CH147727A - Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes.

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CH147727A
CH147727A CH147727DA CH147727A CH 147727 A CH147727 A CH 147727A CH 147727D A CH147727D A CH 147727DA CH 147727 A CH147727 A CH 147727A
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Milke Hermann
Josef Dr Oberbach
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Milke Hermann
Oberbach Josef
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  Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes.    Die bisher übliche Herstellung von Asphalt  beton und Sandasphalt geht so vonstatten,  dass ein     bitumenfreies    Mineralgemenge, be  stehend aus Steinsplitt oder. einem     Steinsplitt-          Sandgemisch    oder aus Sand allein in Trocken  trommeln getrocknet, erhitzt und dann in  Mischer geleitet wird, wo es mit Steinmehl  (= Füller) und verflüssigtem Asphalt versetzt  wird. Die gesamte Mischdauer der Mineralien  mit dem Asphalt dauert nur einige Minuten.  Um guten Asphaltbeton und Sandasphalt zu  erhalten, ist es, wie bekannt, erforderlich, dass  die Zusammensetzung nach bestimmten Regeln  geschieht.

   Das Mineralgerüst muss nach dem  sogenannten     Hohlraumminimumprinzip    zu  sammengesetzt sein, das heisst der bei der  Kompression     derMineralien        verbleibendeHohl-          raum    muss möglichst nahe an ein Minimum  herankommen, das mit den betreffenden Bau  stoffen überhaupt zu erzielen ist. Besonders  wesentlich ist hierzu ein hoher Anteil an  Füller, worunter die Bestandteile zu verstehen  sind, die einen kleineren Durchmesser als    0,074 mm haben. Der Füller kann erfahrungs  gemäss     Arst    im Mischkasten zugesetzt werden  und darf nicht mit den übrigen Mineralien  zusammen durch die Trockentrommel geschickt  werden. Dieses bringt verschiedene Schwierig  keiten mit sich.

   Einmal verzehrt er im Mischer  einen Teil der Wärme, so dass die Menge,  die man zusetzen kann, begrenzt ist, weil  weder die übrigen Mineralien noch das Bitumen  eine Erhitzung über eine gewisse Grenze zu  lassen, ohne Schaden zu leiden, und weil  anderseits der Asphaltbeton und der Sand  asphalt möglichst beim Einbau über<B>150'</B> C  warm sein müssen.  



  Eine weitere Schwierigkeit besteht darin,  dass der Mischvorgang von Asphalt mit  Mineralteilen in ganz kurzer Zeit beendigt  sein muss. Wenn auch dafür gute Maschinen  zur Verfügung stehen, so muss doch bezweifelt  werden, dass in der kurzen Zeit die feinsten  Teile stets alle gleichmässig mit dem Asphalt  vermischt werden.      Aus vorstehendem geht schon hervor, dass  man auf den Mischanlagen stets trockenen  und frischen Füllstoff zur Hand haben muss,  der nicht zum Zusammenballen neigt. Der  Zusatz des Füllers zu der Mineralmasse im  Mischkasten ist mit sehr lästiger und gesund  heitsschädlicher Staubentwicklung verbunden.  



  Wie Versuche überraschenderweise ergeben  haben, können die vorstehend beschriebenen  Mängel durch folgendes neues Verfahren um  gangen werden: Es steht uns im eigenen  Lande     Naturasphaltkalkstein    zur Verfügung,  der ein äusserst inniges Gemisch von Asphalt  und Mineral darstellt.

       Mischt    man zu zer  kleinertem     Mineralstoff    von höchster Splitter  grösse, wie Steinsplitt oder einem     Splitt-Sand-          gemisch    oder Sand allein,     Naturasphaltkalk-          steinmehl    an Stelle eines sonstigen Füllers und  fügt dem     Gemich    Asphalt bei, so erhält man  nach Vornahme einer gründlichen Durch  mischung in einem Mischer einen guten  asphalthaltigen Strassenbaustoff vom Charakter  des Asphaltbetons und Sandasphalt. Hin  sichtlich der Mischungsprozesse sollte ver  schiedenes beachtet werden.

   Ungeeignet zu  diesem Zweck sind     Schmelzksssel    mit     Misch-          oder    Rührvorrichtungen, wie sie zur     Guss-          asphaltherstellung    benutzt werden. Brauchbar  sind Flügelmischer und überhaupt alle Misch  einrichtungen, die zur Herstellung von     Walz-          asphalt,    Teerbeton oder     Teermakadam    ver  wendet werden, die durchweg nicht beheizt  sind und bei denen der Mischvorgang in kurzer  Zeit, zum Beispiel in einigen Minuten beendet  ist. Das     Naturasphaltkalksteinmehl    gelangt  vorteilhaft in erhitztem Zustand in den Mischer.

