche     un-          zusa.mmenhängende    Aufdrucke eben so fest  auf der Unterlage haften wie die zusammen  hängenden     Überzüge.        Man-kann    aber auch  eine schon mit gewöhnlicher     Zelluloseester-          masse    überzogene Folie noch mit einem ge-    musterten Aufdruck einer solchen Masse  versehen, die Stoffe enthält, welche die Affi  nität zum Farbstoff erhöhen, und hierauf  durch eine Farbflotte ziehen, wodurch sich  schöne Ton in     Ton-Effekte    ergeben, indem  die gewöhnliche     Zelluloseestermasse    weniger  angefärbt wird als die nachher aufgedruckte.

    Auch kann man pastellartige Effekte er  zielen, wenn der     Zelluloseestermasse    geeig  nete Mittel, wie     Zaponlacke    oder     Harzlacke     oder Kampfer, ca. 5 % in     grösseren    Mengen  zugesetzt werden, wodurch bewirkt wird, dass  sich der     Zelluloseüberzug    beim     nachherigen     Behandeln im Färbebad milchig     trübt.     



  Dementsprechend kann man auch pastell  artige Musterungen auf glänzendem Grund  erzielen, wenn man eine mit gewöhnlicher       Zelluloseestermasse    überzogene Folie mit.  einer Masse bedruckt, die Stoffe enthält, wel  che sich in der     Farbflotte    milchig aus  scheiden.  



  Des weiteren kann man sehr licht- und  wasserechte Färbungen oder Musterungen er  zielen, wenn der     Zelluloseestermasse    Kupp  lungskomponenten für     Azofarbstoffe,    wie       Naphtole,    zugesetzt werden und hierauf der  Farbstoff durch Behandeln mit geeigneten       Diazolösungen    entwickelt wird.

   Auch kön  nen die Folien nach dem alten Verfahren  vollkommen reib- und wasserecht lackiert  werden, wenn man sie vor dem Lackieren  mit einer Schicht der erwähnten Zellulose  estermasse überzieht, wobei der gewöhnliche       Farblack    beim     nachherigen    Aufdrucken auf  die     Zelluloseesterhaut    Halt gewinnt, und der  Farbstoff auch zum Teil von der Grund  lage als feste Lösung aufgenommen wird.  



  Die Folien können vor dem     Färben    so  wohl auf einer, als auch auf beiden Seiten  mit der     Zelluloseesterschicht    überzogen wer  den. Das Auftragen der     Zelluloseestermasse     kann in der üblichen Meise mittelst     Walzen-          oder    Druckmaschine, oder auch nach dem       Spritzverfahren    geschehen.  



  Aus dieser Beobachtung ergeben sich nun  eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die  nachstehend angeführt sind. Da die dünne           Zelluloseesterschicht    die Eigenschaft hat, sich  aus wässerigen     Farbstofflösungen    wie ein       '.textilgut    anfärben zu lassen, hat     män    nun  eine bedeutend grössere Auswahl an Farb  tönen, da man sowohl saure, als basische  Farbstoffe, wie auch Farbstoffe für     Acetyl-          zellulose    verwenden kann. Die so hergestell  ten Färbungen sind ausserordentlich reib- und  wasserecht und bluten bei feuchtwarmer Be  handlung nicht.

   Auch tritt ein Erweichen  der     Zelluloseesterschicht    und das damit ver  bundene Kleben nicht ein.  



  Auch wird durch das erfindungsgemässe  Verfahren eine weitgehende Vereinfachung  der Arbeitsweise erzielt. Früher musste die  Maschine, die zum Auftragen des gefärbten  Lackes     verwendet    wurde, bei jeder Verände  rung des gewünschten Farbtones gereinigt  werden. Demgegenüber kann man dieselbe  jetzt fortlaufend für das Aufbringen der  farblosen     Zelluloseestermasse    voll ausnutzen.  Ausserdem ist das vorliegende Verfahren  bedeutend wirtschaftlicher als das bisher be  kannte, da die Verluste an organischen Lö  sungsmitteln für die Farbstoffe wegfallen,  Nachstehend werden einige Beispiele an  geführt, die erläutern, wie das erfindungs  gemässe Verfahren ausgeübt werden kann.

      <I>Beispiel</I>     r:     Man trägt auf die Folie mit einer ge  eigneten Vorrichtung eine ganz dünne Schicht  eines     Kollodiumlackes    auf. Nach dem Trock  nen wird die so vorbehandelte Folie durch  ein warmes Bad geführt, welches 5 %     Rhod-          amin    6 B enthält, hierauf wird gespült und  getrocknet und man erhält ein schönes Rot.  <I>Beispiel 2:</I>  Die in gleicher Weise, wie in Beispiel 1  angegeben, vorbehandelte Folie wird durch  eine heisse Lösung von Orange 2 unter Zu  satz von 0,1% Essigsäure durchgezogen,  hierauf gespült und getrocknet. Es entsteht  ein Orange.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Eine mit     Acetylzellulosela,cliz,    wie in Bei  spiel 1 angegeben, vorbehandelte Folie wird         nach    dem Trocknen in einem Bade. enthal  tend 3 %     Chrysoidin        cone.,        hciss    ausgefärbt,  gespült und getrocknet. Man erhält ein Gold.  <I>Beispiel</I>     E:     Eine wie in Beispiel 1 angegeben vor  behandelte Folie wird in einem Bade, ent  haltend 4 %     Artisyldirektblau    G ausgefärbt.       gespült    und getrocknet, wobei eine blaue  Nuance erreicht wird.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Eine wie in Beispiel 1     angegeben    vor  behandelte Folie wird in einem Bade mit       Artisyldirektblau    B ausgefärbt, wobei man  ein     Ciel    erhält.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Eine Folie wurde mit     Kollodiumlösung     bedruckt und hierauf nach dem Trocknen  in wässeriger Lösung ausgefärbt. Da hier  bei das blanke, nicht bedruckte Metall kei  nen Farbstoff annimmt, entsteht ein ein  farbiges Druckbild. Auf diese Weise kann  Folie, die so vorbehandelt wurde, nachträglich  in jeder beliebigen Nuance ausgefärbt wer  den.  



