CH147928A - Elektrische Schalteinrichtung mit thermischer Überstromauslösung. - Google Patents

Elektrische Schalteinrichtung mit thermischer Überstromauslösung.

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CH147928A
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  Elektrische Schalteinrichtung mit thermischer     Überstromauslösung.       Gegenstand der Erfindung ist eine elek  trische Schalteinrichtung mit thermischer       Überstromauslösung,    welche sich durch be  sondere Einfachheit und eine geringe Zahl  von Bauelementen auszeichnet, dabei grosse  Betriebssicherheit aufweist, sowie überdies  leichte     Montierbarkeit    und Feineinstellbar  keit besitzt.  



  Gemäss der Erfindung wird dies durch  eine Konstruktion erreicht, bei der der     alitz-          draht    einseitig eingespannt ist und mit sei  nem freien Ende eine     Auslösevorrichtung     durch Druck     betätigt.     



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung dargestellt, und zwar       :neigt        Fig.    1 eine perspektivische Ansicht  einer Schalteinrichtung mit     Ilitzdrahtbetäti-          gung.    Die     Fig.    2 und 3 stellen eine Steck  dose mit der Einrichtung gemäss     Fig.    1 im       Schnitt    und in     Draufsieht    dar;     Fig.    4 ist die       perspektivische    Ansicht einer Einzelheit der  Steckdose.

      In der Zeichnung ist 1 der Sockel und     ?,          22   <B>'</B>     sind        die        an        dem        Sockel        wie        üblich        mittelst     Schrauben befestigten Zuführungskontakte.  Der     Hitzdraht    3 ist mit seinem einen Ende  zwischen Sockel 1 und     Zuführungskontakt     eingespannt, während mit dem andern, freien  Ende ein     Leiterstück    5 und ein Isolierstück  6 mittelst einer Niete 7 befestigt sind.

   Das  Leiterstück 5 besitzt eine     herausgeprägte     Feder 8, welche an ihrem Ende den einen  Kontakt 10 der     Kontaktstelle    trägt. Der be  wegliche Gegenkontakt 11 sitzt an einem als       Ilebel    ausgebildeten Leiterstück 12, welche  am     Zuführungskontakt    2' in einer Kerbe 13  gelagert ist. Auf das hintere Ende des Hebels       wirkt    eine Feder 15 ein, welche auf den  Hebel einen Druck im Sinne einer Öffnungs  bewegung der Kontaktstelle ausübt.

   Dem  gegenüber kann der Hebel von einer auf     der     andern Seite des     Zuftihrungskontaktes    an  greifenden federnden     Klinke    16 in der       schlossenen        Stellung    gehalten werden. Zu  diesem     Zwecke    besitzt die Klinke 16 eineu      schmalen Hals 16', der mittelst einer Ab  setzung 17 in einen breiteren Kopf 16" über  geht. Der schmale Hals 16' legt sich sodann       .in    der geschlossenen Schalterstellung in eine  am Kontakthebel 12 vorgesehene     Ausneh-          mung    1,8 ein, wobei die Absetzung 1 % den  Hebel 12 in der Schliessstellung hält.

   Feder  15 und Klinke 1,6 sind aus einem einzigen  Stück 20 verfertigt, welches in der Mitte zwi  schen Zuführungskontakt 2' und Sockel 1  eingespannt ist.  



  Der     Hitzdraht    3 kann im Sockel in einer  Rinne gelagert sein,     welcl_e    als Führung  dient und bewirkt, dass sich die Längsände  rung des     Hitzdrahtes    nur in     achsialer    Rich  tung     auswirken    kann.  



  Die Wirkungsweise ist folgende: Bei  plötzlichem Kurzschluss oder bei länger  dauernder     Überlastung    vergrössert sich die  Länge des     Hitzdrahtes,    wobei das Isolier  stück 6 einen Druck auf die Klinke 1<B>1</B>6 aus  übt und diese soweit gegen den Zuführungs  kontakt 2' drückt, dass der Hals 16' aus der       Ausnehmung    18 heraustritt, wobei die Feder  15 das plötzliche     Aufschnellen    des Kontakt  hebels 12! und damit das Öffnen der Kontakt  stelle 10, 11 verursacht.

