CH147929A - Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises bei Überlastung, bei welcher ein Schmelzmittel die Unterbrechung bewirkt. - Google Patents
Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises bei Überlastung, bei welcher ein Schmelzmittel die Unterbrechung bewirkt.Info
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Description
Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises bei Überlastung, bei welcher ein Schmelzmittel die Unterbrechung bewirkt. Es sind Vorrichtungen zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises bei Überlastung bekannt geworden, bei welchen die Auslösung durch Elektromagnete oder durch Schmelz sicherungen erfolgt. Erstere bedingen kompli zierte, empfindliche Apparate, die in der An- _ schaffung teuer sind, letztere benötigen nach jeder Schmelzung eine neue Schmelzpatrone, sind also im Unterhalt kostspielig. Die vor liegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Vorrichtung, bei welcher ein Schmelzmittel die Unterbrechung bewirkt und welche die erwähnten Nachteile aber nicht aufweist.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht, und es -zeigt von demselben Fig. 1 eine schematische Darstellung und Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine für Heiz- und Kochapparate bestimmte Vorrich tung.
1 bezeichnet einen in einem Stromkreis 2 eingeschalteten Apparat, der gegen Überlastung geschützt sein soll. 3 stellt ein vermittelst eines Rades 7 drehbares auf einer Welle 10 sitzendes Isoliergehäuse dar, in welchem, übereinander angeordnet, zwei Kontaktpaare 4-5 und 4-6 vorhanden sind. 8 und 9 sind Schleifkontakte, welche die Verbindung zum Schmelzgut 21 herstellen. Wird nun der Apparat 1 aus irgend einem Grunde über lastet, so schmilzt das Schmelzgut 21; löst dadurch die Verbindung zwischen den Kon takten 4 und 5 und tropft auf den Boden des Gehäuses 3. Hier verbindet es die Kontakte 4 und 6 miteinander, stellt also eine neue Verbindung her die zwar noch nicht in den Stromkreis geschaltet ist.
Durch Drehung des Gehäuses 3 um<B>1800</B> gelangen aber diese neuverbundenen Kontakte in den Stromkreis, der damit wieder geschlossen ist. Das Schmelz gut wird durch den elektrischen Strom bei der nächsten Überlastung wieder geschmolzen, und so wiederholt sich der Vorgang aufs Neue.
In Fig. 2 ist eine Ausführung dargestellt, bei welcher die Schmelzung des Schmelzgutes durch unmittelbare Zuführung von Hitze vom überhitzten Apparat aus, beispielsweise von einem Bügeleisen erfolgt. 11 bezeichnet ein Gehäuse, in welchem ein Isolierkörper 12 vermittelst eines Rädchens 13 gedreht werden kann. Gegenüber diesem drehbaren Körper 12 befindet sich der ortsfeste, ebenfalls im Ge häuse 11 gelagerte Isolierkörper 15, der seiner seits einen Kontakt 16 und einen vermittelst einer Schraube 17 befestigten Kontaktklotz 18 aufweist. Die Kontakte 16 und 18 sind durch die Kabel 24 und 25 in den Stromkreis ge schaltet.
Mit 19 und 20 sind Kontaktarme bezeichnet, die im drehbaren Isolierkörper 12 eingebettet sind und Ansätze 1911 und 2011 aufweisen. 21 ist ein Schmelzgut, dessen Le gierung und Masse genau der gewünschten Abschalttemperatur entspricht. 22 und 22a bezeichnen zwei Kontrollstäbchen, die Isolier- kappen 23 tragen und an die Aussenseite des Gehäuses 11 reichen. 14 ist ein Abschluss- ring für letzteres. 26 und 27 stellen Metall klötze dar, die vermittelst einer Spindel 28 verschoben werden können.
