CH147727A - Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes. Die bisher übliche Herstellung von Asphalt beton und Sandasphalt geht so vonstatten, dass ein bitumenfreies Mineralgemenge, be stehend aus Steinsplitt oder. einem Steinsplitt- Sandgemisch oder aus Sand allein in Trocken trommeln getrocknet, erhitzt und dann in Mischer geleitet wird, wo es mit Steinmehl (= Füller) und verflüssigtem Asphalt versetzt wird. Die gesamte Mischdauer der Mineralien mit dem Asphalt dauert nur einige Minuten. Um guten Asphaltbeton und Sandasphalt zu erhalten, ist es, wie bekannt, erforderlich, dass die Zusammensetzung nach bestimmten Regeln geschieht.
Das Mineralgerüst muss nach dem sogenannten Hohlraumminimumprinzip zu sammengesetzt sein, das heisst der bei der Kompression derMineralien verbleibendeHohl- raum muss möglichst nahe an ein Minimum herankommen, das mit den betreffenden Bau stoffen überhaupt zu erzielen ist. Besonders wesentlich ist hierzu ein hoher Anteil an Füller, worunter die Bestandteile zu verstehen sind, die einen kleineren Durchmesser als 0,074 mm haben. Der Füller kann erfahrungs gemäss Arst im Mischkasten zugesetzt werden und darf nicht mit den übrigen Mineralien zusammen durch die Trockentrommel geschickt werden. Dieses bringt verschiedene Schwierig keiten mit sich.
Einmal verzehrt er im Mischer einen Teil der Wärme, so dass die Menge, die man zusetzen kann, begrenzt ist, weil weder die übrigen Mineralien noch das Bitumen eine Erhitzung über eine gewisse Grenze zu lassen, ohne Schaden zu leiden, und weil anderseits der Asphaltbeton und der Sand asphalt möglichst beim Einbau über<B>150'</B> C warm sein müssen.
Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass der Mischvorgang von Asphalt mit Mineralteilen in ganz kurzer Zeit beendigt sein muss. Wenn auch dafür gute Maschinen zur Verfügung stehen, so muss doch bezweifelt werden, dass in der kurzen Zeit die feinsten Teile stets alle gleichmässig mit dem Asphalt vermischt werden. Aus vorstehendem geht schon hervor, dass man auf den Mischanlagen stets trockenen und frischen Füllstoff zur Hand haben muss, der nicht zum Zusammenballen neigt. Der Zusatz des Füllers zu der Mineralmasse im Mischkasten ist mit sehr lästiger und gesund heitsschädlicher Staubentwicklung verbunden.
Wie Versuche überraschenderweise ergeben haben, können die vorstehend beschriebenen Mängel durch folgendes neues Verfahren um gangen werden: Es steht uns im eigenen Lande Naturasphaltkalkstein zur Verfügung, der ein äusserst inniges Gemisch von Asphalt und Mineral darstellt.
Mischt man zu zer kleinertem Mineralstoff von höchster Splitter grösse, wie Steinsplitt oder einem Splitt-Sand- gemisch oder Sand allein, Naturasphaltkalk- steinmehl an Stelle eines sonstigen Füllers und fügt dem Gemich Asphalt bei, so erhält man nach Vornahme einer gründlichen Durch mischung in einem Mischer einen guten asphalthaltigen Strassenbaustoff vom Charakter des Asphaltbetons und Sandasphalt. Hin sichtlich der Mischungsprozesse sollte ver schiedenes beachtet werden.
Ungeeignet zu diesem Zweck sind Schmelzksssel mit Misch- oder Rührvorrichtungen, wie sie zur Guss- asphaltherstellung benutzt werden. Brauchbar sind Flügelmischer und überhaupt alle Misch einrichtungen, die zur Herstellung von Walz- asphalt, Teerbeton oder Teermakadam ver wendet werden, die durchweg nicht beheizt sind und bei denen der Mischvorgang in kurzer Zeit, zum Beispiel in einigen Minuten beendet ist. Das Naturasphaltkalksteinmehl gelangt vorteilhaft in erhitztem Zustand in den Mischer.