   Das Schliessen der  Kontaktstelle erfolgt in beliebiger Weise,  zum Beispiel durch einen Druckknopf, indem  der Kontakthebel 12 wieder in seine Schliess  stellung gedrückt     wird,    wobei die Klinke 16  wieder einschnappt und den Kontakthebel  festhält.  



  Zur Einstellung der Grösse des gewünsch  ten     Auslösestromes    bei Kurzschluss     bezw.    der       Abschaltleistung    bei längerer     Überbelastung     wird die Tiefe der     Ausnehmung    18 ver  schieden gross gewählt. Dadurch wird die für  die Auslösung nötige     Längenänderung    des       Hitzdrahtes    eine grössere oder kleinere, wo  bei zu beachten ist, dass sie sich nicht um  denselben Betrag zu ändern braucht, sondern  nur um einen soviel kleineren, als es dem  Übersetzungsverhältnis, nämlich dem Ver  hältnis des     angreifenden    und des wirkenden  Hebelarmes der Klinke 16 entspricht.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel, welches in  den     Fig.    2 und 3 dargestellt ist, ist die be-         schriebene    thermische     Selbstauslöseeinrich-          tung    mit einer Steckdose zusammengebaut.  Hierbei ist in analoger Weise am Zufüh  rungskontakt 3,5 ein     Ritzdraht    3 eingespannt,  mit dessen freiem Ende das     Isolierstück    6  und das     Leitstück    5, welches den festen Kon  takt 10 trägt, verbunden ist. Der am Klotz  36 gelagerte, den beweglichen Kontakt 11  tragende Hebel 12' ist bogenförmig nach der  Seite gekrümmt, um der Steckbüchse 3 7 Platz  zu machen, die von einem aus dem Klotz 36  herausragenden Arm 38 getragen wird.

   Die       Auslösemechanismen    bestehen     wie    oben aus  Feder 15 und Klinke 16, welche beide am  Kontakthebel 12' angreifen, wobei sich der  Hals 16' in die     Ausnehmung    18 des Hebels  12' einlegt; 39 ist eine     Isolations-Trennwand,     welche die Kontaktstellen von den Zufüh  rungskontakten trennt.  



  Bei Verlängerung des     Hitzdrahtes     springt die Klinke aus und der Hebel öffnet  die Kontaktstelle; die Rückstellung erfolgt  durch einen am Deckel der Steckdose     geführ-          tenDruckknopf        440,        Fig.4,    welcher so angeord  net ist, dass er nur nach Abziehen des     Stek-          kers    niedergedrückt werden kann, wodurch  ein     Wiedereinschalten    unter     Kurzschluss    aus  geschlossen ist.

   Der Druckknopf 40 ist in Aus  nehmungen 42 des Sockels und des (nicht ge  zeichneten) Dosendeckels geführt und besitzt  an seinem untern Ende beiderseits     trapez-          förmige        Ausnehmungen    43, in welche die       I;ontakthebel    12', 12" eingreifen. Die eigent  liche     Rückstellungswirkung    übt die Kante  44 aus, wenn der Druckknopf von oben nach  unten gedrückt wird.

   Durch seine Konstruk  tion ist der Dampfknopf einerseits gegen Her  ausfallen gesichert und anderseits kann jeder  Kontakthebel 12' oder 12" für sich allein  öffnen (in     Fig.    4 der Hebel 121, wobei er  sich an die obere Begrenzung der     Ausneh-          mung    43 anlegt, während der andere Kon  takthebel (in     Fig.    1 der Hebel 12') in der  geschlossenen Stellung verbleiben kann, wo  bei er sich am untern Rand der     Ausnehmung     43 befindet. Es kann ferner auch die Rück  stellung jedes einzelnen Kontakthebels unab  hängig vom andern oder auch beider Kon-           takthebel    zugleich durch einfaches Nieder  drücken des Druckknopfes erfolgen.  



  Zweckmässig     wird    für den     Hitzdraht    von  thermischen Schalteinrichtungen der     vorge-          schilderten    und ähnlicher Bauart ein elektri  sches Widerstandsmaterial zur Verwendung  kommen, welches einen möglichst hohen  Schmelzpunkt (über<B>13,00'</B> C) und gleich  zeitig einen sehr hohen spezifischen Wider  stand von c = 1,0 oder mehr als 1,0 besitzt.

