Brenner für Kochzwecke und dergleichen. Die bisher bekannten sogenannten Stark brenner, das sind Brenner mit gegenüber normalen Brennern erhöhtem Gasverbrauch für Haushaltungskocher, sind gegenüber dem normalen Brenner in allen Abmessungen ver grössert. Erst durch diese Vergrösserung er reichte man die nötige Durchgangsgrösse für den erhöhten Gasverbrauch. Diese Brenner mussten besonders in der Fabrik angefertigt werden, und wenn sie in einen vorhandenen Herd eingebaut werden sollten, musste so wohl die Düse, als auch das Mischrohr mit Brennerkopf und Brennerdeckel ausgewech selt werden.
Dies kann natürlich nur durch einen Fachmann geschehen und wird dann einmalig vorgenommen, so dass der Brenner ständig an.der betreffenden Kochstelle mon tiert bleibt.
Es ist aber erwünscht; dass die Hausfrau selbst jeden einzelnen ihrer Brenner gegen einen- Starkbrenner ohne weiteres vertauschen kann und diesen Starkbrenner auch wieder beseitigen kann, wenn er nicht mehr erfor- derlich ist. Namentlich das letztere erscheint zweckmässig, da das Dienstpersonal naiur- gemäss die Neigung hat, mit dem Starkbren ner auch dann zu kochen, wenn es das hoch gut nicht erfordert, wodurch natürlich ein grösserer Gasverbrauch entsteht.
Der beschriebene Nachteil wird nun durch den Brenner gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der Brennerdeckel austausch bar und von grösserem Durchmesser als der Brennerkopf gehalten ist.
Zweckmässig werden das Brennerrohr mit Brennerkopf und dementsprechend auch die zugehörige Düse nebst Hahn in einer der bisher üblichen Ausführungsformen ver wendet. Die Zeichnung zeigt drei Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung, und zwar in Fig. 1 in einem Schnitt durch eine erste Ausführungsform, zu welchem Fig. 2 eine Ansicht einer Einzelhit von unten gesehen ist;
Fig. 3 veranschaulicht eine Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels von der Seite und Fig. 4 dasselbe Beispiel von oben gesehen nach Entfernung eines Teils; des sogenann ten obern Brennerdeckels; Fig. 5 zeigt eine zweite Ausführungs form im Schnitt und Fig. 6 den Brenner von unten gesehen; Fig. 7 ist eine Seitenansicht und Fig. 8 eine Ansicht von oben zu dem zweiten Ausführungsbeispiel;
Fig. 9 veranschaulicht eine dritte Aus führungsform im Schnitt, zu der Fig. 10 eine Ansicht von oben nach Ab nahme des Brennerdeckels und Fig. 11 eine Ansicht des Brennerdeckels von unten zeigt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 stellt 1 das Mischrohr für die soge nannte grosse Flamme und 2 das Mischrohr für die sogenannte kleine Flamme eines Bren ners dar, die beide in einen Brennerkopf 3 übergehen.
Auf diesem Brennerkopf liegt der aus zwei Teilen gebildete Brennerdeckel, der aus einem untern Teil 4 2n Gestalt eines Brennerpilzes und einem obern Teil 5 in Gestalt einer flachen, leicht drehbaren und abhebbaren Scheibe, die keinerlei Brenner öffnungen trägt, gebildet ist. Die Brenner öffnungen sind in bekannter Weise in dem untern Teil 4 des Brennerdeckels angebracht, und zwar die für die grosse Flamme an der Unterseite bei 6 und die für die kleine Flamme an der Oberseite bei 7.
Der Durchmesser beider Brennerdeckel- teile ist wesentlich grösser als der äussere Durchmesser des Brennerkopfes 3, so dass die Brennerdeckel also über diesen hervor ragen. Die Kanäle 6 und 7 sind an ihren Austrittsstellen erweitert. Die untern Ka näle 6 sind da, wo sie über den Brennerkopf 3 vorstehen, durch einen um den ganzen un tern Teil 4 des Brennerdeckels herumlaufen den und mit diesem fest verbundenen Ring 8 abgedeckt.
Dieser Ring schliesst sich mit seinem innern Umfange dicht an den äussern Umfang des Brennerkopfes an.
Der Brenner nach den Fig. 5 bis 8 ist ähnlich wie die vorbeschriebene Ausfüh rungsform; nur ist der innere Durchmesser des Ringes 8 grösser 'als der äussere Durch messer des Brennerkopfes 8, so dass rings herum ein Spalt 9 zwischen Ring und Bren- nerkopf verbleibt, durch den Frischluft von aussen her in die an dieser Stelle unten offe nen Kanäle 6 für die grosse Flamme eintreten kann. Dadurch wird die Verbrennung leb hafter und der Brennerkopf zugleich auch abgekühlt.
Wie aus Fig. 7 und ,8 ersichtlich ist, kann der obere Brennerdeckelteil 5 noch Rippen 10 aufweisen, durch die die Wärme von diesem Teil des Brenn'erdeckels direkt auf den Kochtopf übertragen wird.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 bis 11 sind Kanäle 11 für die grosse Flamme in den Brennerkopf 3 eingeschnitten. Diese Kanäle werden durch den hier nur aus einem einzigen Stück gebildeten Bren- nerdeckel 12, der an den den Kanälen 11. gegenüber liegenden Stellen glatt ist, abge deckt.
Da aber auch dieser Brennerdeckel 12 im Durchmesser grösser ist als der Brenner kopf 3, so sind noch als Verlängerungen der Kanäle 11 in diesem- Brennerdeckel 12 auf der Unterseite entsprechende Kanal stücke 13 vorgesehen, durch die die Flamme herausbrennt, Auch hier dient ein Ring 8 zum Abschluss dieser Kanalteile 13 nach un ten, und zwar lässt dieser Ring 8 bei dem dargestellten Beispiel wiederum einen Spalt zwischen Brennerkopf und sich frei, durch den Frischluft in die Kanäle eintreten kann.
Natürlich kann die Ausführung auch so getroffen werden, dass der Ring 8 sich an den Brennerkopf dicht anschliesst, wie dies aus Fig. 11 ersichtlich ist.
Auch die Kanäle für die kleine Flamme sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 bis 11 im Brennerkopf vorgesehen, und zwar bei 14. Sie werden ergänzt durch die Stummelkanäle 15 am Brennerdeckel. Da es bei dieser Ausführungsform nötig ist, dass die Teil- oder Stummelkanäle 13 und 15 mit den zugehörigen Kanälen 11 und 14 im Brennerkopf in einer Richtung liegen, sind am Deckel durch Nasen 16 gebildete An schläge vorhanden, die in entsprechende Ver tiefungen am Brennerkopf eingreifen.
Es können aber auch Nasen am Brennerkopf und Aushöhlungen im Deckel zur Erreichung desselben Zweckes angebracht sein.
Für einen Brenner gemäss der Erfindung wird man zweckmässig einen Brenner benut zen, bei dem die Düse ohne weiteres auf stark oder schwach von aussen eingestellt wer den kann, je nachdem man zum Kochen oder dergleichen einen Deckel benötigt, dessen Durchmesser gleich oder grösser als der Durchmesser des Brennerkopfes ist, das heisst der Brenner kann als Doppelbrenner, wie er in neuerer Zeit auf dem Markt ist, ausge bildet sein, welcher zufolge der verstellbaren Düse und entsprechend ausgebildetem Misch rohr ermöglicht, ein in seinem Volumen sehr veränderliches Gasluftgemisch einwandfrei zu verbrennen.