CH147589A - Magnetisierbarer Massekern. - Google Patents

Magnetisierbarer Massekern.

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CH147589A
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fibrous
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fibrous insulation
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Hartstoff-Metall A G Hametag
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Hartstoff Metall Ag
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      Magnetisierbarer        Nassehern.       Den Gegenstand der Erfindung bildet ein  sogenannter     Massehern,    das heisst ein aus       magnetisierbarem    Metallpulver auf dem  Wege des Pressens hergestellter Kern für  Induktionsspulen,     Pupinspulen    und derglei  chen. Die Tauglichkeit eines solchen Kernes  hängt in hohem Masse von der Isolierung der  einzelnen metallischen Pulverteilchen gegen  einander ab. Diese bereitet     in.    vielen Fällen,  namentlich wenn es sich um nicht sehr runde  Pulverteilchen handelt,     beträchtliche    Schwie  rigkeiten. Insbesondere ist dies der Fall bei  der Verwendung     blattförmiger    Pulverteil  chen.

    



  Die Schwierigkeiten wachsen ausserdem  beträchtlich, sobald nur geringe Mengen von       Isolationsmitteln    verwendet werden.  



       Man    hat zwar bereits den Aufbau der  Kerne mit Hilfe verschiedenartigster Isola  tionsmittel vorgeschlagen, indessen hat man  dabei auf die innern Vorgänge, welche sich  beim Zusammenpressen des Pulvers im  Kerne abspielen,     wenig    oder gar nicht Rück-    sieht genommen, so dass viele Fehlresultate  zu verzeichnen sind.  



  Die Erfindung geht demgegenüber von  dem Gedanken aus, Isolationsschichten zu er  zeugen, welche den Vorgängen während des       Pressprozesses    in weitgehendem Masse Rech  nung tragen, so dass man mit ihrer Hilfe auch  ,aus Pulvern, deren einzelne Teilchen schwer  gegeneinander zu isolieren sind, namentlich  Pulvern mit     plättchenförmigen    Teilchen, zu  Kernen mit     gut    gegeneinander isolierten Teil  chen gelangt.  



  Bezüglich der beim Pressen auftretenden  Vorgänge im Kern ist folgendes zu be  merken:  Auch wenn der spezifische Flächendruck  beim Pressen des Pulvers nur in mässigen  Grenzen gehalten wird, ergeben sich zwi  schen den einzelnen Pulverteilchen, da, diese  sich     nur    in unvollkommener Weise berühren,  sehr erhebliche Pressungen. Diese führen da  zu, dass die Isolationsschichten, wenn diese       beispielsweise    aus Harz bestehen, zerquetscht      und stellenweise     fortgedrückt    werden. Eben  so geht es, wenn andere harte und feste Iso  lationsstoffe benutzt werden, wie zum Bei  spiel Zement, Glas, Glimmer und dergleichen.  



  Wärmt man dagegen,     wie    von verschie  denen Seiten vorgeschlagen     wurde,    das Pul  ver oder die     Form    beim Pressen an, um bei  spielsweise Harzisolationsschichten geschmei  dig zu machen, so entsteht     wiederum    die  Gefahr, dass die Isolation an einzelnen Stellen       fortfliesst    oder     fortgedrückt        wird.     



  Bei Anwendung höherer Pressungen bil  den sich ferner in dem     Pressling,    ähnlich wie  dies bei     Metallformstücken,    die in der Rot  glut gepresst werden, der Fall ist, sogenannt       Fliesslinien    aus, das heisst, es finden in be  stimmten Richtungen, vorzugsweise senk  recht zur     Pressrichtung,    Verschiebungen der  einzelnen Materialteilchen gegeneinander  statt. Diese wirken sich in der Weise aus,  dass das Material     gewisse    Fliessbewegungen  gegen die Wandungen der Form ausführt  und sich dort,     wie    die     Erfahrung    zeigt, in  erhöhtem Masse verdichtet.

   Demzufolge wird  gerade die Isolation an den Begrenzungs  flächen der Kerne     beeinträchtigt.     



  In besonders ausgeprägtem Masse zeigen  sich diese nachteiligen Erscheinungen bei der  Benutzung     blättchenförmiger    Metallpulver  teilchen.  



  Diesen Umständen begegnet die Erfin  dung durch Verwendung einer Isolation zwi  schen den Pulverteilchen, welche faserige,       nachgiebige    Isolationsstoffe und     ein        Binde-          mittel    enthält, wobei die grössten Dimen  sionen der Pulverteilchen und der Fasern von  derselben Grössenordnung sind.  



  Das Bindemittel und der faserige Isola  tionsstoff treten dabei in gegenseitige Be  ziehung zueinander. Das     Bindemittel    bindet  die feinen Fasern an die einzelnen Pulver  teilchen, so dass schädliche Verschiebungen  derselben während des     Pressvorganges    ver  hindert werden. Anderseits sichern die fei  nen faserigen,     gewissermassen    ein Netzwerk  auf den Metallteilchen bildenden Isolations  teilchen das     Bindemittel    vor dem völligen         Ausgequetschtwerden    zwischen den Metall  pulverteilchen.  



