CH147583A - Einrichtung zum gemeinsamen Anlassen mehrerer zusammengehöriger Motoren. - Google Patents

Einrichtung zum gemeinsamen Anlassen mehrerer zusammengehöriger Motoren.

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CH147583A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Einrichtung zum gemeinsamen Anlassen mehrerer zusammengehöriger Motoren.    Bei gewissen mehrteiligen Arbeitsmaschi  nen oder auch     Fabrikationsbetrieben,    deren  einzelne Arbeitsstellen durch je einen eige  nen Motor     angetrieben    werden, wird häufig  die Forderung gestellt, dass' die Motoren nur  in einer gewissen Reihenfolge angelassen  werden können und, wenn einer von ihnen  aus irgendwelchem Grunde ausgeschaltet  wird, sofort selbsttätig alle übrigen oder min  destens jene     abgestellt    werden, die in der  Richtung des Fabrikationsganges vorher  liegen. Derartige Einrichtungen sind bereits  bekannt geworden, das Anlassen erfolgte aber  bisher von Hand.  



  Erfindungsgemäss wird nun ein grosser  Vorteil dadurch erreicht, dass das nachein  ander folgende Anlassen aller Motoren selbst  tätig erfolgt, indem durch     Schliessen.    einer  Schaltvorrichtung selbsttätig zunächst der  erste Motor angelassen wird, nach Beendi  gung dieses     Anlassvorganges    der zweite  Motor     usf.     



  Der Erfindungsgedanke lässt sich auf ver-         schiedene    Weise verwirklichen; zum Beispiel  kann man bei Motoren mit     Kurzschlussanker     oder     Fliehkraftanlasser    eine solche Steuerung  unter Verwendung eines Zeitschalters aus  bilden, der in einstellbaren Zeitabständen der  Reihe nach den Stromkreis der Einschalt  spulen von Schützen, die im     Statorkreis    der  einzelnen Motoren liegen, schliesst.

   Ein  Schaltbild für eine derartige Ausführungs  form der Erfindung ist in     Fig.    1 der Zeich  nung dargestellt, und zwar handelt es sich  hier um Antriebe mit     Drehstrom-Kurzschluss-          ankermotoren,    von denen der Einfachheit  halber nur drei gezeichnet sind.

   Die Motoren  sind mit     a1,        a2,        a3    bezeichnet und über  Schalter     b,        b,        b3    mit Einschaltspulen     e1,        e2,        e1     an das Netz c angeschlossen, und zwar ist  die Einschaltspule ei des Schalters     b1    des  ersten Motors     a1    über einen Einschaltdruck  knopf<I>d</I> und einen Ausschaltdruckknopf<I>f</I>  vor dem Schalter     b1    unmittelbar an das Netz c  angeschlossen,

   während die Stromkreise der       Eingchaltspulen        e2    und     e3    jeweils an die      Klemmen der vorangehenden     Motoren    a, und       a2    hinter deren Schalter b,     bezw.        b2    geführt  sind, also erst nach Schliessung dieser Schal  ter Strom erhalten können. Die Schalter  <B><I>bi,</I></B>     b2,        b,    sind mit Haltekontakten g,,     g=,        g3     ausgerüstet, die sich zugleich mit dem Schal  ter schliessen und deren erster,     9l,    parallel  zu dem Druckknopf d liegt.

   Hinter dem  Schalter b, ist ferner ein Hilfsmotor i an  geschlossen, der zur Bewegung der Zeitwalze       k    dient. Diese Walze enthält in     treppenför-          miger    Abstufung Kontakte     m2,        m,-.        etc.,    die  parallel zu den Haltekontakten     g2,    g,, liegen  und geeignet sind, die Einschaltspulen     e.,        e;,     der Schalter     b2;        b3    in gewissen Zeitabständen  an Spannung zu legen.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist  folgende: Um die Anlage ordnungsmässig in       Betrieb    zu setzen, drückt man auf den  Druckknopf<I>d</I> des ersten Motors<I>a,</I> der Reihe.  Dadurch wird die     E-nschaltspule    e, seines  Schalters b, vom Netz c her erregt. Dieser  schliesst sich momentan, wodurch sich der  Motor     a1    in Bewegung setzt; ferner wird  der Druckknopf d durch den Haltekontakt g,  überbrückt und einerseits der Hilfsmotor i,  anderseits die Einschaltspule     e2    an     Spannung     gelegt.

   Dieser     Stromkreis    wird aber erst  dann geschlossen, wenn die vom Hilfsmotor i  angetriebene Zeitwalze     k    den Weg bis zur       Schliessung    des Kontaktes     m,    zurückgelegt  hat. Sobald dies geschehen ist, schaltet sich  der Schalter     b.    ein, mit dem Haltekontakt     g2     den Walzenkontakt     m@    überbrücken, und der  Motor     a.    läuft an, wobei nunmehr der Strom  kreis der Einschaltspule     e3    an Spannung ge  legt ist.

