CH148054A - Planetenwechselgetriebe mit motorischem Antrieb, insbesondere für Wanderroste. - Google Patents

Planetenwechselgetriebe mit motorischem Antrieb, insbesondere für Wanderroste.

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CH148054A
CH148054A CH148054DA CH148054A CH 148054 A CH148054 A CH 148054A CH 148054D A CH148054D A CH 148054DA CH 148054 A CH148054 A CH 148054A
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Roemer Hermann
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      Planetenwechselgetriebe    mit motorischem     Antrieb,    insbesondere für Wanderroste.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein     Zahnräderwechselgetriebe    mit     Sonnen-          und    Planetenrädern, das gestattet, langsame  Bewegungen mit wechselnder Geschwindig  keit zu erzielen, zum Beispiel für Wander  roste, und das motorischen Antrieb hat.  Für derartige Zwecke sind bereits An  triebe mit zwei die Sonnenräder eines Um  laufgetriebes antreibenden regelbaren     rever-          sierbaren    Motoren bekannt geworden.  



  Bei den bekannten Antrieben dieser Art  wurden nur stetig regelbare     Motoren    ange  wandt, also Gleichstrommotoren     oderWechsel-          strom-Kommutatormotoren.    Mit diesen Moto  ren lässt sich zwar eine Regelung in zahl  reichen Stufen erreichen; sie haben jedoch  den grossen Nachteil, dass zur Drehzahlrege  lung eine komplizierte und aus zahlreichen  Widerständen und     Schaltvorrichtungen    be  stehende Regeleinrichtung erforderlich ist,  die nicht nur die     Anlegkosten,        sondern    auch  infolge des Energieverbrauches beim Regeln  die Betriebskosten wesentlich erhöht. Ferner    ist die hohe Empfindlichkeit dieser Motoren  in Kesselhäusern und ähnlichen muhen Be  trieben sehr unangenehm.

   Nachteilig ist auch  der Umstand, dass die eingestellte Geschwin  digkeit bei Vergrösserung des mechanischen  Widerstandes absinkt.  



  Die Erfindung vermeidet diese Nachteile.  Erfindungsgemäss wird der Antrieb der  Sonnenräder durch polumschaltbare Dreh  strommotoren bewirkt. Durch einfache     Uim-          schaltung    der Pole dieser     Drehstrommotoren     können verschiedene     Geschwindigkeiten    der  selben und damit verschiedene     Cxeschwindig-          keitsstufen,    zum Beispiel für ein     Umlaufrad     oder Planetenrad des Getriebes     eingestt11t     werden.  



  In den meisten in der Praxis vorkom  menden Fällen, zum Beispiel beim     Antrieb     eines Wanderrostes, wählt man die Anord  nung zweckmässig so, dass zwei polumschalt  bare     Drehstrommotoren    bei normaler Dreh  zahl die Sonnenräder mit verschiedenen Ge  schwindigkeiten, zum Beispiel etwa im Ver-           hältnis    1: 1,5, antreiben. Bei dieser An  ordnung lässt sich dann nur durch Pol  umschaltung des einen oder andern Motors  eine Reihe gleichmässig ansteigender Ge  schwindigkeitsstufen für das Planetenrad er  zielen.  



  Auf diese Weise kann bei     Anwendung     einer einfachen, billigen, wenig empfind  lichen und absolut betriebssicheren Motoren  gattung eine vielstufige Geschwindigkeits  regelung ohne elektrische Verluste erreicht  werden. Ausserdem lässt sich auch die Schalt  einrichtung der Motoren gegenüber Bekann  tem wesentlich vereinfachen. Die Polum  schaltung, zum Beispiel bei     Verwendung     zweier Motoren, erfolgt vorteilhaft mittelst  einer gemeinsamen, ein Schaltorgan bilden  den Schaltwalze eines sogenannten     Kontrol-          lers,    die sich äusserst einfach gestalten lässt,  da in ihr keine     Widertände    notwendig sind,  sondern nur beim     Umschalten    die Anschlüsse  vertauscht werden.  



  Das neue Getriebe ist in der Zeichnung  beispielsweise dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt das Getriebe in Seiten  ansicht, teilweise in einem Vertikalschnitt;       Fig.    2 ist eine     Stirnansicht    mit Schnitt  desselben.  



  Die beiden polumschaltbaren Drehstrom  motoren 1 und 1'. arbeiten mittelst der beiden  Schnecken 2 und 2' auf die beiden     Schnek-          kenräder    3 und 3', die mit den beiden     Kegel-          bezw.    Sonnenrädern 4 und 4' eines Umlauf  getriebes fest verbunden sind. Das in die  beiden Kegelräder eingreifende Umlaufrad 5  treibt in bekannter Weise die Welle 6 des  Umlaufgetriebes an, die ihre Bewegung mit  telst der Stirnräder 7 und 7', der Schnecken  welle 8, Schnecke 9 und Schneckenrad 10  auf die anzutreibende Welle 11 des Wander  rostes oder dergleichen überträgt.  