  Als     Bindemittel    können beispielsweise  Isolierlacke, wie Bakelit oder Schellack, Ver  wendung finden. Die Anwendung dieser  Stoffe ergibt den Vorteil, dass die feinen       Isolierfasern    vor hygroskopischen Einwir  kungen geschützt werden. Die Benutzung der  feinen Fasern ergibt anderseits Ersparnisse  an Isolierlack, da ein Teil des letzteren  durch die Isolierfasern ersetzt wird. Als  faseriges Isoliermittel werden zweckmässiger  weise nachgiebige Stoffe von beträchtlicher  Zerreissfestigkeit in einer oder mehreren  Richtungen benutzt, wie zum Beispiel Seide,  Baumwolle, Papiermasse und Seidenpapier in  sehr feiner Zerkleinerung.

   Es empfiehlt sich,  die     Zerkleinerung    soweit -zu treiben, dass die  einzelnen feinen Fasern im wesentlichen un  ter dem Mikroskop eine durchsichtige Be  schaffenheit zeigen, jedenfalls sollen sie aber       durchschnittlich    beträchtlich dünner sein als  die zu isolierenden Metallteilchen, und nicht  länger als deren Umfang. Je feiner die  Faserteilchen sind, um so besser ist die Wir  kung. Für die Isolation von     Eisenpulverteil-          chen    angenähert kugelförmiger Gestalt mit  einem mittleren Durchmesser von etwa 0,04  Millimetern kann man beispielsweise eine  Faser benutzen, die einen Durchmesser von       etwa    0,001 Millimeter und eine Länge von  0,02 bis 0,06 Millimeter besitzen.  



  Gegenüber den bekannten, mit     Isolier-          lack    aufgebauten     Massekernen    kann bei dem  vorliegenden die Hälfte bis zwei Drittel oder  auch noch mehr des Isolierlackes gespart  werden und beispielsweise durch das sehr  viel billigere Seidenpapier ersetzt werden.  Bei gut gerundeten     Metallpulverteilchen    be  nutzt man beispielsweise einen Gewichtsteil  Schellack und zwei Gewichtsteile sehr fein  zerkleinertes Seidenpapier.

   Mit zweieinhalb  bis drei Gewichtsprozenten der daraus her  gestellten Isoliermasse erhält man bei Eisen  kernen unter Anwendung eines Druckes von  zirka zwölf- bis     vierzehntausend    Kilogramm  pro     Quradratzentimeter    den geltenden tech-           nischen    Anforderungen     vollkommen    entspre  chende Kerne.  



  Praktisch geht man beispielsweise in der  Weise vor, dass man den Faserstoff zunächst  mit dem Isolierlack innig vermengt und mit  dem so hergestellten Gemisch das Metall  pulver verrührt. Nach dem Erstarren reibt  man die     Metallpulverteilchen,    von denen nun  mehr jedes für sich isoliert ist, auseinander  und füllt sie in die     Pressform,    in der dann  der     Pressling    erzeugt wird.  



  Man kann jedoch auch in der Weise vor  gehen,     dass    man zunächst den Faserstoff mit  dem Metallpulver mengt und dann dieses  Gemenge mit dem Isolierlack mischt. Bei der  Verarbeitung besonders beanspruchter, zum  Beispiel     blättchenförmiger    Metallpulver emp  fiehlt es sich, den     Isolierprozess    in mehreren  Stufen jedesmal mit einem geringeren     Quan-          tum        Isolationsmittel    vorzunehmen, da man  dadurch eine gleichmässigere und bessere  Verteilung des Isolierstoffes erzielt, prak  tisch also so, dass man das Pulver zunächst  mit einem Teil des zu verwendenden Isola  tionsmaterials überzieht,

   nach dem Festwer  den der     Isolation    das Pulver zu einzelnen Teil  chen verreibt und dann das Isolationsverfah  ren nochmals wiederholt. Natürlich kann  dieses Verfahren auch in mehr als in zwei  Stufen ausgeführt     werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Aus Metallpulver gepresster, magnetisier- barer Massekern, dadurch gekennzeichnet dass die Isolation zwischen den Pulverteil chen faserige, nachgiebige Isolationsstoffe und ein Bindemittel enthält, wobei die gröss ten Dimensionen der Pulverteilchen und der Fasern von derselben Grössenordnung sind. UNTERA;NSPRüCHE 1. Massekern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolation aus einem Gemenge von Isolierlack mit fase rigen Isolationsstoffen besteht.
    2. Massekern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerung des faserigen Isolationsmittels soweit getrie ben ist, dass die Fasern durchschnittlich beträchtlich dünner sind als die Metall pulverteilchen und nicht länger als deren Umfang. 3. Massekern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der faserige Isola tionsstoff aus Seide besteht. 4. Massekern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der faserige Isola tionsstoff aus Baumwolle besteht. 5. Massekern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der faserige Isola tionsstoff aus Papiermasse besteht.
    6. Massekern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der faserige Isola tionsstoff aus Seidenpapier besteht.
CH147589D 1929-04-13 1930-04-09 Magnetisierbarer Massekern. CH147589A (de)

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