Es wird zweckmässig im Gemisch mit den andern Mineralstoffen durch eine Trocken trommel geleitet, dort zusammen getrocknet und erhitzt und dann in den Mischer gebracht. Durch diese Arbeitsweise wird das Natur- asphaltkalkateinmehl gut mit den übrigen Mineralstoffen vermischt.
Beim Erhitzen zer fällt das Naturasphaltkalksteinmehl, der As phalt tritt an die Oberfläche, gewisse Teile werden sogar flüchtig und überziehen zugleich mit Naturasphaltkalkateinmehl die Oberfläche der übrigen Mineralteile und bereiten eine besonders gute Haftbarkeit an dem im Misch kasten zuzusetzenden Bindemittel vor. Man kann aber auch sowohl das Naturasphaltkalk- steinmehl, als auch den Mineralstoff getrennt erhitzen und trocknen, worauf sie in noch warmem Zustand zusammengebracht werden. Das Verfahren bietet viele Vorteile 1. Eine vollständig gleichmässige Mischung wird erzielt.
2. Der Füller wird gespart und durch Asphaltkalksteinmehl ersetzt, welches von Natur aus schon gleichmässig mit Asphalt vermischt ist.
3. Da das Naturasphaltkalksteinmehl vor teilhaft vor dem Asphaltzusatz getrocknet und erhitzt wird, kann es lose verladen an die Baustellen angeliefert werden und braucht nicht vor Feuchtigkeit geschützt zu werden, wie das bei dem bisher als Füller gebrauchten Steinmehl notwendig war.
4. Der Zusatz an Naturasphaltkalkstein- mehl unterliegt mengenmässig nicht der Be schränkung wie der Zusatz von Füller bei dem bisher üblichen Verfahren. Man kann die verschiedensten Zusammensetzungen verwen den. Es ist zum Beispiel möglich, einen dem heutigen Gussasphalt hinsichtlich seiner Dich tigkeit vollständig ebenbürtigen Asphaltbeton nach unserm neuen Verfahren herzustellen, der aber nicht den Mangel des Gussasphaltes aufweist, der darin besteht, dass der Guss- asphalt einige Raumprozente mehr an Bitumen enthalten muss, als die Hohlräume seiner Mineralmasse betragen, um fliessbar zu sein.
Man kann auch einen dem heutigen Stampf asphalt hinsichtlich Haltbarkeit ebenbürtigen feinkörnigen Sandasphalt nach unserm neuen Verfahren herstellen, der aber nicht mit dem bisher üblichen Sandasphalt zu verwechseln ist, weil man jenen nicht mit einem so hoben Gehalt an feinsten Mineralteilen herstellen konnte und weil diese feinsten Mineralteile, der Füller, nicht so gleichmässig von Asphalt durchdrungen waren, wie das beim Naturas phaltkalksteinmehl der Fall ist, das bei dem vorliegenden Verfahren den Füller ersetzt.
<I>Beispiel:</I> 40 kg Naturasphaltkalksteinmehl werden mit 30 kg Basaltsplitt von der.Körnung 3/o <B>mm</B> und 25 kg Basaltsplitt o/io mm vermischt und in der Trockentrommel zusammen auf 160 o erhitzt und dann in den Mischer geleitet, wo 5 kg Asphalt ebenfalls 160 o warm zuge setzt werden. Die Masse wird zwei Minuten lang gemischt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines asphalt- haltigen Strassenbaustoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man zerkleinerten Mineralstoff von höchstens Splittergrösse mit Naturasphalt- kalkateinmehl an Stelle eines Füllers zusam menbringt, hierauf dem Gemisch Asphalt beifügt und eine gründliche Durchmischung in einem Mischer vornimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Naturasphaltkalk- steinmehl mit dem Mineralstoff in einer Trockentrommel zusammengebracht, dort getrocknet und erhitzt wird und dann dem warmen Gemisch Asphalt beigefügt und die Durchmischung vorgenommen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mineralstoff warm und getrocknet mit dem warmen und ge trockneten Naturasphaltkalksteinmehl zu sammengebracht wird, hierauf dem Gemisch Asphalt beigefügt und eine gründliche Durchmischung in einem Mischer vorge nommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH147727D CH147727A (de) | 1929-10-14 | 1930-03-31 | Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes. |
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1930
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