  Wenn beide Motoren mit gleicher nor  maler Drehzahl und gleichem Drehsinne lau  fen, werden die beiden Kegelräder 4 und 4'  im gleichen Drehsinn angetrieben, so dass das  Umlaufrad 5 von beiden Kegelrädern mit-    genommen wird und das     Kegelradgetriebe     wie ein     starres    Ganzes um die Welle 6 um  läuft und dieser die Höchstgeschwindigkeit  erteilt. Wird jetzt     beipielsweise    die Ge  schwindigkeit des Motors 1' durch Polum  schaltung verringert, so bleibt das Kegelrad  4' gegenüber dem Kegelrad 4 entsprechend  zurück. Infolgedessen verringert sich hier  durch die Umlaufgeschwindigkeit des Kegel  rades     5_    und der Welle 6.

   Steht der Motor 1'  still, so ist die Drehgeschwindigkeit der  Welle 6 auf die Hälfte     verringert.    Wird  der Motor l.' umgeschaltet, so dass er mit nor  maler Geschwindigkeit rückwärts läuft, so  drehen sich die beiden Kegelräder 4 und 4'  entgegengesetzt zueinander mit gleicher     Ge-          schvzndigkeit,    so dass die Welle 6 stehen  bleibt. Auf diese Weise kann die anzutrei  bende Welle 11 eine grosse Anzahl verschie  dener Geschwindigkeiten von Null bis zur  normalen     Grösse    erhalten. Als Beispiel werde  angenommen, dass der Motor 1 normal mit  1500 Touren der Motor 1' normal mit  1000 Touren läuft. Jeder der Motoren sei  auf die halbe Drehzahl, also auf 750     bezw.     500 Touren umschaltbar.

   Alsdann ergeben  sich durch     Kombination    der verschiedenen  Schaltungsmöglichkeiten die aus nachstehen  der Tabelle ersichtlichen Geschwindigkeiten  des anzutreibenden Teils, beispielsweise des  Wanderrostes. In der Tabelle ist in der er  sten Spalte die Drehzahl     ni    des Motors 1,  in der zweiten Spalte die Drehzahl n2 des  Motors 1' angegeben, und zwar je nach dem  Drehungssinn mit positivem oder negativem  Vorzeichen. Die dritte Spalte enthält die  Summe     n1        -I-        n2    der beiden Drehzahlen un  ter Berücksichtigung des Vorzeichens, wel  che Summen ein Mass für die Drehzahl des  Rades 5 um die Welle 6 und damit ein Mass  für die Drehzahl der Welle 6 selbst, ist.

    Die vierte Spalte endlich enthält den sich  ergebenden Vorschub eines mit der Vor  richtung betriebenen Wanderrostes in mm  je Minute; die Tabelle ist geordnet nach  gleichmässig steigenden Geschwindigkeiten  des anzutreibenden Teils.    
EMI0003.0001     
  
    <I>Tabelle:</I>
<tb>  Vorsehub <SEP> in
<tb>  Motor <SEP> 1 <SEP> Motor <SEP> 1' <SEP> ni <SEP> + <SEP> n2 <SEP> mm/Minute
<tb>  750 <SEP> -500 <SEP> 250 <SEP> 42
<tb>  1500 <SEP> -1000 <SEP> 500 <SEP> 84
<tb>  750 <SEP> 0 <SEP> 750 <SEP> 126
<tb>  1500 <SEP> -500 <SEP> 1000 <SEP> <B>16.8</B>
<tb>  750 <SEP> 5,

  00 <SEP> 1250 <SEP> 210
<tb>  <B>1</B>500 <SEP> 0 <SEP> 1500 <SEP> 252
<tb>  750 <SEP> 1000 <SEP> 1750 <SEP> 294
<tb>  1500 <SEP> 500 <SEP> 2000 <SEP> 3<B>3</B>6
<tb>  1500 <SEP> 10e00 <SEP> 2500 <SEP> 420       Ausser den in der Tabelle enthaltenen       Kombinationen    von Antriebszahlen sind noch  weitere vorhanden, die     teilweise    negative ,  Vorschübe des anzutreibenden Teils ergeben,  wie sie in der Praxis seltener vorkommen  werden. Obwohl also jeder der beiden An  triebsmotoren in dem     Ausführungsbeispiel     nur auf zwei Drehzahlen geschaltet werden  kann, ergeben sich dennoch, wie die Tabelle  zeigt, neun verschiedene Geschwindigkeiten  des anzutreibenden Teils.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Planetengetriebe mit motorischem An trieb, insbesondere für Wanderroste, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsmotoren der Sonnenräder des Getriebes polumschaltbare Drehstrommotoren angeordnet sind. UNTERANSPRtCHE 1. Planetenwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die polumschaltbaren Drehstrommotoren so ausgeführt sind, dass die Sonnenräder bei normaler Drehzahl der ersteren mit ver schiedener Geschwindigkeit sich drehen. 2.
    Planetenwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die polumschaltbaren Drehstrommotoren so ausgebildet sind, dass sie bei normaler Drehzahl die Sonnenräder etwa im Dreh zahlverhältnis 1:1,5 antreiben. 3. Planetenwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Motoren so ausgebildet sind, dass die Pol umschaltungen eine Reihe gleichmässig ansteigender Geschwindigkeitsstufen für ein Planetenrad und damit Drehzahlen einer getriebenen Welle bedingen. 4. Planetenwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Polumschaltung zweier Motoren durch ein gemeinsames Schaltorgan erfolgt.
    5. Planetenwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Polumschaltung der Motoren eine ge meinsame Schaltwalze angeordnet ist.
CH148054D 1930-04-02 1930-07-05 Planetenwechselgetriebe mit motorischem Antrieb, insbesondere für Wanderroste. CH148054A (de)

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