   Der Einschaltvorgang wiederholt sich  nun in gleicher Weise wie beim Motor     a2,     indem die Einschaltung erfolgt, sobald der  Kontakt     in;    der Zeitwalze     k    geschlossen ist;  er wird dann durch den Haltekontakt     g3     überbrückt. Sind mehr Motoren a vorhanden,  so verläuft der     Anlassvorgang    in der be  schriebenen Weise. Nach Durchlaufen aller  Kontaktstellungen     m    der Walze<I>7c</I> schaltet  sich der Motor i selbsttätig ab und läuft in  seine Bereitschaftsstellung; die hierfür er-         forderlichen    Kontakteinrichtungen sind der  Einfachheit halber nicht dargestellt, um die  Übersichtlichkeit des Schaltbildes nicht zu  beeinträchtigen.  



  Um die ganze Anlage     stillzusetzen,     drückt man auf den Ausschaltdruckknopf f,  wodurch die Motoren in der gleichen Reihen  folge abgestellt werden,     wie    sie angelassen  wurden. Zunächst wird die Spule e, strom  los und der Schalter b, geöffnet; dadurch  verliert die Spule     e2    ihre Spannung, löst den  Schalter     b=,    wodurch wiederum die Spule     e..     abgeschaltet wird und ihren Schalter     b,     öffnet.  



  Selbstverständlich sind die Schalter b mit  den üblichen     Selbstauslösevorrichtungen    für  Störungsfälle ausgerüstet, oder es sind beson  dere Schutzschalter vorgesehen. Löst ein  Motorschalter, zum Beispiel     b2,    oder der zu  gehörige Schutzschalter aus, so werden durch  sukzessives Öffnen der Stromkreise der Ein  schaltspulen     e3        etc.    nacheinander die folgenden  Motoren,     a"        aa        etc.,    der Reihe ebenfalls aus  geschaltet, während die in der Reihe vorher  gehenden,     a1,    eingeschaltet bleiben.

   Die  Richtung des Fabrikationsganges verläuft im  allgemeinen entgegengesetzt, so dass also,  wenn irgend ein Motor stehen bleibt, auf  jeden Fall der Anfang der Fabrikation still  gesetzt wird und eine Störung durch Weiter  schaffen von Arbeitsgut auf die stillgesetz  ten Maschinen oder Maschinenteile nicht ein  treten kann. Selbstverständlich macht es aber  keine grundsätzlichen Schwierigkeiten, die  Verriegelung so auszuführen, dass bei Still  stand irgend eines Motors die ganze Anlage  stehen bleibt. Auch lässt sich leicht eine  Einrichtung treffen, die es ermöglicht, nur  jeweils einen einzelnen Motor aus der Reihe  zu betreiben.  



  Bei     Dreiphasenmotoren    mit Schleifring  anker oder Gleichstrommotoren, kurzum,  bei Motoren, die mit einem besonderen An  lasser, sei es einem     Anlasswiderstand    oder  einem     Anlasstransformator,    angelassen wer  den, lässt sich die grundsätzlich gleiche An-           ordnung    ausführen. Darüber hinaus lässt sich  aber ein weiterer Vorteil erzielen, durch eine  Einrichtung gemäss     Fig.    2.

   Das wesentliche  Merkmal dieser     Einrichtung    besteht darin,  dass- für alle Motoren (die ungefähr     gleich-          gross    vorausgesetzt werden) ein einziger ge  meinsamer Anlasser verwendet wird, der nach  und nach in der verlangten Reihenfolge auf  alle Motoren geschaltet wird.  



  Zum Einschalten drückt man auf den  Druckknopf d, der die     Einschaltspule        e,    des       Ständerschützes        bi    ans     Hetz    c legt. Das  Schütz     b,.    schliesst sich und damit auch sei  nen Haltekontakt g und den Hilfskontakt h,  der über den geschlossenen Hilfskontakt o  die Spule des     Läuferanlassschützes        p,.    an die  Netzspannung anschliesst.

   Sobald das Schütz       p1    eingefallen und damit der     Anlasswider-          stand    r in den Läuferkreis des Motors     a1    ein  geschaltet ist, beginnt     infolge    Schliessung des  Hilfskontaktes s der Hilfsmotor i der Steuer  walze     l;,    zu laufen, der nacheinander die bei  den Stufenschützen t,     u    und dann das     Läu-          ferkurzschlussschütz        q1    zum Ansprechen  bringt.