Die Klötze liegen auf dar Unterseite auf dem elektrischen Heiz körper, zum Beispiel auf dem Bügeleisen auf, auf ihrer Oberseite tragen sie das Gehäuse 11. Der Zweck der Metallklötze 26 und 27 ist der, die auf das Schmelzgut einwirkende, Hitze ausstrahlende Masse zu verändern. Werden beispielsweise die Klötze ganz aneinander geschoben, so beträgt die auf das Schmelzgut einwirkende Hitze ihr Maximum, während mit dem Abstand der Klötze voneinander auch die zugeführte Hitze abnimmt. Durch diese Massnahme kann die maximale Temperatur des Heizkörpers beliebig eingestellt werden.
Die Arbeits- und Wirkungsweise ist folgende: Im gezeichneten Beispiel (Fig. 2) ist der Stromkreis geschlossen, indem der Strom zum Beispiel vom Kabel 24 über die Schraube 17, den Kontakt 18 und von hier durch den Kontaktarm 19 und das Schmelzgut 21 zum Kontakt 16 und Kabel 25 fliesst. Der Kontroll- stab 22 ist im Schmelzgut eingeschmolzen, kann also nicht herausgezogen werden, während der andere Kontrollstab 22a achsial verschieb bar ist.
Übersteigt nun die Hitze des Appa- rates 29 das Maximum, tritt also Feuersgefahr ein, so schmilzt das Schmelzgut 21, unterbricht damit das Kontaktpaar 16-19a und dadurch den Stromkreis, tropft auf den Boden des drehbaren Körpers 12 und verbindet hier den Kontaktarm 20a mit dem Kontakt 16. Durch das herabtropfende Schmelzgut wurde der Kontrollstab 291111 eingeschmolzen und dadurch unverrückbar, während nun der andere Stab 22 herausgezogen werden kann. Die beiden Kontrollstäbe dienen somit zur Kontrolle des Schmelzgutes, das heisst zeigen an, wo sich dasselbe befindet.
Durch Drehung des lolier- körpers um 180 kommt die neuhergestellte Verbindung in den Stromkreis und ist derselbe damit wieder geschlossen. Die Abschalttem- peratur kann einerseits durch die Legierung des Schmelzgutes, anderseits durch Verände rung der auf das Schmelzgut einwirkenden, Hitze ausstrahlenden Masse bestimmt werden. Das Platzwechseln der Kontaktpaare könnte natürlich auch auf eine andere Art erfolgen, ebenso könnten die Metallklötze 26 und 27 weggelassen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises bei Überlastung, bei welcher ein Schmelzmittel die Unterbrechnng bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Kontaktpaare übereinander angeordnet sind, die wahlweise in den Stromkreis geschaltet werden können und dass das, bei der Über lastung abtropfende Schmelzgut einerseits das eine Kontaktpaar und damit den Stromkreis unterbricht, anderseits das zweite Kontaktpaar miteinander verbindet, so dass durch ledigliches Platzwechseln der Kontaktpaare der Strom kreis wieder geschlossen werden kann. UNTERANSPRITCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, die erkennen lassen, wo sich das Schmelz gut befindet. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um die Abschalttemperatur regulieren zu können. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, bei der die Schmelzung des Schmelzgutes durch Zuführung von Hitze vom überhitzten Apparat aus erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die auf das Schmelzgut Hitze ausstrahlende Masse verändert werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH147929T | 1930-06-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH147929A true CH147929A (de) | 1931-06-30 |
Family
ID=4403872
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH147929D CH147929A (de) | 1930-06-18 | 1930-06-18 | Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises bei Überlastung, bei welcher ein Schmelzmittel die Unterbrechung bewirkt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH147929A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2863966A (en) * | 1956-07-16 | 1958-12-09 | Greber Henry | Repeater fuse |
| US3168632A (en) * | 1961-10-31 | 1965-02-02 | Advance Transformer Co | Ballast disconnect device having a coating of flux material |
-
1930
- 1930-06-18 CH CH147929D patent/CH147929A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2863966A (en) * | 1956-07-16 | 1958-12-09 | Greber Henry | Repeater fuse |
| US3168632A (en) * | 1961-10-31 | 1965-02-02 | Advance Transformer Co | Ballast disconnect device having a coating of flux material |
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