    Es wird zweckmässig im Gemisch mit den  andern     Mineralstoffen    durch eine Trocken  trommel geleitet, dort zusammen getrocknet  und erhitzt und dann in den Mischer gebracht.  Durch diese Arbeitsweise wird das     Natur-          asphaltkalkateinmehl    gut mit den übrigen       Mineralstoffen    vermischt.

   Beim Erhitzen zer  fällt das     Naturasphaltkalksteinmehl,    der As  phalt tritt an die     Oberfläche,        gewisse    Teile  werden sogar flüchtig und überziehen zugleich  mit     Naturasphaltkalkateinmehl    die Oberfläche  der übrigen Mineralteile und bereiten eine    besonders gute Haftbarkeit an dem im Misch  kasten zuzusetzenden Bindemittel vor. Man  kann aber auch sowohl das     Naturasphaltkalk-          steinmehl,    als auch den     Mineralstoff    getrennt  erhitzen und trocknen, worauf sie in noch  warmem Zustand zusammengebracht werden.  Das Verfahren bietet viele Vorteile  1. Eine vollständig gleichmässige Mischung  wird erzielt.  



  2. Der Füller wird gespart und durch       Asphaltkalksteinmehl    ersetzt, welches von  Natur aus schon gleichmässig mit Asphalt  vermischt ist.  



  3. Da das     Naturasphaltkalksteinmehl    vor  teilhaft vor dem Asphaltzusatz getrocknet und  erhitzt wird, kann es lose verladen an die  Baustellen angeliefert werden und braucht  nicht vor Feuchtigkeit geschützt zu werden,  wie das bei dem bisher als Füller gebrauchten  Steinmehl notwendig war.  



  4. Der Zusatz an     Naturasphaltkalkstein-          mehl    unterliegt mengenmässig nicht der Be  schränkung wie der Zusatz von Füller bei  dem bisher üblichen Verfahren. Man kann die  verschiedensten Zusammensetzungen verwen  den. Es ist zum Beispiel möglich, einen dem  heutigen     Gussasphalt    hinsichtlich seiner Dich  tigkeit vollständig ebenbürtigen Asphaltbeton  nach unserm neuen Verfahren herzustellen,  der aber nicht den Mangel des     Gussasphaltes     aufweist, der darin besteht, dass der     Guss-          asphalt    einige Raumprozente mehr an Bitumen  enthalten muss, als die Hohlräume seiner  Mineralmasse betragen, um fliessbar zu sein.

    Man kann auch einen dem heutigen Stampf  asphalt hinsichtlich Haltbarkeit ebenbürtigen  feinkörnigen Sandasphalt nach unserm neuen  Verfahren herstellen, der aber nicht mit dem  bisher üblichen Sandasphalt zu verwechseln  ist, weil man jenen nicht mit einem so hoben  Gehalt an feinsten Mineralteilen herstellen  konnte und weil diese feinsten Mineralteile,  der Füller, nicht so gleichmässig von Asphalt  durchdrungen waren, wie das beim Naturas  phaltkalksteinmehl der Fall ist, das bei dem  vorliegenden Verfahren den Füller ersetzt.

        <I>Beispiel:</I>  40 kg     Naturasphaltkalksteinmehl    werden  mit 30 kg     Basaltsplitt    von     der.Körnung        3/o   <B>mm</B>  und 25 kg     Basaltsplitt        o/io    mm vermischt  und in der Trockentrommel zusammen auf  160 o erhitzt und dann in den Mischer geleitet,  wo 5 kg Asphalt ebenfalls 160 o warm zuge  setzt werden. Die Masse wird zwei Minuten  lang gemischt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines asphalt- haltigen Strassenbaustoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man zerkleinerten Mineralstoff von höchstens Splittergrösse mit Naturasphalt- kalkateinmehl an Stelle eines Füllers zusam menbringt, hierauf dem Gemisch Asphalt beifügt und eine gründliche Durchmischung in einem Mischer vornimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Naturasphaltkalk- steinmehl mit dem Mineralstoff in einer Trockentrommel zusammengebracht, dort getrocknet und erhitzt wird und dann dem warmen Gemisch Asphalt beigefügt und die Durchmischung vorgenommen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mineralstoff warm und getrocknet mit dem warmen und ge trockneten Naturasphaltkalksteinmehl zu sammengebracht wird, hierauf dem Gemisch Asphalt beigefügt und eine gründliche Durchmischung in einem Mischer vorge nommen wird.
CH147727D 1929-10-14 1930-03-31 Verfahren zur Herstellung eines asphalthaltigen Strassenbaustoffes. CH147727A (de)

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