  <I>Beispiel 7:</I>  Durch Verwendung einer     Zelluloseester-          lösung,    enthaltend: 9 Teile     Kollodiumlösung     und 1. Teil     Spritlack,    kann eine bedeutend  gesteigerte     Farbstoffaufnahme    erzielt. wer  den.  



  <I>Beispiel 8</I>  Ton in Ton-Färbungen können erzielt  werden, indem man die Folie vorerst mit der  <B>U</B> \lieben     Zelluloseesterlösung    nach Beispiel<B>1</B>       D     vorbehandelt. Hierauf druckt man mit einer  Lösung, bestehend aus 9 Teilen     Kollodium     und 1 Teil     Spritlack,    ein Muster auf. Nach  dem Trocknen färbt man, wie üblich, in  wässeriger Lösung und die bedruckten Strei  fen erscheinen dunkler gefärbt als die mit  gewöhnlicher     Zelluloseestermasse    behandelten  Stellen.

        <I>Beispiel</I>     S:     5 Teile     Zelluloseestermasse    und 5     Teile     gewöhnlicher     Spritlack    werden innig ver  mengt als dünne Haut auf die Folie auf  getragen und nach dem Trocknen in heisser  wässeriger Lösung ausgefärbt. Hierbei     tritt     eine Trübung ein und die so erzielte Fär  bung hat ein milchig pastellartiges, opakes  Aussehen.  



  <I>Beispiel 10:</I>  Durch Aufdrucken von     Zelluloseester-          masse    mit Zusatz gemäss Beispiel 9 auf eine  mit gewöhnlicher     Zelluloseestermasse    vor  behandelte Folie erhält man nach     nach-          heriger    Ausfärbung in wässeriger Lösung  Effekte, in welchen die     Folienpartien,    die  nur gewöhnlich vorbehandelt wurden, glän  zend sind, während die aufgedruckten Mu  ster in gleicher Farbe pastellartig erscheinen.  Auf diese Art und Weise kann man gewisse       Druckpartien    besser hervorheben,     bezw.    einen  neuen Effekt erzielen.  



  <I>Beispiel 11:</I>  Gramm     Beta-Naphtol    werden in       \?0    cm' Alkohol gelöst, worauf man diese  Lösung zu 60 cm' einer     Nitrozellulosclösung     zugibt. Nach innigem Durchmischen ist diese  Lösung verwendungsfähig und nach dem  Auftrag auf die Folie lässt man gut trocknen.  Hierauf entwickelt man in einem Bade, ent  haltend die übliche Menge     Echtscharlach        G-          Salz,    worauf man spült und trocknet. Es  entsteht ein     rotstichiges    Gold.  



  <I>Beispiel 12</I>  21/2 Gramm     Naphtol        AS-TR    werden in  20     cm-'        Butanol    gelöst (heiss) und nach dem  Erkalten zu 60 cm' einer Lösung von -Nitro  zellulose, gemäss Beispiel 1, zugesetzt.     Dio     mit dieser Lösung vorbehandelte Folie ent  wickelt man in einer vorschriftsmässig her  gestellten neutralen     Diazolösung    von Echt  rotsalz und erhält ein lichtechtes Rosa..  Dieses Verfahren kann naturgemäss auch so  durchgeführt werden, dass man die Zellulose-    masse, die     Naphtole        etc.,    enthält, auch     a-Is     Muster aufdruckt und entwickelt.  



       Beispiel   <I>13</I>  Auf der zu bedruckenden Folie wird  auf übliche Weise eine     Zelluloseesterhaut,     zum Beispiel     Kollodium,    gemäss Beispiel 1,  in ganz dünner Schicht aufgetragen. Auf       diese    Schicht wird nach dem bekannten Ver  fahren     mittelst    den üblichen gefärbten     Lak-          ken    gedruckt. Es werden vorzüglich     reib-          und    wasserechte Färbungen erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Färben von Metallfolien, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die Folien- oberfläche.ganz oder teilweise mit einer oder mehreren dünnen Zelluloseesterschichten, die als Grundlage für die Färbung dienen, über zieht und die so vorbehandelten Metallfolien anfärbt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zelluloseester- schicht Kollodium verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die grundierte Folie in wässerigen Färbeflotten aus färbt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Grun dierung eine oder mehrere Lackfarben auf trägt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Zellulose esterschichten aufträgt, die Stoffe enthal ten, welche das Farbstoffaufnahmevermö-- gen der ersteren erhöhen. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Zellulose esterschichten aufträgt, die Stoffe ent halten, welche die ersteren unter der Ein wirkung des Färbebades milchig trüben.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Zellulose- 'esterschichten aufträgt, die Azokupplungs- komponenten enthalten, die dann mit Di- azolösungen entwickelt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf die mit einer zusammenhängenden Zellulose esterschicht grundierte Folie ein Muster aus einer Schicht, die Stoffe enthält, die das Farbstoffaufnahmevermögen der selben erhöhen, aufträgt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf die mit einer zusammenhängenden Zellulose esterschicht grundierte Folie ein Muster aus einer Schicht, die Stoffe enthält, welche diese unter der Einwirkung des Färbebades milchig trüben, aufträgt.
CH147530D 1930-02-05 1930-02-05 Verfahren zum Färben von Metallfolien. CH147530A (de)

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