   Dieses ist ebenfalls mit einem Halte  kontakt     v    versehen und öffnet beim Schlie  ssen durch Öffnen des     Hilfskontaktes    o den       Stromkreis    des     Anlassschützes        p,.,    so dass die  ses abfällt und damit auch bei s den Steuer  motor     i    wieder abschaltet; die Steuerwalze     h.     läuft dann augenblicklich in ihre Bereit  schaftsstellung zurück.

   Zugleich schliesst das  offene Schütz     p1    den Kontakt z und das  geschlossene Schütz q, den Kontakt     w,    wo  durch nunmehr die Einschaltspule     e2    des       Ständerschützes        b2    erregt wird. Der Vor  gang wiederholt sich in der beschriebenen  Weise beim Motor     a2    und nacheinander bei  allen folgenden Motoren. Der allen Motoren  gemeinsame Anlasser r ist an die durch  gehenden Leitungen     fa    angeschlossen; ausser  dem sind noch, wie man aus dem Schaltbild  erkennt, zwei durchlaufende Hilfsleitungen  erforderlich.  



  Zum Ausschalten der gesamten Motorreihe  bedient man sich des Druckknopfes f, der  zunächst die Stromzufuhr zur Ständerschütz-         spule        e1    des Motors     a.,    unterbricht; durch  Öffnen des Hilfskontaktes h, am Schalter b,  wird dann auch das Läuferschütz q, stromlos  und fällt ab. Dabei öffnet es den Strom  kreis der     Ständerschützspule        e,    des Motors     a2     und auf diese Weise pflanzt sich der Aus  schaltvorgang der Reihe nach auf alle Mo  toren fort.  



  Bei     Drehstrommotoren    mit regelbarer  Drehzahl kann auf die durch einen Regel  widerstand im Läuferstromkreis     e;ngestellte     Drehzahl in der gleichen Weise angelassen  werden, wenn     durch    das Schütz q nicht der  Läufer kurzgeschlossen, sondern der von  Hand eingestellte Regelwiderstand ange  schlossen wird. Bei umkehrbaren Motoren  lässt sich ebenfalls die grundsätzlich gleiche  Einrichtung ausführen, nur werden dann  zweckmässig zwei     Ständersehützen    vorgese  hen, die entsprechend gegeneinander v er  riegelt sind. Auch Motoren mit Sterndreieck  umschalter lassen sich in der angegebenen  Weise schalten.  



  Selbstverständlich sind in der Zeichnung  nur Ausführungsbeispiele dargestellt, die  zwei mögliche Lösungen der gestellten Auf  gabe mit den Mitteln der Erfindung geben.  Die Erfindung umfasst jedoch eine grosse An  zahl von andern Schaltungen und Apparat  kombinationen. Beispielsweise ist es nicht  nötig, die Folge der     Anlassvorgänge    nach der  Zeit einzustellen, vielmehr kann man sie von  der Stromstärke abhängig machen, indem  man zum Beispiel Stromwächter oder     soge-          nannte    Beschleunigungsrelais     verwendet,     durch die die     Anlassschützen    in Abhängig  keit vom     Anlassstrom    gesteuert werden.

   Die  Reihenfolge des Ein- und     Ausschaltens    der  Motoren richtet sich nach dem Fabrikations  gang und nach der zu verarbeitenden Ware  und wird dementsprechend von Fall zu Fall  festgelegt, jedenfalls in der     We#se,    dass nir  gends eine Stauung der Ware zwischen zwei  Verarbeitungsstellen eintritt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Einrichtung zum gemeinsamen Anlassen mehrerer zu einem Arbeits- oder Fabrika- tionsgang gehöriger Motoren, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Schliessen einer Schaltvorrichtung selbsttätig der in der Reihe folgende Motor erst dann angelassen wird, wenn der Anlassvorgang des vorhergehenden beendet ist. UNTERANSPRüCHE: t. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anlassvor- gänge durch mindestens ein Zeitwerk ge steuert werden. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anlassvor- gänge in Abhängigkeit vom Anlassstrom der Motoren gesteuert werden. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Zeitwerk sämtlichen Motoren gemeinsam ist. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Zeitwerk von einem Hilfsmotor angetrieben wird. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, für Motoren, die über Anlasswiderstände oder Anlasstransformatoren angelassen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Anla.ss- widersta.nd oder Anlasstransformator allen Motoren gemeinsam ist und selbsttätig an die verschiedenen Motoren der Reihe nach angeschlossen wird. 6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Motoren, soweit ihre Drehzahl regelbar ist, von Hand e#nstellbare Regelwiderstände besit zen, die von der selbsttätigen Anlassvor- richtung unabhängig sind.
CH147583D 1929-08-09 1930-07-11 Einrichtung zum gemeinsamen Anlassen mehrerer zusammengehöriger Motoren. CH147583A (de)

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