CH147862A - Verfahren zur Raffinierung von Magnesium-Cerlegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Raffinierung von Magnesium-Cerlegierungen.

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CH147862A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     Raffinierung    von     Magnesium-Cerlegierungen.       Beim Raffinieren von     Magnesium-Cex-          Legierungen    unter einer Salzdecke, beispiels  weise unter Anwendung von Chlormagnesium  oder     Karnallit,    oder Gemischen beider, in  Verbindung mit solchen Zuschlagsstoffen, die  als Verdickungsmittel wirken, wurde die Be  obachtung gemacht, dass aus der Metall  schmelze erhebliche und veränderliche Men  gen     C.er    in die Schlacke abwandern, so dass es  nicht möglich ist, eine     Magnesium-Cer-Le-          gierung    von einem bestimmten     Cer-Gehalt     zuverlässig herzustellen.

   Das     Raffiniersalz     färbt sich unter Aufnahme von     Cerdioxyd     gelb bis rotbraun. Der Vorgang kann etwa  so gedeutet werden, dass Feuchtigkeit in dem  hygroskopischen     Raffiniersalz,    vorzugsweise  das leicht     oxydierbare        Cer    angreift nach der  Gleichung     Ce        -I-    2H20 =     Ce02        -I-    2H2. Das       Cerdioxyd    geht in die Schlacke, während der  Wasserstoff entweicht.  



  Es- wurde gefunden, dass es gelingt, diese  schädliche Wirkung der im     Raffiniersalz       vorhandenen Feuchtigkeit aufzuheben und  Legierungen mit bestimmtem     Cergehalt    her  zustellen, und zwar dadurch, dass man ein       Raffiniersalzgemisch    verwendet, das entwäs  sertes     Cerchlorid    enthält.

   Hierdurch wird  vermutlich bewirkt, dass die im     Raffiniersalz     ursprünglich vorhandene Feuchtigkeit beim  Aufbringen auf das flüssige Metall zur Zer  setzung des     Cerchlorids    nach der Gleichung:       2CeC1,        -f-    3H20 -     Ce'203        -f-        6HC1    aufge  braucht wird, bevor es zu einem Angriff des       Cermetalles    kommt. Das entstehende     Ce203     wird dann durch den Sauerstoff der Luft so  fort     weiteroxydiert    zu<B>C</B>     P-0,.     



       Zweckmässigerweise    wird der Prozent  gehalt des     Raffiniersalzes    an     Cerchlorid    so  bemessen, dass er etwa das Doppelte des  Prozentgehaltes der Legierung an     Cer    be  trägt.  



  Ein weiterer Vorteil bei der Verwen  dung von     entwässertem        Cerchlorid    liegt  darin, dass das entstehende     Cerdioxyd    bei      einer gegebenenfalls     stattfindenden    Reduktion  durch das Magnesium seinen unerwünschten  Legierungsbestandteil in die     Magnesium-Cer-          Legierungen    hineingelangen lässt. Das     Raf-          finiersalz    kann auch Chloride des     sogenann-          ten        Cer-Mischmetalles    enthalten.

      <I>Beispiel:</I>  Eine nach bekannten Verfahren her  gestellte     Magnesium-Cer-Legierung    mit 10  Gehalt an     Cer-Mischmetallen    wurde unter  Anwendung einer durch Zuschlagstoffe ver  dickten     Karnallitschmelze    in bekannter Weise  raffiniert. Das fertige Produkt zeigte einen       Cer-Mischmetallgehalt    von 8,5 %. Es wurde  dann mit einer zweiten Probe der gleichen  Legierung das Verfahren wiederholt unter  Anwendung desselben     Raffiniersalzes,    dem  ?5 % entwässerte     Cer-Mischmetallchloride    zu  gesetzt waren.

   Die raffinierte Legierung  wies einen Gehalt von 9,8 % an     Cer-Misch-          metall    auf, hatte also praktisch nichts von  ihrem     Cer-Gehalt        eingebüsst.     



  Mit der     Raffinierung    der     Magnesium-          Cer-Legierung    kann man natürlich auch die  Herstellung der Legierung selbst verbinden.  indem man unter der Schutzdecke des mit  wasserfreiem     Cerchlorid    versetzten Raffinier-    Salzes das     Cer    dem geschmolzenen Magnesium  einverleibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Raffinierung von Magne- sium-Cer-Legierungen mit Hilfe von Salz gemischen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Salzgemisch verwendet, das wasserfreies Cerchlorid enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozentgehalt des Raffiniersalzes an Cerchlorid etwa das Doppelte des Prozentgehaltes der Legie rung an Cer beträgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Legierung mit ihrer Raffinierung dergestalt verbunden wird, dass der erforderliche Zusatz an Cer- metall unter der Schutzdecke des Raffi- niersalzes zugegeben wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Raffiniersalz Chloride von Cer-Mischmetall enthält.
CH147862D 1929-04-15 1930-03-13 Verfahren zur Raffinierung von Magnesium-Cerlegierungen. CH147862A (de)

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