    Dieser Widerstand, der mehr als doppelt so  hoch ist,     wie    jener der für Widerstands  drähte 'meist benützten     Materialien        (Kon-          stantan        c    = 0,5,     Nickelin    c = 0,4 bis 0,45)  bewirkt, dass der Draht bei seiner     Dimensio-          nierung    für eine relativ sehr geringe     Auslöse-          Stromstärke    infolge seiner relativ grossen  Dicke noch eine solche mechanische Knick  festigkeit besitzt, dass er leicht     einen    ziemlich  starken Druck auf die     Ausklinkmechanismen     ausüben kann.

   Wichtig ist hierbei auch der  hohe Schmelzpunkt, da schon bei Eintreten  der Rotglut die Festigkeitseigenschaften je  des Materials sich bedeutend vermindern. Für  eine     Auslösestromstärke    von 3     Amp.    ergibt  sich bei dem oben charakterisierten Material  für den     Hitzdraht    noch ein Durchmesser von  0,6 mm, welcher genügende mechanische       Steifigkeit    gewährleistet. Natürlich können  auch andere ähnliche Materialien für den       Hitzdraht    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Schalteinrichtung mit thermi scher Überstromauslösung, gekennzeichnet durch einen für die thermische Auslösung bestimmten einseitig eingespannten Hitz- draht, der mit seinem freien Ende eine Aus lösevorrichtung durch Druck betätigt. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hitzdraht an seinem freien Ende das den einen Kontakt tragende Leiter stück trägt und die unter Federwirkung stehende Auslösevorrichtung mittelbar über ein Isolierstück durch Druck be tätigt. 2.
    Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Gegenkontakt an einem als Hebel ausgebildeten Leiter stück sitzt, auf den eine Feder im Sinne der Öffnung einwirkt und der durch eine federnde Klinke in der geschlosse nen Stellung gehalten wird. . Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Feder und die federnde Klinke aus einem Stück be stehen, dessen eines Ende die Federwir kung und dessen anderes Ende die Klinkenwirkung ausübt, während es im mittleren Teil fest eingespannt ist. 4.
    Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der den Gegen kontakt tragende Hebel am Zuführungs kontakt drehbar gelagert ist und diesen umgreift, wobei auf der einen Seite die Feder und auf der andern Seite die federnde Klinke angreift. 5.
    Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, da.ss der Kontakt hebel mit einer Ausnehmung versehen ist, in welche der Hals der federnden Klinke eingreift und durch deren Tiefe die Grösse der zur Auslösung erforder lichen Längenausdehnung des Hitzdrah- tes und somit indirekt die Auslösestrom- stärke bestimmt ist. 6.
    Elektrische Schalteinrichtung nach Pa- " tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hitzdraht in Führungen geführt ist, durch welche erreicht wird, dass sich die Längenänderung des Hitzdrahtes nur in achsialer Richtung auswirken kann. 7.
    Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6 in Verbindung mit einer Steckdose, da durch gekennzeichnet, da.ss ein Betäti- gungsknopf zum Wiedereinschalten des beweglichen Schalthebels an der Sitz fläche des Steckers angeordnet ist und nur bei gezogenem Stecker bedienbar ist. B. Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, da.ss der den beweglichen Kontakt tragende Hebel bogenförmig nach der Seite gekrümmt ist, um der in der Mitte angeordneten Steckbüchse Platz zu machen.
    9. Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Be tätigungsknopf für die Rückstellung am Dosendeckel geführt ist und trapezför- mige Ausnehmungen besitzt, in welche die Kontakthebel eingreifen, derart, dass die einzelnen Kontakthebel unabhängig voneinander öffnen und unabhängig von- einander einzeln, sowie beide zugleich auch durch Drücken auf den Knopf zu rückgestellt werden können.
    10. Elektrische Schalteinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Hitzdraht aus einem Wider standsmaterial von sehr hohem Schmelz punkt (mindestens 1e00 ) und von sehr hohem spezifischem Widerstand (c mindestens 1,0) besteht, derart, da,ss er bei Dimensionierung für eine relativ ge ringe Auslösestromstärke infolge seiner relativ grossen Dicke noch eine mecha nische Knickfestigkeit besitzt, die den erforderlichen Auslösedruck zu erzeugen ermöglicht.
CH147928D 1929-06-13 1930-06-06 Elektrische Schalteinrichtung mit thermischer Überstromauslösung. CH147928A (de)

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